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Die wilden.... - 3. Generation

GeschichteFreundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character)
08.01.2016
25.12.2016
21
13.079
2
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05.04.2016 718
 
Marie



Als Lilli, die wilden Küken und meine drei Freundinnen gegangen sind, bin ich einfach auf der Decke liegen geblieben. Meine Hand wandert zu der Hühnerfeder an meinem Hals. Lilli besaß diese schon lange bevor ich geboren wurde und ich weiß, dass es ein großer und schwerer Schritt für sie, Bob, Very und Enya war. „Marie! Essen ist fertig! Kommst du bitte?“, werde ich von dem Rufen meines Vaters aus meinen Gedanken gerissen. Schnell laufe ich ins Wohnhaus und setze mich an den Küchentisch. So sitzen Mama, Papa und ich später da und essen belegte Brote und Salat. Ich merke, wie Papas Blick auf einmal an meinem Hals hängen beleibt und auch Mama scheint es zu bemerken, denn sie folgt seinem Blick. „Ist das…“, fängt Mama an, als Papa zu gleichen Zeit anfängt zu sprechen: „Haben sie…“ Ich nicke: „Ja, das ist Lillis Hühnerfeder und ja, sie haben vorhin die wilden Küken aufgelöst.“

Lilli

Ich fahre mit dem Fahrrad durch die Stadt, auf dem Weg zu der Wohnung, in der mein Freund Ole und ich wohnen. Auch wenn ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war, herrscht trotzdem eine gewisse Leere in mir. Es ist komisch, die vertraute Kette nicht zu spüren, schließlich hing sie fünfzehn Jahre um meinen Hals. Ich habe mein Ziel erreicht, ich räume mein Fahrrad in den Keller, laufe die Treppe nach oben und schließe die Wohnungstür auf. „Hallo Lilli, wie war dein Tag?“, begrüßt Ole mich. Ich sehe wie sein Blick auf meinen Hals fällt und genau in diesem Moment beginne ich zu weinen.



Frieda

Ich hocke im ruhigen Garten und zupfe Unkraut. Ich habe das Grundstück für mich, Willi holt Mia aus dem Hort ab und Lucie ist, wie in letzter Zeit so oft, bei Marie. Ich freue mich wirklich sehr, dass sich meine beiden Mädchen so gut eingelebt und Freund gefunden haben. Ich höre das quietschen des Gartentors und kurz darauf die Stimme meiner älteren Tochter: „Hi Mama, bin zu Hause!“ Ich blicke in Lucies strahlendes Gesicht. Klar, sie war immer gut drauf, wenn sie von Marie kam. Aber so wie heute sah sie noch nie aus. Ich mustere Lucie und mein Blick bleibt an ihrem Hals hängen. Das ist doch... Das kann doch... Ich streife meine Gartenhandschuhe ab, laufe zu Lucie und greife nach der Feder. „Das ist sie wirklich?“, frage ich. „Ja!“, sagt Lucie grinsend. Ich umarme Lucie, denn ich weiß genau wie das ist. „Also du, Marie, Kaya und Ticia! Wie heißt ihr? Was ist mit einem Bandenquartier?“, löchere ich sie. „Wir sind die wilden Federn und die wilden Küken haben uns ihr Quartier überlassen!“ „Das ist so toll! Ich freue mich so für dich!“

Ticia

Glücklich schließe ich die Wohnungstür, zu unserer Neubauwohnung am Stadtrand, auf. Ich betrete die Wohnung und stelle meine Schuhe zur Seite. „Hi Kleine“, begrüßt meine sechzehnjährige Schwester Jarina mich. „Hi Doofe.“, grüße ich sie frech zurück. Jarina will gerade wieder in ihr Zimmer verschwinden, als ihr Blick auf meine Hühnerfederkette fällt. „Was ist das denn?“, fragt sie mich mit skeptischem Blick. „Eine Hühnerfeder.“, antworte ich meiner Schwester, weil ich genau weiß, dass sie das auf die Palme bringen würde. „Ach nee, soweit war ich auch schon. Aber warum hast du eine HÜHNERFEDER um den HALS hängen?“, fragt sie und ich erzähle ihr alles von den wilden Federn, Küken, Hühnern und Banden. Als ich fertig bin schüttelt Jarina grinsend den Kopf und umarmt mich. „Ich freue mich für dich, dass du endlich wieder richtige Freunde hast!“        

Kaya

Als ich am Abend im Bett liege, es ist Freitag, denke ich über mein Leben nach. Es war eigentlich immer dasselbe: Marie war meine beste Freundin, turnen war schon immer mein liebstes Hobby und meine Eltern haben mich immer verwöhnt, weil ich ein Einzelkind bin. Aber seit dem Beginn des neuen Schuljahres hat sich einiges geändert. Klar, Marie ist immer noch meine Freundin,  ich bin immer noch Einzelkind und ich turne nachwievor für mein Leben gern. Aber jetzt gibt es da auch noch Lucie und Ticia, mit denen Marie und ich uns super gut verstehen. Und ab heute sind wir eine Band- die wilden Federn! Ich fande die Bande von Maries großer Schwester schon immer cool und beneidenswert und jetzt sind wir wirklich ihre Nachfolger. Ich bin so glücklich!
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