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Gibt es doch noch Helden auf dieser Welt?

von -Nezumi-
GeschichteAngst, Liebesgeschichte / P16 Slash
Amerika England Frankreich
01.01.2016
22.03.2016
2
4.977
 
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01.01.2016 1.887
 
Hallo alle miteinander! :D
Diese Geschichte ist eigentlich nur durch einen blöden Zufall entstanden, aber ich wollte sie mal mit euch teilen :3
Wenn ich ehrlich bin, weiß ich noch nicht so recht wo diese Geschichte hinführen wird, aber ich arbeite schon am zweiten Kapitel, dass dann auch endlich etwas mehr Aktion in die Sache bringt! >.<
Aber ich möchte euch nicht gleich vor Beginn der Story mit meinem langen Gelaber langweilen, von daher:

Die Charaktere gehören nicht mir sondern Hidekaz Himaruya.
Jetzt aber viel Spaß beim lesen! ^-^


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Ein Morgen wie jeder andere. Wieder nichts Besonderes was diesen Tag füllen könnte. Ich sollte nichts erwarten von diesen Stunden, in der gleichen, tristen Wohnhausgegend mitten in London, die ich seit Jahren mein Zuhause nenne.  Fertig angezogen, da ich bis eben noch im Bett lag,  gehe ich in meine Küche um mir mein Frühstück, bestehend aus einem heißen Tee,  fertig zu machen. Während ich den Wasserkocher anschalte und meine Teebüchse heraussuche, überlege ich was ich heute erledigen muss. Einkaufen steht  gleich als erstes auf dem Plan, denn meine letzten Lebensmittel habe ich gestern Mittag verbraucht und langsam meldete sich auch schon mein Magen mit einem lauten Knurren. „Jaja, ich weiß dass du was zu essen brauchst… ich geh ja gleich was einkaufen, also geb‘ endlich Ruhe!“  
Ich weiß, schlechte Angewohnheit mit sich selber zu reden, aber besser als die Stille einer leeren Wohnung ist es allemal.

Auf jeden Fall… Ich muss mich unbedingt noch darum kümmern, dass dieses kleine Loch, das sich mein Zuhause schimpft, wieder etwas wohnlich aussieht. Obwohl ich früher sehr darauf bedacht war immer alles sauber und in einer festen Ordnung zu halten, habe ich in letzter Zeit ziemlich viel schleifen lassen, was man der Wohnung nun auch ansieht. Nun ja, der ganzen Wohnung, außer meinem Bücherregal, einem der zwei Gegenstände  in meiner Wohnung an denen ich wirklich hänge. Dem Bücherregal, oder eher seinen Inhalt, und einem mittlerweile ziemlich alten Kuscheltier, einem grünen Hasen mit Flügeln, welches noch aus meiner frühen Kindheit stammt.

Gerade als ich in alten Geschichten schwelgen will, werde ich jäh von meinem Wasserkocher unterbrochen. Ich erschrecke leicht aber bin sofort wieder klar und gieße mir meine Tasse Tee  auf. Einen perfekten Earl Gray am Morgen-  und schon verschwinden die meisten Sorgen!
Mit meinem Tee setzte ich mich an den kleinen Küchentisch und bedenke nochmal meinen Tagesplan:

1. Einkaufen
2. Essen machen (mein Magen wird es mir danken)
3. Wohnung auf vordermann bringen
4. …

… mehr steht nicht an. Ist auch ganz gut mal entspannen zu können. Dann bekomme  ich wenigstens mal wieder ein Buch gelesen. Das ist zwar so ziemlich mein einziges Hobby, aber ich bin zufrieden damit. Wunderschöne Märchen, Fantasy-Romane oder Krimis, die einen in fremde Welten entführen in der man frei seinen Geist schweben lassen kann und freiwillig gefesselt wird von den Wörtern die in Gedanken zu einer Welt werden, die so anders ist als die wahre Welt. Der einzige Nachteil daran ist der Übergang, wenn ein Buch zu Ende ist.
Es ist wie ein wunderschöner Traum, dessen Blase von einen auf den anderen Moment mit einem lautlosen Knall zerplatzt und Raum für die wahre, grauenhafte, Welt macht. Aber wenigstens bleibt die Erinnerungen an die Freiheit die sich beim Lesen in meinem Geist breit macht, seien es unglaubliche Sagengestallten oder einfach nur mitreißende Geschichten, die den Verstand vordern.

