All I need is love...

von Todesruf
GeschichteRomanze / P12 Slash
Draco Malfoy Harry Potter
13.12.2015
23.02.2019
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Hi^^
Das Kapitel ist zwar spät dran, aber immerhin kommt es noch am richtigen Tag xD
Ich war heute Schlittschuhlaufen und es schneit schon den ganzen Tag ziemlich doll :D
Jedenfalls hatte ich deshalb erst heute Abend Zeit das Kapitel zu beenden und dann wollte mein Computer mich das erst nicht hochladen lassen aus irgendeinem Grund... :/
Aber naja, jetzt geht es ja.
Viel Spaß beim Lesen^^
GLG, Tod <3
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POV Draco
Tief in meinen eigenen Gedanken versunken kehrte ich in den Gemeinschaftsraum der Slytherins zurück und ließ mich auf einen der smaragdgrünen Sessel vor dem Kamin fallen. Überrascht hob Pansy, die auf einer Seite des Sofas saß, den Kopf. „Du bist schon wieder hier?“, fragte sie erstaunt. Ich zuckte mit den Schultern. „Offensichtlich. Wo ist Blaise?“, antwortete ich mit einer Gegenfrage.
Die Braunhaarige machte eine vage Handbewegung. „Bei Finnigan, glaube ich. Ehrlich gesagt dachte ich, ich würde den Gemeinschaftsraum heute für mich haben. Ich war mir ziemlich sicher, dass du für den Rest des Tages bei Potter bleiben würdest.“, meinte sie. Ich hob eine Augenbraue. „Du weißt schon, dass es mehr als drei Slytherins gibt oder?“, erkundigte ich mich trocken und Pansy verdrehte die Augen. „Natürlich, aber du musst zugeben, dass wir den Gemeinschaftsraum ziemlich oft für uns haben.“, gab sie zurück. Ich zuckte erneut mit den Schultern. „Es ist Sommer und auch wenn mein Ruf als Eisprinz etwas geschmolzen ist, bin ich immer noch ein Malfoy.“, erwiderte ich bloß, woraufhin Pansy nichts mehr erwiderte.
Schweigend starrte ich auf die kalte Asche im Kamin. Heute Morgen war noch alles in Ordnung gewesen, und jetzt? Jetzt war Cedric tot, der Dunkle Lord war zurückgekehrt, Professor Moody, der eigentlich Barty Crouch Junior und ein Todesser war, hätte beinahe Harry umgebracht, der wahre Moody war in einer magischen Kiste eingesperrt gefunden worden und Harry war verletzt und zu einem gewissen Grad traumatisiert. Wüsste ich nicht aus so sicherer Quelle, dass das alles beängstigend real war, würde ich es wohl für einen wirklich schlechten Scherz halten, aber leider gab es daran nichts zum Lachen.
Ich zog meine Füße auf den Sessel und legte mein Kinn auf meinen Knien ab, den Blick noch immer unverwandt auf den Kamin gerichtet. Wie hatte das alles bloß passieren können?! Wie konnte es sein, dass ein eigentlich so streng überwachtes Turnier so dermaßen schief ging? Wieso hatte der Minister das Ganze nicht spätestens nach dem Mord an Barty Crouch Senior abgebrochen? Nicht, dass das Ganze nicht auch ohne alles was schiefgelaufen war ziemlich an Wahnsinn grenzte… Ich hatte die erste Aufgabe zwar äußerst unterhaltsam gefunden, aber wenn ich jetzt daran zurückdachte, wie knapp Harry schon da nur mit dem Leben davongekommen war…
„Ist alles in Ordnung?“, brach Pansy die Stille und sah mich besorgt an. Ich schnaubte. „Ein Mitschüler ist tot, mein Freund ist traumatisiert und der Dunkle Lord ist wieder da – sicher, mir geht es absolut blendend!“, entgegnete ich sarkastisch. Die Braunhaarige zuckte leicht zusammen. „Du weißt wie das gemeint war.“, verteidigte sie sich dennoch.
