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Polizisten küsst man nicht!

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Angst / P16 / Gen
Det. Tommy McConnel Sgt. Eva Vittoria
05.01.2016
14.02.2016
4
9.363
2
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
05.01.2016 2.263
 
Hallo ihr Lieben. :)
Wie ihr der Kurzbeschreibung vielleicht schon entnehmen konntet, handelt es sich bei dieser Geschichte tatsächlich um die angekündigte Fortsetzung meiner ersten FF „Almost is never enough“ mit Tommy und Jade. Des Weiteren habe ich mich entschlossen, Aurelia und Eva aus „Sing and you´re dead“ in die Geschichte mit einzubinden. (Ich mochte den Weg der Story nie, aber die Charaktere waren toll :D).

Ich denke, der Titel und die Beschreibung sprechen weitestgehend für sich. :)
Lasst euch einfach überraschen.  ;)

Liebe Grüße,
eure Aila
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                                                               - 1 -

6:00 Uhr morgens. Der Wecker von Jade McConel klingelte. Mit der Faust hämmerte sie drauf und schaltete ihn aus. Danach kuschelte sie sich wieder in ihre Decke ein und schlief weiter. Sie hatte keine Lust auf Schule. Die Winterferien waren gerade vorbei und heute war der erste Schultag. Noch 2 Jahre bis zu ihrem Abschluss hatte sie vor sich. Aber heute hatte sie keine Lust. Also schlief sie lieber weiter. Dachte sie, zumindest bis Tommy in ihr Zimmer geplatzt kam und den Rolladen hochriss.
„Jade! Aufstehen! Hast du deinen Wecker mal wieder nicht gehört?“, fragte ihr großer Bruder.
„Ich habe ihn mit Absicht überhört. Und jetzt mach die dummen Rollos wieder runter. Ich will schlafen.“, jammerte Jade und zog sich die Decke über den Kopf.
„Nix da, steh jetzt auf.“, und damit riss Tommy ihr die Bettdecke weg, klemmte sie unter seinen Arm, riss das Fenster auf und verließ fluchtartig den Raum.
„Sag mal, hämmert es bei dir, Tommy? Gib mir meine Decke wieder und mach das scheiß Fenster zu. Es ist Eiszeit da draußen. MAAAN!“, fluchte die immer noch 17 Jährige und sprang auf, um das Fenster zu schließen.
Dann schnappte sie sich eine Jacke, zog diese über und lief raus in die Küche. Dort wurde sie von Eva und einer noch viel grießkrämiger schauenden Aurelia begrüßt.
„Guten Morgen, Jade. Hast du gut geschlafen?“, fragte Eva freundlich.
„Ja, bestens. Bis mein blöder Mensch von Bruder in mein Zimmer kam und meinte das Fenster wie ein Irrer aufzureißen und mir die Bettdecke weg zunehmen. Wenn ich jetzt krank werde, ist es seine Schuld.“
Eva musste lachen.
„Was ist daran denn bitte so lustig jetzt?“, fragte Jade genervt.
„Sie hat das Gleiche bei mir auch abgezogen!“, merkte Aurelia an, ohne ihren Blick von den Cornflakes zu heben.
„Sagt mal, habt ihr zu viel Langeweile? Das nächste Mal komme ich auch bei euch ins Zimmer geplatzt nach einem anstrengenden Fall und nehme euch die Bettdecke weg und reiß am Besten alle Fenster und Türen auf.“, sagte Jade.
In dem Moment kam Tommy zur Küche herein, ging auf Eva zu und gab ihr einen Kuss.
„Guten Morgen!“, grüßte er dann.
„Ja gut ist der morgen nicht mehr.“, meckerte Jade.
„Dem stimme ich zu!“, meinte Aurelia und die beiden Mädchen gaben sich ein High Five.
Als Jade fertig war mit Essen, brachte sie ihre Schale zur Spüle.
„Wo hast du Witzbold meine Decke versteckt?“, wollte sie dann von ihrem großen Bruder wissen.
„Da, wo du sie niemals finden wirst. Und jetzt mach dich fertig, sonst kommst du am ersten Schultag nach den Ferien gleich wieder zu spät. Das reicht schon, wenn du das die restlichen Tage machst.“, scherzte Tommy.
„Witzig!“, meinte Jade und grinste genervt.
Dann ging sie in das Badezimmer, um sich fertig zu machen.

