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Descendants - The World behind green Eyes

von Sunfire
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Ben Carlos Evie Jay Mal OC (Own Character)
03.01.2016
24.11.2022
5
6.142
1
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
07.01.2016 1.963
 
Hallo meine Lieben!
Sorry das es doch länger gedauert hat als ich gedacht hatte.  Hoffe ihr verzeiht mir und lasst mir ein paar Reviews zum neuen Kapitel da!
Wünsche euch viel spaß beim Lesen!

Eure Caro!
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Als ich endlich den großen Thronsaal hinter mir gelassen hatte fingen meine Füße wie von selbst zu laufen an. Wie konnte meine Mutter es nur wagen mir so etwas anzutun. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch die Illusion das meine Mutter mich auf ihre eigene Weise doch irgendwie lieben würde. Doch ab diesem Zeitpunkt war ich mir dessen nicht mehr so sicher. Denn welche Mutter würde von ihrer Tochter verlangen, dass sie den Menschen heiratete den Sie am meisten hasste?
Vor Wut stiegen mir  die Tränen in die Augen und nahmen mir die Sicht.
Verärger darüber wischte ich mir mit der Hand über mein mittlerweile von Tränen durchnässtes Gesicht und verlangsamte meine Schritte. Durch mein Gefühlschaos hatte ich gar nicht darauf geachtet wo ich hinlief. Ich blieb also stehen und sah mich kurz um, um mich wieder neu zu orientieren. Offenbar befand ich mich unweit des Haupttores, dass aus dem Schloss hinaus führte. Nur wenige Meter vor mir befand sich auf der rechten Seite die steinerne Treppe die hinab zur Empfangshalle führte. In dieser war an normalen Tagen wie diesem nie etwas los. Nur zwei Wachen standen vor dem großen, mit alten scheußlich aussehenden Wasserspeiern verzierten steinernen Tor. Mit fester Überzeugung das Schloss und wenn es auch nur für einige Stunden war, hinter mir zu lassen, schritt ich die große Treppe hinab. Auch wenn ich wusste dass es mir eigentlich verboten war ohne Geleitschutz nur einen Fuß nach draußen zu setzen. Doch in diesem Moment war mir das vollkommen egal. Wer sollte mich auch aufhalten. Die Wachen konnte man zur Not mit einem einfachen Starrzauber belegen.

Als die beiden hünenhaft anmutenden Wachen bemerkten was ich vor hatte stellten sie sich mir in den Weg. Sie kreuzten ihre Lanzen um mir kein durchkommen zu ermöglichen. "Halt!" schrie der linke der beiden in einer Laustärke als würde ich mich 10 Meter weit weg befinden. Ich rieb mir über mein nun leicht piepsendes Ohr und zischte ihn an "wie könnt ihr es wagen mich die Tochter Maleficents aufzuhalten! Geht wieder auf eure Posten und macht eure Arbeit ihr Nichtsnutze!" Der Rechte der beiden sah mich leicht verunsichert an, fing sich aber sehr schnell wieder und erklärte dann mit fester Stimme " Wir haben den stickten Befehl Sie nicht ohne ihren Geleitschutz durch zu lassen Prinzessin!" "Ach ist das so" In diesem Moment vollführte ich mit meiner Hand unauffällig den Starrzauber. Ich konzentrierte mich  voll und ganz auf die beiden. Die Wache die mir vorhin noch ins Ohr geschrien hatte sah mich verdutzt an während sein Kollege plötzlich erstarrte und sich nicht mehr rührte.
Kurzzeitig war ich so überrascht darüber dass mein Zauber wohl bei dem zweiten nicht gewirkt hatte, dass dieser Zeit hatte einen Angriff gegen mich zu starten. Er wollte meine Hände zu fassen bekommen weil er genau wusste dass ich ohne Sie keinen weiteren Zauber vollführen konnte. Doch mit einer blitzschnellen Drehung wich ich ihm aus und versetzte ihm einen gezielten Tritt gegen die Brust. Ich wusste das er diesen kaum spüren würde doch war er kurzzeitig so erstaunt über meine Schnelligkeit dass ich genug Zeit hatte den Starrzauber noch einmal durchzuführen. Wie sein Kollege zuvor, erstarrte er und mein Weg hinaus aus dem Schloss war somit frei.

