Weihnachtsmann und Co.KG: Das Problem mit den Nachbarn

von Katazina
GeschichteAllgemein / P12
06.12.2015
06.12.2015
1
1.330
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
06.12.2015 1.330
 
Wieder einmal ging es auf den Heiligen Abend zu. Der Weihnachtsmann, Guilfy, Jordy und Trixi hatten mal wieder alle Hände voll zutun, um die Präsente für sämtliche Kinder, Mädchen und Buben aller Altersklassen zu konstruieren. Die Geschenkeherstellungsmaschine lief auf Hochtouren, so dass sie schon beinahe qualmte, als plötzlich das Licht ausging und sämtliche Geräte stillstanden.
Weihnachtsmann: "Was ist das da denn nun passiert? Es läuft ja gar nichts mehr!"
Jordy: "Hm, ob Grantelbart und Gugor vielleicht dahinterstecken?"
Guilfy: "Zuzutrauen wäre es ihnen!"
Trixi: "Also zunächst einmal sollten wir nach dem Sicherungskasten schauen!"
Weihnachtsmann: "Gute Idee und wir sollten das Notstromadegrat einschalten!"
Jordy: "Dann lasst uns zur Tat schreiten!"
Die Überprüfung des Sicherungskastens ergab jedoch dass alles soweit in Ordnung war, die Sicherungen waren jedenfalls noch dort wo sie sein sollten, die Nachbarn schienen damit jedenfalls nichts zutun zu haben.
Trixi: "Wir werden doch wohl nicht etwa einen Stromausfall haben?"
Weihnachtsmann: "Das wäre gar nicht so gut, zumal ohne Elektrizität unsere Apparate nicht funktionieren!"
Derweil bei den Nachbarn:
Grantelbart wollte gerade auf seiner Gitarre einen fetzigen Rock spielen, doch seltsamerweise war kein Ton zu hören, geschweige denn Musik, was den Graubärtigen fiesen Gesellen doch ein wenig verärgerte.
Grantelbart: "Gugor, was ist los?"
Gugor: "Ich weiß auch nicht, Chef! Wir haben keine elektrische Versorgung mehr, wie mir scheint!"
Grantelbart: "Wie wäre es, wenn du dich mal zum Sicherheitskasten begeben würdest?"
Gugor: "Daran liegt es nicht, die Sicherungen sind alle drin, Boss!"
Grantelbart: "Wie soll ich denn dann auf meiner Gitarre spielen? Ohne eine hammermäßigen Sound macht das Ganze keinen Spaß und...he, Moment mal! Wenn bei uns die Stromversorgung unterbrochen ist, dann bestimmt auch bei "Birnennase", das heißt, dass er die Geschenke an das junge Volk auf dieser Erde nicht herstellen und -möglicherweise- nicht pünktlich ausliefern kann! Ha, dann werden die Kinder alle sehr enttäuscht von ihm sein, he, he!"
Gugor: "Verzeiht, Herr. Ich hätte da mal eine Frage..."
Grantelbart: "Ja, bitte!"
Gugor: "Warum kannst du ihn und das Weihnachtsfest eigentlich nicht leiden?"
Grantelbart: "Weil mir dieser rotgekleidete, weißbärtige wohlbeleibte Geselle einfach "tierisch auf den Wecker fällt", deshalb!"
Gugor: "Das genügt mir aber nicht als Antwort, ich möchte ganz gerne den Grund erfahren!"
Grantelbart: "Na schön, Gugor, also, die Sache ist folgendermaßen. Wie du bestimmt weißt, gibt es Kinder die artig und folgsam sind, sprich brav. Für die bringt unser Nachbar, der Weihnachtsmann, auch als Santa Claus bekannt in der Nacht vom Vierundzwanzigsten auf den Fünfundzwanzigsten Dezember die Geschenke..."
Gugor: "Ja, das ist mir bekannt und weiter?"
Grantelbart: "Nun ja, aber nicht alle Mädchen und Buben sind lieb, wenn man so will..."
Gugor: "Eben, wer ist schon immer nur nett? Das ist als würde mal stets Süßigkeiten verzehren und wird auf die Dauer langweilig!"
Grantelbart: "Siehst du? Und meine Aufgabe wäre es, mich um diese Kinder zu kümmern aber unser feiner Nachbar lässt mich ja nicht, deshalb meine Versuche ihn zu sabotieren..."
Gugor: "Aber warum beschwerst du dich dann nicht mal ganz einfach über ihn?"
Grantelbart: "Du meinst...?"
Gugor: "Ja, es gibt doch da diese Weihnachtsmanngesellschaft, oder?"
Grantelbart: "Ich weiß nicht ob das etwas bringen würde, Gugor..."
Gugor: "Es wäre auf jeden Fall einen Versuch wert, Grantelbart!"
Grantelbart: "Hm..."
Ein paar Tage später, als im Elektrizitätswerk längst wieder alles auf Vordermann gebracht worden war und sämtliche Maschinen in der Werkstatt des rotgekleideten, weißbärtigen Gabenbringers wieder liefen, kamen die drei Herren von der Weihnachtsmanngesellschaft am Nordpol an.
