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I still hope for you - Minho und Cassy (3)

GeschichteAbenteuer, Drama / P16
Gally Minho Newt OC (Own Character) Thomas
09.01.2016
23.03.2016
65
222.755
30
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Dieses Kapitel
27 Reviews
 
 
09.01.2016 2.729
 
Ihr verrückten Nudeln :D Schreibt mir doppelt und dreifach Revis, unfassbar. Die Leute denken bestimmt auch: Die hatte nur 4 Zeilen geschrieben, was ist daran so toll? Und ihr flippt aus, obwohl noch kein einziges Kapi steht :D Mit euch habe ich 'nen Fang gemacht :D

Aber erst einmal zu meinem Tag, der absolut wunderbar war:
1. Ich konnte ausschlafen. Ja. Nach Monaten zum ersten Mal wieder. Selbst in den Weihnachtsferien bin ich immer gegen 7 aus dem Bett, weil ich ja immer zwischen Frankfurt und Kassel und in den Städten selbst hin und her gefahren bin, was einfach Zeit gekostet hat. Aber heute habe ich bis 10 geschlafen und lag um 11 gestern im Bett, was 11 Stunden Schlaf macht. Das ist unfassbar :D
2. Ich habe erstaunlich viel für die Uni geschafft. Das Referat, Latein, die Artikel... Lief alles wie am Schnürchen. Muss ich auch genießen, kurz vor den Klausuren werde ich noch früh genug schreiend im Kreis rennen.
3. Es ist unglaublich, wie viel Dreck man macht. Ich dachte, wo ich so lange weg war und nach einer Woche kann es gar nicht soo dreckig sein, aber... DENKSTE :o Die Staubflocken haben Salza auf dem Boden getanzt! Ja! Das müsst ihr euch einmal vorstellen :D
4. Der perfekte Tag endet ja mit dem perfekten Abend, in meinem Fall: Kapi und ein Früchteteller. Also auch Gemüse natürlich. Gurke und Möhrchen und Birne und Kohlrabi und Melone. Ab und zu noch ein Apfel... :D ACH UND NATÜRLICH KAFFEE :D Wie konnte ich den bloß vergessen...
5. Habe ich heute Vormittag ja den 2. Teil fertig gestellt und heute Abend den dritten Teil begonnen und das war richtig schön. Ich habe mich regelmäßig eingeloggt, weil mir doch noch etwas eingefallen ist (bzw. hatte ich eine riesige Diskussion mit meiner Freundin, ob es "I still hope FOR you" oder "I still hope OF you" heißt. Es ist natürlich das Erste, aber ich habe so meine Probleme mit englischen Präpositionen und jedes Mal haben wir die gleiche Diskussion :D Aber jetzt steht ja alles.

Ich finde es übrigens toll - dass muss ich auch einmal außerhalb meiner Danksagung los werden - dass ich eine so wahnsinnige FFF habe. Wirklich Leute, wir kennen uns nicht und haben trotzdem so viel Spaß zusammen. Und ihr hinterlasst bereits jetzt schon Revis, was ich total verrückt finde :D Ich beantworte die restlichen Revis gleich noch :)
Wirklich: Vielen, vielen Dank für eure... Präsenz :)
Ich liebe euch von ganzen Herzen :)

Jetzt aber zum Kapi: Eine 5. Ich hatte kurz überlegt ob ich eine 6 draus mache, aber dafür finde ich hat es nicht gereicht (was ihr mal wieder anders sehen werdet, aber was soll's) :D
Wie gesagt, die Zitate stammen aus Songs deren Link ich darunter einblende (ich hoffe die Songs passen immer zum Kapi. Wenn ihr das nicht so seht, meldet euch)  und wenn ein Kapi aus mehreren Teilen oder Perspektiven besteht taucht zum Trennen der Teile dieses Zeichen auf: ~ ~ ~
Ansonsten: Bei Unklarheiten fragt :D

