Long ago in ancient times

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
Angus - Mystischer Ritter der Erde Deirdre - Mystischer Ritter der Luft Garrett - Mystischer Ritter des Waldes Ivar - Mystischer Ritter des Wassers Königin Maeve Rohan - Mystischer Ritter des Feuers
09.01.2016
12.02.2016
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10.01.2016 1.833
 
Hallo ihr Lieben,
ich bedanke mich ganz herzlich für all eure lieben Reviews, habe mich riesig drüber gefreut & darum kommt nun auch schon die Fortsetzung! :)
Hoffe ich habe mich ein wenig verbessert und euch gefällt das Kapitel!

Liebste Grüße

O

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Es waren einige Jahre ins Land gezogen und aus dem Baby ist ein kleiner Junge im Alter von fünf Jahren geworden. Er hatte schulterlange, braune, gelockte Haare und trug ein Schwert bei sich. Dieses war bei ihm gewesen seit er denken konnte, aber er hatte keine Ahnung woher genau es kam.
Der Braunhaarige war auf sich alleine gestellt, zwar kannte er hier in Kells einige Menschen, die ihm gerne etwas zu essen und zu trinken gaben, aber er wollte auch unabhängig davon überleben können. Der Junge hatte erfahren, dass seine Eltern ihn wohl nicht wollten, zumindest hatte man ihn alleine irgendwo gefunden und sich um ihn gekümmert, da er wohl sonst gestorben wäre.
Der Junge stiefelte gerade ein wenig durch das Dorf und dachte nach. Er wollte niemanden eine Last sein, er wollte selber irgendwie klar kommen. Der Junge hatte vor nichts wirklich Angst, aber wie sollte er überleben? Vielleicht ein wenig jagen? Mit einem Schwert sollte das ja eigentlich kein großes Problem sein und wenn er etwas großes erwischen würde, dann hatte er mehrere Tage etwas davon und Wasser konnte man aus einem See nehmen.

Ein Lächeln zeichnete sich nun auf den Zügen des Jungen ab und er dachte nach, wie er das Ganze am besten angehen würde. Er durfte nichts überstürzen, sondern sich zuerst einmal vorbereiten. Er hatte zwar ein Schwert, aber eben nicht viel mehr. Das heißt, wenn er wirklich etwas jagen konnte, hatte er nichts, wo er das Tier dann verstauen konnte und es war sicher zu schwer durch die Gegend zu schleppen. Also würde er erst einmal ein paar Sachen dafür besorgen müssen und dafür brauchte er Gold. Na toll, das war schon viel schwerer zu besorgen, wie sollte er denn an Gold kommen? Vielleicht ein wenig arbeiten, aber er war nur ein kleiner Junge, wer würde ihn schon einstellen? Für die meisten Arbeiten war er entweder zu klein, oder zu schwach. Ein Seufzen verließ die Kehle des Jungen, während er nachdachte, was er machen konnte. Alleine auf sich gestellt zu sein, war nun doch nicht so toll, wie er sich anfangs gedacht hatte. Er sah zu der kleinen Hütte, in der er bisher gelebt hatte und in der man sich bisher um ihn gekümmert hatte. Vielleicht konnte er sie ja nach ein wenig Gold fragen, aber dann fiel ihm ein, dass sie selber nicht viel hatte, was auch ein Grund dafür war, dass der Braunhaarige ihr keine Last sein wollte.

Wütend auf sich und die Situation trat er gegen einen Stein und fluchte, als sich ein Schmerz von seinem Zeh ausbreitete. Ein wenig durch die Gegend hüpfend, dachte er darüber nach, was er nun machen konnte. Es musste doch einfach eine Lösung geben! Eine andere Möglichkeit gab es einfach nicht! Etwas betrübt ging er Richtung Dorf und sah dort ein paar Leute stehen, die reich aussahen. Der Junge horchte auf und sah diese fremden Leute an. Wenn die genug Gold hatten, dann war es doch sicher nicht unmöglich ihnen etwas davon wegzunehmen, oder? Sie hatten sicher genug so wie sie aussahen und er brauchte nun mal wirklich dringend dieses Gold, um irgendwie zu überleben. Doch das war auch ein Problem, denn gestohlen hatte der Junge noch nie und es war doch auch nicht richtig, oder? Doch was sollte man machen, wenn man nichts hatte? Er hatte keine Eltern, die ihm helfen konnten, hatte keine Ahnung wo diese waren und wieso er nicht bei ihnen war, wie es doch eigentlich sein sollte. Er war alleine, auf sich gestellt und musste das Beste daraus machen und sehen wo er blieb.

