Das eiserne Erbe - lest we forget

von Ancea
GeschichteAllgemein / P12
Ashallayn "Ash" Darkmyr Tallyn Grimalkin Meghan Chase OC (Own Character) Robin "Puck" Goodfellow
02.01.2016
07.05.2017
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Prolog  

Licht fiel auf die kleine Hütte, die tief verborgen im Wilden Wald lag.
An ihren Wänden zog sich wild der Efeu hoch und die großen Bäume die um die Hütte verteilt waren wogen sich sanft im Wind, ihre mächtigen Äste die in den Himmel ragten trugen große dunkelgrüne  Blätter die das Licht spiegelten und kleine Schatten auf den Boden warfen.
In dem hellgrünen, weichen Gras waren hunderte von kleinen, leuchtend bunten Blumen verteilt und neben einer Reihe von kleinen Büschen mit seltsamen roten Beeren saßen ein paar Vögel die leise sangen.

Mit einem lauten knarren schwang die Tür der Hütte auf und das kleine Mädchen mit den dunkelbraunen fast schwarzen Haaren ihres Vaters und sanften Gesichtszügen ihrer Mutter rannte lachend hinaus.
Ihre Stimmung war so ausgelassen und sorglos, dass sie die beiden, im Schatten der Bäume verborgenen Feen, die sie liebevoll beobachteten, nicht bemerkte.

Ihre Blassblauen Augen mit dem grünen Rand, welcher sich wie zarte Ranken um ihre Iris zog und silbern schimmerte, leuchteten.
Ihre außergewöhnlichen Augen schienen wie ein Beweis für ihre unbändige Macht, die durch die Kraft der drei vereinten Mächte entstand.
Denn das kleine zarte Mädchen vereinte die Sommer, Winter und Eisen Magie in sich.

Die Tür schwang ein zweites Mal auf und die rothaarige Sommerfee mit den unzähligen Namen folgte dem Mädchen mit einem spitzbübischen Grinsen.
„Hab ich dich“ rief er lachend und stürzte sich auf das Mädchen um sie zu kitzeln.
Lachen wand sie sich unter seinen Händen und fiel schließlich mit ihm ins Gras wo sie kichernd rief
„Ich ergebe mich! Ich ergebe mich!“
Der Streichekönig lachte und lies von der kleinen Fee ab.

Nun sah das Mädchen ihn aufgeregt an „Puck“ sagte sie mit ihrer kindlichen Stimme „Schau mal was ich und Razor gestern entdeckt haben“
Als der Gremlin seinen Namen hörte raste er aus dem Haus und ließ sich neben seine Prinzessin ins Graß sinken „Razor da“ sagte er und lächelte breit.
Das Mädchen sah ihren treuen Begleiter lachend an.
Dann sah sie suchend durchs Gras und nahm vorsichtig die verwelkte Blume in die Hand, die sie gestern entdeckt hatte.
„Soll ich sie wieder blühen lassen“ fragte die Sommerfee, als die Prinzessin sie ihm hinhielt.
Das Mädchen nickte zustimmen, doch als Puck die Blume in seine Hände nahm, schüttelte sie plötzlich den Kopf und fragt vorsichtig „Darf ich es mal versuchen“

Der Streichekönig nickte und legte die Blume zurück in ihre Hände.
Das Mädchen sah die Blume kurz an und schloss dann ihre Augen.
Ein konzentrierter Ausdruck trat auf ihr Gesicht.
Ein Wirbel aus allen Farben umgab die Blume und langsam wich das Braun einem leuchtenden Rot.
Die Sommerfee wollte das Mädchen gerade loben als sich plötzlich kleine Eisblumen auf den Blütenblättern bildeten und die ganze Blume mit einem zarten Muster bedeckten, an ihren Rändern zog sich eine feine, silberne Umrandung um die Blüte und als das Mädchen ihre Augen wieder öffnete hielt sie dich schönste Blume in ihren Händen die Puck je gesehen hatte.
Die Blume strahlte voller Magie und Schein, in ihr schienen alle drei Magien so verbunden, dass niemand mehr hätte sagen können an welcher Stelle die Blume aus welcher Magie bestand.
Sommer, Winter und Eisen schienen wie eins zu sein.

Keine andere Fee in ganz Nimmernie konnte so etwas erschaffen.
Und gerade diese unglaublich schöne Magie war es, die das Mädchen so in Gefahr brachte.
Wenn die Feen herausfänden, dass sie das Mädchen aus der Prophezeiung war, wurden sie sie jagen und sie ausnutzen.
Das war auch den beiden eisernen Herrschern bewusst, die ihre Tochter immer noch still und voller Liebe beobachteten.

Die kleine Prinzessin legte die Blumen in das Gras vor ihr wo diese sich sofort mit der Erde verwob.
Die sonst so fröhliche Sommerfee sah das Mädchen mit einem traurigen Lächeln an und strich ihr behutsam übers Haar.
„Die Blume ist wirklich wunderschön Ava“ sagte er sanft.

