What about the Devil?

GeschichteDrama, Romanze / P18
Ben Daniel Faraday Desmond OC (Own Character) Richard Sayid
04.12.2015
17.04.2017
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So hier kommt mein noch nicht so langer Prolog. Aber ich bemühe mich heute noch ein weiteres Kapitel hochzuladen.
Glg Deira

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Shira Murdoch schreckte aus dem Schlaf aus als sie etwas nasses an ihrer Wange spürte. Als sie die Augen weit aufriss sah sie sich einer großen, feuchten, braunen Hundenase gegenüber. Sie seufzte und schob den Hund von sich, während sie sich aufsetzte.

"Vincent, warum musst du mich wecken? Seit Tagen habe ich endlich mal gut geschlafen ohne von Albträumen aufgeweckt zu werden", klagte sie den Golden Retriever an.
Zur Antwort darauf bellte Vincent einmal und sprintete über den Strand davon, wobei der Sand hinter ihm aufgewirbelt wurde. So wie er bellte, würde in kurzer Zeit das gesamte Lager wach sein.
Shira fuhr sich mit der Hand durchs dichte Haar und schloss dabei die Augen. Eine angenehme Briese umwehte sie. Eine Kühle, welche angesichts der ständigen Hitze hier nur allzu willkommen war.
Sie sank auf ihre Decke zurück. Wie lange war sie nun schon hier? Wobei die bessere Frage noch lauten sollte, wie "hier" zu definieren war. Sie war auf dem Weg nach L.A. gewesen als ihr Flugzeug von Sydney plötzlich in Turbulenzen geraten und schließlich abgestützt war. Noch immer überkam sie ein Schauer wenn sie daran dachte. Es war grauenvoll gewesen. Dieser schnellen Höhenverlust, die Schreie der Menschen, das Wackeln, das umherfliegende Gepäck. Sie wusste nicht mehr genau, was dann passiert war, doch sie erinnerte sich daran im Wasser gelandet zu sein. Und nicht nur sie. Mit ihr waren hatten noch über 40 weitere Personen den Absturz überlebt und seitdem verharrten sie hier auf einer einsamen Insel mitten im Nirgendwo. Mittlerweile waren nun schon fast zwei Wochen vergangen und noch immer war keine Rettung in Sicht. Wenn Shira ehrlich sein sollte, so glaubte sie nicht so recht daran, dass noch jemand kommen würde. Kurz nach dem Absturz waren Jack Shepard, ihr Arzt und somit große Hilfe für all die Verwundeten, mit einer Frau namens Kate Austen und dem Rockstar Charlie aus der Band Drive Shaft in den Dschungel marschiert. Irgendetwas war dort passiert, dessen war sich Shira bewusst, denn alle drei wirkten recht verstört, als sie wieder gekommen waren. Sagen tat jedoch keiner der drei etwas. Und wir alle wussten, dass etwas im Dschungel lauerte. Wir alle hatten es in unserer ersten Nacht hier auf der Insel gehört. Ein Dröhnen und Poltern, welcher Bäume einfach so aus dem Boden riss. Doch seitdem war es ruhig. Tatsächlich waren einige von ihnen bereits tiefer in den Dschungel in eine Höhle gezogen, da diese Schutz bot und zudem frisches Wasser hatte.

Andere jedoch verweilten noch immer hier am Strand und hofften auf Rettung. Auch Shira hatte sich geweigert in die Höhlen zu ziehen, doch nicht weil sie davon ausging, dass bald Rettung kommen würde, sondern weil sie das Meer so sehr liebte, dass sie dieses nicht auch noch missen wollte.
Da legte sich ein Schatten über ihr Gesicht und als sie die Augen öffnete, erkannte sie einen Mann mit etwas längeren braunen Haaren und strahlend blauen Augen. Er war Ende zwanzig und somit in Shiras Alter.

"Darf ich mich zu dir setzten?"
Shira nickte. "Klar, Ethan."
Somit ließ er sich neben ihr auf dem Sand nieder und ließ den Blick über die Wellen gleiten. Ethan Rom war einer der wenigen Menschen mit welchem sie von anfang an super ausgekommen war, auch wenn sie am Anfang nicht hier am Strand bei den anderen gesehen hatte, doch darüber machte sie sich keine Gedanken. Auf der Arbeit sah sie auch fast täglich neue Menschen, obwohl sie mit diesen schon seit Monaten am selben Ort war. Sie genoss Ethans Gesellschaft. Er war ein freundlicher und zuvorkommender Kerl. Er hatte Jack einen Koffer voll Medizin gebracht und diesem angeboten ihm zu helfen, da er selbst Chirurg war. Oftmals ging Shira mit ihm am Strand oder auch im Dschungel spazieren und ihr erschien es ganz so als würden sie sich voll und ganz auf einer Wellenlinie befinden.

"Ist die Jagd mit Locke etwa schon beendet?", fragte sie und er schüttelte den Kopf. "Nein, er wollte heute alleine gehen."
Shira schnaubte. John Locke war so eine Person, aus welcher sie einfach nicht schlau wurde. Er war geheimnisvoll - seltsam. Sie hielt sich lieber fern von ihm, wobei sie jedoch nicht bestreiten konnte, dass er wusste, was er da tat. Tatsächlich schien er die einzige Person hier zu sein, die sich bereits völlig dem Leben auf der Insel angepasst hatte.

"Sag mal, weshalb warst du eigentlich im Flugzeug?", fragte Ethan da und Shira zog perplex die Stirn kraus. Stimmt! Sie hatten bereits so oft und so viel miteinander geredet aber nie war das Gespräch darauf gekommen, warum sie im Flieger gesessen hatten.
"Arbeit", erklärte Shira seufzend. "Ich bin Schiffsoffizier, musst du verstehen. Als wir in Sydney anlegen, bekam ich die Nachricht von der Reederei, dass ich nicht auf dem selben Schiff zurück fahren würde, sondern in New York einer Crew beitreten und zurück nach England fahren sollte. Deswegen war ich im Flugzeug."

"Ich bin zwar kein Erdkundeexperte, aber ich meine mich zu entsinnen, dass New York und L.A. an unterschiedlichen Enden der USA sind."
Shira lachte auf. "Ja, das stimmt. Ich hatte noch zwei Wochen Zeit, bis das Schiff ablegen würde und da ich noch nie in Amerika war, bis auf den Hafen von New York, dachte ich mir, es sei eine gute Idee eine Amerika-Rundfahrt zu machen." Sie seufzte. "Tja, das habe ich wohl davon. Wäre ich direkt nach New York geflogen, würde ich nun nicht hier festsitzen."

"Dem Schicksal kann man nicht entgehen", erwiderte Ethan weise und Shira sah ihn scharf an. "Seit wann bist du ein Schicksalsgläubiger?"
Er grinste. "Schon seit langem. Und glaub mir, du wirst es auch bald sein."
Sie schnaubte. "Nein, gewiss nicht. Ich glaube nicht an solche Dinge."

Er grinste noch immer, doch etwas neues kam in seinen Gesichtsausdruck. Etwas wie Gewissheit, was Shira misstrauisch machte. Wusste er etwas, das sie nicht wusste?
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