Ich wünsche euch einen schönen Abend, genießt euren Samstagabend mit dem ersten Kapi des dritten Teils und fühlt euch von mir fest gedrückt.
Liebst,
eure CasseyCass *-*

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"These wounds won't seem to heal,
This pain is just too real,
There's just too much that time cannot erase"
( Evanescene - My immortal)



Stimmen weckten mich.
Ich war noch zu müde und geschwächt aber meine Ohren hörten die Worte und mein Gehirn schien sie tatsächlich zu verstehen. Es waren nur Satzfetzen, als würde ich ein Gespräch hinter einer verschlossenen Tür belauschen.
"... viel Blut verloren..."
"... leichtsinnig von Janson..."
"Wir hatten... Befehle... Weigerung..."
"... keine Chance."
"... Irreversibel..."
Ich wollte nachfragen, was sie damit meinten. Wollte die Augen aufschlagen und den Personen zeigen, dass ich wach war und ein Anspruch auf ihre Worte hatte. Aber allein der Gedanke daran ließ mich schwindeln und die Müdigkeit zog mich in ihre Arme zurück.

~ ~ ~


Das nächste Mal schaffte ich es die Augen aufzuschlagen.
Alles in meinem Sichtfeld verschwamm an den Rändern und ich stöhnte. Solche Sachen verursachten bei mir immer Kopfschmerzen. Ich blinzelte ein paar Mal und versuchte meine Umgebung schärfer zu sehen.
Eine Hand legte sich auf meine Stirn. Sie gehörte zu einer farbigen Frau Mitte 30, die mich freundlich anlächelte. "Hallo Cassandra."
"Wo bin ich?", krächzte ich.
"Im A.N.G.S.T-Hauptquartier. Du solltest die Augen geschlossen halten, die Betäubungsmittel beeinflussen den Sehnerv."
"Minho..."
"Er sitzt draußen. Soll ich ihn holen?"
Ich schüttelte den Kopf. "Noch... nicht..." Ich schloss die Augen wieder, wie empfohlen. Sobald es wieder Dunkel wurde, kam auch die Müdigkeit zurück.
"Ruh dich noch etwas aus", hörte ich die Frau noch sagen.
Dann war ich bereits wieder fest eingeschlafen.

~ ~ ~


In meinen Träumen rannte ich.
Ich rannte durch das Labyrinth. Aber nicht koordiniert und aufmerksam wie früher sondern panisch. Immer wieder sah ich über die Schulter zurück, suchte nach demjenigen der mich verfolgte. Efeu klatschte mir ins Gesicht, die Reben griffen förmlich nach mir und ließen mich immer wieder stolpern. Sie wickelten sich um meine Beine und Arme und hielten mich fest. Wie eine Fliege in einem Spinnennetz zappelte ich umher. Eine kleine Stimme flüsterte mir zu, dass ich mich losreißen musste, sonst würde ich sterben.
Nein...
Nicht ich. Aber ein Teil von mir.
"Cassandra." Janson kam ruhig auf mich zu. Griewer sammelten sich auf den Labyrinth-Wänden und bestaunten das Geschehen, begleitet von klackenden Geräuschen ihrer Picken und dem Surren der Kreissägen. "Du hast die falsche Entscheidung getroffen."
"Nein!", wisperte ich. Was auch immer jetzt geschehen würde, es versetzte mich bereits im Voraus in bodenlose Panik.
"Miststück", waberte Zac's Stimme durch die Luft. "Doch nicht mehr so vorlaut, was?"
In Jansons Händen blitzten Klingen auf, dutzende glänzende Messerklingen. Er lachte, laut und höhnisch, hysterisch und schrill. Sein Lachen schwoll an. Ich hätte mir am liebsten die Hände auf die Ohren gepresst.
Das Lachen brach abrupt ab und Janson stach mit dem Messer in meine Richtung.

