Was Sonst?

GeschichteRomanze, Freundschaft / P12 Slash
Jonas Neumann Leo Roland
08.12.2015
17.12.2015
5
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A/N: Das erste mal seit Jahren das ich eine FF auf deutsch schreibe... wieso ist englisch nur so viel leichter? Aber ich kann mich einfach nicht davon abhalten diese zwei Protagonisten zu shippen... Ich hoffe es ist nicht zu schlecht lesbar.


L

"Du willst also mein Freund sein?", binnen weniger Sekunden durchquerte Jonas den Krankenhaus Flur und krachte beinahe in Leos Seite.
"Du bist ein scheiß Verräter, sonst nichts!", zischte er wütend, der Drang einfach wieder die Fäuste spielen zu lassen war gewaltig, "für wie dumm haltet ihr mich eigentlich?"
Sein Gegenüber schien dagegen tatsächlich verwirrt, wenn auch defensiv.
"Alter, was ist los?".
Natürlich, dachte Jonas, der tolle Anführer ist sich keiner Schuld bewusst!
"Du hast sie hinter meinem Rücken angebaggert, stimmt's?!", er wollte die Wahrheit hören. Sie konnten sich doch sonst immer alles sagen, also wieso nicht jetzt? Wieso taten sie auf einmal so als ob seine Gefühle wichtig waren? Jeder lügt einen an wenn man Krank ist, aber nicht der Club! Sie würden soetwas nicht tun, egal um was es geht.
Einen Moment lang starrten sich beide nur an. Leo sah aus als wollte er etwas sagen, bevor er den Kopf schüttelte.
"Stimmt's?", wiederholte der Andere.
"Ich hab sie nicht angebaggert!", das war noch nicht mal gelogen. Zumindest nicht aus Leo's Sicht. Sicher, er hatte Emma geküsst. Zwei mal. Aber das zählte doch nicht unter anbaggern, oder? Außerdem war der eine Kuss merkwürdiger als der andere. Zwar hatte Leo zuvor noch nie jemanden geküsst, aber er war sich doch ziemlich sicher das es sich normalerweise besser anfühlen sollte. Allerdings war das vielliecht nicht der richtige Moment um darüber zu sprechen.
"Ach nein? Was denn dann?"
"Ich hab nur-"
"Was denn dann!", Jonas knirschte wütend mit den Zähnen. Glücklicherweise waren sie so gut wie allein im Flur. Nach der letzten Auseinandersetzung war es besser wenn ihr Streit keine Zeugen haben würde.

"Man! Hast du dich eigentlich mal gefragt was Emma eigentlich will, hm?", darauf wusste Jonas keine Antwort. Er war viel zu sehr in seinen eigenen Gefühlen verwickelt. Ertappt suchte er in Leos Augen nach der richtigen Antwort, vergeblich. Auf einmal war alle Wut wie weggeblasen, "Was soll das denn jetzt heißen?"
"Hör zu, wir mögen dich beide sehr", begann Leo als sein bester Freund nicht antwortete, "und keiner von uns will dich verletzten oder so-"
Ein trockens Lachen unterbrach den Anführer, "habt ihr euch eigentlich mit der Scheiße abgesprochen?" Leo rollte mit den Augen als Jonas noch ein leises "Ihr zwei passt echt gut zusammen", hintergerschob.
"Ach quatsch", murmelte Leo ohne den Blickkontakt zu beenden. Langsam kochte die Wut in Jonas wieder auf. "Jetzt sei doch einfach leise! Ich hab kein Bock mehr auch nur ein Wort aus deinem Mund zu hören!", die Worte klangen mehr wie eine Drohung als alles andere, aber Leo war so oder so mit seinem Latein am Ende. Wo war Benito mit all diesen weisen Worten wenn man ihn mal brauchte?
"Dein rotes Band kannst du dir sonstwo hinstecken!", Jonas sah ihn ein letztes mal scharf an ehe er zurück rollte, sich umdrehte und kurz darauf in Richtung Kinderstation verschwand. Leo warf genervt und hoffnungslos die Hände in die Luft. "Ich kann doch nichts dafür das-", doch Jonas war schon weg und Leo konnte ihm bloß noch nachsehen. Wo war er da nur hineingeraten? Geistesabwesend presste er die Zähne zusammen und starrte ins leere. Wieso konnte Jonas sich auch nicht in seine Lage hineinversetzen? Wenn schon nicht in Emma's, dann doch wenigstens in die seines Kumpels, oder? Aber selbst Leo hatte manchmal Probleme damit sich selbst zu verstehen, wie sollte er es also Jonas übel nehmen wenn er genau die gleichen Schwierigkeiten hatte?
Der Blick des Jungen fiel auf das Rote Band an seinem Handgelenk, welches längst nicht mehr nur als Erinnerung an all seine OP's und Kämpfe diente. 'Kannst du dir sonst wo hinstecken', das meinte er jawohl nicht so.
"Oder?", Gedankenverloren fummelte Leo am Band. Er schluckte noch einmal schwer und schmiss alle Gedanken über board ehe er ebenfalls den Flur verließ, "Was auch immer!"
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