Until Explosion

von Sarina
GeschichteAllgemein / P12 Slash
Clark Kent Cloe Sullivan Jonathan Kent Lex Luthor Lionel Luthor Martha Kent
31.12.2015
31.12.2016
12
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27.02.2016 2.726
 
Der Countdown geht weiter!
Ich hoffe ihr habt genau so viel Spaß mit Clark und Lex, wie ich, als ich eben den Part noch einmal in Ruhe gelesen habe! ;) Ist immer wieder schön zu sehen, was man so alles geschrieben hat. *g*


8


Clark und Lex erwiderten den Abschiedsgruß der Dame am Empfangstresen nur flüchtig. Zielstrebig steuerten sie auf den Ausgang zu. Die sich automatisch vor ihnen öffnenden Türen, schienen viel zu langsam aufzugehen. Clark hätte am liebsten seine Hand nach der von Lex ausgestreckt, konnte sich aber gerade noch beherrschen. Die lange Zeit der Trennung hatte eine Sehnsucht in ihm geweckt, die so heiß in ihm brannte, dass er es kaum noch erwarten konnte, mit dem Freund alleine zu sein.
Die Zufahrt zu der Klinik, sowie der daran anschließende Parkplatz lagen leer und verlassen vor ihnen. Clark scannte die Umgebung dennoch gründlich mit seinem Röntgenblick. Ein zufriedenes Lächeln zeigte sich anschließend auf seinem Gesicht, als er nichts und niemanden entdecken konnte. Die einzige Entdeckung drohte ihnen dadurch, dass jemand durch eines der Fenster der Klinik blicken konnte.
Clark streckte nun doch seine Hand aus, ergriff die von Lex und zog den verblüfften Freund mit sich mit. Nur wenige Schritte entfernt hatte er eine Baumgruppe entdeckt, die ihnen Schutz vor unerwünschten Blicken bieten würde. Clark fühlte, wie sich sein Puls beschleunigte und Vorfreude erfüllte ihn. Er versicherte sich, dass die mächtigen Stämme, sowie die tief herabreichenden Äste der Bäume, ausreichend Schutz boten. Dann drückte er Lex an einen der Stämme, so dass dessen Rücken daran anlehnte. Nachdem er für so viel Privatsphäre wie in dieser Umgebung möglich war, gesorgt hatte, konnte Clark sich nicht länger beherrschen. Er trat ganz dicht an den Freund heran und presste seinen Körper an den von Lex. Seine Hände umfingen den Kopf des anderen, welchen er sanft, aber bestimmt zur Seite drehte.
„Clark, was…“, setzte Lex an, um nachzufragen, was dieser vorhatte. Er brach ab, als er fühlte, wie sich Clarks Zähne sanft in das weiche Fleisch seines Ohres gruben. Lex Knie wurden weich und drohten nachzugeben. Nur der Baum in seinem Rücken und der eng an ihn gedrückte Körper des Freundes verhinderten dies und jetzt verstand er auch, warum Clark ihn gerade hierher geführt hatte.
Lex hatte Mühe auch nur einen klaren Gedanken zu fassen, als Clark an seinem Ohr entlang knabbernd nach unten wanderte. Zärtlich strichen Clarks Hände über die kahle Kopfhaut des Freundes, der seine Augen geschlossen hatte, um sich ganz der sinnlichen Empfindung hinzugeben. Als er das Ohrläppchen erreichte, gab er Lex kurz frei. Im nächsten Moment spitzte seine Zunge hervor und er begann mit dieser am Ohr zu lecken.
Lex gab ein Stöhnen von sich, was dazu beitrug Clark anzuspornen. Er hauchte dem Freund einen Kuss auf die glatt rasierte Wange, nur um ihm gleich darauf detailliert zuzuflüstern, was er sich noch alles für ihn ausgedacht hatte.
Ein verschmitztes Lächeln umspielte Clarks Lippen, als er die beschleunigte Atmung des Freundes wahrnahm. Dieser war in diesem Metier nicht unerfahren, was Clark sehr wohl wusste. Lex war ihm ein guter Lehrer gewesen und hatte ihn geschickt und gut in das Liebesspiel eingeführt. Clark fand nun, dass es an der Zeit war, dass er sich auf seine Weise bei dem Freund bedankte. Das war einer der Gründe gewesen, weshalb er sich eine Auszeit genommen hatte. Nun galt es nur noch das theoretisch erworbene Wissen in die Praxis umzusetzen. Seine Zuversicht nahm zu, als er die Reaktion vom Lex auf seine Worte am eigenen Körper zu spüren bekam. Er stand so nahe am Körper des anderen, dass er deutlich fühlen konnte, wie sich dessen kleiner Luthor zu regen begann.
Clark ließ seine Finger wandern und strich mit ihnen am Nacken entlang. Dann brachte er seinen Satz zu Ende. Denn auch wenn alles in ihm danach drängte, seine Phantasien mit Lex auszuleben, so wusste er doch, dass nicht alles auf einmal würden ausprobieren können. Er zog Lex` Kopf zu sich heran. Hart pressten sich seine Lippen auf die des Freundes, bevor er seine Zunge in den Mund des anderen schob und in diesen besitzergreifend eindrang. Lex war überrascht, ließ ihn jedoch gewähren. Zu sehr genoss er das Spiel ihrer Zungen, bei dem Clark gegen seine sonstigen Gewohnheiten der Dominantere war. Lex war nicht immer der führende Part, wenn es zur Sache ging. Allerdings ordnete er sich auch im Alltag nicht gerne und oft unter, weshalb er meistens der führende Part war. Doch nach der langen Abwesenheit des Freundes empfand er die Forschheit von Clark als erfrischend und absolut prickelnd. Deshalb lag es ihm fern, sich zu widersetzen. Er fand es viel zu spannend herauszufinden, was der Freund noch so alles mit ihm vorhatte.
Sie atmeten beide schwer, als Clark endlich von Lex abließ. Lex öffnete gerade seinen Mund, um den Freund daran zu erinnern, dass sie sich eigentlich auf den Weg zur Mansion hatten machen wollen, als sein Name gerufen wurde.

