Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Schicksal

von Lixel
GeschichteDrama, Freundschaft / P16
Alex Breidtbach Emma Wolfshagen OC (Own Character)
28.12.2015
30.11.2016
37
31.143
12
Alle Kapitel
29 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
06.10.2016 457
 
Im Zimmer angekommen, schien mir das ganze plötzlich wie eine schrecklichte Idee.
Ich gehört nicht zum Club, nicht hier her, nicht dazu.
Gut, Luke gehörte auch nicht dazu aber das war etwas anderes.

Während sich die anderen um Hugos Bett versammelten, ließ ich mich vorsichtig auf dem Bett daneben nieder, um aus einiger Distanz zuzusehen.
Dass dieses Bett logischer Weise Alex gehören musste, versuchte ich zu verdrängen.
Erwartungsvolle Blicke erwartungsvoll wurden Luke zugeworfen.

"...Und?", erkundigte Toni sich nach einigen Sekunden der Stille.
"Der's im Koma", beurteilte Luke monoton.
"Ja toll, super, das wussten wir such schon ohne deine super-Spezialpower", gab Alex entnervt von sich.
Dem Drang die Augen zu verdrehen wiederstand ich irgendwie.
"Die Frage ist, wird er wieder aufwachen?"
"Das ist schwer zu sagen", antwortete Luke, "Ich muss mich sehr konzentrieren."
"Soll ich das Licht dafür ausmachen?", Bot Toni nun eifrig an.
"Ich mache die Augen zu. Das sollte reichen."
Dann schloss er die Augen.
Toni tat es ihm nach.
Währenddessen sah Alex ungeduldig zwischen beiden umher und schien unschlüssig, was er tun sollte.
Als er sich zu mir drehte, zuckte ich die Schultern und ließ meine Augenlider ebenfalls sinken. Noch einige Momente glaubte ich, einen Blick auf mir zu spüren, bis dieses kurz darauf verschwand.

Die zähle Stille durchzog den Raum, eine undefinierbare Stille, fast schon unheimlich. Sekunden fühlten sich an wie Ewigkeiten.
Als ich ein Auge leicht öffnete, sah ich, dass Alex wohl eingenickt war.
Er schreckte plötzlich auf und stöhnte leise.
"Fuck...", murmelte er undeutlich, "Äh, siehst du was? Oder nicht?"

"Da ist was... Ich sehe etwas", Lukes Stimme klang angestrengt, als er versuchte zu schildern, was er sah, "Ich höre Musik. Ich sehe Hugo. Ich sehe Hugo, wie er..."

Die Tür würde aufgerissen und eine Schwester trat ein.
Was für ein Timing.
"Hier bist du!", rief sie erleichtert aus, "Ich hab' dich überall gesucht! Komm, Luke."
Mit raschen Schritten hatte sie Luke an die Hand genommen und ihn zur Tür gezogen.

"Luke, was hast du gesehen? Wird Hugo wieder aufwachen?"
Toni klang verzweifelt, aber niemand konnte es ihm wohl verdenken.
"Toni, er muss dringend schlafen. Und ihr übrigens auch!", sagte die Schwester nur nachdrücklich.
"Einen Moment noch, er wollte was sagen!", rief Toni ihnen noch hinterher.
Als würde es die Schwester kümmern.

Zurück blieben nur Toni, Alex, Hugo und ich, zusammen mit einer riesigen Portion Frustation und Enttäuschung, die wie eine dichte Wolke im Raum hing.
"Wow. Super. Toll", stieß ich ernüchtert aus, "Das hat ja riesig was gebracht."
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast