Professor Layton - Onshot Sammlung

OneshotAllgemein / P6
10.12.2015
29.10.2016
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Aurora, Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant



 „Aurora. Es ist zu spät. Das Leben ist aus ihrem Körper gewichen. Das ganze Land liegt in Schutt. Du kannst ihr nicht mehr helfen. Du kannst niemanden mehr helfen. Es hat keinen Sinn.“

 Verzweifelt rüttele ich noch einmal an dem leblosen Körper meiner Schwester Samira, bis Taurus’ Worte an mein Ohr dringen.

 Langsam lasse ich den Körper in meinen Armen auf den Boden sinken – ganz langsam, damit ihr Kopf nicht auf den harten Boden krachte – und hebe den Kopf.  

 Schweigend starre ich auf den riesigen Haufen aus Schutt, der die Stadt der Aslanti gewesen ist. Eingefallene Häuser, riesige Krater in den Straßen. Den Palast hat es besonders schwer getroffen. Mutter und Vater hatten es bestimmt nicht mehr heraus geschafft, bevor die erste Bombe einschlug.

 Eine einzelne Träne löst sich aus meinem Augenlied und tropft auf mein dreckiges Kleid. Staubig, zerrissen und mit unzähligen Brandmalen übersehen.

 Langsam drehe ich mich zu Taurus um. Ich wusste, dass er Recht hat. Trotzdem konnte…wollte ich es nicht realisieren.

Unsere Zivilisation war zerstört…von ihren eigenen Dienern.

Taurus’ Arme fangen mich auf, bevor mein Kopf auf dem Boden aufschlagen konnte. Vorsichtig streicht er mir die Haare aus dem Gesicht.

 „Es wird alles gut, Prinzessin. Wir leben noch. Das ist die Hauptsache.“

 „Ja, wir leben noch, aber wir sind die Einzigen“, sage ich verzweifelt.

 „Nicht ganz“, mit einem Ruck setze ich mich auf und drehe genauso wie Taurus den Kopf in die Richtung aus der die Stimme kam.

 „Mutter!“, rief ich, bevor ich in ihre Arme stürze.

 „Mein Kind. Du lebst noch. Ich hatte solche Angst um dich und Samira“, sie drückte mich fest an sich. Ihr Griff lockerte sich, als sie Samiras geschändeten Körper erblickte.

 „Heilige Aslanti“, sie lässt mich los und wirft sich auf den Boden neben sie. Schnell flüstert sie ein Gebet und hält ihre Hände über die Wunden.

 Ich weiß jetzt schon, dass es nichts bringen wird. Die Wunden sind zu tief, um sie einfach wieder zu flicken. Ein weiteres Mal schwanke ich unter all den Emotionen, die ich verarbeiten muss. Taurus’ Arme liegen sofort um mich.

 „Mutter, was ist mit Vater passiert?“. Sie schweigt, während sie leer in die Luft starrt. Es spricht für sich.

 „Tut mir Leid“, flüstert Taurus leise.

 „Was nun?“, frage ich Mutter. Sie braucht einen Moment, um sich aus ihrer Starre zu lösen, dann wendet sie sich an uns.

 „Andere Überlebend suchen und dann zu den Darkus-Höhlen.“

 „Wieso?“ Ich sehe, wie sie die Kette meiner Schwester einsteckt.

 „Ich habe einen Plan.“
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