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Während eines Sturms

KurzgeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 Slash
Akashi Seijūro Aomine Daiki Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi
24.12.2015
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Der Baum war geschmückt, das Haus war weihnachtlich dekoriert. Ein berauschender Duft drang aus der Küche, in der ein wunderschön gedeckter Tisch stand. Das Essen welches sich auf den gefüllten Tellern befand ließ einem das Wasser im Mund zusammen rinnen. Ein großer Weihnachtsbraten war in der Mitte des Tischs platziert und ein Teil davon war schon auf die Teller aufgeteilt.
»Fertig.. «, sagte Kuroko erschöpft und setzte sich auf einen der Stühle. Jetzt konnte er nur noch warten bis seine Gäste eintrafen... das hieß, wenn sie wirklich alle kommen würden. Eingeladen hatte er sie. Aber ob sie der Einladung folgten? Sie waren nicht mehr so gut befreundet wie früher, deshalb versuchte Kuroko alles um das Band zwischen ihnen zu stärken. Genau an den Feiertagen konnten sie sich näher kommen, immerhin war Weihnachten das Fest der Liebe, da konnten sie doch endlich einmal über ihre Rivalität hinaus sehen und sich wieder vertragen. Darauf hoffte Kuroko sehr. Wenn er einen Weihnachtswunsch hatte, dann war es dieser. Sie sollten wieder so gute Freunde werden wie früher.
Das Läuten der Türklingel riss den Blauhaarigen aus den Gedanken. Schnell sprang er auf und eilte zur Tür, die er sogleich öffnete. Doch seine Hoffnung wurde sofort zerschlagen als er Kagami vor der Tür sah. Das durfte man jetzt nicht falsch verstehen, Kuroko freute sich sehr darüber das Kagami gekommen war, doch damit hatte er von Anfang an gerechnet. Immerhin waren die beiden eng befreundet.
»Hallo Kagami-kun. Schön dich zu sehen. «, begrüßte der Kleinere ihn monoton. Er trat einen Schritt zur Seite um den Größeren hinein zu lassen. Dieser kam sofort hinein ins Warme. Es war verdammt kalt draußen und die Sonne hatte sich schon vor über einer Stunde verabschiedet. Außerdem tobte ein starker Schneesturm und Kagami vor von oben bis unten weiß.
»Sind die anderen auch schon da? «, fragte er, als er sich den Schnee vom Körper strich und sich Jacke und Schuhe auszog. Kuroko schüttelte den Kopf, sagte aber nichts.
»Mach dir keinen Kopf, sie werden sicher bald auftauchen. «, meinte Kagami zuversichtlich. Der Kleinere zuckte leicht mit den Schultern.
»Ich hoffe du hast recht. «, sagte er nur, dann machte er sich auf den Weg ins Wohnzimmer. Dort angekommen staunte der Rothaarige nicht schlecht, als er einen großen geschmückten Baum und die weihnachtliche Dekoration sah. Unter dem Baum waren ein Paar Geschenke zu sehen.
»Hast du das alles alleine gemacht? «, fragte er beeindruckt, worauf der Kleinere wieder nickte. Er wollte einfach das dieser Abend perfekt war, das musste er sein. Kuroko legte seine ganze Hoffnung hinein.
»Ich hoffe sie kommen bald, das Essen ist schon fertig und wird kalt wenn sie sich nicht beeilen. «, sagte der Blauhaarige und versuchte seine Verunsicherung zu verstecken, so wie er seine Gefühle meistens verbarg. Kagami kannte ihn allerdings gut genug um diese Maskerade zu durchschauen.
»Sie kommen sicher bald, keine Sorge. «, versuchte Kagami den kleineren zu beruhigen.
Die beiden setzten sich aufs Sofa und schalteten den Fernseher ein. Es liefen ein paar Weihnachtsfilme und sie schalteten durch das Programm bis sie etwas passendes gefunden hatten. Es verging eine Halbe Stunde, doch nichts regte sich. Kurokos Blick wanderte zum Fenster, durch das man den starken Schneesturm sehen konnte, der draußen sein Unwesen trieb. Wo waren nur die anderen? Wollten sie wirklich nicht kommen?

