Mit einem lachenden und einem weinenden Auge

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
09.12.2015
10.12.2015
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09.12.2015 963
 
Hugo`s OFF:

" Alles war plötzlich so komisch. Vielleicht machen wir gerade alle eine Veränderung durch, doch was wenn wir uns alle zu stark verändern? Was wenn der Club der roten Bänder an dieser Last zerbricht? Ich hatte noch nie richtige Freunde. DIe haben ich erst hier gefunden. Diese Freundschaft darf einfach nicht enden."  

Alex lag nach seiner schweren Herz Operation auf der Intensivstation und niemand außer seine Eltern durften zu ihm.
Die restlichen Mitglieder der roten Bänder versuchten sich abzulenken und alle trafen sich in Hugo`s und Alex Zimmer.
" Wir sollten ein Lied singen,vielleicht spürt Alex es ja , dass wir an ihn denken." schlug Toni vor.
" Er hat mir Botschaften für Euch alle mitgegben. Als er bei Hugo im Schwimmbad war."
" Er ha.. er hat Dir Botschaften mitgeben? Ist das Dein Ernst?" Leo beugte sich etwas nach vorne.
" Nun lass ihn doch erzählen." Emma verdrehte genervt die Augen.
" Du kannst manchmal echt ein Ekel sein."  Aber statt wie sonst geschickt zu kontern, liess er sich wieder zurück in seinen Rollstuhl fallen und grinste breit.
" Könnt ihr beiden Euch nicht einmal zusammen reißen." übernahm nun Jonas das Wort. Er lächelte seine Freundin sanft an und nahm ihre Hand.
" Also lasst uns singen. Jonas Du hast die beste Playlist von uns allen." übernahm nun Emma wieder das Wort und versuchte ihre Hand von seiner zu befreien.
Irgendwie war alles plötzlich so anders. Sie mochte Jonas. Ja das tat sie wirklich. Aber ihr ging auch Leo nicht aus dem Kopf. Immer wieder und zu den falschen Augenblick ertappte sie sich bei dem Gedanken, wie schön es wäre wenn das gerade seine Hand wäre, die ihre hielt.
* Emma reiß Dich zusammen, dass kann.. Nein das darf nicht sein. Du bist mit Jonas zusammen und Du wirst Ihn nicht verletzten.*  Emma war so in Gedanken versunken, dass sie nur von weitem mitbekam wie leise die Musik begann.
" Das Lied kenn ich nicht." erklärte Toni und zog dabei eine Flunsch mit seinen Lippen.
" Pass auf es geht so." Jonas begann und alle stimmten mit ein. Auch Emma entfernte sich langsam aus dem weiten Reich ihrer Gedanken.
Bis alle irgendwann lautstark und manche mehr schlecht als Recht David  Bowies " Heroes" anstimmten.
*Though nothing, will keep us together
We could steal time,
just for one day
We can be Heroes, for ever and ever
What d'you say?*
Einen Moment später waren alle in Gedanken bei Alex und der Gruppenhalt stärker denn je.
Bis zu diesem einen Moment....  
" Was war das? " fragte Leo erstaunt. " Habt Ihr das auch gehört?"
" Nein was denn?"
" Singt weiter kommt schon.."
WIeder begannen sie das Lied zu singen.
" We can be Heroes... "  Da war sie wieder diese leise Stimme.
Alle sahen sich an bis sie begriffen, was oder besser wer da gerade singt.
Es war Hugo der leise, aber dennoch hörbar mitsang. Aber wie konnte das sein? Wie konnte jemand im Koma liegen und gleichzeitig singen?
Die Freunde sahen sich erstaunt an.
Es dauerte einen Moment bis alle realisierten was da gerade passiert war.
Emma sprang so schnell wie sie konnte auf und rannte Richtung Krankenhausflur.
" Hilfe, Hallo wir brauchen einen Arzt. Sofort!!! "

Wenige Augenblicke später wurde Hugo untersucht und die Ärzte erklärten den Freunden, dass ihnen wohl Ihre Fantasie einen gehörigen Streich gespielt hätte.
" Nein, Nein!! Er hat gesungen" Toni war wütend. Denn jeder der Toni konnte wusste, dass er niemals lügen konnte.
Prof.Dr. Reusch die Oberärztin der Kinder- und Jugendstation sah sie eindringend an.
" Ich weiß wie sehr Ihr euch wünscht, dass es eurem Freund Hugo wieder besser geht, aber das ist unmöglich. Wir müssen ihn operieren , weil sich sein Zustand verschlimmert hat."
Alle standen unter Schock. Noch eine Operation noch einen Freund, den sie verlieren konnten und dessen Zukunft ungewiss war.

Es war einfach ungerecht. Warum nun auch noch Hugo. Alle saßen gemeinsam vor dem  Aufwachraum und warten, dass einer der Ärzten ihnen mitteilt wie es um ihren guten Geist steht.
Dr. Seckendorff  kam nach einem langen und anstrengendem Tag aus seinem Büro und sofort stürmten alle auf ihn los.
" Was ist mit Hugo? Wie geht es ihm? " versuchte zuerst Leo den Arzt zum reden zu bekommen.
" Ich darf und werde Euch nichts dazu sagen."
" Aber... " begann Leo erneut.
DIe Enttäuschung war allen ins Gesicht geschnitten.
" Kein Aber Leo . Du kennst die Regeln."
" Das können Sie nicht machen."
Aber bevor Leo diesen Satz beenden konnte, war der Doktor auch schon an ihm vorbei.
" Das ist so unfair. FUCK!! "  nun sprudelte die ganze Wut aus Leo heraus.
" Fuck sagt man nicht." fiel Toni ihm ins Wort.
" Ja da hast Du Recht. Tut mir leid."
Toni strahlte breit über beide Wangen, die vor Aufregung rot glühten.
" Also Freunde, wenn die Ärzte uns nicht erzählen wollen, dann müssen wir uns Hugos Untersuchungsergebnisse selber besorgen."
" Aber wie willst Du das machen? " Emma sah ihn verwundert an.
" Also Emma Du schleichst Dich ins Schwesternzimmer und versuchst die Ergebnisse zu kopieren. Ich werde die Schwester ablenken. Da ich am längsten hier bin  weiß ich  wie ich sie ablenken kann."
" Und was ist mit uns?" fragte Jonas leicht genervt. Denn er konnte sich etwas besseres vorstellen, als seine Freundin mit Leo alleine zu lassen.
" Ihr geht am besten schon mal vor. Wir kommen gleich nach."
Mit einem ungutem Gefühl fuhren Toni und Jonas Richtung Aufzug.
WIe Recht er mit diesem Gefühl hatte, konnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.
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