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Blackout – Licht an, einfach aus Prinzip

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / MaleSlash
Jurij Tepes Peter Prevc
02.01.2016
02.01.2016
1
1.481
8
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7 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
 
02.01.2016 1.481
 
Pair: Peter Prevc x Jurij Tepes  

Disclaimer: Jeder, der hier genannten Personen, gehört sich selbst und ich kenne auch niemanden von ihnen persönlich. Auch die Handlung ist frei erfunden und beruht nur auf meiner Fantasy. Handlungsgleichheit oder ähnliches ist unbeabsichtigt und natürlich verdiente ich hiermit kein Geld.

Anmerkung des Autors: Leider kann ich nicht genau sagen, warum ich diesen OS geschrieben habe, aber ich hoffe trotzdem, dass es euch gefällt :)

♥ | ♦ | ♣ | ♠ | ♥



! Cenes Point of View !

„Hey Cene“ eine dumpfe Stimme holte mich plötzlich aus meiner Traumwelt.
„Ceeennneeee“, jemand rüttelte an meiner Schulter, ich murrte leise – ich wollte weiterschlafen! Es konnte unmöglich schon Morgen sein.
„Cene! Verdammt, wach auf!“
Schließlich schlug ich müde meine Augen auf: Um mich herum war es dunkel und das einzige Licht, das den Raum erhellte kam vom Vollmond, der durchs Fenster herein schien – ich gähnte herzhaft, drehte meinen Kopf herum und zuckte zurück: Domen saß direkt vor meinem Bett und sah mich an.
„Hey, du bist ja endlich wach!“, der Jüngere grinste etwas, „hat ja lange genug gedauert – du hast echt einen tiefen Schlaf“
„Als wüsstest du das nicht“, ich blinzelte müde und zog die Bettdecke wieder ein Stück höher: „Was ist?“
„Wir haben Stromausfall“, Domen sagte das in einem Tonfall als stünde das Ende der Welt bevor.
Ich hatte Mühe meine Augen offen zu halten: „Aha. Und?“
„Stromausfall!“
„Ja, und? Du schläfst doch nachts sowieso“, ich fuhr mir müde übers Gesicht.
„Ja, aber…ich…Cene! Einfach aus Prinzip! Wir haben Stromausfall!“, mein Bruder seufzte theatralisch und warf die Hände in die Luft.
„Okay…und was willst du jetzt?“, je schneller ich das geklärt hatte, desto schneller konnte ich wieder weiterschlafen.
„Dass der Strom wieder kommt!“
Langsam musste ich wohl einsehen, dass ich so schnell nicht mehr zum Schlafen kommen würde: „Es ist wahrscheinlich nur eine Sicherung rausgesprungen sonst nichts“
„Wo ist denn der Sicherheitskasten?“, Domen musterte mich erwartungsvoll.  
„Keine Ahnung, ich bin auch nicht öfters hier als du“
Domen beachtete mich nicht, sondern redete einfach weiter: „Im Keller vielleicht“
„Ich bezweifle, dass du dich jetzt alleine in den Keller trauen wirst“, trotz meiner Müdigkeit musste ich lachen.
Der andere zuckte nur mit den Schultern und grinste zurück: „Ich bin ja nicht alleine – du bist ja da…“
„Vergiss es! Ich steh hier jetzt nicht auf!“
Domen stand sofort auf und ging Richtung Tür: „Gut, dann sag ich Peter, dass er den Strom wieder anmachen soll! Ist ja schließlich sein Haus!“
„Ich glaube auch nicht, dass Peter sehr begeistert wäre, wenn du ihn jetzt deswegen aufweckst“, langsam setzte ich mich auf – ich wusste ja wohin das hier führen würde.
„Gut, dann frage ich eben Jurij!“
„Der macht das auch nicht freiwillig! Domen, leg dich einfach ins Bett und schlaf! In der Früh ist der Strom sicher wieder da“, ich versuchte es trotzdem weiter mit der Stimme der Vernunft.
„Ich will den Strom aber jetzt wieder haben!“, plötzlich  erinnerte Domen mich wieder an ein kleines, trotziges Kind.
Ich seufzte laut und verdrehte die Augen: „Du nervst!“
„Ja, du auch! Und ich will Strom!“
„Okay, weißt du was? Wir gehen jetzt Peter wecken – ich halte das echt nicht mehr aus“, ich ergab mich schließlich und bemitleidete mich gedanklich schon selbst.
„Na siehst du, früher oder später werden meine Vorschläge ja doch immer angenommen!“, Domens Gesicht zierte ein breites, selbstgefälliges Grinsen.
„Domen…bitte, es ist Mitten in der Nacht, nerv nicht!“, mit einem leisen, frustrierten Stöhnen schob ich die Bettdecke zur Seite, schwang meine Beine aus dem Bett und stand schlussendlich auf – Domen stand inzwischen schon an der Tür und wartete ungeduldig auf mich.

