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Bis in alle Ewigkeit

von Lynoria
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 Slash
Akihiko Usami Misaki Takahashi Takahiro Takahashi
06.12.2015
21.03.2016
8
11.158
5
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25 Reviews
Dieses Kapitel
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06.12.2015 1.360
 
Hallo zusammen,

Wie versprochen geht es weiter mit der ´kleinen´ Fortsetzung. Eigentlich wollte ich schon heute Morgen posten, doch mein Internet hat stetig gestreikt. Die Fortsetzung ist schon fertig geschrieben und umfasst sieben Kapitel + einen Epilog. Neue Kapitel gibt es alle ein/zwei Wochen, da ich ja irgendwie mit der nächsten FF hinterherkommen muss, aber zwei Kapitel davon stehen schon. Mal sehen, vielleicht lasse ich mich erweichen und verrate euch schon bald den Klappentext und kleinere Details :D

Viel Spaß mit der Fortsetzung!

Titel: Bis in alle Ewigkeit

Autor: Lynoria

Kurzbeschreibung: Fortsetzung von ´Der schwarze Witwer´: Es ist einige Zeit vergangen und die Hochzeit steht bevor, aber ein Takahashi wäre kein Takahashi, wenn nicht vorher noch Probleme auftreten würden. Können sie die Probleme lösen oder bricht am Ende doch noch alles zusammen?

Wichtig: Wie schon die Story davor wird diese ebenfalls aus der Sicht von Akihiko geschrieben. Ähnlichkeiten zu anderen FFs sind nicht beabsichtigt. ´Der schwarze Witwer´ muss gelesen werden, sonst versteht man nicht sonderlich viel.

Bis in alle Ewigkeit




Kapitel 1:

Es war nun bereits ein halbes Jahr vergangen und wir begannen langsam mit dem Geschehenen abzuschließen. Natürlich würden wir das alles nie vergessen können, es wird immer ein Teil unseres Lebens bleiben und uns prägen. Jedoch waren wir im Verdrängen erstaunlich gut.

Es hatte lange gedauert, bis Misaki den Verrat seines Freundes einigermaßen verdaut hatte, aber wer konnte es ihm wohl verübeln, ich am allerwenigsten. Umso mehr erstaunte es mich, dass ihm die Therapie so sehr half, dass er sich wieder auf andere Menschen einlassen konnte. So hatte er auch in Onodera Ritsu einen guten Freund gefunden.

Takahiro hatte es allerdings noch schwerer getroffen, immerhin hatte er Manami geliebt, sonst wäre er nicht so lange mit ihr zusammen gewesen und hätte sie nicht geheiratet. Ich war bei ihrer Hochzeit Trauzeuge gewesen und Takahiro war an diesem Tag so unglaublich glücklich..Ich konnte nur schwer nachvollziehen, wie sich ein solcher Verrat wohl anfühlte, wenn das Vertrauen und die Liebe pur ist.

Und dann war da noch die Sache mit Frau und Herr Takahashi.

Ich hatte sie gut gekannt, sie waren immer sehr herzlich gewesen und haben mich in ihre Familie aufgenommen, meinetwegen und nicht etwa aufgrund meines Namens oder meines Kontostandes. Als ich an jenem schicksalhaften Tag von ihrem Tod erfuhr, hat es mich vollkommen aus meiner Bahn geworfen und als Takahiro dann auch noch seinen Traum aufgab, fing ich an vollkommen zu ihm aufzusehen.

Ob Familie oder nicht, es gab nicht viele Menschen, die ihre eigenen Bedürfnisse hintenanstellen, nur um für anderen Menschen da zu sein. Aber alle Mitglieder dieser Familie waren auf ihre Art unglaublich.

Manami war für mich daher umso mehr zur Personifikation meines Hasses geworden und ich würde sie vor Gericht fertig machen. Sie würde uns nie wieder belästigen können!  Unglaublich, was es für Menschen gibt.

Manchmal ist die Realität so unsagbar grausam. Aber da konnte ich schon ein Lied von singen..

Doch die Vergangenheit lag zurück, umso wichtiger war es in die Zukunft zu blicken. Seit nun zwei Monaten arbeitete Misaki für denselben Verlag, für den ich auch meine Manuskripte schrieb. Dort hat er sich vor allem mit seinem Arbeitskollegen Onodera Ritsu angefreundet, mit dessen Partner ich mich wiederrum gut verstand. Zufälle gab es, sehr zum Leidwesen von Misaki und Ritsu.

Momentan beschäftigte uns aber etwas ganz anderes.

Die Hochzeit stand schon in zwei Monaten an und es gab noch viel zu planen. Ich hätte nicht gedacht, dass eine Hochzeit so viel Arbeit machen würde.

Wo wir auch gleich bei dem nächsten Problem wären.

Meine biologische Familie.

Hatte ich gehofft, die Hochzeit vor ihnen geheim zu halten, hatten sie es doch irgendwie herausbekommen. Ich hatte einen schweren Verdacht, meine Cousine. Natürlich würde sie alle Schuld von sich weisen, doch sie konnte unglaublich redselig werden.

Der nächste schwierige Punkt war die Gästeliste.

