All I need is love...

von Todesruf
GeschichteRomanze / P12 Slash
Draco Malfoy Harry Potter
13.12.2015
23.02.2019
69
88806
18
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Dieses Kapitel
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Hallo^^
Danke an schneeflocke13 für das Review <3
Eigentlich habe ich nichts zu sagen, also viel Spaß beim Lesen^^
GLG, Tod <3
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POV Draco
„Draco? Draco, wach auf!“ Verwirrt öffnete ich meine Augen. Blaise hatte sich über mich gebeugt und sah mich leicht verärgert an. „Was ist?!“, brummte ich und rieb mir über die Augen. „Wir verschlafen das Frühstück, das ist!“, schimpfte der Schwarzhaarige, ehe er sich wieder aus meinem Blickfeld verzog. Ich setzte mich auf. „Ist es echt so spät?“, hakte ich verblüfft nach.
Blaise verdrehte die Augen. „Ja, ist es!“, antwortete er gereizt und ich hob eine Augenbraue. „Wieso bist du denn jetzt sauer auf mich?!“, fragte ich irritiert und stand auf, um meine Klamotten rauszusuchen. „Weil du normalerweise viel früher wach bist als ich und uns vor solchen Situationen bewahrst!“, erwiderte der Slytherin und zog eine Grimasse. „Musstest du ausgerechnet heute deine Frühaufsteher-Angewohnheiten ablegen?! Ich hatte Seamus versprochen, mit ihm zu frühstücken…“
Ich grinste den Schwarzhaarigen an. „Ach daher weht der Wind… Ich habe mich schon gewundert, wer dir den Zauberstab verknotet hat.“, spottete ich und bekam einen bösen Blick zugeworfen. „Ich will ihn nur nicht warten lassen!“, murrte Blaise. Kopfschüttelnd sah ich ihn an. „Ich glaube dafür ist es jetzt eh zu spät.“, meinte ich trocken und ging in Richtung Bad. „Außerdem, wenn Finnigan dir wirklich sauer deswegen ist, solltet ihr euch dringend mal unterhalten – er kommt doch selber fast immer ziemlich spät zum Frühstück.“ Der Schwarzhaarige seufzte. „Ich weiß, ich glaube ja auch nicht, dass er mir wirklich böse sein wird, aber ich will ihn trotzdem nicht enttäuschen.“, gab er zurück.
Gespielt gerührt griff ich mir an die Brust. „Ach, die junge Liebe…!“, flötete ich und duckte mich kurz darauf, um einem anfliegenden Kissen auszuweichen. „Du bist so ein Idiot, Draco!“, beschwerte Blaise sich finster und ich zog amüsiert eine Augenbraue nach oben. „Und das ist was Neues für dich?“, erkundigte ich mich spöttisch. Der Schwarzhaarige schnaubte. „Halt die Klappe und geh dich anziehen, ich will heute noch frühstücken!“

