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Schicksal

von Lixel
GeschichteDrama, Freundschaft / P16
Alex Breidtbach Emma Wolfshagen OC (Own Character)
28.12.2015
30.11.2016
37
31.143
12
Alle Kapitel
29 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.11.2016 673
 
Greetings aus meiner Mittagspause.
Ich hatte zwar nur 3 Stunden Schlaf (und ich hab' das Staffel 1 Finale CdrB verpasst, auch wenn ich die Folgen schon mitsprechen kann ) aber ich hab fucking meine Lieblingsband TØP gesehen.
Außerdem hat mein Praktikumsplatz schwarzen Tee in der Küche rumfliegen, also habe ich den Tag bis jetzt überstanden.
Aber da ich keine anderen Hobbys habe nach dem Praktikum zuhause erstmal den Rest-Nachmittag verschlafen werde, uploade ich einfach mal jetzt schnell.
(Hey, ab nächster Woche kommt die neue Staffel CdrB, man darf mir gerne auf
Twitter folgen um meine Mentalbreakdowns mitzuverfolgen!)

---

Bitte was.
Er küsste mich.
Er küsste mich.
Überrumpelt riss ich die Augen auf, ehe diese dann doch kurz darauf wieder zu fielen.

Ganz automatisch, ohne dass ich etwas tun musste.
Alles in meinem Körper fühlte sich komisch an, Kribbeln und Wärme breiteten sich aus, in jeder Zelle, bis zu den Fingerspitzen.

Unschlüssig, was ich mit meinen Armen anstellen sollte, die da so schlaff an mich herab hingen, fanden diese automatisch an seinen Schultern Platz.

Was genau passierte hier bitte?
Was war hier los, was lief hier falsch?
Oder was war vorher schief gelaufen?
Warum küsste er mich genau jetzt und hier und warum war er dann vorher so unfreundlich? Was sollte das alles hier?

Alles drehte sich, ich hatte wirklich das Gefühl, von den Füßen gerissen zu werden.
Haltsuchend verschränkte ich meine Finger in seinem Nacken, meine Knie fühlten sich an wie Pudding.

Ich hatte dieses Trara um den ersten Kuss nie verstanden und plötzlich war er da und ich kam nicht auf die Gesamtsituation zurecht. Wie zum Teufel küsste man überhaupt richtig?
Ich hatte nicht mal gemerkt, dass irgendetwas in meinem Kopf den Kuss schon längst erwiderte.

Im Nachhinein betrachtet, konnten wir beide nicht wirklich gut küssen. Aber da war etwas an diesem Moment, was ihn nahezu perfekt machte.

Als er den Kuss löste und auf mich runter sah, konnte ich spüren, wie meine Wangen begannen zu glühen.
"O-okay", brachte ich mit ungewöhnlich höher Stimme heraus, "Das hatte ich nicht erwartet."

"Ich eigentlich auch nicht. Das kam so über mich", entgegneter er schwer atmend.
"Das war wohl eher einer deiner guten Einfälle", gab ich zurück und lächelte.
"Findest du? Okay. Gut. Besser als gedacht... sehr viel besser als gedacht."
Auch er begann zu lachen.

"Oh Gott, was soll das denn jetzt heißen?", warf ich ein.
"Ich hatte definitiv nicht erwartet, dass du so positiv reagierst."
"Ich weiß nicht, ob positiv der richtige Ausdruck da-"
Er ließ mich gar nicht erst ausreden, ehe er meine Lippen wieder mit seinen verschloss.

"Das kann gar nicht gut für dein Herz sein", nuschelte ich.
"Das ist mir wirklich egal", gab er nur zurück.
"So süß das auch gemeint war, mir ist es nicht egal", sagte ich schließlich und drückte ihn einige Zentimeter weit weg, "Setz' dich zumindest hin oder sowas."

"Du klingst wie Dietz", antwortete er nur und setzte sich auf die Kiste.
"Und du klingst  wie meine Therapeutin, seit wir uns hier treffen."
Ich setzte mich neben ihn auf die Kiste.

"...Und jetzt?", fragte ich und blickte ihn an.
"Was, 'und jetzt'?"
"Naja, was machen wir jetzt mit der Situation."

"Ich weiß nicht. In Gedanken halten und gegebenenfalls wiederholen?"
"Du bist ein Spacko."
"Jah, du mich auch."
Und wieder lachten wir. Es war eines dieser Lachen, bei denen man immer wieder beginnen musste, denn man den anderen wieder ansah.

Ich konnte nicht einschätzen, wann wir uns wieder eingekriegt hatten.
"Ich mag dich wirklich, Jamie", sagte er schließlich und sah mir fest in die Augen.

"Entgegen aller anfänglichen Erwartungen", witzelte ich.
"Ich hatte jetzt eigentlich sowas wie 'Oh, Alex, ich dich auch!' erwartet."
Ich lächelte und erwiderte den Blick.

"Ich dich auch."
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