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Aomine verließ zeitig seine Wohnung und machte sich auf den Weg zu Kuroko, um nicht zu spät zu kommen. Er sperrte die Tür hinter sich ab und wickelte sich seinen Schal dichter um den Hals, da er sofort die bittere Kälte spürte, die ihm entgegen kam.
»Verdammt... ist das scheiße kalt... «, murmelte der Touou Spieler leise und war froh dass Kuroko nicht so weit entfernt wohnte. Vor ihm erstreckte sich ein Schlachtfeld aus Schnee, der mehr als knie tief war. Leise fluchend ging er los und hielt sich dabei sein Handy ans Ohr.
»Hey Akashi, ich bin jetzt auf den Weg zu Tetsu. Bist du mit Kise und Midorima an der Kreuzung? «, fragte Aomine leicht genervt. Kurz war es Still in der Leitung, dann hörte man Akashi sprechen. Er klang ziemlich angespannt, wahrscheinlich kämpfte er sich gerade durch den Schnee.
»Ja, wir sind in wenigen Minuten dort. Murasakibara ist auch schon auf den Weg. «, erwiderte Akashi und stapfte immer weiter vorwärts.
»Alles klar, ich bin auch gleich da. Dann können wir zu Tetsu gehen. «
Die Kreuzung von der die beiden sprachen war ganz in der Nähe von Kurokos Haus und lag somit auf den Weg von allen. Dort wollten sie sich treffen um den Rest des Weges gemeinsam zu gehen. Aomine wollte gerade noch etwas sagen, doch Akashi kam ihm zuvor. Jedoch verstand der Touou Spieler beinahe kein Wort.
»Daiki..... da....? Wir.... uns..... bald.... «, hörte man abgeschnitten mit viel Rauschen in der Leitung.
»Hallo? Akashi hörst du mich? «, fragte Aomine irritiert. Man hörte noch kurz das laute Rauschen, dann brach die Verbindung ab. Er sah verwundert auf das Display seines Handys, doch es war nur ein schwarzer Bildschirm zu sehen.
Verdammte alte Schüssel... er wollte sich schon länger ein neues Handy kaufen, sein altes schien nun den Geist aufgegeben zu haben. Er hatte schon länger Probleme mit diesem alten Gerät.
Genervt ging er schließlich weiter. Er würde Akashi und die anderen ohnehin bald sehen.
Stumm ging er weiter, seinen Blick starr nach vorn gerichtet. Als er schließlich mit großer Mühe am Treffpunkt ankam, war niemand zu sehen. Wegen der Dunkelheit und dem dichten Schneefall konnte man nur wenige Meter in die Ferne sehen.
»Wo zum Teufel sind sie? «, nuschelte Aomine zu sich selbst. Er sah um sich, konnte aber nicht viel erkennen. Nach wenigen Minuten konnte er durch das Rauschen des Schneesturms ein paar Stimmen hören.
»Nein! Warum muss das passieren...?! «
»Reiß dich zusammen Ryouta! «
»Muss ich jetzt sterben Akashicchi? Ich will noch nicht sterben ich hatte noch so viel vor in meinem Leben! «
Die Stimmen gehörten offensichtlich Akashi und Kise. Der Blonde klang ziemlich verängstigt. Was war hier los?
»Was zum Teufel? «, murmelte Aomine leise und ging in die Richtung aus der die Stimmen kamen. Dann erklang noch eine dritte Stimme, die offensichtlich zu Midorima gehörte.
»Du wirst schon nicht sterben, also hör auf zu heulen. «, sagte er genervt.
Aomine erreichte seine Freunde nach wenigen Sekunden.
»Hey, was ist denn hier los? «
Alle Anwesenden sahen zu ihm.
»Aominecchi. Ich muss sterben, ich werde hier elendig erfrieren. «, platzte es aus Kise heraus und es machte den Anschein als würde er gleich anfangen loszuheulen. Aomine sah nur verwirrt zu dem Blonden. Akashi beschloss endlich mit der Sprache rauszurücken.
»Er kann nicht weiter gehen, sein Fuß steckt fest. «, erklärte er knapp.
»Wie, sein Fuß steckt fest? Warum denn das? «, fragte Aomine sofort, worauf Kise leise anfing zu schluchzen.
»Es liegt so viel Schnee... deshalb konnte ich den Boden nicht sehen. Da... d-da war so ein Riss im Asphalt. Ich konnte es nicht sehen und jetzt bekomm ich da meinen Fuß nicht mehr raus... «, sagte Kise mit zitternder Stimme, die Panik war den Blonden ins Gesicht geschrieben.
»Ganz ruhig Kise, das bekommen wir schon hin. «, versuchte Aomine den Blonden zu beruhigen.
»Wie denn?! Ich habe schon versucht meinen Fuß raus zu ziehen! Es klappt nicht! «, rief er panisch.
»Jetzt reiß dich zusammen! «, rief Aomine zurück. Er stellte sich direkt vor Kise und sah an ihm hinunter. Man konnte den Boden im Tiefschnee nicht erkennen, das machte es um einiges schwerer ihn zu befreien.
»Vielleicht sollten wir Hilfe holen. «, schlug Aomine vor. Akashi seufzte genervt.
»Von wem denn? Etwa von Tetsuya? Was soll er denn tun? «, fragte er zweifelnd.
»Tetsu wartet schon auf uns, wir könnten ihn wenigstens anrufen und sagen was passiert ist. «, meinte der Touou Spieler ernst.
»Mach das, wir versuchen derweil weiter Ryouta zu befreien. «, befahl Akashi, doch Aomine musste ihm wiedersprechen.
»Mein Handy hat den Geist aufgegeben. Da musst du mir schon deines leihen. «, sagte er seelenruhig.
»Das geht nicht, meines hat sich vor einer Minute ausgeschalten. Ich hatte keinen Akku mehr. «, erklärte Akashi, dann sahen die beiden zu Midorima. Der Grünhaarige wusste schon was sie von ihm verlangten, doch auch er musst sie enttäuschen.
»Ich habe mein Handy zu Hause vergessen. «, erklärte er unberührt und verschränkte seine Arme. Er sah zur Seite um jeglichen Diskusionen und Vorwürfen zu entgehen.
»Verdammt... Kise, gib mir dein Handy. «, forderte Aomine das Model auf, welches ein leichtes nicken sehen ließ. Er zog sein Handy heraus und wollte es ihm geben. Doch er stellte sich wegen der Taubheit in seinen Händen ziemlich dumm an und es rutschte ihm aus der Hand. Lautlos fiel der kleine Gegenstand zu Boden.
»Nein! Verdammt nochmal! «, schrie Kise entsetzt als er wegen dem knietiefen Schnee das Handy aus den Augen verlor. Da es auch noch stock dunkel war, würde es schwierig werden es wieder zu finden. Wenn es dann überhaupt noch funktioniernen würde.

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Währenddessen saßen Kuroko und Kagami noch auf dem Sofa vor dem Fernseher. Der Blauhaarige sah bedrückt zu Boden. Warum kamen seine Freunde nicht? Bedeutete er ihnen so wenig dass sie ihn sogar an Heilig Abend versetzten?
Nein... das konnte nicht sein. Es konnte einfach nicht. Er kannte seine Freunde gut genug um zu wissen dass sie so etwas nicht tun würden. Egal was zwischen ihnen passiert war. Aber welche Erklärung gab es dann? Mit einem Seufzen stand er auf.
»Ich hol mir etwas zu trinken. «, sagte er leise zu Kagami und ging dann in die Küche.