Als wir die Große Halle betraten, wanderte mein Blick automatisch zum Tisch der Gryffindors, doch zu meiner Enttäuschung konnte ich Harry nicht entdecken. Ob er wohl noch schlief? Blaise hatte unterdessen Finnigan entdeckt und lächelte ihm strahlend zu – von der schlechten Laune, die er gerade noch gehabt hatte, war nichts mehr zu sehen.
Ich schlenderte neben dem Schwarzhaarigen zu den Gryffindors und nickte dem Iren zur Begrüßung zu. „Hey Finnigan, weißt du, ob Harry noch schläft?“, fragte ich möglichst beiläufig. Der Hellhaarige schüttelte den Kopf. „Also schlafen tut er nicht mehr, als ich vorhin hergekommen bin, war der Schlafsaal leer.“, meinte er. „Ich glaube, Harry ist mit Ron und Hermine zu Hagrid gegangen, zumindest habe ich die drei vorhin in die Richtung gehen sehen.“, mischte Dean sich von der Seite ein, der die Frage scheinbar mitbekommen hatte.
Ich drehte mich zu ihm um. „Ach wirklich? Also hat er schon gefrühstückt?“, hakte ich nach. Der schwarzhaarige Gryffindor zuckte mit den Schultern. „Naja, es ist wirklich schon sehr spät, also verwunderlich ist das jetzt nicht.“, gab er zu bedenken. Da hatte er wohl Recht – auch wenn mir bisher nur jeder gesagt hatte, dass es spät war und nicht wie spät es war. Ich könnte natürlich einen schnellen Zeitzauber anwenden und es selber rausfinden, aber so groß war mein Bedürfnis, die Uhrzeit zu wissen, dann auch nicht. Ich war bloß ein wenig enttäuscht, dass ich Harry scheinbar verpasst hatte.
„Ich setz mich zu Pansy.“, sagte ich zu Blaise, der bereits neben Finnigan saß und meine Ankündigung nur mit einem Nicken bedachte, und machte mich auf den Weg zum Slytherintisch. „Na, auch mal wach?“, grinste die Braunhaarige mir entgegen und ich schnaubte leicht. „Wieso machen heute alle so ein Drama darum, dass ich verschlafen habe?! Wir haben doch nicht mal Unterricht!“, beschwerte ich mich und angelte nach der Müslischale.
Pansy zuckte mit den Schultern. „Vermutlich, weil du sonst nie verschläfst.“, mutmaßte sie. Ich schaufelte mir eine große Portion Müsli in die Schüssel und kippte Milch darüber. „Nur, weil ich normalerweise früh aufwache, heißt das nicht, dass ich immun dagegen bin zu verschlafen.“, murrte ich und schob mir einen Löffel meines Essens in den Mund.
Zumal ich normalerweise auch nicht so viele düstere Gedanken in meinem Kopf rumschwirren hatte wie gestern Abend. Meine Sorgen um die anstehenden Ferien und die versuchte Verarbeitung der Geschehnisse des gestrigen Tages hatten mich um einiges länger wach gehalten, als es sonst für mich üblich war. Hoffentlich hatte Harry nicht vor, den ganzen Tag bei dem Halbriesen zu bleiben – ich hatte das Gefühl, dass ein Gespräch über das, was passiert war, ihm gut tun würde, auch wenn es wohl nicht unbedingt angenehm werden würde. Außerdem wollte ich wissen, was genau in diesem verfluchten Labyrinth vorgefallen war.

Es war bereits wieder Zeit fürs Abendessen, als ich vor der Großen Halle auf Harry traf. „Da bist du ja!“, stellte ich fest und konnte nicht vermeiden, dass ein Hauch von Erleichterung in meiner Stimme mitschwang. Der Schwarzhaarige grinste mich ein wenig schuldbewusst an. „Hi… Sorry, ich war mit Ron und Mine bei Hagrid.“, erklärte er und ich nickte. „Das hat Dean mir beim Frühstück schon erzählt. Treffen wir uns nach dem Essen wieder beim Raum der Wünsche?“, erkundigte ich mich. Harry lächelte. „Gerne!“, meinte er.
Es überraschte mich ein wenig, wie fröhlich er dabei klang, nach allem was passiert war, aber vielleicht hatte ihm ein wenig Ablenkung mit seinen Freunden gerade gut getan. Kurz meldete sich mein schlechtes Gewissen zu Wort. Sollte ich wirklich riskieren, seine gute Laune wieder einzureißen, indem ich das Thema noch einmal anschnitt? Vielleicht wäre es besser, das Ganze auf sich beruhen zu lassen…
Andererseits würde ich dann niemals wissen, was geschehen war und es jetzt nicht anzusprechen, nur um in ein paar Tagen doch noch einmal darauf zu sprechen kommen zu müssen, wenn die Ferien anstanden, würde auch nicht helfen. Nein, besser ich sprach es jetzt an und brachte es hinter uns – dann konnten wir wenigstens die letzten paar Schultage soweit es ging genießen.
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