Weinachtliches Wiedersehen

von Farasch
GeschichteRomanze, Familie / P12
Domenico Manuel di Loreno Maya Fischer Morten Janssen
10.12.2015
10.12.2015
1
813
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
 
„Nicki, haben wir nun alles?“ „Ja, wir können jetzt los.“ Nicki ließ sich in den Beifahrersitz unseres Autos fallen. Herrje, das hätte ja was werden können, hätten wir erst am Flughafen gemerkt, dass die Tickets noch auf der Kommode im Flur lagen. Glücklicherweise habe ich noch einmal in meiner Handtasche nachgeguckt, und bemerkt, dass etwas fehlt. Nun ja, es war erst 5 Uhr morgens, da musste man Nicki seine Vergesslichkeit verzeihen.

Wir fuhren einige Stunden über die halbe Insel um den Flughafen in Palermo zu erreichen. Auch, wenn ich Palermo mochte und einige gute Erinnerungen, die hauptsächlich Domenico beinhalteten, hier gemacht hatte, war ich froh in Licata zu leben. Palermo ist eine sehr laute und volle Stadt. Da ist Licata schon um einiges ruhiger. Außerdem hätten wir hier vermutlich nicht so ein schönes Haus haben können, wie eines, das wir unser Zuhause nennen.

Am Flughafen gaben wir unser Gepäck ab und checkten ein. Es war das erste Mal, dass wie zu viert flogen. Bei Manuel machte ich mir keine Sorgen, schließlich war er mittlerweile fast 14 Jahre alt, und er ist schon einige Male nach Norwegen oder zu Paps geflogen. Ich kann es kaum fassen, dass der kleine Manuel mittlerweile schon fast so alt ist, wie ich, als ich Domenico kennenlernte. Je älter er wird, desto mehr bekommt er Ähnlichkeit mit seinem Vater, obwohl er auch einige äußerliche Eigenschaften von Carrie geerbt hat. Seine roten Haare, die ich immer geliebt habe, sind zwar etwas dunkler geworden, sind jedoch immer noch um einiges heller, wie die von Nicki. Auch die typische Zahnlücke ist geblieben. Je älter er wurde, desto markanter wurde sein Gesicht und er sieht jetzt schon etwas älter aus, als er eigentlich ist, auch wenn er für sein Alter noch relativ klein ist, wobei seine Eltern auch nicht groß waren. In der Schule kommt er eigentlich auch gut klar, obwohl er in ein paar Fächern Probleme hat, die wir jedoch auch in den Griff bekommen. Etwas, was mich bei seinem Aussehen nicht wundert ist, dass er jetzt schon ein kleiner Frauenheld ist. Nicki zeigt ihm jedoch auch ganz klar seine Grenzen, von daher ist das in Ordnung.

Größere Gedanken vor dem Flug habe ich mir jedoch um Luca gemacht. Er ist Nickis und mein erstes gemeinsames Kind. Letzten Monat haben wir seinen zweiten Geburtstag gefeiert und es war das erste Mal, dass wir zusammen verreisten. Trotz seines jungen Alters kann man jetzt schon einige Ähnlichkeiten mit Nicki erkennen. Obwohl ich sagen muss, dass er auch einige äußerliche Züge von mir hat. Seine Haare sind zum Beispiel braun, obwohl sie im Licht etwas rötlich schimmern, sind aber trotzdem um einiges dunkler als Domenicos Haare. Er hat außerdem Sommersprossen, die wir beide ja haben. Ein weiteres Merkmal, dass fast alle in Nickis Familie haben, sind die blau-grauen Augen und die kleine Zahnlücke zwischen den zwei Schneidezähnen. Manuel und er hängen sehr aneinander und ich liebe es zu sehen, dass die beiden sich so gut verstehen.

Jedenfalls gingen wir durch die Sicherheitskontrolle und fanden auch relativ schnell unser Gate und konnten einchecken.
Ich habe mich riesig auf diesen Urlaub gefreut. Ich genieße es immer Zeit mit Nickis Familie zu verbringen und das letzte Mal, als wir uns gesehen haben, war letztes Jahr an Manuels Geburtstag. Nicki freute sich auch schon total. Auch, wenn wir oft mit Morten und seiner Familie telefoniert und geskypet haben, ist es nicht das selbe, wie sie wieder persönlich zu treffen.
Der Flug verlief relativ ruhig, obwohl Luca Probleme mit dem Druck auf den Ohren beim Start- und Landeanflug hatte. In Norwegen angekommen, wurden wir ganz herzlich von Morten in Empfang genommen. Nicki, Manuel und ich umarmten ihr und er wuschelte Luca, den ich auf dem Arm hielt, da er müde war, über den Kopf.
„Es ist so schön euch wiederzusehen! Mensch, ihr zwei seid aber groß geworden. Ihr seid bestimmt ziemlich müde nach dem Flug.“
„Ja, wie sind ziemlich müde“, antwortete ich.

Wir gingen gemeinsam zu Mortens Auto, das auf dem riesigen Parkplatz geparkt war. Wir luden den Koffer in den Kofferraum. Ich setzte mich auf die Rückbank mit Manuel und Luca, während sich Nicki auf den Beifahrersitz zu Morten setzte. Auf der Fahrt nach Nittedal unterhielten sich Morten und Nicki sehr lange. Ich und Manuel unterhielten uns zwischendurch auch mit Morten. Manu schlief in seinem Kindersitz. Ich verbrachte die meiste Zeit damit aus dem Fenster zu gucken und mir die wunderschöne Landschaft anzusehen. Obwohl es erst Nachmittag war, war es stockfinster. Wenn wir jedoch durch ein Dorf selber fuhren, oder als wir in Nittedal ankamen, waren an allen Häusern die Festbeleuchtungen an. Es war wunderschön, wie die vielen Lämpchen den hohen Schnee glitzern ließen. Wegen des hohen Schnees konnte Morten auch nicht so schnell fahren, weswegen die Fahrt auch länger als gewöhnlich dauerte. Mich störte das jedoch keineswegs. Somit hatte ich mehr Zeit die Landschaft zu bewundern.
Letztendlich waren wir dann doch froh, als wir am Haus der Janssens austeigen konnten und unser Gepäck auspackten.
Review schreiben