Schnell lief ich über die steinerne Brücke die gesäumt war mit Statuen der schrecklichsten Monster die es früher wohl in den großen Wäldern von Auradon gegeben hatte. Unter anderem riesige Drachen mit riesigen klauenbesetzten Pranken, Horden von fies dreinblickenden Trollen und riesige Zyklopen deren Hände so groß waren wie mein ganzer Kopf. Mutter hat diese Kreaturen mit ihren Kräften vor langer Zeit gezähmt um sie in den Krieg zu schicken. Seit dem streifen nur mehr wenige von Ihnen frei in den Wäldern umher.
Am Ende der Brücke führten drei Wege in die Stadt die um das Schloss herum errichtet worden war. Die Häuser die um das Schloss gebaut worden waren, waren mehr oder weniger große Steinbauten die einem den Eindruck vermittelten als würden sie dich jeden Moment zwischen ihnen erdrücken. In ihnen wohnten die Angesehenen Leute und die durch ihre korrupten, bösen und verachtungswürdigen Geschäfte zu Reichtum gekommenen Bewohner der Stadt. Auf den Straßen pulsierte das tägliche Leben. Einige Leute standen auf der Straße und unterhielten sich oder gingen mit geschäftigem Blick auf ein mir unbekanntes Ziel zu, während andere, offensichtlich Sklaven, Holz oder Einkäufe in die Häuser trugen, mit Körben voller Wäsche in Richtung Fluss gingen oder von ihm mit sauberer zurück kamen.
Ich sah mich kurz in alle Richtungen um und lief dann so schnell ich konnte ohne große Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen zwischen den Häusern entlang immer weiter weg vom Schloss. Ich wusste das die beiden Wachen bald gefunden werden würden und sie nach mir suchen würden sobald sie erfahren hatten wer die beiden erstarren lassen hatte. Bei jeder Wegkreuzung nahm ich eine andere Richtung und um so weiter ich kam um so kleiner und schäbiger wurden die Häuser um mich herum. Auch die Menschen denen ich begegnete sah man von Häuserblock zu Häuserblock mehr und mehr ihre Armut und ihren Hunger an.
Ich blieb stehen und sah mich verwundert um. In diesem Teil der Stadt bin ich vorher noch nie gewesen. Um mich herum standen Baracken aus Lehm und Stroh. Vor einem Haus saß eine in dreckigen alten Lumpen gekleidete Frau und hielt ein kleines schreiendes Bündel in den Armen. Sie versuchte verzweifelt es zu beruhigen. Überall lag Müll auf den Straßen und es stank fürchterlich.
Plötzlich rannte eine Gruppe kleiner Jungs hämisch lachend an mir vorbei. Einer von ihnen hatte eine Puppe in der Hand die ihre besten Zeiten wohl auch schon lange hinter sich hatte Ihr fehlte ein Bein und sie hatte nur mehr wenige Haare am Kopf. Hinter ihnen lief heulend ein kleines Mädchen her und flehte sie an ihr die Puppe wieder zu geben. Die Jungs drehten eine Runde über dem Platz auf dem ich mich befand. Ohne darüber nachzudenken nahm ich ihnen die Puppe ab als sie wieder an mir vorbei liefen. "Hey was soll das?" schnauzte mich einer der Bande an. Ich starrte ihm kurz in die Augen und lies meine kurz hell strahlend aufleuchten. Sein Gesicht und das seiner Kumpels wurden kreide bleich. Sie drehten sich um und liefen so schnell sie konnten in verschiedenen Richtungen davon. Das kleine Mädchen jedoch war noch da und sah mich verängstigt an. Ich schmiss ihr die Puppe zu drehte mich um und ging verwirrt über meine Reaktion davon.

