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.Das Blut der Assassinen.

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Jacob Frye
02.01.2016
11.01.2016
5
7.433
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02.01.2016 857
 
Der graue Himmel verfinsterte sich. Er wurde noch dunkler als er sowieso schon war und man konnte meinen gleich würde die Nacht herein brechen.
Urplötzlich fing es dann auch endlich an wie aus Sturzbächen zu regnen. Man konnte keinen Meter weit sehen, so stark war der Regen, welcher auch noch von sehr heftigen Böen begleitet wurde.
Es war Herbst in  Großbritannien geworden.

Abigale wusste heute Morgen, als sie aufwachte schon, dass dieser Tag ein trüber Tag werden wird; und das nicht nur wegen des typischen Wetters.
Es klopfte an ihrer Tür aus Kirschbaumholz, die dezent mit goldenen, geschnörkelten Ornamenten geziert war.
„Ja, bitte?“ antwortete sie und zog ihren seidenen Morgenmantel enger um sich, löste jedoch nicht den Blick aus dem großen Fenster.
„Dein Onkel erwartet dich Kleine!“ Es war eine Aufforderung, welche einem Befehl glich.
„Sag meinem Onkel, dass ich mich später zu ihm geselle“ antwortete Abigale und beobachtete weiter wie der Regen gegen die Fensterscheibe prasselte, ehe er in Rinnsalen daran herablief. Keinen Moment später näherte sich das dumpfe Geräusch von Stiefeln mit Absatz auf teurem Teppichfußboden und Abigale wurde an der Schulter gepackt und herumgerissen.

„Hör mal kleines Gör, ich arbeite für deinen Onkel und dich ertrage ich nur, weil er und ich die selben Interessen verfolgen! Also tu was man von dir verlangt und bereite unserem Orden keine Schande!“
Die Frau die Abigale gegenüber stand war erzürnt, sie hatte sichtlich die Nase gestrichen voll und Abigale war klar, dass diese Frau sie keines Wegs mochte; doch das beruhte auf Gegenseitigkeit.

Wortlos und ohne sich die Mühe zu machen sich etwas anderes als den Morgenmantel anzuziehen, trat Abigale aus ihrem Zimmer und folgte dem roten Teppichboden auf dem langen Gang. Am Ende des Ganges befand sich eine große, massive Doppeltür, welche das Ordenszeichen als Ornamente trug.
„Du liesest mich rufen.“
Kurz darauf trat die Frau ebenfalls durch die Tür und blieb neben dem Mahagonischreibtisch  von Abigales Onkels stehen. Misstrauisch beäugte sie seine Nichte und ihre Mundwinkel zuckten vor säuerlicher Anspannung.

„Abigale, wie geht es dir?“ fragte ihr Onkel sie und erhob sich von seinem Stuhl um den Schreibtisch zu umrunden und dann vor ihr stehen zu bleiben.
„Es macht mich jeden Abend, wenn ich daran denke traurig. Ich.. es schmerzt sehr, dass ich immer wieder feststellen muss das sie nicht wieder zurückkehren werden“ antwortete sie traurig und blickte verloren auf den orientalisch gemusterten Teppich vor dem Tisch ihres Onkels.
„Es schmerzt uns alle mein Kind, dass sich dieser Unfall ausgerechnet mit der Kutsche deiner Eltern zugetragen hat. Dein Vater war immerhin mein Bruder, möge Gott ihn segnen, aber es ist nicht änderbar“ er machte eine kurze Pause „Aber, ich habe etwas in die Wege geleitet, was dich von deinem Schmerz ablenken wird. Der Orden wird dich ausbilden und dann wirst du mit mir zusammenarbeiten, so ist dir ein wohlhabendes Leben in der gehobenen Gesellschaft weiterhin sicher.“

Abigale hob zögerlich ihren Kopf und blickte in die eisblauen Augen ihres Onkels, welcher großer Überzeugung war, das beste für seine Nichte zu tun. Er lächelte sie leicht unter seinem Schnauzer hervor an.
„Onkel es tut mir leid, aber ich glaube nicht, dass ich für deinen Orden arbeiten kann. Mutter war immer dagegen und fand es nicht besonders gut was du mit London getan hast“ sprach sie kleinlaut. Von ihren Eltern hatte sie viel von den Machenschaften ihres Onkels gehört und befand vor allem die Kinderarbeit als das schlimmste. Schlimmer noch als die Gangs die durch die Straßen zogen und die niederen Arbeiten für ihren Onkel erledigten.

„Nun hör mal zu Göre! Deine Mutter war schon immer eine verräterische Schlampe...“ wütete die Frau von heute Morgen los „Begreif es, er ist dein Onkel, ohne ihn säßest du jetzt vergewaltigt und ausgeraubt auf der Straße und würdest verrotten! Also tu was man dir befie-“
Die rothaarige hielt inne, als Abigales Onkel die Hand hob „Lucy, bitte. Sie ist immer noch meine Nichte. Ich habe sie gern, egal was ihre Mutter war, aber in erster Linie war sie die Frau meines Bruders.“  
Dann wandte er sich wieder an seine Nichte „Denk über mein Angebot nach, es würde dir ermöglichen nah London zurückzukehren, du würdest wieder in deinem Elternhaus wohnen können und im Gegensatz nur ein paar kleine Aufgaben für mich erledigen, nachdem du die Ausbildung größtenteils bewältigt hast“

Abigale nickte und wandte sich zum gehen, als ihr Onkel sie noch einmal kurz zurückhielt „Sei noch vor dem Nachmittagstee fertig, wir fahren in die Stadt. Ich dachte mir, dass du vielleicht schon einen kleinen Vorgeschmack möchtest.“
Abigale verließ das Arbeitszimmer ihres Onkels und kehrte nachdenklich in ihres zurück um sich anzukleiden.

„Lucy, halte dich ein wenig zurück. Ich weiß du kannst sie nicht leiden, aber ich mag sie wirklich, auch wenn ihre Mutter den Orden ein klein wenig gespalten hat und mein Bruder danach ihrer Ansicht war. Aber wir werden sie zu einem von uns machen und dann werden wir das Tuch finden.“

„London wird unter unserer Aufsicht stehen... Wir sollten mit der Arbeit beginnen mein lieber, ich werde Pearl unterrichten wenn wir in der Stadt ankommen.“

https://www.facebook.com/FanficDevil   würde mich freuen, wenn mir jemand folgen mag :)
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