Eine Weile war es still. „Also ist er wirklich wieder zurück…?“, hakte Pansy dann nach. Ich nickte leicht. „Dumbledores Reaktion zu Crouch Juniors Dunklem Mal und dem Schnitt an Harrys Arm war ziemlich eindeutig.“, antwortete ich. Sie runzelte die Stirn. „Wer?“ Erst als sie das fragte, wurde mir klar, dass die anderen Schüler ja gar nichts von der Sache mit Professor Moody wissen konnten – zumindest noch nicht. Also fasste ich kurz zusammen, was im Büro unseres Professors nach der dritten Aufgabe passiert war, woraufhin Pansy mich mit großen Augen anstarrte. „Bei Salazar, an dieser Schule ist wirklich nichts normal oder?“, fragte sie kopfschüttelnd und ich grinste ein wenig. „Mit Harry in unserem Jahr? In welcher Fantasiewelt lebst du?“, spottete ich. Die Braunhaarige zog einen Schmollmund. „Man kann ja wohl noch Hoffnungen haben!“, gab sie etwas pampig zurück, grinste jedoch.
Meine Gedanken schweiften zu dem schwarzhaarigen Gryffindor zurück und ich biss mir leicht auf die Lippen. Ob es wohl die richtige Entscheidung gewesen war, ihn alleine zu lassen? Der Tag war in allen Hinsichten ziemlich heftig gewesen, für ihn am allermeisten. Da war es doch nur normal, dass ich mir Sorgen machte, oder? Andererseits hatte ich ihn ja extra gefragt, ob ich bei ihm bleiben sollte und er hatte mir seine Antwort gegeben. Wenn er meinte, dass er lieber alleine sein wollte, würde ich das respektieren.
Er würde schon wissen, was ihm im Moment am besten half – zumal ich selber ganz dankbar über die Gelegenheit gewesen war, meine eigenen Gedanken ein wenig zu ordnen. Für die meiste Zeit war ich viel zu beschäftigt damit gewesen, mich um Harry zu sorgen, weshalb alle anderen Gefühle erst jetzt nach und nach zu mir durchsickerten.
Als könnte ich damit alle Sorgen wegwischen, fuhr ich mir einmal mit den Händen übers Gesicht, dann stand ich auf. „Ich gehe schlafen.“, sagte ich zu Pansy, die bei meiner Bewegung wieder aufgeschaut hatte und sie nickte. „Gute Nacht. Und, Draco?“, sprach sie mich an. „Hm?“, machte ich. „Mach dir nicht zu viele Gedanken.“, bat Pansy. Ich erwiderte nichts – ich wusste, dass es für mich unmöglich sein würde, meinen Gedanken nicht freie Bahn zu lassen, sobald ich meine Ruhe hatte und ich war mir ziemlich sicher, dass Pansy das auch wusste.
Ich machte mich auf den Weg in den Schlafsaal, wo ich bloß einmal mit dem Zauberstab schlenkerte, um in meinen Pyjama zu wechseln, ehe ich mich aufs Bett fallen ließ. Ich löschte das Licht und zog die Decke über mich, die Augen starr in die Dunkelheit gerichtet.
In weniger als einer Woche war das Schuljahr vorbei, die Durmstrangs und Beauxbatons würden zurück in ihre Heimatländer reisen und die restlichen Schüler würden ihre Koffer packen und nach Hause fahren – was hieß, dass ich mich mit meinen Eltern auseinandersetzen musste, ob ich es wollte oder nicht. Ob ich Harry während der Ferien wohl schreiben konnte? Wie ich meine Eltern kannte wohl eher nicht. Wahrscheinlich konnte ich von Glück reden, wenn sie mich überhaupt mit jemandem Kontakt haben ließen, nach allem was ich mir erlaubt hatte. Ich seufzte und drehte mich auf die andere Seite. Am liebsten würde ich den Rest des Sommers einfach überspringen.
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