Der Blauhaarige sah zu dem Festmahl, welches er zubereitet hatte und welches noch unberührt am Tisch stand. Er wollte nicht einfach alleine mit Kagami anfangen zu Essen, da er immer noch die Hoffnung hatte das die anderen auch bald auftauchen würden.
Er holte sich ein wenig Punsch, welchen er ebenfalls zubereitet hatte und trank das Glas mit zwei großen Schlucken aus. Als er gerade zurück zu Kagami gehen wollte, kam ihm eine Idee. Warum fragte er nicht einfach nach warum sie sich verspäteten? Also rief er Aomine an, musste aber enttäuscht feststellen dass nur die Mailbox ran ging. Dann probierte er es bei Akashi, doch auch da gab es keine Antwort. Als nächstes Probierte er es bei Midorima, bei dem es zwar läutet, aber niemand ran ging.
»Was soll denn das? «, fragte er sich selbst. Als nächstes probierte er es bei Kise, wenn es nicht klappen würde, dann würde er es noch bei Murasakibara probieren.

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»Aominecchi! Hörst du das? Das ist mein Handy! Es klingelt! «, schoss es aus Kise heraus, der mit den Anderen den schneebedeckten Boden nach Kises Handy absuchte. Der nervige Klingelton machte es ihnen leichter den kleinen Gegenstand zu finden.
»Heh? Was kriecht ihr hier so im Schnee herum? Spielt ihr ein Spiel? «, ertönte eine gelangweilte Stimme hinter ihnen.
»Da bist du ja Murasakibara. Du musst uns helfen! «
Bevor der Riese etwas sagen oder tun konnte, meldete sich Aomine euphorisch.
»Ich hab es! «, rief er und hielt das Handy mit ausgestrecktem Arm nach oben um es allen zu zeigen.
»Dann geh endlich ran! «, drängt Akashi ihn.
Aomine nickt, mit einem Blick auf das Display erkannte er das der Anruf von Kuroko kam.
»Hey Tetsu! Wir waren gerade auf den Weg zu dir. Tut uns leid das wir uns verspäten. Aber Kise hat sich am Fuß verletzt. Sein Bein steckt im Boden und wir versuchen schon die ganze Zeit ihn zu befreien. «, erklärte Aomine, doch es folgte keine Antwort. Es war totenstill in der Leitung.
»Tetsu? Hey Tetsu! Hörst du mich? «, fragte er verwirrt. Als er sich dann das Handy genauer ansah, wusste er was los war. Durch den schnee war es ganz nass und kalt. Es schien nicht richtig zu funktionieren.
»Mist... ich hoffe er konnte wenigstens mich hören. «

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Nachdem es eine gefühlte Ewigkeit klingelte, hob endlich jemand ab.
»Hey Tetsu.... zu dir.... Tut uns leid.... Kise verletzt.... am Bein verletzt.... versuchen schon.... Zeit ihn zu befreien... «
Die Worte die man durch das Handy hörte waren ganz verrauscht und undeutlich. Aber soviel Kuroko verstanden hatte war Kise verletzt. Die Akustik sagte ihm außerdem dass sie sich draußen befanden.
»Aomine-kun? Hörst du mich? Was ist passiert? «, fragte Kuroko unsicher. Er hörte nur weiteres Rauschen, dann brach die Verbindung ab.
Schnell eilte der Blauhaarige zu Kagami ins Wohnzimmer.
»Kagami-kun, ich muss die anderen suchen gehen. Sie scheinen Probleme zu haben. «, meinte er hektisch. Kagami sah ihn verwirrt an, doch bevor er etwas sagen konnte fuhr Kuroko fort.
»Ich weiß auch nicht was passiert ist. Aber wir sollten uns beeilen. «, meinte der Kleinere schnell, vorauf der Rothaarige nickte.
Die beiden zogen sich schnell Schuhe und Jacke an, wickelten sich einen Schal um und verschwanden dann aus der Türe.
