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GeschichteHumor, Romanze / P16
OC (Own Character) Sir Guy of Gisborne
08.12.2015
08.12.2015
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Das ist meine 1.FF und deshalb bitte ich um Gnade und natürlich um viele Reviews (egal ob positiv oder negativ).Gerne auch Tipps oder Tricks wie ich etwas besser machen kann. Gefällt euch der Anfang nämlich nicht, kloppe ich den Rest gleich in die Tonne ;-) Keine der Charas gehören mir, außer Rachel (Eigenchara). Und nun geht’s los mit dem 1.Kapitel, viel Spaß beim lesen, hoffe ich.

Sie konnte ihn riechen bevor sie ihn sehen konnte. Dieser intensive Geruch von Leder und Schweiß. Hatte sie ihn eben nicht noch bewusstlos geschlagen und war geflüchtet, weit in den Wald hinein, soweit, dass sie anscheinend in einen Teil des Waldes geraten war, in dem noch nicht mal sie sich auskannte?
Ihre Härchen im Nacken richteten sich auf, als eine große Hand sich auf ihren Arm legte und er mit rauchiger Stimme in ihr Ohr flüsterte: „Mylady, das nächste mal müsst ihr fester zuschlagen, wenn ihr vor mir sicher sein wollt“.
Sie wirbelte herum, doch zu spät, er drehte ihr die Arme auf den Rücken und drückte sie an den Baum, hinter dem sie sich vor 2 Minuten noch sicher gefühlt hatte. Er sah ihr tief in die Augen und sie meinte in einem Meer von blau zu versinken.
„Komm zu dir“ schalt sie sich selbst, du hast Guy of Gisborne vor dir und steckst wahrhaftig in Schwierigkeiten…
Wie konnte es überhaupt so weit kommen, fragte sie sich obwohl sie die Antwort bereits kannte. Sie hatte diese Situation mal wieder ihrem vorlauten Mundwerk zu verdanken.
Sie war im Wald gewesen um Kräuter zu sammeln und hatte sich dank ihres äußerst schlechten Orientierungssinnes verlaufen. Ihre Brüder hatten sich schon immer darüber lustig gemacht; sie hätte ein loses Mundwerk, das jeden Stallburschen rot werden lassen würde, konnte besser mit dem Schwert umgehen als mancher hoch gepriesener Ritter, aber den Orientierungssinn eines Regenwurms, danke auch dachte sie.
Nun hatten sich unbemerkt von ihr die Schergen des Sheriffs angeschlichen, während sie auf der Lichtung stand und grübelte, wie sie wohl am schnellsten nach Hause kommen würde. Schnell hatten sie sie umzingelt, als Guy auf der Bildfläche erschien.“ Was wollt ihr von mir“ spie sie ihnen entgegen, mit den Augen schon nach einem Fluchtweg Ausschau haltend.“ Das geht euch nix an, aber wenn uns schon mal ein so ein junges Reh über den Weg läuft, wollen wir doch auch schauen, was man mit ihm so anfangen kann.“ erwiderte Guy mit einem teuflischen Grinsen im Gesicht.“ Wagt es ja nicht mich anzufassen“ und als sie dies aussprach, trat sie einem ihrer Häscher mit voller Wucht vors Schienbein. Er schrie auf vor Schmerz und verpasste ihr eine schallende Ohrfeige. Ihr Kopf flog herum und sie bemerkte wie Blut aus ihrer Lippe quoll. Sie bäumte sich auf, zog wie wild an ihren Händen, stieß böse Verwünschungen aus und trat um sich, wie ein wild gewordenes Pferd. Grade als der Soldat ihr wieder eine Ohrfeige verpassen wollte rief Guy, der sich die Szene aus sichererer Entfernung angeschaut hatte „ Genug jetzt, ihr reitet weiter, ich werde mich persönlich um diese Furie kümmern. Mit diesem Problem werde ich schon alleine fertig“. Sie merkte, wie ihr vor Wut die Röte ins Gesicht schoss“ Unverschämtheit“ dachte sie... Problem“, der spinnt wohl.
Die Männer taten wir Ihnen befohlen und nun stand sie allein mit ihm auf dieser Lichtung. Er schlich um sie herum und musterte sie von oben bis unten. Ihm gefiel was er hier vor sich sah…sie war groß für eine Frau, nur etwa einen Kopf kleiner als er selbst, lange blonde Haare umschmeichelten ein zartes Gesicht, mit fast so stechend blauen Augen, wie er selbst sie hatte. Unter ihrem weiten Kleid, konnte sie ihren drahtigen, kräftigen Körper nicht vor ihm verstecken, er hatte ein Auge für so was.
„Was habt ihr vor mit mir? Wollt ihr mich auch verprügeln, wie dieser räudige Hund, oder vielleicht noch schimmere Dinge tun? Glaubt ja nicht, dass es einfach wird für euch. Ich habe es schon mit ganz anderen Männern aufgenommen, als mit solch feigen, miesen Kreaturen wir ihr es seid“ riss sie ihn aus seiner Musterung. Keine Antwort, “ok“, dachte sie sich und versuchte ihr heil in der Flucht zu suchen. Sie wartete bis er wieder hinter ihr stand und sprintete los. Schade nur, das in einem Wald ziemlich viele Äste rum liegen und es kam, wie es kommen musste…ihr Kleid verfing sich in einem großen Ast, sie kam ins stolpern und schlug der Länge nach auf den Boden.“ Na wer wird denn davon laufen“ vernahm sie sogleich neben sich. Sie drehte sich um und blickte nach oben. Da stand er neben ihr.“ Würdet ihr mir vielleicht eine Hand reichen um mir beim aufstehen zu helfen, oder habt ihr keine Manieren“ presste sie zwischen den Lippen hervor. Er beugte sich leicht nach vorne um Ihr die Hand zu reichen, sie wiederum streckte ihm ihre linke entgegen. Er bemerkte hierbei nicht, dass sie mit ihrer rechten einen stattlichen Ast umklammert hielt. Kaum das sich ihre Hände gefunden hatten, schlug sie so fest zu wie sie konnte. Ihm entwich ein leises Keuchen und er sackte zu Boden. Sollte es sich endlich mal bezahlt machen, das sie mit 3 Brüdern groß geworden war, die ihr alles beigebracht hatten…den Kampf mit dem Schwert, den Kampf Mann gegen Mann…sie wusste es nicht, sie wusste nur das sie jetzt laufen sollte. Also raffte sie ihr Kleid zusammen, so was wie eben sollte sicherlich nicht noch mal passieren und lief tiefer und tiefer in den Wald hinein.