Fassungslos darüber, dass sie ausgerechnet jetzt gestört wurden, wo er doch kurz davor war, seine Pläne mit Lex in die Tat umzusetzen,  gab Clark den Freund nicht sofort frei. Als er merkte, dass Lex sich aufrichten und aus dem Schutz der Bäume hervortreten wollte, war er ihm augenblicklich behilflich.
Mit einem letzten bedauernden Blick, strich dieser seine Kleidung glatt. Der maßgeschneiderte Anzug wies kaum eine Falte mehr als sonst auf und würde dadurch nicht verraten, welcher Tätigkeit sie gerade nachgegangen waren. Clark bewunderte das makellose Aussehen des Freundes einen Moment lang, bevor er ihm folgte.
„Ah Mr. Luthor. Ich hatte gehofft, Sie noch auf dem Gelände der Klinik anzutreffen!“, erklärte die junge Frau, die nach ihm gerufen hatte. Ihre neutrale Miene verriet nicht, ob sie es verwunderlich fand, dass die beiden Männer sich nach wie vor in der Nähe des Gebäudes aufhielten.
„Was gibt es denn?“, wollte Lex sofort geschäftsmäßig wissen. Ihren prüfenden Blick konterte er mit einer undurchschaubaren Mimik, wobei er ihr starr in die Augen sah. Aus Erfahrung wusste er, dass sich andere Menschen dadurch leicht verunsichern ließen. Auch dieses Mal klappte es, denn die Empfangsdame hielt seinem Blick nicht lange stand.
„Sie wollten darüber informiert werden, wenn es Neuigkeiten bezüglich der Patientin gibt.“, gab sie seine Anweisung wieder.
„Dann ist sie aufgewacht?“, erkundigte sich Lex. Er ließ sich seine Erleichterung darüber nicht anmerken, als die Brünette diese mit einem Nicken ihres Kopfes bestätigte. Das waren wirklich gute Neuigkeiten, die ihn aufatmen ließen.
„Der behandelnde Arzt ist gerade bei ihr und führt einige Tests durch.“, informierte sie ihn. „Sobald Dr. Allen fertig ist, können Sie die Patientin sehen.“, fügte sie hinzu.
Lex bedankte sich und drehte sich dann zu Clark um, der schweigend der Unterhaltung beigewohnt hatte.
Dieser wartete ab, bis sie wieder unter sich waren, bevor er zum Sprechen ansetzte.
„Denkst du, sie weiß, was wir gerade gemacht haben?“, erkundigte sich Clark besorgt. Seine Wangen färbten sich vor Verlegenheit rot.
Lex musste sich sehr beherrschen, um das Schmunzeln nicht zu zeigen, welches die Reaktion des Freundes in ihm hervor rief. Clark war jederzeit bereit seine Erfahrung im sexuellen Bereich zu erweitern. Allerdings nur, wenn sie unter sich waren und es keine Beobachter gab. Lex war es an und für sich recht, dass sie die Öffentlichkeit nichts von ihrer Beziehung wissen ließen. Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt auch zu gefährlich gewesen, besonders in Hinblick auf seinen Vater. Sie hatten beide Gefallen daran gefunden, ihre Gefühle einander nur zu zeigen, wenn sie absolut alleine und ungestört waren. Die Heimlichkeit gab dem Ganzen einen aufregenden Touch. Auf der anderen Seite sehnte Lex sich danach, ganz offen und ehrlich zu seinen Gefühlen stehen zu können. Er war es leid sich ständig anders zu präsentieren, als er wirklich war. Es kam ihm oft so vor, als wenn er sich bereits sein ganzes Leben lang verstellen würde. Oft war es praktisch eine Maske zu tragen und die anderen nicht wissen zu lassen, wie es in ihm aussah. Doch er litt auch darunter, wenngleich er sich das nicht anmerken ließ. Nur Clark wusste, wie es wirklich in ihm aussah und er hatte sich und ihm geschworen, dass dieses Versteckspiel eines Tages ein Ende haben würde. Noch war es nicht so weit, egal wie sehr er sich das auch wünschen mochte!

„Lex?“. Die sanfte Stimme Clarks riss ihn aus seinen Gedanken und holte ihn in die Realität zurück. Er blickte in die braunen Augen des Freundes, in denen eine Wärme und Zuneigung lag, die ihm alleine galt. Lex hielt für einen Moment lang den Atem an, so gerührt war er von den Gefühlen, die ihm Clark entgegenbrachte.
„Mach dir keine Sorgen, Clark.“, beschwichtigte er. „Nicht einmal deine Eltern konnten sich vorstellen, was wir in den vielen Stunden in deinem Loft gemacht haben.“, fügte er augenzwinkernd und mit hochgezogener Augenbraue hinzu.
Bei diesen Worten verfärbten sich Clarks Wangen in einem noch dunkleren Rotton. „Das nicht.“, gab er zu. „Sie waren aber doch ein wenig verwundert, dass ich auf einmal so viel Nachhilfe nötig hatte!“, gestand er mit einem verschmitzten Lächeln, welches Lex nur allzu gerne erwiderte.
„Naja, ich fand schon immer, dass das Thema Sexualkunde im Unterricht zu kurz kommt!“, bemerkte Lex, dessen Gedanken erneut abzuschweifen begannen. Ein jäh einsetzendes Summen verhinderte, dass er sich in einer Erinnerung verlor.
„Lex, in deiner Hose vibriert es!“, meldete sich Clark eifrig zu Wort, um ihn auf den Umstand aufmerksam zu machen.
„Danke, Clark. In meiner Hose geht noch mehr als das vonstatten.“, meinte Lex in einem leicht anzüglichen Tonfall. Er zog sein, nach wie vor vibrierendes Handy hervor und nahm den Anruf entgegen. Lex lauschte dem Anrufer aufmerksam und nannte ihm dann die Adresse der Privatklinik, vor der sie sich befanden. Ohne ein weiteres Wort steckte er dann das Handy weg und sah Clark mit ernstem Blick an.
„Es hat einen Unfall gegeben.“, gab er die wichtigste Information an den Freund weiter.
„Oh nein! Doch nicht etwa dein…“, setzte Clark an. Er beendete seinen Satz jedoch nicht, als er das bestätigende Kopfnicken von Lex sah. Eine ganze Weile standen sie sich schweigend gegenüber, während jeder seinen eigenen Gedanken nachhing. Clark war schließlich der Erste, der das Wort ergriff.
„Ist es so eine gute Idee ihn hierher bringen zu lassen?“, erkundigte er sich mit vor Besorgnis schwerer Stimme.
Lex runzelte seine Stirn. Ihm war der Gedanke ebenfalls schon gekommen. Allerdings bestand in seinen Augen keine Alternative. Das Personal dieser Privatklinik war nicht nur äußerst kompetent, sondern auch sehr loyal und absolut verschwiegen. Zudem wurde das Gelände  außerordentlich gut überwacht, weshalb die Presse nicht bis in das Gebäude vordringen konnte. Ihm war wichtig, dass die Öffentlichkeit von den Vorfällen keinen Wind bekam und erst zur geeigneten Zeit davon erfuhr.
„Hier haben wir ihn im Blick.“, lautete seine kurze Antwort. „Beide.“, ergänzte er nach einer kurzen Pause.
Clark hätte am liebsten nachgehackt, denn genau das Aufeinandertreffen der beiden erschien ihm ein Gespräch wert. Er entschied sich dann jedoch dagegen das Thema anzusprechen, denn er wusste, dass Lex seine Entscheidungen nicht leichtfertig traf.