Sie gingen ein Paar Minuten vorwärts, als sie den Umriss von ein paar Personen in der Ferne erkannten. Diese gingen geradewegs in ihre Richtung.
Als sie näher kamen, erkannten Kuroko und Kagami ihre Freunde. Aomine, der Kise huckepack trug, grinste ihnen entgegen.
»Na? Alles klar bei euch? «, fragte er belustigt.
»Das sollte ich euch fragen. Was ist passiert?  Ist alles okay? «, fragte Kuroko zurück. Anstatt Aomine antwortete Kise.
»Nichts ist okay. Mein Bein tut weh und ich habe meinen Schuh verloren. «, antwortete der Blonde schmollend, worauf Aomine ihm auf die Nase stubste.
»Reg dich nicht auf du kleiner Tollpatsch. «, meinte der Touou Spieler kichernd, worauf Kise seinen Kopf schmollend zur Seite drehte.
Der Blauhaarige musterte seine Freunde noch immer verwirrt.
»Wir erklären dir alles wenn wir bei dir sind. «, meinte Akashi sachlich.

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»Was, ehrlich? Kannst du nicht aufpassen du Idiot? «, fragte Kagami belustigt. So etwas konnte auch nur ihren tollpatschigen Model passieren.
»Hey, das ist nicht lustig. Das hat echt weh getan. «, murmelte Kise in sich hinein. Er saß auf dem Sofa und hatte seinen Fuß auf ein paar Kissen gebettet.
»Vor allem als ihr alle gleichzeitig daran gezogen habt... ich hab sogar meinen Schuh verloren... «
»Ach vergiss doch diesen bescheuerten Schuh, sei froh das wir dich da raus bekommen haben bevor du erfroren bist. «, meinte Midorima genervt und rückte seine Brille zurecht.
»Gut das Murasakibara aufgetaucht ist, er ist immerhin der stärkste von uns. «, fügte er schließlich hinzu.
Kuroko hatte in der Küche noch etwas vorbereitet und kam jetzt zu seinen Freunden ins Zimmer.
»Kommt, lasst uns zusammen Essen. «,  sagte er mit einem leichten Lächeln. Er war froh dass nun alle da waren.
Sie folgten Kuroko in die Küche, wobei Aomine Kise wieder huckepack trug weil dieser nicht alleine gehen konnte. Das passte dem Blonden nicht so ganz, man sah deutlich das es ihm peinlich war. Aomine konnte deshalb nur grinsen, sagte aber nichts dazu.
In der Küche angekommen staunten alle über das Festmahl, welches Kuroko für sie zubereitet hatte. Der Tisch war festlich gedeckt und einige Kerzen waren angezunden um eine gute Stimmung zu verbreiten.
Alle ließen sich auf einen Stuhl nieder und aßen zusammen. Sie redeten und lachten viel. Alle mussten zugeben das Kurokos Kochkünste nicht zu verachten waren.
Als sie fertig gegessen hatten, eilte Kuroko aus dem Zimmer. Als er wieder kam, kam er nicht mit leeren Händen. Jeder bekam ein kleines Paket mit Geschenkpapier und Schleife drum herum. Als jeder der Fünf Wunder eines in den Händen hielt, blieb Kuroko unsicher neben Akashi stehen und sah ihn an.
»Was ist los Tetsuya? «, fragte der Rothaarige als er die Unsicherheit des Kleineren sah.
»Nichts i-ich hoffe nur das es dir... ähm ich meine euch... gefällt «, nuschelte der Kleinere undeutlich.
»Da bin ich mir sicher. «, erwiderte Akashi lächelnd und öffnete das kleine Geschenk.
In dem Paket befand sich ein kleines eingerahmtes Bild. Es war nicht irgendein Bild, sondern es befanden sich all seine Freunde darauf. Einschließlich Kuroko.
Es wurde zu der Zeit aufgenommen in der sie noch unzertrennlich waren und in der ihre Freundschaft am tiefsten war.
