Momomi´s Strawberry Panic

von Eliander
GeschichteRomanze / P18 Slash
27.12.2015
19.03.2016
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Als Shoujo ai Fan fand ich Strawbery Panic bislang am besten gelungen. Auch wenn man sonst mit den “christlich angehauchten” Girlslove Animes eher schlechte Erfahrungen macht, ist dieser Anime einfach Grandios. Drum will ich mir die Möglichkeit nicht nehmen eine Fanfiction dazu zu verfassen. Das ganze hier aus der Sicht von Momomi, sie gehört zwar nicht zu den Hauptcharakteren in dem Sinne aber ist meiner Meinung nach eine der interessantesten Mädchen in der Geschichte. Sie spielt etwas später, Shizuma hat die Schule verlassen, das neue Schuljahr beginnt morgen.



Kapitel 1 meine Kaname


Gedankenverloren lag ich auf ihrem Bett, sie, Kaname war bei der Präsidentin, um sich über die neuen Schülerinnen oder so zu informieren.

Ich war kurze Zeit über wirklich sauer auf sie...wirklich sehr sauer. Sie hatte mich nicht nur enttäuscht, das war es gar nicht mal. Klar ist es schade, dass wir nicht Etoile geworden sind aber was mich so enttäuscht hat, ist, dass sie immer noch so besessen war, was Amane angeht. War ich ihr so unwichtig?

Aber jetzt nicht mehr. Es musste wohl so sein damit sie endlich von diesem furchtbaren Wettstreit loskommt. Amane ist mit Hikari Etoile geworden, daran können wir nichts ändern. Kaname ist darüber hinweg und wir können neu anfangen...das ist alles was zählt.

Ich stand langsam auf, meine linke Strähne fiel mir ins Gesicht, ich blinzelte. Ich liebte unser Zimmer, die Betten mit diesem alten Holzgestell, die violetten Vorhänge, diese weißen, faserigen Wände, bei denen man immer so ein krippeln auf der Haut hat, wenn man über sie streicht. Mein Blick fiel auf das Bild, das über meinem Kopfende hing, es zeigte uns beide, Kaname und mich, in unserem ersten Jahr hier in der Strawberry Residenz. Damals vor nun 5 Jahren hatten wir noch vollkommen Sorgenfrei unsere Zeit hier genossen ohne uns über Etoilewahlen oder dergleichen Gedanken zu machen. Damals hatte Kaname sich auch nicht um diesen Amane geschert. Aber diese Gefühle zwischen uns waren schon lange da.

Ich, damals elf Jahre alt, etwas kürzere braune Haare als heute aber genau so klein, bin auf das St. Spica Girls Institute, die mit Abstand beste Schule des Astraea Berges und der Umgebung, gewechselt. Mein Leben war bis dahin ziemlich belanglos. Meine Eltern waren viel beschäftigt und selten zu Hause, mein kleiner Bruder ist schwerst mehrfach behindert und wir wohnten sehr abgeschottet vom Rest der Familie, Freunden oder Nachbarn. Ich war also viel alleine, hab mich selbst beschäftigt und versorgt und bin ungern aber fleißig zur Schule gegangen. Freunde hatte ich wenige. Meine Mitschülerinnen waren die typische Sorte Streber und mit Jungs konnte ich nie etwas anfangen, was ich an ihnen mochte war dieses starke, selbstbewusste Auftreten, aber was dass sonstige Verhalten und Aussehen betraf, waren die für mich wenig ansprechend. Ich hatte mir oft eine Freundin gewünscht, nicht so eine kleine, ängstliche, unechte Freundin, mit der man höchstens Magazine tauscht und lästert sondern eine starke, mächtige Freundin, auf die man sich verlassen kann, mit der man zusammen alles machen kann und an der ich mich festhalten kann.

Ich hatte die Hoffnung  auf eine solche Person fast aufgegeben, als ich nach Spica kam. Die Mädchen, die ich bei der Einweisung in die Schule mitbekam wirkten so wie meine früheren Mitschülerinnen und dann, wurde mir mein Zimmer zugeteilt. Sie war schon da, saß auf ihrem Bett und las offenbar in etwas. Es war  ein vollkommener Augenblick, ich sah sie einfach nur an...merkte gar nicht, dass die Tür hinter mir ins Schloss fiel. Sie blickte hoch und stand instinktiv auf. Wir sahen uns einfach nur an. Sie war so groß, schön und fesselnd. Sie lächelte und ich hatte das Gefühl ihre Augen haben mich durchbohrt und sofort durchschaut. Sie hat angefangen zu lächeln und es war so entwaffnend, ich konnte mich nicht rühren, alles war so anders als sonst, mir wurde schwindelig, ich musste wegsehen. Sie aber lächelte weiter und sagte: „du bist dann wohl Momomi“. Sie zeigte auf den Zettel in ihrer Hand, welcher wohl eine Zimmer Übersicht zeigen sollte. „Ja“, brachte ich zitternd heraus.

Von dem Moment  an wo wir uns so angesehen hatten, habe ich sie geliebt. Ich habe noch nie etwas derartiges für einen Menschen empfunden und das beste war, sie verstand mich und ließ es zu. Es dauerte nicht lange und sie sprach mich darauf an, wir kamen uns immer näher, doch mit den Jahren und der wachsenden Zahl der Demütigungen, die sie durch den dummen Spica Prinzen erdulden musste, wurde es zu einem Kampf um ihre Aufmerksamkeit, doch sie brauchte mich weiterhin und ich brauchte sie.  Doch nun hat sie mit Amane abgeschlossen und wir wollen von neuem Beginnen.

Die Tür öffnete sich. Kaname war von dem Sprechen mit der Präsidentin zurück

„Scheit so, als das wir eine Flut an neuen Schülerinnen erwarten müssen, viel Arbeit für uns Gemeinderat.“ Sie kickte die Tür geschickt zu und fuhr sich durch die Haare. Sie blickte auf mich, zögernd, doch eher sie noch etwas sagen konnte, drückte ich schon meine Lippen auf ihre. Erst stutze sie, dachte sie vielleicht noch, dass ich wütend gewesen sein. Doch wieder reichte ein Blick und sie durchschaute meine Gefühle. Sachte aber entschlossen drückte sie mich gegen die Zimmerwand und küsste mich erneut. „Wir fangen von vorne an“ flüsterte ich und sah zu ihr auf, sie sah mich nur weiter mit diesem starken Blick an. „ Sind deine Gefühle immer noch die selben wie damals?“ frage sie. „Ja“ antwortete ich leise und drücke meinen Kopf auf ihre Brust, heiße Tränen kullerten mir die Wange hinunter auf ihre weiße Schuluniform, sie streichelte meinen Kopf und ließ meinen Gefühlen freien lauf. „ Jetzt gehörst du nur mir“ brachte ich noch heraus. „Und du nur mir“ sprach sie und wir küssten uns, ich weiß nicht wir lange wir einfach nur dort standen, ineinander verschlungen.

Meine Kaname, jetzt fangen wir von vorne an.
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