Tief durchatmend näherte er sich den reich aussehenden Leuten und lauschte, was sie sagten. Sie waren wohl Reisende, die die Insel sehen wollten. Der Junge lauschte und sein Herz pochte wild in seiner kleinen Brust. Er war angespannt, denn geklaut hatte er noch nie. In kleinen Säcken hatten sie das Gold. Er musste nur schnell sein und diese kleinen Säcke klauen und dann weit weg laufen! Sollte doch machbar sein. Er sah sich so unauffällig wie möglich um und dann schlich er sich an die beiden Männer und hatte sich einen kleinen Dolch geschnappt, den er von Zuhause mitgehen ließ. Damit schnitt er nun die beiden Säcke von den Gürteln der beiden und rannte weg, so schnell er konnte. Weit weg von den beiden Menschen, ehe sie ihn fangen konnten. Der Junge sah sich nicht einmal um, lief einfach weiter, nicht wissend, dass man ihn verfolgte und er rannte in den Wald, tief in den Wald. Nur sein gehetzter Atem war zu hören, das Knacken der Äste, die unter seinen hastigen Schritten brachen und das Blut rauschte in seinen Ohren. Irgendwann - er wusste nicht wie lange er gerannt war - blieb er stehen und hielt sich die Seite, die ziemlich stach. Er atmete heftig und schließlich wurde er umgeworfen und zu Boden gestoßen. Es fühlte sich an, als wenn alle Luft aus seinem Körper gepresst wurde.
Angst schnürte ihm die Kehle zu, er hatte bisher seinen Angreifer noch nicht gesehen und hielt sich schützend die Arme vor das Gesicht. "Bitte tun Sie mir nichts", sprach der Junge und sein Herz schlug ihm bis zum Hals.

"Du bist ja vielleicht ein Angsthase", sprach jedoch eine deutlich jüngere Stimme, als mit der der Junge gerechnet hätte. Verwirrt öffnete der Junge die Augen und erkannte einen kleinen Jungen über ihn, der in etwa in seinem Alter war und schwarze Haare hatte, die er mit einem Band zusammen band. "Wer bist du?", fragte der Braunhaarige und sah den anderen neugierig an. "Ich bin Angus und eigentlich wollte ich die Männer beklauen, aber du warst schneller, nicht schlecht, aber jetzt habe ich nichts", antwortete er und erhob sich von dem anderen weider. "Und wer bist du?", kam nun die Gegenfrage. "Mein Name ist Rohan und das war das erste mal, dass ich gestohlen habe.. bin nicht stolz drauf, aber ich habe keine Eltern und muss daher schauen wie ich klar komme", erklärte er und langsam beruhigte sich sein Atem wieder.
"Ich habe auch keine Eltern und bin alleine, ich stehle schon lange, eigentlich seit ich denken kann, aber du bist auch gut, wie wäre es denn, wenn wir ab nun gemeinsam stehlen und uns zusammen tun?", fragte der Schwarzhaarige und streckte dem anderen die Hand hin. Rohan starrte ihn perplex an, nickte aber. "Ich denke das wäre eine gute Idee", sprach er fröhlich und nahm die Hand von Angus, doch dieser rannte danach auch schon wieder weg. "Hey, was soll das?", rief Rohan verwirrt, ehe er merkte, dass ihm die beiden Säcke fehlten. "Das darf doch nicht wahr sein", murrte er und lief dem anderen hinterher. Das ließ er sicher nicht einfach so mit sich machen.
Nicht nachdem er sich so angestrengt hatte um an das Gold zu kommen!