***

Die lederne Aktentasche lag auf dem Schoß des Tycoons, seine Finger trommelten auf das edle Material. Seine sich unablässig bewegenden Finger waren das einzige sichtbare Anzeichen dafür, dass er von der Situation genervt war. Das Geräusch des Stakkatos hallte durch den ganzen Wagen, bis zum Ohr des Fahrers. Dessen Blick huschte alle paar Sekunden von der Straße zum Rückspiegel, von wo aus er zu seinem Fahrgast schaute. Schweißperlen hatten sich auf der Stirn von Thomas gebildet. Alle paar Sekunden löste sich eine, um dann an seiner bleichen Haut nach unten zu rinnen. Er war längst schweißgebadet und sein Unbehagen war mit Händen greifbar.
Lionel war die Nervosität seines Fahrers nicht entgangen, sie kümmerte ihn allerdings nicht im Geringsten. Der Mann hatte sich innerhalb kürzester Zeit einen Fauxpas geleistet und würde nicht mehr sehr lange in seinen Diensten stehen. Lionel kam kurz in den Sinn, dass es vielleicht nicht ganz fair war, den Mann für den Verlust seiner Limousine verantwortlich zu machen. Schließlich oblag diesem eher die Pflege des Wagens und das Sicherheitspersonal war wohl eher dafür verantwortlich zu machen, dass sein Eigentum hatte entwendet werden können. Allerdings ärgerte er sich maßlos über die Tatsache, dass sie seit gefühlten Stunden im Stau feststeckten. Lionel hatte Thomas sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass er möglichst zügig zu seinem gewünschten Ziel gebracht werden wollte. Sein Angestellter hatte ihm zugesichert, dies möglich zu machen und war dann in diesen Stau geraten, der ihr Vorankommen verzögerte.
Lionel war schnell klar geworden, dass er das Meeting abschreiben konnte. Da er sich selbst keine Blöße geben wollte, hatte er telefonisch die ganze Veranstaltung absagen wollen. Dazu war es allerdings nicht gekommen, denn als er sein Handy aus der Tasche zog, musste er feststellen, dass der Akku leer war. Lionel störte sich nicht daran, dass die anderen Teilnehmer des Meetings nicht über seinen Verbleib Bescheid wussten. Aber ihn ärgerte die Tatsache, dass ihn die Technik im Stich ließ. Er war schließlich Lionel Luthor. Deswegen ging es ihm gegen den Strich, wenn einmal etwas nicht so lief, wie er das wollte.
Er warf einen Blick durch die Frontscheibe, nur um entnervt die Augen zu verdrehen. Der Stau schien sich kilometerweit zu erstrecken und es deutete nichts darauf hin, dass er sich in absehbarer Zeit auflösen würde. Er hatte jedoch nicht vor, die Situation noch länger hinzunehmen.
„Bringen Sie den Wagen zurück zum Luthor-Corp-Tower!“, befahl er dem Fahrer, der ihn verständnislos ansah.
Lionel ignoriert ihn, streckte stattdessen seine Hand aus und öffnete die Wagentür. Ohne ein weiteres Wort verließ er das Fahrzeug. Thomas würde es nicht wagen, sich seiner Anweisung zu widersetzen, dessen war er sich sicher.