Mit dem letzten Schluck meines Tees stehe ich auf um mich auf den Weg zum Supermarkt zu machen. Es ist ein typischer Frühlingstag in London, was bedeutet, dass es ist nicht allzu kalt ist, aber der Regen ist wie fast immer ein ständiger Begleiter von jedem der auf der Straße unterwegs ist. Anders bin ich es nicht gewöhnt, und ich finde es auch gut so. Der Regen beruhigt die Seele und dämmt den Großstadtlärm größtenteils soweit ab, dass ich mich daran gewöhnen konnte.

Mit meiner Brieftasche, meinem Schlüssel und meinem Regenschirm verlasse ich also die Wohnung um im Treppenhaus mit dem flackernden Licht begrüßt zu werden, was schon seit fast einem Jahr kaputt ist… da sollte sich wirklich mal jemand drum kümmern.

Ich gehe also die Treppen, da ich im ersten Stock wohne, nach unten und trete nach draußen. Dort werde ich sofort von dem stürmenden Regen erwartet, den ich aber mit meinem geöffneten Regenschirm abwehre.

Der nächste Supermarkt ist zum Glück nicht weit. Auf dem Weg dorthin gibt es nicht viele Besonderheiten, nur - wie immer um diese Jahreszeit - viele Pärchen die sich verliebt anschauen, während sie sich zusammen unter einen kleinen Regenschirm kuscheln.

Wenn ich so etwas sehe wird mir nur noch schlecht.

Liebe ist etwas für diejenigen, welche nicht wissen, wie das wahre Gesicht der Menschen aussieht, und das ist eine hässliche Fratze, die sich immer erst dann zeigt, wenn man dem lieblichen Gesicht, dieser Maske, verfallen ist… und dann ist man so geblendet, dass man von der Person nicht mehr loskommt.

Schneller als ich dachte, bin ich dann auch schon im Supermarkt um die Ecke. Dort halte ich mich nicht lange auf, kaufe nur die wichtigsten Lebensmittel für Frühstück und Mittag- mehr esse ich sowieso nicht. Ok, ich kann mir nicht verkneifen noch die Zutaten für ein paar Scones zu kaufen… ich liebe es sie zu machen und zum 4-Uhr-Tee schmecken sie einfach fabelhaft!
Aber gut, einkaufen und bezahlen habe ich schnell hinter mich gebracht um mich schon wieder Zuhause wiederzufinden- Meine Kleidung und Regenschirm im Badezimmer verstaut, damit sie trocknen können- und der Rest in der Küche untergebracht. Da ich nicht wirklich Lust verspüre mir etwas Richtiges zu Essen zu machen, muss ein Sandwich reichen. Und ein Tee ist auch nicht verkehrt. Beim Essen überlege ich, wie ich das Aufräumen möglichst schnell hinter mich bringen kann. Zum Glück habe ich nur einen kleinen Flur, die Küche und ein relativ geräumiges Schlafzimmer sowie ein beschaubares Bad, was ich zum Glück nicht putzen muss, da ich versuche den Raum sowieso aufgeräumt und sauber  zu belassen.

Während also ein Bissen nach dem Anderen im meinem Mund verschwindet, was hoffentlich meinen Magen zur Ruhe bringt- das ewige knurren fing an zu nerven- beschaue ich mir die Küche und denke, dass es wohl am besten wäre mit dieser anzufangen. So viel Arbeit ist das sicher nicht. Danach schnell den Flur putzen und als letztes dann das große Schlafzimmer.
Mit diesem fertigen Plan, esse ich schnell mein letztes Stück vom Brot und trinke den Tee aus um mit dem Aufräumen zu beginnen.

Die Küche war schnell geschafft: abwaschen, Herd putzen und Arbeitsfläche sowie den kleinen Esstisch putzen. Auch der Flur wurde schnell vom gröbsten Dreck befreit und schon sehe ich mich der größten Aufgabe gegenüber: mein Schlafzimmer. Ich schaue auf die Uhr nur um festzustellen, dass es schon 14:18 Uhr ist. Schnell beschaue ich mir das Zimmer, nur um laut aufzuseufzen. „Wo soll ich da nur anfangen?“

Da wäre mein Kleiderschrank mit geöffneten Türen, der meine zweigeteilte Modeorientierung zeigt, die aus Hemden, Stoffhosen und Pullundern sowie einem kompletten Anzug auf der einen Seite und meine Punkkleidung mit zerrissenen, schwarzen,  Jeans, T-Shirts meiner Lieblingsbands, Fantasymotiven und dem Union Jack sowie aus Lederhals- und Armbändern besteht.
Fast die Hälfte aller meiner Sachen liegt verstreut auf dem Boden und auf meinem Lesesessel. Auf meinem Nachttisch liegen mehrere Bücher die ich teils fertig gelesen, teils gerade erneut angefangen habe. Mein Doppelbett, bezogen mit Union Jack Bettwäsche mit einem Totenkopf in der Mitte des englischen Symbols, ist total zerwühlt von der letzten Nacht und mein kleines Kuscheltier- mein „Flying Mint Bunny“ wie ich es als Kind getauft habe- thront in der Mitte der Kopfkissen. Außerdem bemerke ich gerade wie staubig der Raum ist und wie dreckig der Boden allgemein…
Das könnte etwas Zeit in Anspruch nehmen…

