Märchenwelt

von afc11love
GeschichteDrama, Krimi / P12 Slash
06.01.2016
25.03.2018
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Dieses Kapitel
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In den letzten Tagen hatte es viel geschneit und auf den Autobahnen ging fast nichts mehr. Die Straßen waren glatt und der Schnee blendete die Autofahrer, sodass viele Unfälle entstanden. Ben saß auf seinem Bürostuhl und drehte die Heizung höher, da ihm kalt war. Semir war in der Küche und kochte einen Kaffee, damit sie etwas von innen wärmte. Als er zurück kam freute sich Ben und hielt erst einmal seine Hände an die warme Tasse. „Das tut gut!“ Freute er sich und trank einen Schluck. Semir konnte nur zustimmen. Die Zeit verging und schon war es 18.00 Uhr. Dienstschluss. Semir verließ mit Susanne die PAST und Ben blieb ein paar Minuten länger, um seine gefühlte 100. Tasse Kaffee zu leeren. Er erhob sich von seinem Bürostuhl und wanderte die Flure entlang, da fast alle Kollegen schon zu Hause waren. In diesem Moment kam Frau Krüger aus ihrem Büro und wunderte sich, wieso Ben noch da war. „Noch nicht zu Hause, Jäger?“ Ben wandte sich an Kim. „Nein, aber gleich. Ich wollte eben meine Jacke holen.“ Lächelte er und verschwand im Büro. Kurze Zeit später verließ auch er die PAST und sah Kim in ihrem Auto sitzen. Diese Versuchte, ihr Auto zu starten, doch es bewegte sich keinen Zentimeter. Kim stieg aus ihrem Auto aus und bat Ben um Hilfe. „Ich kann es mal versuchen.“ Sagte er, doch bei ihm sprang das Auto auch nicht an. „Soll ich sie mitnehmen, Frau Krüger?“ „Ja, gerne.“ Lächelte sie und stieg bei Ben ins Auto. Die ganze Fahrt lang wurde kein Wort miteinander gewechselt. Ben konzentrierte sich auf die Straße und Kim schaute verträumt aus dem Fenster. Trotzdem herrschte eine schöne Stimmung im Wagen. Doch plötzlich wurde Kim aus ihren Gedanken gerissen, als das Auto sich drehte. Ben riss das Lenkrad um, sodass der Wagen nicht von der Straße abkam. „Das war knapp!“ Sagte Ben erleichtert und fuhr vorsichtig wieder an. „Zum Glück war kein Auto auf der entgegenkommenden Fahrbahn.“ Entgegnete Kim. Ben nickte und fuhr vorsichtig weiter. Nach 10 Minuten fahrt musste Ben halten, denn vor ihnen war die Straße abgesperrt. Ein Polizist kam zu ihnen und klopfte mit seinem Handschuh an die Fensterscheibe. Ben kurbelte diese herunter und fragte: „Was ist passiert?“ Der Polizist streckte sein Kopf zum Fenster und sagte: „Zwei Autos sind ineinander gekracht. Hier können sie leider nicht durch.“ Somit ging er wieder und Ben machte das Fenster wieder zu. „Na toll! Das ist die einzige Straße zu meinem Haus.“ Kam von Kim genervt, die sich mit ihrer Hand durch die Haare fuhr. Ben schaute zu ihr und meinte: „Dann müssen sie wohl heute bei mir übernachten.“ Er fing an zu lachen. Kim schaute ihn an und meinte: „Sieht wohl so aus.“ Der Kommissar drehte sein Auto und fuhr zu sich nach Hause. Als sie ankamen und ausstiegen, fing es wieder zu schneien an. „Noch mehr Schnee? Wirklich jetzt?“ Entgegnete Kim und fügte hinzu: „Ich hasse den Winter!“