Misaki und ich waren uns eigentlich einig gewesen, die Gästeliste möglichst gering zu halten. Also eine entspannte Hochzeit im kleineren Kreis. Die Betonung lag auf eigentlich, denn momentan sah es nicht das einer Hochzeit im kleineren Kreis aus. Misaki war der festen Überzeugung, dass es sich gehörte einige Arbeitskollegen einzuladen. Doch alleine der Gedanke daran Aikawa einzuladen, lies mich erschauern. Ich war mir sicher, dass sie mich zu Sachen zwingen würde, die ich so nicht unbedingt freiwillig machen würde.

Doch noch war das letzte Wort darüber nicht gesprochen. Vielleicht würden sie ja auch absagen, wegen was auch immer.

„Akihiko, wo bist du nur schon wieder mit deinen Gedanken?“, abrupt schrak ich aus meinen Gedanken und blickte Geradefalls in zwei tiefe, grünen mir so vertraute Seen. „Ich habe an uns gedacht.“, schnell packte ich meinen Liebling an den Hüften und zog ihn auf meinen Schoß. Genießerisch schloss ich meine Augen und vergrub mein Gesicht in seinen Haaren. Der betörende Geruch Misakis umhüllte mich beinahe sofort. Hier ging es mir gut, hier konnte ich mich entspannen.

Ich genoss die Nähe zu Misaki, hatten wir sie doch länger nicht auskosten können. Wir arbeiteten beide viel, wobei ich eher dazu genötigt wurde. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir uns ruhig noch etwas Ruhe gönnen können.

Ein lauter werdendes Pfeifen lies uns aufschrecken und Misaki sprang schnell auf, um den Kessel vom Herd zu nehmen und dessen Inhalt in die vorgesehenen Behälter zu tun. „Guten Morgen.“, ein träge aussehender Takahiro betrat den Raum und lies sich auf einen Stuhl fallen. Dunkle Augenringe zierten sein Gesicht und er war unnatürlich blass. „Guten Morgen Nii-san.“, Misaki drehte sich zu seinem Bruder und reichte ihm seinen Tee, doch als er aufblickte, schrak er zurück. „Geht es dir gut?“ Das wäre wohl auch meine nächste Frage gewesen. Besorgt sah ich ihn an und lies mich auf den Stuhl ihm gegenüber fallen. „Ja alles gut, bin nur etwas müde. Ein Kollege ist kurzfristig ausgefallen und ich musste seine Arbeit mit erledigen, damit wir nicht hinterher hängen.“, gab er von sich, ehe er etwas von seinem Tee trank.

„Na aber das ist doch nicht dein Problem? Immerhin bist du nicht krank geworden.“, ich runzelte die Stirn. Misaki seufzte entnervt auf und warf mir einen anklagenden Blick zu. „Unter Kollegen hilft man sich gegenseitig. Aikawa würde sich sicher auch freuen, wenn du ihr etwas entgegenkommen würdest!“

Abwehrend hob ich die Hände. „Sie sollte sich nicht beklagen. Bis jetzt ist noch jedes Buch fertig geworden.“ Misaki schüttelte den Kopf und ich meinte etwas wie „Hoffnungsloser Fall.“, zu hören. Beleidigt verschränkte ich die Arme. Das klang als wäre ich ein Nichtsnutz, ich hatte mich immerhin schon gebessert! „Deinen guten Willen in allen Ehren, aber du solltest dich nicht übernehmen!“ „Ich weiß, ich bin jetzt auch fertig. Jetzt wird es wieder ruhiger und ich kann mehr schlafen. Wie geht es eigentlich…“  

Ab diesem Punkt hörte ich auf zuzuhören und schweifte mit den Gedanken ab. Ich arbeitete gerade an einem neuen Manuskript, doch ich kam mit dem Schreiben einfach nicht voran und das ärgerte mich maßlos. Nicht das ich das irgendwem zeigen oder gar sagen würde, doch es frustrierte mich ungemein. Es war eine Sache eine Story nicht weiterzuschreiben, wenn das Interesse für den Inhalt einfach nicht mehr da ist, aber wenn der Wille und das Interesse da ist und die Ideen fehlen, gleicht das einem Weltuntergang.

Doch das ist wohl ein Problem, was ich nach in naher Zukunft klären muss.

Das Klingeln der Haustürklingel riss mich aus meinen Gedanken und ich sah noch, wie Misaki hinging und die Tür öffnete. Als Misaki zur Seite trat, kam eine Frau herein, die mehrere Sachen bei sich trug. Takahiro und ich sahen uns kurz an und gingen auf die Frau zu.

Als wir bei ihr ankamen, durchbrach ein schreien die Stille. Perplex sah ich zu dem Ursprung des Lärms. Augenblicklich erstarrte ich. Das konnte doch wohl nicht wahr sein. Was hatte das zu bedeuten?

„Hallo. Ich bin Frau Sato vom Jugendamt und das hier.“, sie nahm das schreiende Etwas hoch, was sich als Baby herausstellte, hoch und sah anschließend zu Takahiro, „ist ihr Sohn. Herzlichen Glückwunsch!“

Ungläubig sah von der Frau zu dem Baby und anschließend wieder zurück. Mir würde leicht schwindelig und Takahiros Körper war nicht der Einzige der Unaufhaltsam auf den Boden knallte.

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