„Aurelia, du weißt schon, dass deine Schule auch gleich anfängt? Du solltest dich also vielleicht mal ein wenig beeilen.“, meinte Eva zu ihrer kleinen Schwester.
„Macht doch nicht so einen Stress! Ist doch eh nur der erste Schultag. Da läuft doch eh nichts.“, sagte Aurelia, stand auf und ging in ihr Zimmer, um sich umzuziehen.

Währenddessen begannen Tommy und Eva sich ebenfalls fertig zu machen, da sie um halb 8 im Büro sein mussten und noch ein Stück fahren mussten. Die gemeinsame Wohnung der Vittorias und McConels lag etwas außerhalb von Den Haag. Genauer genommen war es Tommy alte Wohnung. Nach den Ereignissen vor etwas über einem Jahr, hatte er Jade mit zu sich genommen und von dort an wohnte sie bei ihm. Sie hatte ihre Therapie erfolgreich abgeschlossen mittlerweile und ging nur noch hier und da zu der Psychologin. Was Jade deutlich gut tat, war Eva. Mit ihr konnte sie über alles reden. Umso schöner war es für sie, als aus Tommy und Eva ein Paar wurde. Sie freute sich so für die Beiden; sie waren perfekt für einander. Tommy war glücklich und Eva war es auch. Nach nichtmal zwei Monaten zog Eva bei ihnen ein. Zusammen mit ihrer jüngeren Schwester, Aurelia. Diese war von Italien nach Den Haag gezogen. Damals wollte man ihr nicht sagen, aus welchem Grund der Umzug erfolgte, weil man dachte, es wäre zu viel für sie und würde vielleicht ein paar Rückschläge auslösen. Doch mittlerweile wusste sie was Sache war. Ja, es ging ihr danach wieder schlechter, weil alles wieder hochkam. Für ein paar Monate fühlte sie sich wieder schlechter, leerer, sie aß weniger und isolierte sich ein wenig, beunabsichtigterweise. Tommy sprach mit ihr, lange und ausführlich. Sie ging deshalb weiterhin einmal die Woche zur Therapie, einfach um solche Panikattacken zu vermeiden zu lernen. Doch sie musste es damals einfach wissen. Aurelia gehörte, genau wie sie, zur Familie. Und in der Familie weiß man selbst die dunkelsten Geheimnisse voneinander.
Was Aurelia betraf, sie war am Anfang genauso schüchtern wie Jade. Für sie war die Situation genauso neu. Doch das legte sich schnell und die Beiden merkten, dass sie relativ viel gemeinsam hatten. Das einzige, was sie unterschied, war, dass Aurelia eine Gesangs – und Schauspielkarriere anstrebte, während Jade lieber in der Justiz arbeiten wollte.
Alles in allem lief es bei den beiden Familien von Tag zu Tag besser und Eva und Tommy waren froh, dass die Beiden sich so gut verstanden.

Eine dreiviertel Stunde später kamen die beiden Mädchen aus ihren Zimmern. Jade hatte sich, zur Feier des Tages, für ihre Lieblingsklamotten entschieden. Einen schwarzen Strickpullover, eine schwarze Leggings, schwarze Sneaker und sie hatte ihre Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden. Darüber zog sie ihren Lieblingsparka und ihrern schwarzen Schal. Aurelia hingegen entschied sich für einen schwarzen Rock, schwarze Strumpfhose, ein rotes Langarmshirt und ebenfalls ihren Lieblingsparka und ihren weißen Schal.
„So farbenfroh..“, lachte Tommy, als er Jade sah.
„Ach halt die Klappe!“, meinte Jade und stellte ihren Rucksack ab, um sich etwas zu Essen einzupacken.
„Meinte ja nur!“
„Jaja..“; sie kochte sich und Aurelia noch jeweils einen Kaffee, füllte diese in To Go Becher und übergab dann einen an ihre Freundin.
„Danke! Meine Rettung!“, nahm Aurelia den Becher dankend an.

„Gerne!“, erwiderte Jade mit einem Lächeln.
„So und jetzt husch, sonst kommt ihr zu spät.“, meinte Eva.
„Ja, Mom!“, meinte die Beiden unisono. Sie verabschiedeten sich und gingen dann aus dem Haus.
Ein paar Minuten später verließen auch Eva und Tommy das Haus in Richtung ICC.

