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It all started with a mistletoe... and Jerry

KurzgeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Eddie Jack Brewer Jerry Martinez Kim Crawford Milton Krupnik
22.12.2015
22.12.2015
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It all started with a mistletoe... and Jerry



Kims POV

„Jerry!“ Mit wütenden Augen stand ich unter einem Mistelzweig – neben mir Jerry, welcher nur wie ein bedeppertes Lämmlein schaute. Klasse. Selbst wenn er für mich eine Art Bruder war, ich wollte ihn nicht küssen müssen.
„Ja, Kim?“

Genau in diesem Moment hätte ich ihm am liebsten eine reingeschlagen. Aber ich hätte sehr, sehr, sehr weit ausgeholt. Und als Schwarzgürtel zweiten Grades, der ich war, würde das definitiv wehtun. Hoffentlich.
„Wieso hast du dich dazu gestellt?“
„Wozu?“
„UNTER DIESEN VERDAMMTEN MISTELZWEIG!“
Jerrys Augen weiteten sich und er sah geschockt nach oben, während sein Mund ein „O“ formte. Klasse, er hatte es noch nicht einmal gewusst!
„Ich fass es nicht“, stöhnte ich auf und schon hörte ich das Kichern meines besten Freundes und den anderen beiden Jungs.
„Haltet. Die. Klappe. Pronto!“ Ich warf den Drei einen sehr bösen Blick zu, welcher sie sofort zum Verstummen brachte.
„Na, dann müssen wir uns halt küssen. Was ist schon dabei?“
Ich atmete tief durch, bevor ich einen Schritt auf Jerry zuging. Er ging einen zurück. Ich ging wieder einen auf ihn zu. Er wieder einen zurück. Und so ging es weiter bis er an der Wand stand.
„Was schon dabei ist? Verdammt, Jerry! Bist du wirklich so vergesslich?!“

Last Christmas, I gave you my heart but the very next day you gave it away.

„Wessen Handy ist das?“, fragte ich meine Freunde gefährlich ruhig. Das Lied hatte mir gerade noch gefehlt.
„Meins“, antwortete Jerry, küsste mich schnell und lief zu seinem Handy, um abzunehmen. Ich stand währenddessen nur geschockt an der Wand und nahm nur im Hintergrund war, wie Jerry, Eddie und Milton wegen einem „wichtigen Treffen“ aus dem Dojo liefen.

„Alles okay, Kim?“, fragte mich mein bester Freund etwas besorgt. Klasse, das kam definitiv sehr früh.
„Natürlich, mir geht’s klasse. Mein Bruder hat mich gerade geküsst, obwohl ich meinen ersten Kuss für d-jemand besonderen aufbewahren wollte.“ Mir traten Tränen in die Augen und ich lehnte mich gegen die Wand, bevor ich an ihr herunterrutschte und meinen Tränen freien Lauf ließ. Mir war es vollkommen egal, was Jack jetzt von mir denken musste, aber er würde sowieso nicht mehr meinen ersten Kuss bekommen, obwohl es genau das war, was ich gewollt hatte. Ich wollte, dass meine erste große Liebe auch derjenige war, der meinen ersten Kuss stehlen würde – doch das war nicht eingetroffen.

„Kim, bitte, ich- es tut mir leid. Oh Gott, hör‘ bitte auf, sonst muss ich auch weinen“, stammelte Jack, als er sich neben mich gleiten ließ und mir einen Arm umlegte. „Bitte, sei wieder die fröhliche Kim, die ich li-mag. Die ich mag, genau.“
Ich hob meinen Blick und sah durch verschleierte Augen meinen besten Freund, meine große Liebe, an und schniefte. „Geht nicht. Meine große Liebe wird niemals meinen ersten Kuss bekommen. Er wurde gestohlen, von meinem Bruder, der es gewusst hatte. Ich werde nie wieder mit Jerry sprechen. Er hat uns unsere Chance geklaut!“
Daraufhin brach ich nochmals in Tränen aus; ob es nun an der Tatsache lag, dass mich mein Bruder daran gehindert hatte, oder ob es war, weil ich gerade meine Gefühle für Jack ausgesprochen hatte – vor ihm –, wusste ich nicht.