~ ~ ~


Mit fliegenden Herzen schlug ich die Augen auf und sah Weiß.
Überall.
Die Decke über mir war Weiß.
Das Nachtschränkchen neben mir war Weiß.
Der Raumteiler war Weiß.
Meine Bettdecke war Weiß.
Und ich selbst auch.
Es war schrecklich.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht schob ich mich mit mehreren Anläufen in eine sitzende Position und sah mich etwas um. Nun, mein Umfeld bestand vielleicht aus 9 m², das war reichlich überschaubar. Aber diese 9m² hatte man gut bestückt. Mein Bett, der Nachttisch und mehrere Apparaturen, die blinkten und piepten. Nicht zu vergessen eine Kamera mit penetrant blinkendem roten Licht, die an der oberen Stange des Raumteilers angebracht und direkt auf mich gerichtet war.
Meine Augen glitten über die Gerätschaften, an den Schläuchen und Kabeln entlang, bis zu meinem Arm. Bei den vielen Nadeln und den Schläuchen, die in mir mündeten, wurde mir schlecht. Und nur eine der Apparate konnte ich irgendwie einordnen, die zeigte nämlich meinen Puls und meinen Herzschlag an.
Ich überlegte gerade, ob es ratsam wäre die Sachen einfach aus meiner Haut zu ziehen, als der Raumteiler zur Seite gezogen wurde und die Frau an mein Bett trat, die ich in einer meiner wachen Phasen bereits einmal gesehen hatte.
"Hallo, Cassandra", begrüßte sie mich auf die gleiche Weise und lächelte mich auf die ebenso gleiche Weise an. "Geht es dir besser?"
"Was sollen die Schläuche?", fragte ich. Ich vertraute keiner Person von A.N.G.S.T. Auch wenn sie mir vielleicht das Leben gerettet hatte.
"Oh, das ist alles mögliche. Schmerzmittel, Vitamine, Antibiotika. Was man eben so braucht, wenn man schwer verletzt aus der Brandwüste geholt wird."
"Ich wäre nicht schwer verletzt gewesen, wenn Janson seine Griffel von mir gelassen hätte."
Die Frau antwortete mir nicht und reichte mir stattdessen ein Glas Wasser. "Ich heiße Lou", sagte sie überprüfte die Geräte. "Ich bin deine zuständige Ärztin."
"Und wie heißt Ihre Diagnose?", fragte ich kalt. Zupfte an den Pflastern, welche die Schläuche fixierten.
"Du hast viel Blut verloren, dem wir aber mit Bluttransfusionen entgegenwirken konnten. Die Messerstiche werden gut verheilen, die Fäden ziehe ich dir in vier Wochen. Auch wenn ich regelmäßig nach dir sehen werde, sei bitte Vorsichtig. Aufgescheuerte Nähte fördern Infektionen und dann wird es erst richtig weh tun..."
"Das Baby", unterbrach ich sie. Lou erstarrte in ihrer Bewegung und ich hob den Blick von meinen Pflastern hin zu ihr. "Lebt es?"
So wie die Ärztin den Geräten zugewandt stand, mit angespannten Schultern und Händen zu Fäusten geballt, schien die Antwort klar. Lou räusperte sich und drehte sich ganz langsam zu mir um. Sie setzte sich auf meine Bettkante und nahm meine Hand in ihre. "Wir Ärzte sind eigentlich dafür da Leben zu geben und nicht zu nehmen, Cassandra. Daher haben wir Janson auch gesagt, wo genau er zustechen soll, um das Kind nicht zu verletzen..."
"Lebt es?", wiederholte ich meine Frage scharf.
"Sein letzter Stich hat die Plazenta verletzt", murmelte sie. "Das Kind ist verblutet."
Ich hatte es gewusst.
Ich hatte es gewusst, als Janson das letzte Mal zugestochen hatte.
Ich hatte es gewusst, als ich in Minhos Armen lag und fühlte, wie das Kind in mir kämpfte.
Ich hatte es gewusst, als ich eben die Augen aufgeschlagen und die Leere in mir gespürt hatte.