Mit zügigen Schritten überquerte er die Straße, auf der der komplette Verkehr vollständig zum Erliegen gekommen war. Kurz darauf hatte er den breiten Gehweg an der Seite erreicht, auf dem ein reger Betrieb herrschte. Hier strömten die Leute unablässig dahin und ihrem Ziel entgegen. Lionel mischte sich unter die Menge und nahm nun selbst seinen Weg auf. Er ging nicht oft zu Fuß. Zum einen empfand er es als unter seiner Würde, sich unter das gemeine Volk zu mischen, zum anderen kam man per Limousine weitaus schneller ans Ziel. Zudem weitaus bequemer. Nachdem dies heute allerdings keine Option war, blieb ihm nichts anderes übrig, als selbst seinen Weg zu finden.
Schon nach wenigen Metern war er von dem, um ihn herum herrschenden Gewusel, genervt. Ständig wurde er angerempelt und zur Seite gedrängt. Zudem kam er weitaus langsamer vorwärts, als ihm das lieb gewesen wäre. Hinzu kam, dass es ihm schwer fiel, sich zu orientieren. Sonst oblag es seinem Fahrer, ihn an den gewünschten Ort zu bringen und Lionel hatte weit wichtigeres zu tun, als untätig aus dem Fenster zu sehen.
Lionel beschleunigte sein Tempo. Der Luthor-Corp-Tower war eines der höchsten Gebäude der Stadt, da konnte es wohl nicht so schwer sein, ihn zu finden.
Er hatte kaum ein paar Meter zurückgelegt, als er frontal mit einer Person zusammenstieß. Diese war so schnell aus der Menge aufgetaucht und ihm in den Weg getreten, dass Lionel nicht mehr hatte ausweichen können. Vollkommen überrascht starrte er die rothaarige Schönheit an, die ihn aus zornfunkelnden Augen anblitzte.
„Sie Idiot!“, lauteten die ersten Worte, die sie an ihn richtete. Lionel folgte dem Blick ihrer grünen Augen, die von seinem Gesicht, hinab zu seinem hellen Mantel gewandert waren. Erst jetzt bemerkte er die braunen Flecken, die sich dort gebildet hatten. Zu seinen Füßen lag ein offener Pappbecher, aus dem der letzte Rest des Kaffees auf den Boden schwappte. Doch den größten Teil der Flüssigkeit, hatte eindeutig seine Kleidung abbekommen.
„Den Kaffee hatte ich mir gerade erst geholt!“, fauchte ihn das zierliche Persönchen an, welchem er gegenüber stand.
„Na, hören Sie mal!“, setzte Lionel an. Sein Mantel war ein teures Designerstück und er bezweifelte, dass eine Reinigung die Flecken aus dem Material herausbekommen würde. Es sah ganz danach aus, als wenn der verschüttete Kaffee seinen Mantel unwiderruflich ruiniert hatte.
„Jetzt muss ich mir wieder einen holen!“, erklärte die Rothaarige entnervt. Wütend funkelte sie den Tycoon noch eine Sekunde lang an, dann machte sie auf dem Absatz kehrt und verschwand in der Menge.
Wie erstarrt blickte Lionel ihr nach, fassungslos darüber, dass sie ihn einfach hatte stehen lassen. Schnell hatte er die Empörung überwunden und setzte sich selbst in Bewegung. Wenn er sich beeilte, würde er sie noch einholen. Denn es stand außerfrage, dass sie ihm die Kosten für den Mantel ersetzten würde.
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