Jeder der Fünf wunder bekam ein solches eingerahmtes Foto.
»Damit ihr nicht vergesst das wir.... «
Kuroko sah zur Seite bevor er weiter sprach.
»...dass wir Freunde sind. «, beendete er dann seinen Satz.
Kurz sagte niemand etwas, doch nach wenigen Sekunden ließ jeder ein Lächeln sehen. Das musste Kuroko ihnen nicht sagen, sie wussten selbst das sie Freunde sind. Und egal was auch passieren mochte, sie würden es immer bleiben.

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Als es spät wurde, beschlossen sie über Nacht hier zu bleiben. Bei diesem Sturm wollte niemand einen Fuß vor die Tür setzen. Außerdem war es schon spät. Kuroko saß auf einem Stuhl und sah aus dem Fenster. Der Sturm hatte schon etwas nachgelassen, doch Schnee fiel noch immer.
»Tetsuya? «, ertönte Akashis Stimme, die den Kleineren leicht zusammen zucken ließ.
»Hallo Akashi-kun. «, sagte er und drehte seinen Kopf anschließend wieder zum Fenster.
»Warum bist du noch wach? Alle schlafen schon. «
Kuroko ließ ein leises seufzen hören.
»Ich konnte nicht schlafen. «, erklärte er bedrückt.
»Ich auch nicht. «, sagte er und setzte sich neben Kuroko, dann sprach er weiter.
»Was ist mit dir los? «, fragte er besorgt.
»Nichts, ich denke nur über euch nach. Und am meisten über.... ü-über dich. «, erklärte Kuroko und wurde dabei immer leiser.
»Über mich? «, fragte Akashi überrascht, worauf der Blauhaarige nickte.
»Und was genau denkst du da. «, fragte er weiter.
Kuroko überlegte was er sagen sollte.
»Ich habe Angst das ich irgendwann aufwache und feststellen muss, das wir uns nie wieder sehen... und das ich dich nie wieder sehen darf. «
Akashi war einige Sekunden still. Es war eine Sache wenn Kuroko Angst hatte all seine Freunde zu verlieren, aber der Kleine meinte immer das Akashi ihn alleine lassen würde. Warum sprach er mehr auf ihn bezogen als auf die anderen?
Dachte Kuroko wirklich sowohl er als auch die anderen würden alle aus seinem Leben verschwinden.
»Da muss ich dir widersprechen Tetsuya. Du wirst uns nicht so einfach los, wir werden dich noch lange Zeit nerven. «, erwiderte Akashi lächelnd und wuschelte ihm durch seine Haare.
»Immerhin bist doch du derjenige der uns all die Zeit zusammen gehalten hat. Auch als wir versucht hatten uns zu trennen. Du bist derjenige der uns immer verbinden wird. «
Kuroko sah den Rothaarigen mit großen Augen an.
»Akashi-kun... «, nuschelte er leise und ein leichter Rotschimmer bildete sich auf seinen Wange. Um seine Verlegenheit zu überspielen drehte er langsam seinen Kopf zur Seite.
Der Größere legte ihm eine Hand auf die Wange und drehte den Kopf des Kleineren wieder zu sich.
»Du faszinierst mich schon sehr lange. Wie kann jemand der so schwach und zerbrechlich ist wie du, so wichtig für ein ganzes Team sein? «, fragte Akashi, mehr an sich selbst gerichtet. Kuroko wusste nicht recht was er sagen sollte, sondern sah ihn nur stumm an. Das Akashi so nahe an seinem Gesicht war, machte ihn innerlich unglaublich nervös. Er versuchte es sich aber nicht ansehen zu lassen.
»Tetsuya ich möchte gern etwas versuchen... darf ich? «, fragte der Rothaarige, Kuroko spürte dabei Akashis Atem auf seine Lippen hauchen, so nahe waren ihre Gesichter bei einander. Wegen der unmittelbaren nähe brachte der Blauhaarige kein Wort heraus, nickte aber beinahe unmerkbar.