Meine Finger gruben sich in die Bettdecke, während ich versuchte meine Trauer unter Kontrolle zu halten. Ich würde mir vor ihnen keine Blöße geben.
"Das ist jedoch nicht alles."
"Was?", fragte ich leise und runzelte die Stirn. "Was meinen Sie?"
Lou murmelte etwas Wütendes. "Weißt du wie... Eine Schwangerschaft funktioniert?"
"Wollen sie mich aufklären?", fauchte ich.
"Nein. Oder doch. Cassandra... Bei einer Schwangerschaft bildet sich die Plazenta, um das Kind über die Nabelschnur mit Vitaminen, Sauerstoff und Wasser zu versorgen, innerhalb der Gebärmutter. Sie bewegt sich immer mit dem Kind mit."
"Und?"
"Das bedeutet, dass Janson die Plazenta nur verletzten konnte, weil er die Gebärmutter durchstoßen hat."
Kälte kroch meinen Rücken hinauf und ich versuchte zu verstehen, was Lou mir da gerade zu sagen gedachte.
"Die Schäden des letzten Messerstichs sind irreversibel, Cassandra", sagte Lou mitfühlend.
"Ich kann keine Kinder mehr bekommen?", fragte ich mit zitternder Stimme und sah auf meine Bettdecke.
"Nein. Es tut mir Leid."
Ich nickte leicht und leckte mir kurz über die Lippen. Tränen sammelten sich hinter meinen Augenlidern.
"Könnten Sie mich kurz allein lassen?", bat ich.
"Natürlich. Ich bin in fünf Minuten wieder da. Wir wollen dich noch verlegen und ich muss noch etwas vorbereiten."
Ich antwortete ihr nicht, weil es mir absolut egal war, was A.N.G.S.T mit mir plante.
Doch kaum war Lou hinter dem Vorhang verschwunden, schlug ich eine Hand vor den Mund und ließ den Tränen freien Lauf. Bittere Schluchzer schüttelten mich und am liebsten hätte ich mich zusammen geknäuelt, aber die Schmerzen in meinem Unterleib waren zu stark.
Schmerzen.
Das war es, was ich die kommenden Wochen wahrscheinlich fortlaufend spüren würde. Und selbst wenn die körperlichen Schmerzen irgendwann erträglich sein würden, die psychischen Schmerzen würden es so schnell nicht werden. Ich hatte mich trotz der Umstände so auf das Kind gefreut. Immerzu hatte ich vor Augen gehabt, wie Minho sterben konnte und doch hätte ich noch einen Teil von ihm bei mir gehabt. Hätten wir am Ende alle überlebt, wären wir eine Familie gewesen.
Ich wollte eine Hand unter der Bettdecke auf meinen Bauch legen, schaffte es aber nicht. Allein der Gedanke daran, dass sich nichts bewegen würde, dass keine kleine Hope strampelnd ihren Senf zu den Umständen geben würde, ließ mich noch mehr weinen.
Das Schlimmste jedoch war, dass weder Hope noch ein anderes Kind jemals wieder strampeln würde. Ich hatte ihr versprochen auf sie aufzupassen und ich hatte versagt. Meine dumme, dumme Offensive gegenüber A.N.G.S.T hatte meinem Kind das Leben gekostet. Ich war wahrscheinlich mit Abstand die schlimmste Mutter auf dieser Welt.
"Cassandra?", ertönte Lou's Stimme hinter dem Vorhang. "Kann ich wieder zu dir hinein kommen?"
Nein, eigentlich konnte sie das nicht. Ich wollte für eine lange, lange Zeit niemanden sehen. Ich wollte mich selbst für das, was ich getan hatte, bestrafen. Egal wie.
Schnell wischte ich mir über die Augen und schniefte. "Ja."
Lou kam wieder hinein, auf dem Arm trug sie einen Stapel Kleidung. "Wir haben dich gestern gewaschen, woran du dich wahrscheinlich nicht mehr erinnern kannst. Die Betäubung war noch relativ stark. Ich helfe dir beim Umziehen."
Mit keinem Wort erwähnte sie das Kind. Als hätte sie mir eine Auskunft gegeben und wäre nicht verpflichtet mir irgendwie moralischen Beistand zu geben. Nicht, dass ich von ihr welchen haben wollte...