Als die Beiden in Bens Haus angelangt waren, machte er den Kamin an und holte ein paar Decken und Kissen aus dem Schlafzimmer. „Ich schlafe auf dem Sofa und Sie können in meinem Bett schlafen.“ Sagte Ben und legte das Bettzeug ab. „Kommt gar nicht in Frage. Ich schlafe auf dem Sofa, immerhin bin ich ja nur hier wegen meinem Auto.“ Sagte Kim bestimmend. „Ich bestehe aber darauf.“ Lächelte Ben und setzte sich auf das Sofa vor dem Kamin. „Na gut.“ Lächelte Kim zurück und setzte sich neben Ben, um sich etwas aufzuwärmen. Es war schon 20 Uhr. „Wollen wir etwas Fernsehen?“ Fragte Ben und nahm die Fernbedienung in die Hand. Kim nickte. Doch der Fernseher wollte nicht anspringen. „Och!!! Ist wohl zu viel Schnee auf dem Dach.“ Entgegnete Ben und legte die Fernbedienung wieder auf den Tisch. „Möchten Sie stattdessen etwas Wein?“ „Sowas haben Sie? Ich dachte Sie wären eher der Biertrinker?!“ Sagte Kim überrascht. „Ich hab immer etwas Wein zu Hause. Ich weiß ja nie wer zu Besuch kommt.“ Lachte Ben und stand auf. Er holte für sich ein Bier und für Kim ein Glas Wein. Nach ca. 3 Minuten kam er wieder. „Danke.“ Sagte Kim, als sie das Glas in die Hand gedrückt bekam. Ben lächelte und setzte sich wieder aufs Sofa. „Wollen wir vielleicht heute beim „Du“ bleiben?“ Fragte Kim und schaute zu Ben. „Ja, gerne… Kim.“ Grinste er und nahm noch einen Schluck Bier. Kim lächelte ebenfalls und stellte ihr Glas auf den Tisch. Sie betrachtete das Feuer, doch ihr war immer noch kalt. Sie strich sich mit den Handflächen über die Arme. „Möchtest du eine Decke?“ Fragte Ben führsorglich. „Ja, sehr gerne.“ Der Kommissar lief in sein Schlafzimmer und holte eine braune Decke. Er legte sie über Kims Schultern und setzte sich nun etwas dichter an sie. „Aber du hast Recht, ist schon noch etwas kalt hier.“ Kim legte etwas Decke nun über Ben. Dieser lächelte sie an und Kim lächelte zurück. „Ich hoffe, dass morgen nicht mehr so viel Schnee liegt.“ Meinte Ben und löste sich von ihren Blicken. Kim blickte zu Boden und antwortete: „Ja, ich hoffe auch. Ich freu mich schon wieder, wenn es Frühling wird.“ Ben und Kim unterhielten sich noch bis 11 Uhr. Ben blickte auf die Uhr und erschrak sich: „Wow! Schon so spät!“ Kim gähnte und rieb sich die Augen. „Ich glaub es wird Zeit für mich ins Bett zu gehen, sonst schlafe ich noch im Sitzen ein.“ Entgegnete Kim müde. Ben beobachtete sie und dachte: „Verschlafen sieht sie ja noch süßer aus.“ Er erwischte sich selber, wie er über Kim nachdachte. Doch er mochte sie, sehr sogar. Das erste Mal war sie ihm bei einer Benefizveranstaltung aufgefallen. Er stand auf der Bühne, hat gesungen und Kim hat ihm zugehört. Doch er hat damals alles versaut mit seinem Winnetou-Spruch. „Erinnerst du dich noch an unsere erste Begegnung?“ Fragte Ben vorsichtig. Kim lächelte. „Ja, wie kann ich die nur vergessen.“ Sie lehnte sich gegen Ben und er legte seinen Arm über sie. „Winnetou Koslowski.“ Lachte Kim müde. „Ja, voll peinlich.“ Ben lachte auch. Weitere 10 Minuten vergingen und Ben war Todmüde. „Kim?“ Doch es kam keine Reaktion. Er schaute hinunter. Sie war fest am Schlafen und hatte ihren Kopf auf Bens Oberkörper gelegt.  Er betrachtete sie noch eine ganze Weile, bis auch er einschlief.

Am nächsten Morgen wurde Ben von den einfallenden Sonnenstrahlen geweckt. Beide lagen immer noch so da wie am Vorabend. Ben hob seinen Arm und fing an Kim auf ihrem Kopf zu streicheln. „Sie hat so weiches Haar.“ Dachte Ben und schmunzelte. „Sie sieht echt süß aus wenn sie schläft.“ Kim öffnete langsam ihre Augen und merkte Bens Hand auf ihrem Kopf. „Oh man. Bin ich echt so eingeschlafen?“ Dachte sie sich. Als Ben bemerkte, dass Kim wach war, hörte er sofort auf sie zu streicheln und räusperte sich einmal. Kim setzte sich aufrecht hin und entschuldigte sich: „Tut mir Leid, dass ich gestern auf dir eingeschlafen bin. Hättest mich ruhig wecken können.“ „Ach mach dir nichts draus, ich hab glaube sogar eher als du geschlafen.“ Ben wusste, dass dies nicht stimmte, doch er wollte nicht, dass sich Kim für so etwas entschuldigen sollte.
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