"Verzeihung, ist euer Chef, der Weihnachtsmann zu sprechen?" fragte einer des Trios die drei Elfen.
Trixi: "Er müsste in der Werkstatt sein!"
Jordy: "Wenn Sie uns bitte folgen wollen?"
Guilfy: "Hier entlang bitte!"
Und so begaben sich die sechs Personen zum Weihnachtsmann in die Werkstatt.
Weihnachtsmann: "Ah, guten Tag, meine Herrschaften. Es freut mich Sie mal wieder zu sehen, obgleich gewiss noch kein Jahrhundert herum ist!"
Erster:"Nun ja, das ist es nicht, Herr Weihnachtsmann."
Zweiter: "Doch ist eine Beschwerde gegen Sie bei uns eingegangen..."
Vater der Weihnacht: "Von wem denn?"
Dritter:"Nun ja, Ihr Nachbar Grantelbart hat sich über Sie beklagt, dass Sie ihn schon seit längerer Zeit an der Ausübung seiner Tätigkeit hindern würden!"
Santa Claus: "Wissen Sie, ich finde das kein Kind hier auf Erden so derart böse ist, dass es einen Besuch von Grantelbart verdient hätte..."
Erster: "Nun ja, aber Tatsache ist nun mal, dass Grantelbart, welcher noch unter vielen anderen Namen hier auf Erden bekannt ist, wie zum Beispiel als"Knecht Ruprecht", "Schmutzli", "Krampus" oder auch "Hans Muff" nur mal um einige zu nennen, in den geweihten Nächten ebenso wie Sie eine Aufgabe hat und so wie es scheint, lassen Sie ihn diese nicht mehr ausüben!"
Weihnachtsmann: "Nun ja, vielleicht lässt sich ja eine vernünftige Lösung finden, die für alle zufriedenstellend ist!"
Erster: "Das hoffen wir für Sie, Herr Weihnachtsmann!"
Zweiter: "Ich denke das Beste wird sein, wenn wir ein Gespräch mit Ihrem Nachbarn führen würden!"
Weihnachtsmann: "Also dann, auf zu Grantelbart!"
Und so machten sich alle auf zu dem graubärtigen alten Griesgram.
"Klingeling!"
Gugor: "Ja bitte?"
Rotgekleideter Gabenbringer: "Hallo Gugor, können wir vielleicht hereinkommen?"
Gugor: "Aber sicher, Santa!"
Weihnachtsmann: "Danke. Grantelbart?"
Grantelbart: "Oh, hallo Nachbar. Lange nicht gesehen..."
Vater der Weihnacht: "...und doch wieder erkannt. Aber Spaß beiseite. Ich habe gehört, dass du dich über mich beschwert haben sollst?"
Grantelbart: "Nun ja, mit illegalen Methoden komme ich ja nicht wirklich weiter, also habe ich es mal auf diesem Wege probiert..."
Santa Claus: "Nun ja, eine Rute, Briketts oder Kohlen als Präsente hat wirklich kein Kind verdient, findest du nicht auch?"
Grantelbart: "Wie würde es dir denn gefallen, wenn man dich an der Ausübung deiner Arbeit hindern würde, hä?"
Diese Worte brachten den Weihnachtsmann sehr zum Nachdenken. Erst jetzt sah er ein, dass er an dem Groll den sein Nachbar gegen das Fest der Liebe und des Friedens hegte, doch eine gewisse Mitschuld trug, da er ihn einfach nicht auf die Touren mitnahm. ("Kein Wunder, dass er so schlecht gelaunt ist!") dachte der rotgekleidete, weißbärtige Geschenkebringer, ("aber was kann ich tun?")
Grantelbart: "He, "Birnennase"! Hat es dir die Sprache verschlagen oder was ist mit dir auf einmal los?"
"Hm, ich denke ich habe eine Idee!" entgegnete der Angesprochene.
"Na, dann lass mal hören!" ließ sich Grantelbart vernehmen.
Noch am gleichen Nachmittag wurde eine Lösung für das Problem gefunden, sowie ein Vertrag zwischen dem Weihnachtsmann und seinem Nachbarn Knecht Ruprecht aufgesetzt, den beide unterzeichneten und dann zogen die drei Herren von der Weihnachtsmanngesellschaft wieder ab.
Seitdem hat sich am Nordpol einiges verändert. So kümmern sich Grantelbart jetzt um die sogenannte "Schwarze Liste" und gemeinsam mit Gugor kümmert er sich nun auch um ein Gewächshaus, zudem nimmt der Vater der Weihnacht sie nun immer mit auf seine Tour. Jedes Kind hat von Knecht Ruprecht, also Grantelbart einen Ableger einer Pflanze erhalten. Auf zauberhafte Weise helfen sie den Artigen und Braven lieb zu bleiben, die weniger Folgsamen bewegen sie zur Umkehr, so dass ihre Eltern wieder Freude an ihnen haben, doch wenn ein Minderjähriger droht vom rechten Weg abzukommen, so werden sowohl der Ableger als auch die Mutterpflanze schwarz und dann kommen der Vater der Weihnacht und sein Nachbar Grantelbart um sie wieder auf den Pfad der Tugend zurückzuführen, was bis heute meines Wissens nach auch immer geklappt hat...
Review schreiben