Schneeflöckchen -   One-Shot-Sammlung

KurzgeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P12
12.12.2015
18.12.2018
7
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Nachträglich Tag 5 meines One-Shot- Monats, für den ich echt sehr undiszipliniert bin .... grmbbl (Achso und teilweise irgendwie nachträglich zum Geburtstag der lieben Erza-Cosplayerin meines Herzens, alias einer meiner besten Freundinnen)
Naja. Für die, die es noch lesen wollen :
<---Tag 4
http://www.fanfiktion.de/s/4f80e0d3000210f20660a029/7/Naruto-O-S-und-Drabbles         ---> Tag 6
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Kälte zog durch ihre Glieder und sie zitterte heftig, obwohl er ihr vor einiger Zeit seinen Mantel umgelegt hatte. Warum er das getan hatte, schien er nicht sagen zu wollen, sie ahnte nur, dass er mit sich kämpfte, sie konnte es in seinen Augen sehen.
Und die Blondine hatte Recht. Laxus wusste einfach nicht, wie er es sagen sollte, es ihr beichten sollte. Er hatte sie vor einigen Minuten gebeten, mit ihm aus dem Gebäude zu gehen, weil er ihr etwas sagen wollte. Und so standen sie nun hier, im tiefen Schnee, in eisiger Kälte und er sah, wie sie zitterte, wie sich ihre Lippen langsam blau färbten und doch brachte er es nicht über sich. Kurz sah er gen Himmel, sah den Schneeflocken beim Fallen zu und hörte die Kleinere bibbernd seinen Namen sagen.
Besser er brachte es hinter sich, bevor sie sich noch den Tod holte. ,,Ich wollte es dir schon länger sagen. Es ist nicht allzu lange her, da konnte ich meine Augen nicht mehr von dir abwenden. Es ist nicht allzu lange her, da habe ich etwas festgestellt. Ich … '', hier stockte er und sah die junge Frau vor sich an ,,Lucy, ich liebe dich'', murmelte er leise und wartete auf irgendeine Reaktion.
Die jedoch nie kommen würde.
,,Laxus? Laxus, jetzt komm rein, es ist eiskalt und du wirst noch krank werden, wenn du weiter hier … warum liegt dein Mantel dort auf dem Boden?''. In der Tür stand Evergreen, um deren Taille der Arm des großgewachsenen Elfmans geschlungen war und fest sah sie in die Augen des Mannes mit dem vernarbten Gesicht. Dieser wandte seinen Blick an und starrte auf die Stelle, wo Lucy gerade eben erst stand. Tränen traten in seine Augen, als ihm klar wurde, dass er sich etwas eingebildet hatte. Mal wieder. Grob wischte er sich über die Augen, wischte sich die Tränen weg und hob seinen Mantel auf. ,,Ich komme gleich Ever'', meinte er leise und drehte sich vom Haus der Gilde weg, während seine Teampartnerin wieder hineinging. Ach ja. Er hatte es sich eingebildet. Lucy gab es schon längst nicht mehr. Lucy gab es seit dieser einen Mission nicht mehr.
Dieser einen, einzigen Mission, die sie mit ihm zusammen verbracht hatte, als er seine Gefühle erkannt hatte. Doch dann hatte er einen Moment lang nicht aufgepasst. Und dieser eine Moment hatte gereicht.
,,Ich liebe dich, Lucy'', flüsterte der Blonde mit erstickender Stimme, während er seinen Mantel selbst wieder überstreifte. Eine Schneeflocke landete auf seinem Handrücken, als er sich die Tränen wegwischte und er sah ihr zu, wie sie langsam wegschmolz.
,,Du warst wie sie. Von Anfang an einzigartig und wunderschön. Bis zu deinem letzten Moment in deinem Tod'', hauchte er, nun bewusst darüber, dass die Angesprochene Person diese Sätze niemals hören würde. Zuletzt straffte er die Schultern, reckte sich und drehte sich wieder um. Er betrat mit beinahe emotionslosem Blick die Gilde und ging zum Thresen, an dem er kurzerhand einen starken Schnaps von Mira gereicht bekam.
Schwor sich, dass er von nun an öfter Lucy gedenken würde. Seinem Schneeflöckchen.
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