ES WEIHNACHTET SEHR

von Diefreak
KurzgeschichteFreundschaft / P6
Alex Breidtbach Anton "Toni" Vogel Emma Wolfshagen Hugo Krüger Jonas Neumann Leo Roland
23.12.2015
23.12.2015
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Hallo meine Lieben,

da ich zwar müde bin, jedoch noch nicht schlafen kann und diese Idee durch meinen Kopf gegeistert ist, habe ich mir gedacht, ich schreibe ein kleines Weihnachts Oneshot für euch. Ich hoffe es gefällt euch.

LG und fröhliche Weihnachten

Diefreak

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Leo hatte keine Lust. Überall sangen sie Weihnachtslieder, waren fröhlich und freuten sich auf die nächsten Tage. Er jedoch saß hier im Krankenhaus, zwar waren seine Freunde bei ihm, doch auch sie bekamen alle Besuch von ihren Eltern zu Weihnachten. Tabea würde morgen auch kommen, jedoch war sie bei der Familie ihres Freundes eingeladen und würde so nicht zu lange bleiben und das stimmte ihn nicht gerade glücklich.
“Hey Leo, bereit für das Treffen?”, kam Jonas gerade ins Zimmer gerollt. Leo nickte mürrisch und warf sich in seinen Rollstuhl. Seit Hugo wach war, trafen sie sich jeden Tag bei ihm und Alex im Zimmer um rumzublödeln, Karten zu spielen oder einfach ihre Gedanken miteinander zu teilen. Nach kurzer Zeit waren die beiden besten Freunde auch schon im Zimmer des Jüngsten angekommen und rollten an Hugos Bett. Toni stand neben Alex Bett, auf dem der “Hübsche” und Emma saßen.
“Hey Leute.”, begrüßte Jonas sie alle. Alle nickten zur Begrüßung und fingen dann auch gleich an darüber zu diskutieren, was in den nächsten Tagen alles anstand.
“Mein Vater und Charlotte kommen mich morgen den ganzen Tag besuchen.”, freute sich Alex. Nach seiner OP hatte sich sein Vater bei seinem Chef erkundigt ob er einige Zeit haben konnte um für seinen Sohn da zu sein. Auch Emma, Jonas, Toni und Hugo meinten, dass ihre Eltern morgen zu Besuch kamen und freuten sich schon darauf. Nur Leo sah sauertöpfisch in die Runde. Seine Mutter war ja leider tot und sein Vater wollte ihn partout nicht besuchen.
“Hey Leo hörst du überhaupt zu?”, riss ihn Alex aus seinen Gedanken?
“Was?”
“Wir wollten wissen, ob du dich auf den Besuch deiner Schwester morgen freust.”, erklärte Hugo ihm. Wieso mussten sie ihn das jetzt gerade fragen?
“Nein.”, war seine knappe Antwort und er blickte auf den Boden.
“Wieso denn nicht?”, wollte nun Toni von ihm wissen. Doch Leo wollte es ihnen nicht sagen und so reagierte er wie eigentlich immer, wenn er sich in die Enge getrieben fühlte und keinem eine Antwort geben wollte.
“Was geht es euch an? Lasst mich doch einfach mit dem Scheiss in Ruhe.”, rief er aufgebracht und rollte wieder aus dem Raum.
“Was ist denn mit dem los?”, fragte Alex, doch bekam er nur ein Schulterzucken als Antwort von den Anderen.
“Wie wäre es, wenn einer von euch Benito fragt?”, schlug Emma vor. Jonas nickte und meinte, er würde das übernehmen. So schnell wie er konnte rollte er zu dem älteren Herrn ins Zimmer, versicherte sich vorher aber noch ob nicht Leo schon im Zimmer war. Als dies nicht der Fall war, rollte er herein und begrüßte Benito und seinen Zimmergenossen freundlich.
“Hey Benito, hey Rudi.”
“Hey Jonas, was machst du denn hier?”
“Nun, wie soll ich es dir erklären. Es geht um Leo.”, mit diesen Worten erzählte Jonas Benito, was vorhin vorgefallen war. Benito nickte verstehend und blickte Jonas am Ende traurig an.
“Weißt du Jonas, Leo hat außer seiner Schwester niemanden mehr. Sein Vater will ja anscheinend nichts von ihm wissen und seine Mutter ist ja tot. Er hat mir gestern erzählt, dass seine Schwester zwar kommt, jedoch schon früh wieder gehen muss. Es wundert mich nicht, dass er sich aufgeregt hat, als ihr alle von euren Eltern und der Feier morgen geredet habt. Er wünscht sich nichts sehnlichster, als wieder eine Familie zu haben, doch dieser Wunsch bleibt wohl unerfüllt.”, erklärte er dem Jüngeren. Dieser nickte verstehend. Doch auf einmal schien er eine Erleuchtung zu haben.
“Du Benito ich habe da eine Idee, glaubst du Leo würde es gefallen, wenn wir....”, er flüsterte ihm seinen Plan ins Ohr und als er geendet hatte, grinsten Beide wie Honigkuchenpferde.
“Jonas, es wundert mich echt nicht, dass du sein bester Freund bist. Das würde sogar klappen. Bereite du alles vor, ich lenke ihn morgen ab.” Jonas nickte und rollte dann wieder nach draußen um mit seinen Freunden den Plan zu besprechen.
Leo lag währenddessen in seinem Zimmer und dachte an seine Mutter. Er vermisste sie an Tagen wie diesen furchtbar, doch leider konnte er nichts machen um sie wieder zu bekommen.
“Ach Mom, wärst du doch nur hier, das wäre mein größter Wunsch.”, flüsterte Leo leise und ließ es zu, dass sich eine Träne aus seinen Augen stahl. Von der genialen Idee seines besten Freundes, bekam er gar nichts mit, denn er blieb für den Rest des Tages den Anderen fern.

