Geleitschutz der Kirschblüte

GeschichteRomanze / P18
Hajime Saito Soji Okita
22.12.2015
22.12.2015
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Es war bereits abends und ein dunkles Hauptquartier erschien vor mir als ich von der Partoulie wieder kam. „Ich geh Hijikata-san bericht erstatten“ sagte Saito und ging leise Schrittes an mir vorbei. Meinen Blick konnte ich nicht von ihm abwenden. Erst als er hinter der Schiebetür verschwand konnte ich mich auf die Treppe vor mir konzentrieren. Mit nahezu lautlosen Schritten ging ich an dem dunklen Zimmern vorbei um mich in meinen Zimmer um zu ziehen. Meine Kleidung wies ein paar kleine Blutflecke auf die zum Glück nicht allzu sehr ins Auge Starchen. Sorgfältig hing ich die Sachen auf und zog mir wieder meinen Yukata an. Ich ließ die Tür noch eine weile auf um die warme Sommernacht noch etwas zu Genießen.

Ich döste bereits leicht im sitzen, als ich ein paar langsame und leise Schritte in meiner nähe vernahm. Ein weicher Schatten lag zu meinen Füßen und wurde langsam immer kleiner. Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit als ich endlich die Person sah, die dem Schatten gehörte. Saito stand vor mir mit einer kleinen brennenden Kerze in der Hand. „Warum bist du noch Wach, Okita? Ich habe doch alles mit Hijikata-san geklärt.“ Ich schaute hoch zu ihm und lächelte „schon gut. Ich konnte einfach noch nicht schlafen und es ist doch noch so schön draußen“ gemeinsam wandten wir unsere Blicke in die Dunkelheit. Der Kirschbaum auf dem Gelände wiegte sich leicht im Wind. Die Blätter raschelten leicht und brannten seine leise Melodie in die dunkle Stille. „Es ist wirklich eine schöne Nacht“ sprach Saito mit seiner beruhigenden Stimme.

Die Sonne schien sanft durch die Ritzen der Schiebetüren. Leises Vogel Gezwitscher und das rascheln der Blätter läuteten einen warmen Morgen an. Mit einen ruck und einem darauf folgendem schnäppern ging die Schiebetür zu meinem Zimmer auf und Heisuke weckte mich unsanft. Verzweifelt versuchte ich mich zu wehren. Von einer Seite zur anderen wälzte ich mich in meinen Futon und versuchte dem munteren kleinen Kerl auszuweichen. Nach einem erbitterten Kampf musste ich mich jedoch geschlagen geben. Meine Haare waren total verwuschelt. Mein Obi (Gürtel) hielt den Kampf nicht stand und ging auf. Die Decke verhinderte dass ich mich ganz entblößte. Nachdem ich mich etwas aufrappelte, stürmte Heisuke auch schon ins nächste Zimmer um weitere Leichen zu wecken.

Ich schaute mich um. Als ich sicher war, dass mich niemand sieht, stand ich auf und band mir den Yukata neu zu. Gerade legte ich mir den Obi an als Saito vor mir stand und sein Blick zu mir richtete. Vor schreck über sein plötzliches auftauchen fiel mir der Obi runter und der Yukata ging erneut auf. Saito wandte seinen Blick wieder ab und ging weiter als ob nix gewesen wäre. Mir stieg der Scharm in jede Pore meines Körpers und ich lief rot an. Hastig band ich mir den Yukata wieder zu und ging schweigend zum Frühstück.

Heute stand zum Glück keine Mission an, so dass ich den Tag nutzen konnte um mal rein gar nix zu tun. „Okita-san! Ich habe Ihnen einen Tee gemacht“ Chizuru kam auf mich zu mit einen kleinen Tablett, wo der Tee drauf stand, in den Händen. Sie lächelte wie immer und gab mir den Tee. Bis eben lag ich noch Gedanken verloren auf der Treppe und starrte Löcher in die Wolken. Ich schaute zu ihr und nahm lächelnd den Tee. Er dampfte noch als ich ihn in der Hand hielt. Kurz darauf verschwand sie wieder mit Heisuke hinterm Haus um das Geschirr zu reinigen.

Meine Augen hielt ich geschlossen und döste etwas im Halbschatten, als ich auf einmal ganz im Schatten war. Ich schlug ein Auge auf um nach zu sehen wer oder was mir da den Rest der Sonne raubte. Saito stand vor mir und starrte mich an. „hab ich irgendwas falsches an mir?“ verwundert schaute ich an mir runter. Er schüttelte den Kopf und ging wortlos wieder. „was war denn das?“ fragte ich mich innerlich und schaute ihm hinterher. Unbewusst wanderte mein Blick an seinen Schultern hinunter. Mir viel auf, dass er eine schöne Figur in dem Yukata hat. Auf einmal wurde mir klar was ich da grade gedacht habe und hätte mich am liebsten selbst geohrfeigt.

„Hey Souji wir sind dran mit Kochen!“ rief mir Harada zu. Ich erhob mich und folgte ihm still in die Küche. „kannst du bitte mal den Reis abgießen?“ Ich nickte und schnappte mir den Topf mit dem kochenden Reis. Ungeschickt wie ich nun mal bin, schüttete ich mir das heiße Wasser übers Handgelenk und verbrühte mich. Sofort stürmte Chizuru in die Küche, nachdem sie das klirren des Topfes vernahm. Behutsam verband sie mein Handgelenk und bat mich in Zukunft besser aufzupassen. „ Natürlich Chizuru-chan“ ich lächelte und hielt mir die schmerzende Hand. Harada beschwerte sich lautstark als ich durch meine Verletzung ihm nicht weiter helfen konnte.

Den Nachmittag verbrachte ich in meinem Zimmer und schonte mein Handgelenk ein wenig. Ich blätterte etwas in dem Buch, welches ich gerade las, als Chizuru mir erneut einen Tee brachte. „ Danke Chizuru-chan. Das nächste Mal hole ich mir selber einen“ ich lächelte freundlich bis sie wieder verschwand. Ich las noch bis zur Dämmerung bis ich kaum noch ein Schriftzeichen lesen konnte.

Die Schiebetür ging erneut auf und ich dachte schon, dass Chizuru mal wieder nicht aufgeben wollte und versuchte mir erneut einen Tee zu bringen. Doch zur meiner Verwunderung kniete Saito nun vor meinem Zimmer. „ Kann ich rein kommen?“ sein Blick fiel auf die Tatami Matten. „ Natürlich“ sprach ich mit einem lächeln auf den Lippen und legte das Buch zur Seite. Er kam rein und hatte ein kleines Tablett mit Verbandszeug in der Hand. Verwundert schaute ich ihn an als er sich vor mir nieder ließ. „ Ich… hab beim Essen bemerkt, dass du dich verletzt hast. Ich wollte nur nach dir schauen.“

Behutsam löste er den Verband von meinem Handgelenk und schaute sich die Verbrühung an. Ich zuckte ein paar Mal vor Schmerz zusammen als er meine Hand von einer Richtung in die andere drehte. „ Verzeihung…“ Es schaute mir einen Moment lang in die Augen, bis er sich wieder meinem Gelenk widmete. Vorsichtig trug er eine Paste auf meine Verletzung und verband es mir sorgfältig. Es fühlte sich plötzlich so kühl an und die Schmerzen wurden schon etwas weniger. „Danke Saito-kun“
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