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Erwischt

von ze-german
GeschichteAllgemein / P12
Frieda Goldmann Wilma Irrling
01.01.2016
14.02.2016
2
584
 
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01.01.2016 254
 
Nervös tigerte Frieda auf dem Bürgersteig vor Wilmas Haus auf und ab. "Guten Abend Frau Irrling, ist Wilma zu sprechen? Es geht um mein Musikreferat, sie wollte mir dabei helfen." Wieder und wieder feilte sie an der Formulierung ihres Satzes, denn Wilmas Mutter würde kaum begeistert sein, wenn ihre Tochter abends noch Besuch erhielt. Andererseits musste sie unbedingt mit Wilma sprechen, und zwar allein. Sprotte gegenüber hatte sie zwar behauptet, es ginge sie nichts an, was zwischen Wilma und Leonie passierte, aber nach dem wie sich Mellie in den letzten Wochen benommen hatte, rechnete sie fest mit einer mitleren Katastrophe, sollten sich die Gerüchte von denen Sprotte gesprochen hatte als wahr herausstellen. Daher hatte sie beschlossen, zunächst einmal in Ruhe mit Wilma zu reden, vielleicht konnte man ja gemeinsam zu einer Position finden, die Mellie verstehen konnte.

Ein letzter Blick auf die Uhr, schon nach Acht. "Egal," sagte sie sich, "das muss jetzt sein." Mit einem letzten Seufzer drehte sie sich zur Tür und drückte vorsichtig den Klingelknopf. Nur sah sie sich dann einen kleinen Augenblick später nicht wie erwartet Wilmas Mutter gegenüber, sondern dem Pistolenhuhn selbst.

"Was machst du denn hier." "Ich muss mit dir reden, allein."

Mit einem leisen "komm rein" bat Wilma ihre Freundin ins Haus, und ging vor ihr die Treppe zu ihrem Zimmer hinauf. "Schließ bitte hinter dir ab, meine Eltern kommen bald wieder und ich möchte nicht, dass sie unangemeldet bei mir reinplatzen."
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