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The Dream Must Stay Alive

GeschichteDrama, Sci-Fi / P16 / Gen
13.12.2015
13.12.2015
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577
 
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13.12.2015 577
 
Zitternd rieb ich mir über die Oberarme. Zusammen gekauert saß ich auf einem kleinen Fels, versteckt hinter einigen Büschen. Mein Atem ließ sich kaum kontrollieren, doch ich musste leise sein. Erst kürzlich waren die Skitter an mir vorbei gelaufen. Gekrabbelt? Was auch immer. Ich war nur froh, dass sie mich nicht entdeckt hatten. Meine Angst ließ mir nicht allzu viel Raum für anderweitige Gedanken. Ich schloss einfach meine Augen, zog die Knie nah an meinen Körper ran und schlang meine Arme darum.
Konnte dieser Horror nicht endlich ein Ende nehmen? Wie lange müsste die Erde es noch ertragen? Mir wäre es momentan sogar lieber, wenn eine riesige Explosion die gesamte Erde zerstören würde. Dadurch müsste keiner mehr leiden. Und meine Angst? Die wäre mit mir zusammen vom Tisch geräumt. Nur leider ging es nicht so einfach.
In Wahrheit würde es vermutlich nie einfacher werden. Diese Höhle würde seinen Lauf nehmen. Und wenn ich nicht vorher schon sterben würde, würden die Skitter mich auch entführen.

Tatsächlich hatten sie das bereits geschafft. Auch diese Steuerung hatten sie an mir angebracht. Nur zu deutlich erinnerte ich mich an diesen Tag. Den Tag, an dem ich von einem Skitter an der Liege befestigt wurde. Die Schnallen an meinen Händen waren zu fest und sie hatten unschöne Narben hinterlassen. Ich hatte geschrien, hatte gekämpft. Wollte ausbrechen. Zwecklos!
Dieses ‚Ding‘ kam auf meinen Rücken und biss zu. Es tat so weh! Glücklicherweise nicht lange, dann wurde ich bewusstlos.
Als ich aufwachte, fand ich mich inmitten von anderen Kindern oder Jugendlichen. Alle hatten gebannt in eine Richtung gestarrt. Ich nehme an, dass der Skitter, der dort vorne stand UNSER Leitskitter sein sollte. Tatsächlich konnte ich verstehen, was er sprach. Geheuer war mir dies nicht, doch ich konnte klar denken.
Jeder normale Mensch wäre gelaufen. So schnell es ging. Doch mir war klar, hätte ich dies getan, wäre ich ein toter Mensch gewesen. So ließ ich alles auf mich zukommen. Ich beobachtete, was sie von uns verlangten. Im Großen und Ganzen waren unsere Aufgaben nur, Müll zu befördern. Metall, Holz und derartige Sachen. Es war geheim, wofür das Ganze war.
Aber nach vielen Tagen kam schließlich die Chance. Unser Skitter ließ uns für einige Minuten alleine. Und ich nutzte es. Nutzte es, um wegzurennen. Mir war klar, dass es egoistisch war, die Anderen zurück zu lassen. Aber ich wusste einfach, dass sie mir nicht folgen würden. Sie waren ganz unter der Kontrolle. Wieso war es mir als Einzige möglich, Kontrolle über mich selbst zu haben?

Seitdem waren einige Wochen vorbei gezogen. Und immer noch fürchtete ich mich davor, dass sie mich finden würden. Zum Glück konnte ich sie hören, klar und deutlich. Daher verharrte ich immer noch in meiner Position. Sie waren zwar nicht mehr unmittelbar in der Nähe, aber wenn ich laufen würde, waren sie schnell genug um mich einzuholen von dieser Nähe.
Ein weiterer Vorteil dieser Steuerung war, dass ich keine Nahrung brauchte. Natürlich ernährte ich mich trotzdem von etwas, einfach um ein Fünkchen Normalität zurück zu erlangen. Aber ich kam mehrere Tage auch ohne Essen aus. Somit hatte diese Steuerung an meinem Rücken immerhin einige kleine Vorteile – auf die ich trotzdem gerne verzichten würde.

Als ich spürte, dass sie weit genug weg waren hob ich meinen Kopf. Erleichtert atmete ich aus und fuhr mir mit den Händen über mein Gesicht.
Was sollte ich nun tun? Wohin würde mich mein Weg führen? Würde ich erleben, wie das alles ein Ende nehmen würde?
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