Am nächsten Tag

“Hey Leo, kommst du mit zum Fitnessraum? Ich brauch jemanden, der mich motiviert.”, meinte Benito gutgelaunt nach dem Mittagessen. Leo hatte kein Problem damit, denn gleich würden die Familien der Anderen kommen und auf das Ganze hatte er keine Lust, also war er froh über die Ablenkung. Seine Schwester war vor zehn Minuten schon verschwunden. Als Benito aus dem Zimmer ging, zwinkerte er Jonas zu, welcher nur dem Daumen hochhielt und dann wartete, bis Leo um die Ecke verschwunden war. Dann griff er sich sein Handy und schrieb den Anderen, dass es losging und verschwand dann selbst mit einer Kiste aus dem Zimmer.
“Hey Leute, wir müssen uns aber beeilen.”, meinte Jonas und rollte in den Gemeinschaftsraum. Schnell folgten ihm die Anderen. Auch Hugos Mutter und Dr. Hein kamen herein und halfen den Kids. Die Eltern der Anderen kamen erst später, als sie schon alles fertig dekoriert hatten. Alle waren sie da. Tonis Opa, Hugos Mutter, die Eltern von Alex, Jonas Mutter und Emmas Mutter.
“So, dann fehlt ja nur noch Leo.”, meinte Alex. Jonas nahm sein Handy heraus und schrieb schnell eine Nachricht an Benito und dann hieß es warten.

“Leo, ich glaube es ist genug für heute.”, gab Benito müde von sich und streckte sich ein wenig. Der Jüngere nickte und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass er schon seit drei Stunden hier trainierte.
“Puuh, ich bin geschafft.”, stöhnte der Ältere und Leo lachte auf.
“Jaja, das Alter ist halt nicht so schön ne?”
“Mach du nur deine Witze Bürschen.”, antwortete Benito lachend und schob Leo durch die Gänge. Nach kurzer Zeit kamen sie beim Gemeinschaftsraum an und Benito blieb stehen.
“Hey was willst du denn hier?”, fragte Leo verwundert und blickte seinen alten Freund über die Schulter an. Doch dieser antwortete nicht, sondern wies Leo mit einer Handbewegung an, die Tür zu öffnen. Er verstand zwar nicht warum, doch tat er seinem Freund den gefallen und öffnete die Tür und dann ging das Licht an und...

“Überraschung!”, riefen alle zusammen. Leo erschrak sich kurz und blieb mitten in der Tür stehen. Hier standen sie alle mit ihren Familien und lachten ihn fröhlich an.
“Was, was soll das?”, fragte er. Er verstand nicht, wieso sie ihn hiermit überraschen wollten.
“Nun, wir haben uns gedacht, da es eben nicht gerade schön ist, Weihnachten alleine zu feiern, dass wir alle zusammen mit dir feiern. Wir sind doch hier schon so etwas wie eine große Familie.”, erklärte Jonas seinem besten Freund. Dieser sah erst diesen an, dann alle anderen und dann kamen ihm doch tatsächlich die Tränen.
“Ich, ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ihr seid einfach die Besten Freunde der Welt.”, kam es zwischen einigen Schluchzern. Alle lachten sie und umarmten ihn dann einen nach dem anderen und wünschten ihm frohe Weihnachten.
“Es war Jonas Idee.”, erklärte Benito dem Jüngeren. Dieser lachte nur und zog seinen besten Freund in eine feste Umarmung.
“Vielen vielen Dank.”, flüsterte er ihm ins Ohr.
“Nicht dafür.”, antwortete Jonas, löste sich dann von Leo und fuhr zu seiner Mutter.
Auch wenn es wie jedes Jahr “nur “ Weihnachten war, für Leo war es dieses Jahr das beste Weihnachtsfest der Welt.
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