Das verlorene Leben

GeschichteAllgemein / P12
Saskia Berg Thure Sander
17.12.2015
29.07.2018
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07.02.2016 939
 
Saskia war völlig durcheinander, als sie unten auf dem Parkplatz  war. Dieser Mann sah so gut aus und sein Charakter, na gut sie kannte ihn so gut wie gar nicht, aber sie fühlte sich trotzdem zu ihm hingezogen.  Doch was möchte schon ein so gutaussehender Mann wie er mit einer Frau wie sie und dann noch mit zwei Kindern! Was Saskia allerdings komisch fand, dass er sie so angestarrt hatte, als ob er sie schon einmal gesehen hatte. >> Ach was das bildest du dir nur ein<< dachte sie, während sie ihre beiden Kinder in das Auto einlud. “So meine kleinen wir müssen uns jetzt einen Ort suchen, wo wir bis Ende Woche bleiben können“ sagte sie zu ihren Kindern und stieg in das Auto ein.

Thure lief in die Einsatzzentrale und fragte gleich: “So haben wir schon etwas neues zu unserem Fall?“ “Ja Kapitän, einiges sogar“ sagte Elena “Frau Berg behauptet, dass sie Victor schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte und sie wusste nicht mehr, dass sie von ihm mal fast erwürgt wurde.“ “Was? Wieso das denn?“ fragte Thure erstaunt. Warum sollte Saskia so etwas behaupten? Hat sie doch was mit dem Mord von Victor Weisshaus zu tun? Und wenn, aus welchem Zweck? “Naja sie leidet unter einer schweren retrograden Amnesie“ griff jetzt Norge ein“ Das bedeutet  sie hat eine Gedächtnislücke zwischen bestimmten Jahren vor dem Vorfall.“ “ Heisst das sie kennt uns nicht mehr?“ stellte Thure enttäuscht fest. “Ja genau“ bestätigte Kai. “Und wenn man sie daran erinnern möchte?“ fragte Thure hoffnungsvoll. “Naja, manchmal erinnert sie sich wieder, wenn sie die Menschen sieht oder hört. Aber nicht immer, zudem kann sie dabei zusammenbrechen, da ihr ganzer Körper und ihr Kreislauf durcheinander gerät“ erklärte Kai weiter. “Okay, was haben wir sonst noch?“ “Weisshaus`s Leiche wurde immer noch nicht gefunden“ berichtete Pia. “MMMhh…“ meinte Thure nur. “Ich habe dafür einiges über Frau Berg herausgefunden“ meldete sich Ben von seinem Schreibtisch her “Sie war einige Monate in Gefangenschaft von  Stefan Krimite, unserem alten Bekannten. Danach war sie sehr lange im Krankenhaus, da sie ihr Gedächtnis verloren hatte und fast verhungert wäre. Etwas später nahm sie eine Stelle bei der Küstenwache von Amsterdam an und vor etwa einem Monat kündigte sie und kam wieder nach Neustadt. Soviel ich weiss, hat sie eine neue Stelle in Travemünde angenommen.“ “Interessant und.“ fing Thure an doch Ben unterbrach ihn gleich wieder “Da ist noch was, sie hat zwei Kinder sie heissen Amalie und Steven.“ als Asmus dieser Satz beendet hatte, traf der Schlag Thure. Es sind also wirklich ihre Kinder, eigentlich hatte er gehofft, dass sie vielleicht die Patentante oder so war, aber jetzt. Sie hatte zwei Kinder und war vielleicht sogar vergeben.

Thure und seine Crew arbeiteten noch den ganzen Tag an dem Fall, allerdings fanden sie nicht neues heraus. Etwa um 19.00 Uhr verliess Thure als letzter das Polizeigebäude. Er wollte so schnell wie möglich nachhause und über seinen Tag nachdenken. Vielleicht würde er sich auch wieder betrinken, was er seit Saskias angeblichem Tod öfters gemacht hatte. Früher hätte er das nie gemacht. Er fuhr mit dem Auto los und als er auf der Landstrasse entlang fuhr, sah er plötzlich ein Auto das am Strassenrand parkte. Im Auto sass Saskia und sah etwas verzweifelt aus. Thure drosselte das Tempo des Wagens und hielt schliesslich vor dem Auto von Saskia an. Saskia bemerkte ihn und stieg aus. Thure stieg ebenfalls aus und lief ihr entgegen. “Guten Abend Herr Sander“ begrüsste Saskia ihn. “Tag Frau Berg, was machen sie hier?“ erwiderte Thure. “Ich finde keine Unterkunft für mich und meine Kinder und meine zukünftige Wohnung ist noch nicht frei.“ erklärte sie etwas verzweifelt. Thure verstand und irgendwie hatte er das Gefühl, dass das seine Chance war mehr über sie zu erfahren. “Ich hätte da eine Lösung, sie kommen einfach zu mir“ antwortet er. “Was nein das geht doch nicht, ich …“ stammelt Saskia. “Doch das geht, folgen sie mir einfach“ sagte Thure völlig überzeugt und stieg wieder in das Auto.

“Das ist also ihr Haus?“ sagte Saskia etwas verwundert. Sie war ihm bis zu einem kleinen Haus, etwas ausserhalb von Neustadt gefolgt. “Ja ich habe zwei Wohnungen und hier war ich schon länger nicht mehr, aber es ist etwas grösser, als meine andere Wohnung.“ antwortet Thure. „Kommen sie, ich zeige ihnen das ganze Haus“ sagte Thure und lief nach oben. Er hoffte, dass Saskia ihre Erinnerungen wieder bekommen würde, wenn sie in ihrem eigenen Haus ist. “OK“ sagte sie und lief ihm hinterher. Thure zeigte ihr das Badezimmer, Schlafzimmer, Gästezimmer, Büro, Wohnzimmer, Küche und alle anderen Räume, die es sonst noch im Haus gab, als er die nächste Tür zu einem weiteren Raum öffnete, stockte ihm den Atem. Im Zimmer stand ein Kinderbettchen und die Wände waren blau bemalt, in einer Ecke stand ein Wickeltisch und in einer anderen Ecke  ein kleiner Schrank. Es war ein Kinderzimmer, Thure hat es selbst eingerichtet und gestrichen nachdem Saskia ihm gesagt hatte, dass sie schwanger sei.

Saskia sah das Zimmer an, es war ziemlich staubig, aber sehr niedlich eingerichtet. Sie blickte zu Herr Sander und erschrak, er war blass und über seine Wange lief eine einzelne Träne. “Aaalles in Ordnung?“ fragte Saskia. “ÄÄMM ja klar…alles in Ordnung“ antwortet Thure mit leiser Stimme und wischte sich dabei die Träne weg. “Kommen sie, wir kümmern uns nun um ihre Kinder“ sagte Thure und schloss die Tür des Kinderzimmers wieder.


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Hallo
Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat aber ich habe einfach keine Zeit gefunden.
Ich hoffe es gefällt euch. Würde micht über Kritik, Lob und anmerkungen freuen.
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