Durch diese Bestätigung ergriff Akashi seine Chance. Er schlang seine Arme um Kurokos Hüfte und legte sanft seine Lippen auf die des Kleineren. Dieser brauche nur eine Sekunde, dann schloss er seine Augen und erwiderte diesen Kuss. Er genoss diese Nähe und das warme Gefühl, welches sich in seinem Herzen bemerkbar machte. Es war wie ein kleines Feuer, welches in seinem Herzen entfacht wurde und seinen ganzen Körper wärmte.
Er legte langsam die Arme um Akashis Nacken und drückte sich an den warmen Körper vor ihm. Der Rothaarige drückte Kuroko ebenfalls enger an sich und genoss diesen Moment.
Nach einiger Zeit lösten sich die beiden von einander und sahen sich tief in die Augen. Kuroko allerdings konnte diesen Blick nicht lange halten und wollte seinen Kopf wegdrehen. Akashi ließ dies aber nicht zu und nahm sein Gesicht in beide Hände.
»War das in Ordnung für dich? «, fragte er mit sanfter Stimme.
»J-Ja... «, murmelte Kuroko schüchtern.
Akashi lächelte leicht und wollte seinem Gegenüber noch einen Kuss auf die Lippen hauchen, doch dann ertönte ein Geräusch, welches beide aufschrecken ließ.
Beide sahen in die Richtung aus der dieses Geräusch kam und erblickten Aomine und Kise. Die beiden lagen am Sofa und schliefen tief und fest. Der Blonde lag mehr auf seinen Freund als auf dem Sofa und beide ließen ein leises Schnarchen hören.
Aomine murmelte kurz etwas im Schlaf und umklammerte Kise dann mit beiden Armen wie einen Teddybären.
Kuroko und Akashi kicherten leise, dieser Anblick war einfach zu süß.
»Seit wann schlafen die hier schon? «, fragte Kuroko lächelnd.
»Keine Ahnung, ich hab sie nicht bemerkt. «, erwiederte Akashi, ebenfalls mit einem Lächeln.
»Komm Tetsuya, lass uns auch schlafen gehen. Es ist schon spät. «
Der Größere nahm die Hand des kleineren und zog ihn mit sich. In Kurokos Zimmer legten sie sich schließlich ins Bett und kuschelten sich eng aneinander.
»Gute Nacht Tetsuya. Und nochmal frohe Weihnachten. «, sagte Akashi und drückte ihm einen sanften Kuss auf die Stirn.
»Träum süß. «, fügte er noch hinzu.
Kuroko wollte gerade noch "Gute Nacht" sagen, doch es kam ihm nur ein kleines Gähnen heraus und bevor er noch etwas darauf sagen konnte, war er auch schon tief eingeschlafen.

Weihnachten, das fest der Liebe. Freundschaften werden gefestigt. Liebe wird geboren und vertieft. Auch wenn es Probleme gibt oder man sich traurig und einsam fühlt, erkennt man an diesem besonderen Tag, dass man nicht alleine ist. Im Kreis seiner Lieben fühlt man sich beschützt und geborgen. Jedes Problem dieser Welt, scheint zu dieser Zeit unwichtig zu sein.


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Hey und frohe Weihnachten an alle meine Leser :D
Dieses Special für euch zu schreiben war eine spontane Idee, ich habe einfach angefangen. Und dann hat es fast den ganzen Tag in Anspruch genommen XD
Aber so ging die Zeit bis zu den Geschenken wenigstens schneller um.
Wie hat es euch gefallen? Ich habe noch nie einen OS geschrieben... wirklich noch nie ich schreibe immer nur längere Geschichten. Deshalb hoffe ich dass es einiger Maßen gelungen ist <3
Ich hoffe ihr habt alle wunderschöne Weihnachten und tolle Festtage.
Bis zur Nächsten Geschichte
LG  Melli <3
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