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Die wilden.... - 3. Generation

GeschichteFreundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character)
08.01.2016
25.12.2016
21
13.079
2
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03.04.2016 955
 
Lilli

Es ist ein heißer Spätsommernachmittag und ich bin auf dem Weg, von der Schreinerei zum Wohnhaus, um mir etwas Kühles zu trinken zu holen. Auf  halbem Weg bleibe ich stehen und schaue zu Marie und ihren drei Freundinnen, die sich mit Wasserpistolen und Wasserbomben durch den Garten jagen. Ihr Lachen tönt bis zu mir herüber. Seit dem Kindergarten hat Marie immer nur Kaya als Freundin, aber seit diesem Schuljahr sind die Beiden nur noch mit Lucie und Ticia anzutreffen. Ich muss unbedingt mal mit meinen Mädels reden, denn ich glaube, es ist an der Zeit, einen wundervollen Lebensabschnitt abzuschließen und ihn weiterzugeben.

Wenige Tage später, sitze ich mit Bob, Very und Enya auf der Terrasse und alles ist besprochen. „Dann wollen wir mal!“, meint Enya und ein komisches Gefühl liegt in der Luft. Wir laufen zu Marie, Kaya, Ticia und Lucie, die auf einer großen Decke liegen und zusammen an einem Plakat für die Schule arbeiten. „Können wir mal mit euch reden?“, fragt Bob. „Klar. Setzt euch doch!“, meint Kaya und die Vier räumen ihre Schulsachen zur Seite. Wir setzen uns auf den fertiggewordenen Platz. „was gibt es denn?“, fragt Lucie, sie hat echt viel Ähnlichkeit mit Frieda, selbst ihr Style ist ähnlich. Sie hat hellgrüne Augen und ihre langen braunen Haare sind zu einem hohen, schiefen Zopf gebunden, sie trägt ausgefranste Jeanshorts, ein türkises Top, dazu hat sie sich ein, in allen Regenbogenfarben gebatiktes Tuch um die Hüften gebunden. Mein Blick wandert weiter zu Ticia, sie ist auch ein echt hübsches Mädchen mit ihren eisblauen Augen und den rotblonden Wellen, die sie zu einem Wasserfallzopf geflochten hat, dazu trägt sie ein dunkelblaues Kleid mit Spitze. Neben ihr sitzt Kaya, die ich schon kenne, seit sie drei Jahre alt ist. Ihre glatten blonden Haare hängen ihr bis über die Schultern. Sie trägt ein blaues T-Shirt, das ab dem Bauch ausgefranst ist und eine dunkle Jeansshorts. Neben ihr sitzt Marie, meine kleine Schwester, die Leute haben schon Recht, wenn sie sagen, dass wir Beide uns sehr ähnlich sehen. Dieselben unbändig baren mahagonifarbenden Locken und die pistazienfarbenen Augen. Auch vom Klamottenstyl ähneln wir uns, stelle ich mit einem Blick auf ihre Dreivierteljeans und ihr rote T-Shirt mit der Aufschrift be happy fest.

„Wie ihr bestimmt wisst, haben sich die wilden Hühner aufgelöst, als sie in der elften Klasse waren.“, beginnt Bob zu erzählen. Die vier Mädchen schauen sich an und nicken. Gut, sie haben Ticia also von den wilden Hühnern und den wilden Küken erzählt. Ich schaue von Bob zu Very und von Very zu Enya. Ich weiß, dass das hier uns allen nicht leicht fällt, aber es ist die richtige Entscheidung und wenn die wilden Hühner das schaffen, schaffen wir das auch! Und mal ehrlich, eigentlich sind wir schon lange keine echte Bande mehr. „Aber ihr wisst bestimmt auch, dass die wilden Hühner nicht einfach so aufgehört haben, nein sie haben die Bande an uns weiter gegeben- an die wilden Küken.“, fährt Very fort. Ich blicke in Maries Gesicht und sehe Verwirrung und Neugier. Weiß sie was jetzt kommt? „Wir sind mittlerweile sechsundzwanzig und siebenundzwanzig Jahre alt und ich weiß nicht, wie lange es schon her ist, dass wir den Olmen den letzten richtigen Streich gespielt haben. Und deshalb haben wir beschlossen… wir haben beschlossen…“, versucht Enya das zu sagen, was uns auf dem Herzen liegt. „Wir haben beschlossen unsere Bande aufzulösen!“, spreche ich das aus, was für mich jahrelang undenkbar war. Ich sehe zu Marie, diese sieht mich entgeistert an, mein Blick wandert weiter zu meinen Freundinnen. Uns fällt das hier alles nicht leicht! „Aber die Bandentradition darf auf keinen Fall streben!“, sagt Very mit fester Stimme. „Deshalb haben wir beschlossen, euch zu unserer Nachfolgebande zumachen!“, sage ich. Lucie, Ticia, Kaya und Marie sehen sich mit einer Mischung aus Ungläubigkeit und Freude an. „Und um das ganze offiziell zu machen, werden wir euch unsere bandenzeichen geben: die Hühnerfedern!“ Ich sehe das leuchten in Maries Augen und weiß, dass es die richtige Entscheidung war! Die ehemaligen wilden Küken lösen ihre Bandenfedern von ihrem Hals. Ich hänge meine, die ich einst von Sprotte bekommen habe, Marie um. Lucie bekommt die, die einst ihre Mutter getragen hat von Bob. Ticia bekommt Melanies alte Hühnerfeder von Very und Kaya bekommt die von Enya. Ich weiß noch genau, wie es war als ich die Hühnerfeder von Sprotte bekam, es war auf jeden Fall einer der schönsten und wichtigsten Momente in meinem Leben! „Da gibt es noch etwas, das wir kaum noch nutzen und euch deshalb ebenfalls geben wollen!“, meint Bob und wir nehmen unsere Schlüssel und legen Lucie, Ticia, Kaya und Marie jeweils einen in die Hand. „Die Mystery!“, murmelt Marie ehrfürchtig.  „Ja, die Mystery!“, meine ich. „Jetzt braucht ihr nur noch eine Bande Jungs!“, meint Very. „Und einen Bandennamen!“, fügt Enya hinzu. „Und ein Bandenbuch.“, sagt Bob. Dann erheben wir uns und lassen die neue Bande alleine.

Marie

Ehrfürchtig fasse ich an meinen Hals, wo die Hühnerfeder meiner Schwester hängt. „Wow!“, kommt es von Kaya. „Kann mich bitte mal jemand kneifen?“ „Es ist zwar kein Traum, aber gerne!“, meint Lucie und zwickt Kaya in den Oberarm. „Auu!“, ruft diese und verzieht das Gesicht. Lucie, Ticia und ich müssen uns wirklich zusammenreißen, um nicht laut loszulachen. „Wir brauchen einen Namen!“, meint Ticia nach einer Weile. „Was mit Gras, Blumen, Vögeln…“, überlegt Kaya laut. „Oder die wilden Kühe!“, meint Lucie und sie, Ticia und ich Lachen laut los. Nur Kaya scheint das ganze überhaupt nicht zu merken, sondern überlegt immer noch laut: „Bäume, Felder, Federn..“  „Das ist es!“, ruft Ticia. „Was?“, fragen wir anderen Drei aus einem Mund. „Die wilden Federn!“

Ich möchte mich noch einmal bei 7terStern für den Bandennamen bedanken… DANKE!!!
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