Es dauerte etwas bis wir uns im stockdunklen Gang zurechtgefunden hatten und nun Richtung Schlafzimmer stolperten.
Direkt für der Schlafzimmertür hielt Domen plötzlich inne: „Sollen wir jetzt klopfen?“
„Warum das denn?“, ich hob grinsend eine Augenbraue.
Domen hob die Schultern: „Naja…hast du eine Ahnung was die da drinnen machen?“, er linste zu mir herüber.  
„Es ist Mitten in der Nacht, das Einzige was die beiden machen ist schlafen“
„Sicher?“, er klang wirklich unsicher.
„Ja – oder hörst du etwas?“, ich griff nach der Türklinke und wollte sie schon hinunterdrücken, als Domen wieder ansetzte: „Nein, aber das muss nichts heißen“
„Doch, die Wände sind hier echt nicht dick, also ist es sicher!“
Mein Bruder schnaubte genervt: „Okay, Mister Neunmalklug“
Ich schmunzelte, erwiderte jedoch im selben Ton: „Domen! Du nervst!“

Im Schlafzimmer war es ebenfalls dunkel und prompt stolperte ich über etwas was auf dem Boden herum lag – ich tippte auf Peters Pullover.
„Links oder rechts? Auf welcher Seite liegt Peter?“, wir standen inzwischen vor dem Bett, ich zuckte mit den Schultern: „Keine Ahnung, links?“
Es war schwer zu sagen ob hier nun jemand lag oder das nur ein Haufen von Decken und Kissen war – ich streckte meine Hand aus und tippte gegen den Deckenhaufen, der daraufhin nur leise murrte – Peter.
„Hey…Peter!“, Domen beugte sich über das Bett.
Wie auch schon ich selbst vor wenigen Minuten, ernteten wir für diese Aktion nur ein weiteres Murren und schließlich bekamen wir auch einen verschlafenen Blick von einem gähnenden Peter: „Mh?“
„Wir haben einen Stromausfall“, wieder hatte Domen den Weltuntergangstonfall in der Stimme.
Unseren großen Bruder schien dies jedoch überhaupt nicht zu interessieren, denn er gähnte nur und schloss die Augen wieder: „Okay“
„Mach was!“, schaltete nun auch ich mich in das ‚Gespräch‘ ein.
„Warum?“, ich konnte Peters Nuscheln schon fast nicht mehr verstehen.  
„Weil wir wieder Strom haben wollen“
„Wofür?“
Domen schnaubte und rüttelte an Peters Schultern: „Keine Ahnung – aus Prinzip“
„Mh“, war alles was der dazu sagte.
„Peter!“, Domens Griff um Peters Oberarm wurde fester.
Zum ersten Mal hob Peter den Kopf vom Kissen und knurrte leise. „Domen…du nervst“
„Warum sagt mir das heute nur jeder?!“, mein jüngerer Bruder zog die Augenbrauen zusammen und schüttelte verständnislos den Kopf.  
„Tja, das wird dann wohl schon etwas heißen…“

Kurzes Schweigen.