Mit höchster seelischer Kraftanstrengung kämpfte ich die Trauer in die Überreste meines Tresors zurück. Dort würden sie nicht bleiben, ich hatte wahrlich genug davon meine Emotionen wegzusperren, aber für den Moment musste es sein.
Lou löste alle Schläuche und Nadeln aus meiner Haut und stellte die Geräte aus. Trotzdem begann der Apparat, der mein Herz überwacht hatte, einen langgezogenen Piep von sich. Kein Herzschlag mehr vorhanden, bedeutete das. Wie wahr.
Nachdem alles irgendwie an die Seite geschoben worden war, schwang ich die Beine über den Bettrand und stellte meine nackten Füße auf den kalten, weiß gefliesten Fußboden. Mit den Bewegungen einer alten Frau knöpfte ich mir das rot gepunktete Nachthemd auf und legte es neben mich aufs Bett. Nach einander reichte Lou mir einen Sport- BH, der meine Oberweite beinahe vollständig erdrückte, Socken und eine weite, hoch geschnittene Jogginghose.
"Du bekommst nur noch eine weite Jacke", sagte Lou und legte mir eben diese um die Schultern. Sie war hellgrau und extrem weich. "Ein anderes Oberteil kommt erst später. Beim An- und Ausziehen müsstest du dich zu sehr strecken und wir wollen kein Aufreißen der Wunden riskieren. Die Hose sitzt? Reibt nirgends?"
"Alles gut, danke."
"Gut, dann lass uns einmal versuchen etwas zu gehen." Sie legte mir einen Arm um die Hüfte und zog mich auf die Beine.
Schwindel erfasste mich und ich schloss automatisch die Augen. Meine Beine fühlten sich wie Wackelpudding an. Es war fast schlimmer als damals im Labyrinth, nachdem ich Tuberkulose hatte. Als wäre meine gesamte Muskelmasse Wattebäuschen gewichen.
Schritt für Schritt, ganz langsam und mit regelmäßigen Verschnaufpausen arbeiteten wir uns aus dem Krankenraum hinaus auf den Flur. Der Raum selbst war unspektakulär. Weitere Raumteiler, allesamt aufgerissen. Ich war augenscheinlich die einzige Patientin gewesen. Der Flur war auch nicht aufregender. Stühle standen an den Seiten, Türen gingen rechts und links ab. Immerhin waren hier und da Bilder aufgehangen und die Türen bestanden aus dunklem Holz. Es wirkte sogleich weniger steril, als der Krankenraum.
Weit laufen musste ich tatsächlich nicht, aber es fühlte sich wie eine halbe Meile an. Ach was. Drei Tage Labyrinth. Mindestens. Ich keuchte wie eine Dampflok, als Lou mich vor einer Tür mit der Nummer 3b zum Stehen brachte.
"Warum haben Sie mich umgelegt? Dort drüben waren doch genug freie Betten."
"Ich habe meine Anweisungen und die befolge ich", sagte Lou ausweichend und klopfte zweimal gegen die Tür. Dann drückte sie die Tür nach innen auf und führte mich wie ein tattriges Weib hinein.
Erschöpft lehnte ich mich gegen die Wand, gleich neben der Tür, und schloss die Augen. Mit wie viel Schmerz- und Betäubungsmittel hatten die mich denn vollgepumpt?
"Blume?"
Ich zuckte zusammen und riss die Augen wieder auf.
Direkt gegenüber der Tür stand ein geräumiges Bett. Es grenzte an eine Küchenzeile an; rechts stand ein runder Tisch mit Büchern. Auf dem Boden lag ein ausgefranster Teppich und an der Decke baumelte eine hässliche Lampe. Doch das war es nicht, was mich so aus dem Takt brachte.
Es war die Person, die anscheinend auf dem Bett gesessen hatte und bei unserem Eintreten aufgesprungen war.
Es war Minho.
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