„Uns? Du redest die ganze Zeit, wenn du ‚deine große Liebe‘ sagst, von mir?!“, flüsterte mir Jack ins Ohr. Ich schluchzte auf.
„Es tut mir leid! Es tut mir so leid, dass meine Gefühle unsere Freundschaft ruinieren werden.“
„Wieso sollten sie das? Unsere Freundschaft wird nicht ruiniert, sie wird verbessert! Ich – ähm – ich mag dich auch. Sehr. Also, wie du mich magst und- vergiss es. Erstmal solltest du aufhören zu weinen. Es gibt keinen Grund, ich-“
„Keinen Grund?! Jack! Ich habe unseren ersten Kuss zerstört!“ Mit einem sanften Lächeln auf den Lippen wischte mir Jack meine Tränen weg.
„Du hast ihn sicherlich nicht zerstört; ohne das wäre das ja noch nicht mal passiert.“
„Was passiert?“ Ich schniefte nochmals, was Jack zum Grinsen brachte.
„Dass wir uns unsere Gefühle gestehen, dass wir darüber sprechen. Und das hier.“ Und damit küsste er mich zärtlich. Sagen wir einfach, ich wäre fast geschmolzen.

„Also… du würdest mir die Ehre erweisen und meine Freundin sein?“ Ich biss mir in die Lippe, als ich stolz nickte. Vielleicht sollte ich Jerry tatsächlich danken. Immerhin hatte er uns zusammengebracht. Indirekt und mit sehr viel Fantasie, aber immerhin war er beteiligt.

This year to save me from tears, I’ll give it to someone special – special.

Ich sah mich um und entdeckte Jerry, Milton und Eddie vor den Fenstern, während sie uns beobachteten. Jerry wurde rot und Milton und Eddie sahen ihn böse an, bevor sie ihn davon jagten. Ich lächelte ihnen hinterher, bevor ich zu Jack sah, welcher mich beobachtete. Fragend sah ich ihn an.
„Weißt du, dieses Lied, Last Christmas, ist echt schön, oder? Auch, wenn es ein wenig traurig ist.“ Ich nickte lächelnd.
„Und weißt du noch etwas?“, fragte Jack und atmete einmal tief durch. „Ich liebe dich. Wirklich, also romantisch, nicht geschwisterlich. Und ja, eigentlich wollte ich dir das sagen, nicht das mit dem Lied, auch wenn es stimmt. Und ich sollte jetzt aufhören, ich blabber‘ viel zu viel.“ Damit schloss Jack seinen Mund, während er errötete. Ich grinste in mich hinein und gab ihm einen weiteren Kuss.
„Ich liebe dich auch. Und das Lied ist echt schön. Wir sollten mal einen Tag verbringen, an dem wir nur Weihnachtslieder hören.“
„Und an dem wir beide alleine sind und uns vielleicht ein wenig küssen und kuscheln und-“
„Ich hab’s verstanden; wir werden Pärchen-Kram machen“, lachte ich und küsste Jack wieder. Geistig notierte ich mir allerdings, an diesem Tag definitiv Weihnachtslieder laufen zu lassen. Dann würde man uns auch nicht so sehr hören, wenn wir uns küssten…


A/N: Und hier ist das 22. Türchen zum Serienadventskalender! Das Anregungswort war „Weihnachtslieder“. Ich weiß, möglicherweise war das nicht das, was erwartet wurde… aber mir gefällt der OS trotzdem. Und umrandet wurde der Plot ja von Weihnachtsliedern.
Wenn ihr noch andere Serien mögt, solltet ihr im Thread vorbeischauen – dort sind einige bekannte Serien dabei! :)
LG und eine frohe Weihnachtszeit,
Kara.
P.S.: Die Liedzeilen in kursiv entstammen aus dem Lied "Last Christmas" von
Wham!. Sie gehören nicht mir. :)
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