„Ich hasse es! Es ist so kalt, oh man!“, fluchte Jade und klammerte sich an ihrem Becher fest.
„Wieso muss Schule im Winter überhaupt stattfinden?“, äußerte Aurelia und Jade stimmte ihr sofort zu.
„Ich finde, die Beiden hätten uns auch ruhig mal fahren können. Ich meine es ist so kalt und die Schulen liegen doch eh auf dem Weg. Herr Gott!“, jammerte Jade weiterhin.
Aurelia nickte zustimmend und nahm einen Schluck von ihrem Kaffee, bevor sie weiter sprach: „Wann hast du heute Schluss?“
„Um 15 Uhr und du?“, wollte Jade dann wissen.
„Ich hab um halb 3 aus. Soll ich auf dich warten am Tor dann?“
„Ja, wäre cool!“, meinte Jade und lächelte, was Aurelia erwiderte.
Ein paar Minuten später erreichten sie Aurelias Schule.
„So ich wünsche dir einen schönen, ersten Schultag! Lass dich nicht unterkriegen!“, versuchte Jade Aurelia aufzubauen, weil sie wusste, wie schwer es vor den Ferien für Aurelia gewesen war.
„Danke, dir auch!“, meinte Aurelia und die beiden Mädchen umarmten sich.
„Bis nachher!“, verabschiedeten sie sich und Aurelia betrat den Schulhof, wo sie schon von ihrer Freundin Sofia erwartet wurde, während Jade weiterlief. Sie musste noch circa 2 Blocks weitergehen, bis sie ihre Schule endlich erreichte.
Dort wurde sie von ihrer Freundin Alana und ihrem Freund Liam erwartet.
„Na ihr? Schon aufgeregt?“, scherzte Jade.
„Uhhh, ja, ich zittere schon vor Aufregung!“, meinte Liam und Jade boxte im lachend gegen die Schulter.
„Lasst uns reingehen, sonst kommen wir doch noch zu spät und Mrs. Grabeel kriegt noch einen Anfall.“, sagte Alana und damit betraten die Drei das Schulgebäude.

Punkt halb 8 trafen  Eva und Tommy im Büro des ICC ein und wurden von ihren Kollegen begrüßt.
„Guten Morgen!“, sagte Arabella.
„Euch auch einen guten Morgen!“, antwortete Tommy und Eva nickte zustimmend. Dann setzten sie sich auf ihren Platz und verstauten ihre Sachen.
„Und wie lief es heute morgen?“, fragte Sebastian.
„Was meinst du?“, entgegnete Eva verwirrt.
„Naja, heute ist der erste Schultag nach den Winterferien. Ich weiß doch, wie es bei Erik immer ist. Der will dann nie aus dem Bett und ist den ganzen Tag total genervt.“, meinte der Deutsche.
„Oh, das! Da hatten wir so unseren Spaß!“, lachte Tommy und auch Eva musste Lachen.
„Was habt ihr den armen Kindern angetan?“, fragte Hickman, als er gerade mit Louis die Treppe hinunter kam.
„Also zuerst muss ich erwähnen, dass es Tommys Idee war, okay? Aber es war so genial! Ihr hättet die Gesichter sehen müssen!“, lachte Eva immer noch.
„Das heißt dann wohl ein Trauma fürs Leben!“, stellte Arabella fest.
„Nein, also: Jade ist so ein richtiger Morgenmuffel und ich hatte mir dann schon so einen Plan ausgedacht, als Eva ankam und meinte, dass Aurelia auch immer schwer ist aus dem Bett zu bekommen nach den Ferien. Wir haben uns dann das herrliche Wetter draußen zu Nutze gemacht. Wir sind in die Zimmer rein und haben zunächst nur die Rolläden hochgerissen. Das hat bei Jade schon gereicht, um sie zur Weißglut zu treiben. Dann haben wir, als die nicht reagierte, ihnen die Decke weggenommen, alle Fenster im Zimmer speerangelweit auf gerissen und sind mit der Decke davon gerannt. Es war zu göttlich. Jades Blick war 1a. Und es ist morgens um 6 ja nicht gerade warm draußen. Nach circa 10 Minuten kamen beide aus ihren Zimmern raus und haben trotzig gefrühstückt. Es war einfach herrlich. Und die Decken haben wir immer noch gut versteckt.“, erzählte Tommy und musste sich wirklich zusammenreißen.
„Oh, ihr seid so gemein!“, meinte Arabella lachend.
„Wir wollten ihnen doch nur behilflich sein und anders ging es nicht!“, sagte Eva.
„Das werden sie euch nie verzeihen. Vorallem Jade nicht.“, merkte Sebastian an.
„Ich weiß! Aber dafür hat es so viel Spaß gemacht!“, meinte Tommy lachend und klang dabei wie ein kleiner Junge.