„Bitte Peter!“, kam es nun synchron von Domen und mir.
„Was ’n los?“, plötzlich bewegte sich noch jemand und Jurij hob den Kopf aus dem Kissenberg, „warum schlaft ihr nicht?“
„Keine Ahnung“, Peter drehte sich herum und wandte uns den Rücken zu, „ich werde jetzt auf jeden Fall wieder schlafen.“
Jurij gähnte verhalten und sah uns verschlafen an: „Jungs, was ist denn?“
„Stromausfall“, antwortete Domen knapp – scheinbar glaubte er nicht mehr daran, dass uns jemand helfen würde.
„Und ihr wollt jetzt, dass jemand zum Sicherungskasten geht und die Sicherungen überprüft?“, Peters Freund setzte sich langsam auf.
„Ja, bitte!“
„Mh…okay…von mir aus“, damit stand er auch schon auf und kam um das Bett herum.
Domen grinste triumphierend: „Danke! Siehst du Peter, so geht das!“
„Mhm Kleiner, ist okay…schlaf dann einfach wieder weiter!“, Peter kümmerte sich nicht um unseren Bruder, sondern schien schon wieder halb am Schlafen zu sein.
„Jaja, du Raben-Vater“, Domen schnaubte leise.
Von Peter hörte man nichts weiter als ein lautes, herzenstiefes Seufzen.
Jurij schaute zwischen Peter und Domen und mir hin und her: „Naja, irgendwie hat Domen ja Recht?“
„Bitte was?!“, kam es gleichzeitig von Peter und mir.
„Deine Kinder würden sich auch so verhalten wie die beiden jetzt“
„Ich habe keine Kinder“, ich würde wetten, dass Peter gerade die Stirn runzelte.
„Noch nicht“, Jurij leckte sich über die Lippen.
Für einen Augenblick war es mucksmäuschenstill, bis Peter plötzlich wieder zu sprechen begann: „Jurij, ich liebe dich, aber können wir lebensverändernde Dinge – wie Kinder – am Tag besprechen? Wenn jeder vollkommen zurechnungsfähig ist, wir nur unter uns sind und nicht meine beiden Brüder neben unserem Bett stehen?“
„Ähm…ja…klar“, scheinbar hatte auch Jurij – genau wie Domen und ich – nicht mit DIESER Antwort gerechnet, den bis jetzt hatte Peter eigentlich immer klar gesagt, dass er so schnell nichts von einer Familie mit Kindern wissen wollte, sondern lieber seine Zweisamkeit mit Jurij genießen wollte.

Schweigend folgten wir Jurij, der, nur in Boxershorts bekleidet, vor uns durch das Haus wandelte.
„Denkt ihr wirklich über Kinder nach?“, die Frage von Domen überraschte mich.  
Der Älteste hob die Schultern und seufzte. „Naja…nein…ja – nicht direkt“
Domen lächelte vor sich hin: „Ihr wärt wirklich tolle Eltern“
„Wie kommst du darauf?“
„Du rennst gerade mitten in der Nacht in den Keller um, ohne einen triftigen Grund, den Sicherungskasten zu überprüfen und das nur, weil wir dich darum gebeten haben…“
„Was sagt uns das jetzt über Peter?“, Jurij verkniff sich nur mit Mühe ein Lachen.
„Gar nichts, oder zumindest, dass er immer kochen muss – auch wenn ihr dann Kinder habt…“
Jurij lachte leise: „Ja, der Job wird ihm wohl bleiben“

„So, jetzt müsste der Strom wieder da sein“, Jurij schloss den Sicherungskasten wieder.
„Super, danke“, Domen strahlte übers ganze Gesicht, „dann kann ich jetzt ja schlafen gehen…“
„Domen, warum genau brauchst du denn nun den Strom so dringen wieder?“
„Gar nicht…einfach aus Prinzip!“, damit drehte er sich um, wünschte uns eine gute Nacht und verschwand nach oben in sein Gästezimmer.
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