Er lief dem anderen hinterher und lief so schnell kann, das Seitenstechen ignorierend, dass ihm jeden Schritt erschwerte. Es dauerte dennoch eine Weile, bis er Angus eingeholt hatte und ihn von den Füßen gefegt hatte. "Gib mir das Gold wieder, ich brauche es!", zischte er und sah den anderen wütend an, der den Halt verloren hatte und die Säcke auch, die nun einen Abhang hinter rollten. "Toll gemacht!", zischte der Schwarzhaarige und sah der Beute nach. "Hey, gib nicht mir die Schuld, du hast mich beklaut!", beschwerte sich Rohan und sprang dann den Säcken hinterher, packte sie noch im Fall und klammerte sich dann an einen Ast fest, ehe er ganz runterfallen konnte. Die Säcke hatte er im Mund und er sah nach oben. "Hey, was ist jetzt hilfst du mir?", fragte Rohan, nachdem er sich nun mit einer Hand am Ast festklammerte und mit der anderen Hand die Säcke festhielt. "Nö. Du behälst sie ja eh für dich und ich bin ein super Taschendieb, ich stehle mir einfach selber etwas!", antwortete der andere und Rohan rollte genervt mit den Augen. "Na schön wir teilen... aber helf mir, denn es ist alles deine Schuld!", sprach Rohan und sah nach oben. Angus sah zufrieden aus und machte sich schon daran ein Seil aus Lianen zu basteln, um Rohan hoch zu ziehen.
Als Rohan es zu fassen bekam, wickelte er es sich um seinen Körper und zusammen mit Angus schaffte er es wieder nach oben zu kommen. Er legte sich keuchend auf den Boden und schloss seine Augen. "Das reicht an Abenteuer für heute", sprach er und rollte sich auf den Bauch, ehe er den anderen ansah und ihm einen von den beiden Säcken gab. "Hier, aber ab nun sind wir Partner, klar? Das heißt wir arbeiten zusammen und nicht gegeneinander, sonst kannst du es vergessen", sprach der Braunhaarige und wollte weitere böse Überraschungen doch eher vermeiden. "Ja schon klar, auf gute Zusammenarbeit!", meinte der andere und schlug noch einmal mit Rohan ein, ehe sie einfach auf den Waldboden liegen blieben und sich ausruhten von diesem Tag. In Zukunft konnten sie sich sicher gut helfen, denn er schien ja sehr geschickt zu sein und genau das konnte Rohan gut brauchen, um zu überleben, denn das Leben war nicht einfach, wenn man keine Familie hatte. Ob Rohan je erfahren würde, wo seine Wurzeln lagen? Wieso war er alleine? Diese Fragen begleiteten den Jungen nun schon fünf Jahre lang und noch hatte er keine Antworten auf all diese Fragen gefunden. Er war einfach alleine, aber auch Angus schien alleine zu sein, ohne Eltern. "Was ist eigentlich mit deinen Eltern?", fragte Rohan nach einer Weile des Schweigens. "Keine Ahnung! Ich bin alleine seit ich denken kann", sprach er und zuckte mit den Schultern. "Oh, da geht es dir wie mir, ich weiß auch nicht was Wahrheit ist!", erwiderte der gelockte Junge. "Tja, dann müssen wir eben selber schauen, wie wir überleben!" Rohan nickte. "Das schaffen wir schon!", sagte er, von sich überzeugt und streckte sich. "Klar besonders weil ich so schlau bin!" Rohan lachte. "Das musst du erst beweisen!", sprach er zu Angus und wenig später raufte er auch schon mit diesem und ließ seine Sorgen erst einmal Sorgen sein. Sie waren noch Kinder und daher hatten sie auch noch anderes im Kopf, wie zum Beispiel toben und spielen, wie es normale Kinder tun sollten, doch waren sie normal? Eigentlich ja nicht, aber das wussten die beiden wohl noch nicht, denn woher auch? Sie kannten ja nicht einmal ihre Familie! Sie waren alleine auf sich gestellt, doch nun hatten sie wenigstens jeweils einen Freund an ihrer Seite, der ihnen half, das Leben nicht nur düster zu sehen.
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