Dann kehrte das Spitzbübische Lachen auf sein Gesicht zurück „ Nakomm, wir sollten uns noch etwas zu Essen zusammensuchen“ er hob das Mädchen hoch und wirbelte sich herum, woraufhin sie laut lachte.
„Wobei wir natürlich auch eine leckere Gremlinsuppe machen könnten“ schlug er dann vor und sah lachend zu Razor der ihn daraufhin wütend anfauchte.
Dann setzte er das Mädchen wieder ab, sofort nahm sie seine Hand und die beiden gingen zusammen in den Wald.
Die Kette mit dem goldenen Ring, die das Mädchen seit ihrer Geburt hatte wippte bei jedem Schritt hin und her.


Die eiserne Königin beobachtete traurig wie ihre Tochter im Wald verschwand.
Mit schmerzendem Herzen drehte sie sich zu ihrem Ritter um.
Der sah sie liebevoll an und strich dann vorsichtig ihre Tränen von den Wangen.

Er spürte wie ihre Sorge, ihre Trauer und ihre unglaubliche Sehnsucht sich in seiner eigenen Seele wiederspiegelten und doch würde er alles geben um ihre Last auch noch tragen zu können.
Er würde liebend gerne doppelt so sehr leiden wenn sie dafür nur eine Nacht wieder ruhig schlafen könnte und für ein paar Sekunden wieder das leuchten in ihre Augen zurückkehren würde.

„Sie ist wirklich sehr glücklich“ sagte er sanft.
„Es war richtig sie zu Puck zu bringen, er liebt sie und er wird sie beschützen. Er kümmert sich gut um sie und bei ihm ist sie in Sicherheit.“ Versuchte er sein Frau zu trösten.
Doch die Halbfee weinte noch immer „Ich weiß“  erwiderte sie leise „Aber ist es so falsch, dass ich mir nichts mehr wünsche, die zu sein die sie kitzelt und mit ihr im Graß rangelt.
Dass ich die bin deren Hand sie greift.“ Die Stimme der Fee zitterte
Ich will sehen wie sie morgens aufwacht und wie sie abends einschläft, ich will ihr Lachen und ihr Weinen hören, ihr Geschichten erzählen und ihr Lieder vorsingen. Ich will bei ihr sein“  dann legte sie ihren Kopf an die Brust ihres Ritters und erstickte ihr Tränen.
Sie war die eiserne Königin, soviel schwäche stand ihr nicht zu, doch zu wissen das sie nie wirklich die Mutter ihrer Tochter sein dürfte, war zu viel für die starke Fee.
Ash wog sie sanft in seinen Armen.

„Weist du was ich sehe wenn ich sie anschaue?  Wenn ich in ihre Augen blicke“ fragte er sie leise
„Ich sehe die gleiche Willensstärke und die gleiche Mut wie ich sie in deinen Augen sehe“
Erwiderte er und hob liebevoll ihren Kopf um in ihre Augen sehen zu können.
„Ich sehe ihr lächeln und ich sehe wie sanft, wie liebevoll und wie selbstlos sie ist.
All das was ich auch bei dir sehe“  er strich mit seinen Lippen sanft über ihren.
„Wenn ich sie anschaue, dann sehe ich auch dich. Du bist ein Teil von ihr und du wirst immer bei ihr sein auch wenn es sich nicht immer so anfühlt“ sagte er dann und in seinen Augen schimmerte seine Liebe für sie.

Und dann zog er sie an sich und küsste sie.
Der Kuss war voll mit jeder Trauer und jeder sorge die beide je hatten und er schien sie wie verblassen zu lassen, er machte für wenige Sekunden alles wieder in Ordnung.
Als sich beide wieder voneinander lösten, war der Schmerz in den Augen der beiden kleiner geworden.

Der ehemalige Winterprinz lächelte seine Königin liebevoll an und huschte dann schnell über die Wiese wo er vorsichtig die wunderschöne Blume aus dem Graß zog.
Dann ging er zu seiner Königin zurück und gab ihr die Blume.
„Und nun wird sie auch immer bei uns sein“ sagte er leise.
Meghan drückte die Blume vorsichtig an ihre Brust.
Dann gingen beide lächelnd zurück in das eiserne Reich, beruhigt in dem Wissen das ihr größter Schatz in Sicherheit war.
Doch die tiefe Wunde die die Herzen der beiden, seit dem Tag an dem sie das kleine Mädchen aus ihren Händen gaben, prägte, wurde immer da sein.

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Halluu Unbekannte/r  !!
Das ist also der Prolog zu meiner ersten FF
Ich freue mich so, dass ich die Geschichte die schon so lange in meinem Kopf herumschwirrt endlich aufschreibe.
Ich hoffe es gibt die ein oder andere unter euch die  Avas Geschichte mitverfolgen wird und mir vielleicht ne Review da lässt.
Eure Anna :)

Der Name Avalyn bedeutet übrigens schöner Vogel und wird Äivelin ausgesprochen
Ihr Spitzname Ava wird Äiva gesprochen.
Ihr zweiter Name Elayna heißt strahlendes Licht und wird so gesprochen wie er geschrieben wird.
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