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 2 Stunden später- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Erschöpft aber zufrieden mit mir selber lasse ich mich in meinen Sessel fallen.  Ich habe alle Oberflächen vom Staub befreit, meinen Fernseher und Laptop geputzt, mein Bett neu bezogen, meine benutze Kleidung in die Waschmaschine gestopft (da es eigentlich zu viel für einen Gang war, ich aber keine Lust hatte zwei Mal zu waschen), meine Sherlock Holmes Romane sowie ein paar alte Märchenbücher zurück in mein gut sortiertes Bücherregal geräumt und mein Kleiderschrank ist wieder gut sortiert und die Türen lassen sich wieder schließen.

Ein weiterer Blick auf die Uhr zeigt mir, es ist kurz nach vier. Zeit für meinen Tee, auch wenn ich es heute wohl nicht schaffen würde meine Scones zu machen. Egal, der Tag hatte keine Besonderheiten, also sollte ich nicht jetzt damit beginnen, etwas Besonderes daraus zu machen.
Ich gehe zurück in die Küche um zum dritten Mal an diesem Tag meinen Wasserkocher zu füllen und anzuschalten. In Gedanken gehe ich mein Bücherregal durch und überlege welchen Titel ich gerne mal wieder lesen will. Sherlock Holmes, Beowulf, meine Ausgabe mit alten, angelsächsischen Märchen?  So viele Möglichkeiten… aber Entscheidungen muss man nun Mal fällen, daher gehe ich mit meinem mittlerweile fertigen Tee in mein Schlafzimmer und beschaue mir meine Sammlung von Sherlock Holmes Romanen um mir „Sherlock Holmes and the hound of Bascerville“ heraus zu nehmen. Ich stelle den Tee auf den kleinen Tisch, den ich genau für solche Gelegenheiten  neben meinem Lesesessel stehen habe, und beginne das mir wohlbekannte Buch erneut zu lesen.

Ich merke gar nicht wie die Zeit verfliegt während ich mich in dem Roman verliere und realisiere erst wie viel Zeit vergangen ist, als ich von dem Buch aufsehe, da meine Tür läutet. Ich schaue auf die Uhr um festzustellen, dass es schon kurz vor neun ist. Ich lege mein Buch zur Seite um an die Tür zu gehen und habe schon ein mulmiges Gefühl, als ich den Weg dorthin beschreite. Und mein Gefühl täuscht mich nicht. Ich öffne die Tür nur um resignierend zu seufzen, bei dem Anblick der sich mir bietet. „Bonjour, Arthur.“  
Francis.
Francis Bonnefoy.
Die Person, die mir die Wahrheit über den verdorbenen Kern der Menschen gezeigt hat…
Ich schaudere kurz innerlich, aber was habe ich auch anderes von diesem vermeintlich ruhigen Tag erwartet? „Was willst du schon wieder hier, Perversling? Du warst doch erst vorgestern hier?“ „Ach komm schon, ma cherie!  Ich muss eine Woche geschäftlich zurück nach Paris, da dachte ich mir ich hol mir einen kleinen Vorschuss was meinen kleinen Briten angeht?“

Ich hasse ihn. Ihn und seine Taten, die mein Leben seit Jahren zur Hölle machen.
Aber was soll ich schon tun? Ich habe ihm damals vertraut und nun bin ich abhängig von ihm. Ich komme nicht los, egal was ich versuche… Er würde mich finden, egal wo ich hingehen würde und danach würde es nur noch schlimmer werden.
Ich versuche also mich so wenig als möglich zu wehren, schaue zu Boden und mache Platz um ihn wortlos in meine Wohnung eindringen zu lassen.

Während ich ihm in mein Schlafzimmer folge merke ich, wie meine Gedanken wieder abdriften.
Aber was hatte ich schon erwartet von diesem normalen Tag? Das plötzlich ein Held auftaucht und mich aus meiner Lage befreit?
Nein, denn schließlich war es ein normaler Tag an dem nichts Besonderes passiert.

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So, das wars dann auch schon mit dem ersten Chapter bzw mit dem Prolog.
Im nächstem werden dann mehr Charaktere auftauschen, die das langweilige Leben von Arthur ganz schön auf den Kopf stellen werden :D
Vielen dank fürs lesen!
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