Völlig verwirrt und schockiert über die Zustände die im Großteil der Stadt zu herrschen schienen lief  ich weiter. Plötzlich hörte ich weiter hinter mir Menschen schreien. ich drehte mich um und sah wie die Leute in ihre Baracken flüchteten. Ich wusste, bevor ich sie sah, wer diesen Tumult ausgelöst hatte. Es wahr eine Gruppe von Wachen die auf mich zuschritt. Ganz vorne schritten Saluk und sein Sohn.
Sie kamen auf mich zu und Saluk sah nicht gerade sehr glücklich aus. " Ah Da ist sie ja! Unser Fräulein denkt wohl sie kann machen was sie will!" Er griff grob nach meinem Arm und zog mich zu sich sodass sich unsere Nasen fasst berührten. " In deiner Haut möchte ich jetzt lieber nicht stecken Fräulein! Wir gehen jetzt sofort wieder zurück ins Schloss und dann kannst du deiner Mutter schön erklären was du hier draußen zu suchen hattest verstanden?" Ich wischte mir mit meiner freien Hand die Spuke aus dem Gesicht und sah ihm nur mit einem finsteren Blick in die Augen. Er lies mich los und schrie seinem Sohn:" Salim! Du wirst unser Prinzesschen ab jetzt bei jedem ihrer Schritte begleiten bis ich oder unsere Herrscherin Maleficent dir etwas anderes Befehlen! Verstanden?" " Ja Vater!"Salim bot mir mit einem höhnischen Lächeln auf den Lippen seinen Arm an. Doch ich schubste ihn nur grob zu Seite und ging erhobenen Hauptes, umringt von den Wachen wieder Richtung Schloss zurück.
Sofort spürte ich wieder seinen Atem auf meiner Kopfhaut. Ich drehte mich um und zischte ihn an "Wenn du dich nicht sofort mindestens einen Meter von mir entfernst zeig ich dir zu was ich fähig bin verstanden!" Er fing nur noch breiter an zu grinsen" Du solltest dich lieber daran gewöhnen Schätzchen. immerhin dauert es nicht mehr lange und wir beide werden uns noch näher sein als jemals zuvor." Ich starrte ihn voller Hass an drehte mich um und ging noch einen Schritt schneller voran. Gottseidank blieb er nun weit genug hinter mir sodass ich seinen Atem nicht mehr spüren konnte. Doch dass half nur wenig. Denn seine Worte stürzten mich wieder in diese Verzweiflung die ich durch meinen Ausflug durch die Stadt für einen Moment vergessen hatte.

Endlich war ich wieder in meinem Zimmer. Salim hatte ich kurz zuvor die Tür vor der Nase zugeschlagen. Meine Mutter befand Saluk´s Idee ihn zu meinem persönlichen Begleiter zu machen für gut und so hatte ich diesen Abschaum nun auf Schritt und Tritt an meiner Seite.
Total ausgelaugt und erschöpft von der Bestrafung meiner Mutter versuchte ich mich mit letzter Kraft aus meinen Kleidern zu schälen. Ich besah mir die vielen blauen Flecken und die Striemen der Peitsche durch den mannshohen Spiegel der in meinem Zimmer hing auf meinem Rücken und seufzte. Es war nicht das erste mal das sie mich so bestraft hatte. Doch soviele Schläge wie heute hatte ich noch nie ertragen müssen. Schnell zog ich mir mein Spagettiträger-Top über und kroch unter meine Bettdecke.
Zum nachdenken war ich viel zu müde und so schlief ich auch sofort ein.
Ich träumte von riesigen Puppen denen Gliedmaßen fehlten und die mich durch die Gassen der Stadt jagten und von kleinen Jungs die mich auslachten und mir das Bein stellten. Doch plötzlich waren sie alle weg. Ich drehte mich gehetzt um und befand mich plötzlich in dem mir so vertrauten weißen Raum. und wie immer stand der Junge mit den grünen Augen nur ein paar Meter entfernt von mir.
Er schien sich zu freuen mich wieder zu sehen. "Hallo!" Kam es zaghaft von ihm. Vor lauter Schreck stolperte ich einen Schritt zurück. In all diesen Träumen hatten wir uns noch nie unterhalten. Außerdem kam mir die Stimme seltsam bekannt vor doch im Moment konnte ich sie nicht zuordnen. "Du heißt Mal nicht wahr?" sprach Grünauge weiter. Ich konnte nur nicken. Er machte ein paar Schritte auf mich zu " Ich habe deinen Namen letztes mal gehört. Kurz bevor du verschwunden bist... Ich hab eine echt blöde Frage an dich aber... bist du ein realer Mensch oder bilde ich mir dich nur in meinen Träumen ein?" Ich war verwirrt über das was er sagte. "Warte mal? Du fragst mich ob ich echt bin? Das hier ist doch mein Traum oder?" Er sah mich nachdenklich an und blieb stehen. " Das beantwortet jedenfalls meine Frage. Wir ist sowas möglich?"Nun war ich völlig verwirrt "Warte mal willst du damit etwa sagen das du... ich meine du bist nicht nur ein Traum?" "Nein... Mein Name ist übrigens..."
In diesem Moment wachte ich plötzlich schweißgebadet auf. "Misst! Warum jetzt?" Ich strich meine zerzausten Haare nach hinten und versuchte wieder einzuschlafen. Ich wälzte mich im Bett hin und her und fragte mich ob es wirklich möglich war das Grünauge nicht nur in meinen Träumen existierte. Als ich endlich wieder eingeschlafen war blieb mein Schlaf traumlos. Und auch der grünäugige Junge kam nicht mehr.
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