Louis, der während des Gesprächs einen Anruf erhalten hatte, kehrte nun wieder zum Team zurück.
„Der Spaß ist auf jeden Fall jetzt vorbei, denke ich, denn wir haben einen neuen Fall. In 5 Minuten im Konferenzraum.“, sagte er und ging in sein Büro, Sebastian in sein Labor, gefolgt von Eva und Hickman ging auf seinen Platz.
„Och man, jetzt hat er mir den Morgen vermiest!“, meinte Tommy gespielt beleidigt.
„Ach komm, das wird schon!“, meinte Eva aufmunternd, kicherte und gab ihrem Freund einen kurzen Kuss auf den Mund, bevor sie sich auf den Weg in den Konferenzraum machten.
„London. Gestern Abend wurden dort die 37-jährige Polizistin Shania McAlloghany und der 39-jährige Polizist Richard Dober ermordert. Erschossen. Aus einer größeren Entfernung.“, begann Louis.
„Also ein Sniper?“, fragte Tommy.
„Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit!“, antwortete der Major,
„Die beiden Polizisten waren ein Paar, schon seit mehreren Jahren. Sie haben sich nie etwas zu Schulden kommen lassen und waren vorbildlich. Miles Lennon arbeitet mit seinem Team an dem Fall.“
„Natürlich, wer auch sonst?“, meinte Tommy ironisch und erntete dabei einen genervten Blick von Eva.
„Gut, aber wegen einem Heckenschützen in London hast du uns doch bestimmt jetzt nicht hierher bestellt oder? Ich meine, wo ist da die Grenzüberschreitung?“, fragte Carl.
„Es gab zuvor ähnliche Fälle. 2012 wurden in Bonn, Deutschland zwei Polizisten erschossen, ebenfalls ein Paar. 2013 in Florenz, Italien das selbe Muster, 2014 in Marseille, Frankreich, 2015 in Lublin, Polen und 2016 in London, England. Immer dasselbe Muster.“
„Wir leben gefährlich, Eva!“, scherzte Tommy.
„Gibt es denn schon irgendeine Spur?“, fragte Eva und ignorierte die Aussage des Iren.
„Nein, noch nichts! Die Polizisten tappen noch im Dunkeln.“, meinte Louis.
„Also was haben wir? Einen Verrückten der Polizisten erschießt, die Paare waren? Okay, das ist sehr wenig. Wir müssen dringen ein Profil des Täters erstellen. Das Muster ist sehr markant. Dafür muss es einen Auslöser geben.“, stellte Hickman fest.
„Genau, und den müssen wir finden. Nur wie?“, fragte sich Arabella.
„Wir werden nach England fliegen und Lennon und sein Team unterstützen. In 15 Minuten kommt der Heli. Packt eure Sachen. Ich informiere Dorn. Sebastian, nimm dein ganzen Equipement mit.“, teilte Louis mit.

Alle sprangen auf und machten sich daran, ihre Taschen zu packen.
„Ich werde Aurelia eine SMS schreiben, dass wir unterwegs sind.“, sagte Eva und tippte schnell etwas in ihr Handy.
Tommy nickte und nahm die Tasche von Eva in die Hand. Er war nicht mehr in England gewesen seit dem Vorfall mit Jade und ihm war ein wenig mulmig zu Mute.
„Alles okay?“, fragte Eva ihren Freund besorgt.
„Ja, alles okay! Na los, lass uns schon mal hochgehen!“, antwortete Tommy und gemeinsam machten sie sich auf den Weg.






TBC

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Das war das erste Kapitel :)
Ich hoffe, dass es euch gefallen hat :)
Ich würde mich über Rückmeldungen jeglicher Art freuen :)
Gute Nacht :*
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