Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Schicksal

von Lixel
GeschichteDrama, Freundschaft / P16
Alex Breidtbach Emma Wolfshagen OC (Own Character)
28.12.2015
30.11.2016
37
31.143
12
Alle Kapitel
29 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
29.01.2016 760
 
Zuerst wollte ich mich mal ganz kurz dafür entschuldigen, dass die nächsten Kapitel sehr, sehr eng an der Folge 'Kometen' gebunden sind, allerdings ist das noch wichtig für den Storyverlauf.
Passagenweise ist es also einfach nur eine Art Drehbuch mit einer weiteren Person, das hat mich erstens relativ viel Arbeit bezüglich Abschreiben der Szenen etc. gekostet UND mich zusätzlich in meinem Autorenstolz gekränkt! :D
Aber naja, was tut man nicht alles.
Alles ist allerdings nicht abgeschrieben, nur als kleiner Hinweis, und danach geht es auch wieder 'normal' weiter.
Jup. Viel Spaß dann! :D

-----

Nachdem wir zu den anderen aufgeschlossen hatten, erfuhren Olga und ich von Tonis neuem Zimmernachbarn, der allerdings nicht mitkommen wollte.

Der Junge hieß Luke und war vom Dach gefallen, als er sich die Sternschnuppen ansehen wollte.
Seit dem konnte er hellsehen.
Zumindest war Toni davon überzeugt, dass wir heute Nacht noch Zug fahren würden, da Luke das behauptet hatte.

"Doch, Luke kann in die Zukunft sehen!", verteitigte Toni sich weiter.
"Ach Toni, du glaubst auch alles, was man dir sagt."
Leo war zwar nicht weniger enthusiastisch bei der Aktion, die wir hier starteten, allerdings schien er nicht besonders überzeugt von Tonis Glauben an Luke.
"Könnte doch sein!", mischte Emma sich ein.
"Niemand kann in die Zukunft sehen, er ist einfach nur vom Dach gefallen", versuche Jonas den Sachverhalt schlicht zu erklären.
"Aber es ist Sternschnuppennacht, da ist alles möglich!", plapperte Toni munter weiter, "...Und ich will Zug fahren!"

...Konnte man Toni nicht adoptieren, wie einen Hundewelpen?

Als wir an den Aufzügen ankamen, mussten wir uns aufteilen.
Klar, wir waren sieben Leute, das würde viel zu voll werden, zumal die vier von uns im Rollstuhl noch mehr Platz einnahmen.

Erst als ich hinter Olga durch die Aufzugtür geschlüpft war und sich diese hinter mir geschlossen hatte, bemerkte ich, dass neben uns beiden und Toni auch Alex in diesem Aufzug war.
Super.
Mein Karma liebte mich mal wieder.

"Fällt dir was auf Toni?", fing dieser sofort an zu reden.
Die Arme verschränkt, zur Tür gedreht, betete ich, dass der Fahrstuhl nicht stecken blieb, um nicht länger als nötig mit Alex auf so engem Raum zusammen gedrängt sein zu müssen.

"Die Kackköpfe sind immer schon wieder bei dem Mädchen", fuhr er fort.
Olga fuhr protestierend herum.
"Ey, wir sind auch Mädchen!"
Alex musterte uns abschätzend.

Es war fürchterlich unangenehm und erniedrigend, wie abwertend er das tat.

"Naja...", kommentierte er nur.

Das Verlangen ihn anzuschreien wuchs stetig in mir.
Könnten die Aufzugtüren bitte auf gehen?
Während meiner Stoßgebete hier raus zu können, merkte ich nur am Rande, wie sich Olga wieder umdrehte.

"Na Jungs, Bock auf'n Dreier?"
Ihr provokantes Grinsen konnte ich beinahe raushören.
"Wo bin ich hier nur gelandet?", murmelte ich leise und lehnte meine Stirn an die Aufzugwand.

Und Alex schwieg. Für einen Moment, zumindest. Er schien tatsächlich sprachlos zu sein, nach Worten zu suchen.
Diesen Moment lang wollte ich eine große Party für Olga schmeißen.

Sie hatte ihn gebrochen! Sie hatte ihn gebr-
"Ich kann mich kaum noch beherrschen."
Verdammt.

Sein süffanter Ton löste in mir fast so starken Brechreiz aus, wie das Mittagessen.
Aber anscheinend war Olga dieser Spruch doch näher gegangen, als sie selbst zugeben würde.
Ich habe sie selten so unausgeglichen erlebt, Olga, die sonst immer ein Grinsen oder zumindest ein Lächeln auf den Lippen trug.

"Warum, hast du ein Problem mit mir?", fragte sie aufgebracht.
"Oh nein, DU hast ein Problem mit DIR."
Ich wirbelte herum.

"Du hast keinen blassen Schimmer wovon genau du da redest, also hör mir genau zu, denn ich werde es nur ein Mal sagen. Halt dein verschissenes Maul bei Themen, von denen du nichts, aber auch gar nichts verstehst!", fuhr ich ihn wütend an.

Dann drehte ich mich wieder mit verschränkten Armen zur Tür.
Keine Antwort.

"...Was genau meinst du mit Dreier, Olga? Skat?", fragte Toni nach einigen Momenten des Schweigens vorsichtig.
Wäre ich nicht so angespannt gewesen, hätte ich es amüsant finden können, wie kindlich Toni doch war.

Die Türen gingen auf und Olga schnappte sich Tonis Rollstuhl und schob ihn raus.
Erst dann fand Alex seine Stimme wieder.

"Tja, so wie es aussieht, musst du mich wohl rausschieben", sagte er nun wieder mit dem aroganten Unterton.
Mein Blick glitt an ihm herab.

"Nicht in 1000 Jahren."
Dann ging ich zu den anderen.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast