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Der Rhythmus liegt im Herzen

von CaroK
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16
Himuro Tatsuya Kagami Taiga Kise Ryōta OC (Own Character)
04.12.2015
10.08.2016
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03.08.2016 3.709
 
Guten Abend, gute Nacht und guten Morgen allerseits!
( ・ㅂ・)و ̑̑ "Theoretisch könnte es jedoch aber Mittag oder Nachmittag sein (눈_눈) Für alle Big Bang Theoretiker unter Euch auch noch den Präabend hinzugefügt! ( ੭눈 _ 눈 )੭
Da ich wirklich seeeehr viel Kaffee intus habe und etwas übermüdet bin, höre ich wohl besser auf zu schnacken und wünsche Euch einfach viel Spaß beim lesen!
Also heudrio meine Lieben! ( ಠωಠ)
GglG Eure Caro <3


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Rikos Sicht


Wie konnte es nur soweit kommen? Wenn gleich keiner von der Rakuzan einen Korb beim Aufwärmen verfehlt hatte, so lief das erste Viertel doch vielversprechend für uns. Doch nun gewann unser Gegner immer mehr an Abstand. Es kam einen beinahe so vor, als hätten sie sich zunächst nur lustig über uns gemacht und zeigten nun ihr wahres Gesicht. Kuroko nütze nicht viel, da Akashi scheinbar all seine Bewegungen vorhersehen konnte und sie zuzüglich noch über ein perfektes Duplikat von ihm verfügten.
Auch wenn ich es mir nicht eingestehen wollte, war Kagami ebenso nicht vollends auf der Höhe. Seine Leistung schwankte zwischen dem was man von ihm kannte und einer ungewohnten Unsicherheit.
Natürlich war der Grund dafür berechtigt und ich fühlte mich schäbig allein für den Gedanken, aber Kiyomi war eben nun mal nicht hier.
Nervös ertastete ich beiläufig den Saum meines Rockes und schaute mich in der Halle um. Es konnte doch nicht alles zu Ende sein! Allerdings hatte ich bis dato noch keine Ahnung,wie wir so einen Rivalen, hätten schlagen sollen.




Sachikos Sicht


Meine Aufmerksamkeit gegenüber dem Spiel, brach immer wieder ab als würde ich in einem Funkloch stehen. Zwar lag mein Blick auf dem Feld, aber es spielten sich gänzlich andere Dinge vor meinem Auge ab. Ryota merkte dies ab und an und ergriff meine Hand.Wieso musste denn auch alles so furchtbar schief laufen? Würde Seirin jetzt wirklich verlieren? Das zweite Quartal neigte sich dem Ende und es sah nicht gut aus für unsere Jungs. Den Kopf auf den Händen stützend, saß Masaki neben mir und gähnte einmal herzhaft.
„Hand vor den Mund oder halt dein Maul geschlossen...“, murrte Saki und betrachtete dabei ihre Fingernägel. Die Beiden überraschten mich nicht sonderlich. Allmählich war ich der festen Überzeugung, dass sich erst die Hölle auftun musste, damit sie die Fassung verlieren würden.
„Ist euer Interesse so gering bezüglich des Turniers?“, fragte ich fassungslos und fixierte die Beiden.
„Du hast doch selbst keinen Kopf dafür..“, erwiderte die Schwarzhaarige nur nüchtern.
„Wieso bist du so nervös? Glaubst du nicht an sie?“ Masakis Antwort irritierte mich etwas, weswegen ich konfus meine Stirn runzelte.
„W-Was meinst du?“, entgegnete ich zögernd.
„Na sie doch...Basketball ist ein Sport in dem sich das Blatt von Null auf hundert wenden kann. Das diese Jungs etwas angespannter sind als sonnst liegt einfach daran, dass es das Finale ist. Lass die zweite Halbzeit erst mal kommen und atme tief durch...Sieh dir deinen Macker an. Verliert der gleich seine Fassung?“, erklärte die Brünette nur stumpf und lehnte sich dann zurück.
„Sachiko-don du bist selbst nicht ganz dabei. Normalerweise plärrst du doch durch die ganze Halle und feuerst sie an. Dass das hier nicht einfach für sie werden würde, war doch wohl klar. Kennen tue ich diesen Rotschopf zwar nicht, aber dennoch kann man schon von weitem sehen, dass er was auf dem Kasten hat. Du und Blondi wart doch mit ihm auf einer Mittelstufe, also wieso so pikiert?“
Ihre Aussage war zwar hart verpackt, allerdings nicht unbedingt unangebracht. Nachdem diese Worte ausgesprochen wurden, hellte sich jedenfalls in unserer Gruppe die Stimmung etwas auf, bis es Schluss endlich zur Halbzeit läutete.



Kagamis Sicht


Der Coach redete zwar mit uns, aber es machte eher den Anschein, dass wir ihre Predigt nur über uns ergehen lassen würden. Das wir in so einen großen Abstand zueinander spielen würden, hätte ich niemals für möglich gehalten. Nachdem alles scheinbar gesagt war und Riko merkte wie es uns überhaupt damit ging, setzte auch sie sich auf die Bank. Das Team verzog sich in die Umkleide zurück, doch außer dem erschöpften Keuchen war nicht sonderlich viel zu hören. Müde schloss ich meine Augen und erinnerte mich daran was ich vor dem Match noch mit Tatsuya besprochen hatte. Das wir nun so kläglich am versagen waren, schlug wirklich den Boden auf...




Rückblick


Kagamis Sicht

„Tu mir leid, dass ich dich so früh gebeten habe, mich zu treffen. Ich wollte dich noch bevor das Spiel losgeht sehen und mit dir reden...“, erklärte ich dem Schwarzhaarigen der bis dato nicht mehr als eine Begrüßung über seine Lippen gebracht hatte.
„Ich hätte zu Beginn des Winter Cups, nie damit gerechnet gegen dich antreten zu müssen. Natürlich bin ich froh darüber, dass mein Team jetzt im Finale antritt allerdings tu-“, setzte ich betrübt an doch unterbrach mich mein Gegenüber prompt.
„Taiga..Das ihr gewonnen habt liegt allein an der Tatsache, dass ihr nun mal besser gewesen seid. Was ich jedoch gesagt habe...dazu hatte ich kein Recht und dafür muss ich mich entschuldigen. Es ist halt so das wir Rivalen von unterschiedlichen Schulen sind und auch schon damals in Amerika in gegnerischen Mannschaften gespielt haben. Seid ich wieder in Japan war und dich getroffen hatte, ist einiges geschehen und ich glaube ich war einfach zu stolz um mir einzugestehen, dass ausgerechnet du mehr Talent hast als ich.“, meinte er und schmunzelt in sich hinein. Ich wusste das er mit dem nicht nur Basketball meinte.
„Tatsuya...äm.“, stockte ich unbeholfen und rieb meinen Nacken.
„Ich liebe sie immer noch.“, entgegnete er nur knapp, was meine Augen weiten ließ.
„Aber ich weiß, dass sie derartige Gefühle nicht für mich sondern für dich empfindet..“ Seufzend schaute er zum Himmel hinauf.
„Basketball hin oder her...Das ist etwas anderes.“, merkte er gedankenversunken an und schloss dabei die Augen.
Er zog die Kette wieder an und sah auf diese hinunter.
„Trotz allem sind wir Brüder...Rivalen ja, aber ab jetzt möchte ich dem nachgehen, was wir uns damals versprochen haben.“, gab er zufrieden von sich und atmete tief durch.
Ich selbst wusste nicht so ganz, was ich hätte entgegnen sollen doch auch dies übernahm dann auch der Dunkelhaarige.
Wortlos kam er auf mich zu und legte seine Hand auf meine Schulter. „Let me see you, become the number one Player, bro.“, flüsterte er lächelnd und sah zu mir hinüber.
„'Course!“, entgegnete ich nur ermutigt. Die innere Erleichterung war mir deutlich anzusehen, wenngleich mir seine Gefühle zu Kiyomi nicht sonderlich passten. Allerdings wusste ich, das ich meinem Bruder in der Hinsicht zu hundert Prozent vertrauen konnte.

Rückblick Ende




Rikos Sicht

Auf das Spielfeld zurückzukehren und dabei den Punktestand zu betrachten, war recht niederschmetternd, doch konnten wir jetzt nicht einfach aufgeben! Die Jungs schienen sich wieder etwas gefangen zu haben, was sich nun hoffentlich als Vorteil für uns erweisen würde. Punktum wurde das dritte Viertel angepfiffen. Kuroko hatte ich gleichbleibend auf der Bank platziert, da er momentan so noch nichts ausrichten konnte. Allerdings versicherte er mir, dass er gerade an einer Idee feilte, in die ich ehrlich gesagt meine ganze Hoffnung steckte...So nutzlos hatte ich mich noch nie gefühlt.
Kagamis Sicht


Die zweite Halbzeit war von dem angeforderten Niveau nicht sonderlich herunter gegangen. So wie wir, hatte sich auch Rakuzan regeneriert und legte wieder mit vollen Zügen los. Überraschenderweise hatte uns die Pause trotz der verworrenen Besprechung, äußerst gut getan. Ich fühlte mich ausgeglichener und konnte mich somit auch besser konzentrieren. Unser Plan beruhte nun die Bälle, Hyuga zu passen. Wir benötigten jetzt schnell viele Punkte, die wir mit seinen Dreiern hoffentlich erreichen konnten.
Im laufe der zehn Minuten zeigte sich jedoch, dass dies einfacher gedacht als getan war und so wurde letztendlich wieder Kuroko eingewechselt. Eine Zeit lang schien dies auch einen Ausgleich zu bringen, da er scheinbar eine Methode entwickelt hatte, um Mayuzumi in Schach zu halten.
Zusätzlich wurde uns bewusst, dass Akashis Team uns in einem Unterlegen war. Zwar zollten ihn seine Kameraden Respekt, waren ihm jedoch unterwürfig. Fast so als wären sie seine Leibeigenen.
Tatsächlich näherten wir uns immer mehr dem Ziel an, die Mauer zu Rakuzan zu überwinden. Was mir zugegeben Maßen, einiges abverlangte aber aufhören konnte ich jetzt einfach nicht!

Mit Kurokos Hilfe und der Zone, schafften wir es an Akashi vorbei zu kommen und brachten uns auf eine Punktedifferenz von sechs. Als Riko ein Time out beorderte, wurde ich in meinem Gang immer langsamer und schaute in Richtung unserer Bank. Skeptisch trat ich aus sie zu, doch anhand ihres Gesichtsausdruckes, wusste ich schon was mir blühte.
„Kagami du bist fürs erst-“, setzte Riko schon an doch weigerte ich mich und fiel ihr ins Wort.
„Ich schätze die Sorge, die sich um mich gemacht wird, aber wenn du mich jetzt auswechselst, wird der Abstand zwischen uns wieder steigen!“, gab ich fest zum Ausdruck.
Wir würden gewinnen! Bis dato hatten wir alles gegeben und das würde nicht umsonst gewesen sein!
Nach längerer Überlegung, konnte ich also wieder zurück und war gerade dabei mich wieder dem Feld zuzuwenden, als mich urplötzlich ein unbekanntes Gefühl übermannte.
„Kagami?“, fragte Izuki der in dem Moment zufällig an mir vorbei gelaufen war und offenbar meinen Blick mitbekommen hatte.
Verwirrt schüttele ich jedoch nur den Kopf und nickt ihm zu. „Hai...lass uns weiter machen.“, entgegnete ich nur knapp und lief los.
Ich musste an Kiyomi denken und an das, was sie mir noch vor ihrem Turnier gesagt hatte.  



Rückblick


Kagamis Sicht


Ich konnte spüren, wie sich etwas über mir regte, weswegen sich meine Arme gleich enger um sie schlugen. Eigentlich hätten wir schon längst aufstehen müssen, aber ich konnte Kiyomi einfach nicht loslassen.
„Sachiko-san wird mir den Schädel abreißen...“, murmelte sie nur, während ihr Kopf auf meiner Brust ruhte.
„Lass dich nicht von ihrer Größe täuschen! Sie hat enorme Kraft wenn sie sauer wird.“, brachte sie tot ernst hervor, was mich schmunzeln ließ.
Behutsam drückte ich ihr einen Kuss auf die Stirn, als sie mich deswegen verunsichert ansah.
„Ist dir mein Wohlbefinden, etwa so egal?“, provozierte sie gespielt schmollend, weshalb ich ihre Schultern packte und mich mit ihr drehte.
„Rate.“, erwiderte ich prompt und sah ihr in die Augen.
Sich räuspernd wand sie ihren Kopf etwas zur Seite und sah aus dem Fenster. Ihr Blick wurde starrer. Das passierte oft.
„Was ist?“, erkundigte ich mich zweifelnd und setzte mich auf.
„Denkst du...das die Anderen und ich das heute schaffen werden?“
Dieses verunsicherte Auftreten irritierte mich zunächst, da Kiyomi normalerweise nur so vor Eifer sprühte, wenn es um das Tanzen ging.
„Woher der Sinneswandel?“, fragte ich sie und zog sie hoch zu mir. Wie automatisch setzte sie sich auf meinen Schoß und schmiegte sich an mich. Fuck...an das musste ich mich erst noch gewöhnen. Nur durfte das auch nicht all zu lange dauern..Ich wüsste nicht wie lange ein Herz unter solchen Schwankungen schlagen konnte.

„Hast du nie diese Angst vor einem Spiel?“
Ich überlegte.
„Nein...ich denke nicht. Die Vorfreude packt mich dafür zu sehr. Wenn der Gegner genauso motiviert ist und das gleiche Feuer zeigt ist es doch umso besser! Es macht keinen Spaß, Basketball gegen ein Team zu spielen, die entweder zu sehr von sich überzeugt sind oder von vornherein kein Interesse zeigen.“, erklärte ich abschweifend, bremste mich dann aber noch früh genug.
„Ah! Gome...ich hohl zu weit aus.“, fügte ich verlegen an, wunderte mich allerdings als sie ihre Hände um mein Gesicht legte.
„Ich freue mich schon darauf, dein Gesicht zu sehen wenn ihr den Winter Cup gewonnen habt.“, meinte sie sanft und legte ihre Lippen auf die meinen.
Mich durchfuhr eine Gänsehaut. Teils wegen dem Kuss natürlich...aber eher, durch ihre Worte hergerührt.
Allein der Gedanke daran, endlich im Finale zu stehen, haute mich vollkommen um!
„Du kommst mich also anfeuern?“, harkte ich gestellt skeptisch nach, worauf hin sie einen angestrengt nachdenklichen Blick aufsetzte.
„Mhh...ich glaub ich muss zwar ein zwei Termine verschieben und das ein oder andere Date sausen lassen, aber dann werde ich es wohl einrichten können.“, säuselte sie vorwitzig weswegen ich unter sie griff und auf die Matratze schmiss.
Ein Lachen durchfuhr sie, als ich anfing sie abwärts ihrer Arme zu streicheln. Das sie so kitzlig war, erwies sich in solchen Momenten als ziemlich praktisch.


Rückblick Ende




Katsuros Sicht  

„Noaaa! Was eine pleite! Wie kam ich auch auf die Idee es mir via Fernseher anzusehen!“, motze ich lautstark und raufte meine Haare. Sei-ya hatte kein bissen an Zug verloren. Im Gegenteil! Er war noch beängstigender als auf der Teiko!
„Oi Katsuro, hör auf dich zu kratzen!“, hörte ich aus Richtung der Tür und sah geistesabwesend auf. Das ich meine Unterarme bis dato schon rot geschrubbt hatte, war mir gar nicht bewusst gewesen.
„Ah Gome!“ Für diese Antwort bekam ich einen kleinen Hieb auf den Hinterkopf verpasst.
„Entschuldige dich nicht für so was Baka...Hier.“
Während Akuma schon an seinem Kaffee nippte reichte er mir meinen Kakao, den ich danken annahm. Kurz wandte sich sein Blick neben uns und musterte Kiyomi.
Ich fand keine Worte die ich hätte sagen sollen. So wie ich unsere Schwester kannte, würde sie es sich nie verzeihen das sie ausgerechnet, das Finale verpasste.
„Denkst du sie bekommt das um sich herum alles mit?“, fragte ich in den Raum hinein.
Akuma hatte sich währenddessen dem Bildschirm zugedreht schien jedoch, über das was ich sagte nachzudenken.
„So was kann durchaus vorkommen ja...“, nuschelte er nur betrübt.

Seit Tetsu bei mir gewesen war und ich hierherkam, ging es mir viel besser. Allerdings traf dies nicht auf  Akuma zu. Es machte den Eindruck als würde er sich die Schuld an allem geben. So recht mit ihm reden, konnte ich auch nicht. Irgendwie drang ich nicht zu ihm durch und selbst wenn ich es könnte, was würde ich denn sagen? Die Tatsache das wir nur Halbgeschwister waren...Klar im ersten Moment, saß der Schock schon tief, aber das änderte doch nichts an unserer Beziehung! Wir waren alle Drei zusammen aufgewachsen und haben alle Erinnerungen und Erlebnisse als Geschwister gemacht! Sei's doch drum, dass wir nicht den selben Vater hatten! Mir wäre es auch egal, wenn wir überhaupt nicht miteinander Verwand wären denn, Akuma war und würde auch immer mein großer Bruder sowie mein Vorbild bleiben!
„Ah...ich bekomm' langsam Hunger, soll ich dir auch was hohlen?“ Seine Stimme riss mich aus meinen Gedanken und ließ mich aufspringen. „Nein! Ich meine...ich werd' es holen. Bleib du hier!“, meinte ich abgehackt und tippelte auch schon aus dem Raum. Ich hatte echt keinen Plan wie ich das alles hätte Aussprechen sollen...



Akumas Sicht


Verwirrt blinzelte ich einige Male und konnte im Grunde noch nicht einmal so schnell schauen, als das Katsuro schon aus dem Raum gerannt war. Seufzend griff ich mir durch die Haare und betrachte für ein paar Sekunden meine Spitzen. „Ziemlich lang geworden...“, murmelte ich vor mich hin und knabberte dann an meinen Nägeln. Diesen nervösen Tick von mir, hatte ich eigentlich schon in der Mittelschule abgelegt aber in der ein oder anderen Situation, drückte er sich dann doch nochmal durch. Ein Glucksen ließ mich aufhorchen und ich widmete mich sogleich Kiyomi.
Ernüchternd stellte ich jedoch fest, dass alles unverändert blieb. Muskelzugunken sowie andere Regungen waren laut Ärzten normal.
Erst schaute ich mich unsicher im Raum um, so als würde ich auf ein okay warten oder so was.
Dann band ich mir die Harre zusammen, stand auf und trat an das Fußende ihres Bettes.
Ich war ihr bisher noch nicht so nahe gekommen. Einerseits wegen der Angst, sie verletzen zu können und andererseits weil ich Taugenichts, sie all die Jahre nicht beschützt hatte.
Abwesend starrte ich auf meine Hand und begutachtete sie eine Weile.
Ich war nicht nur der Sohn eines Mörders, sondern auch eines Schänders und Missetäters. Wer konnte sagen, dass ich nicht genau die selbe Art von Mensch sein würde? Vielleicht nicht heute oder Morgen, aber nach ein zwei Schicksalsschlägen...Würde ich dann auch jemanden umbringen? Wäre ich dazu fähig?

Wieder ein Geräusch. Erst schmunzelte ich, da es so schien als würde mich Kiyomi von diesen Gedanken abhalten wollen. Das würde ihr zumindest ähnlich sehen. Bedacht hob ich meinen Kopf um sie ansehen zu können, runzelte sich daraufhin jedoch meine Stirn.
Sie hatte einen Albtraum...Also...das war jedenfalls das Gesicht das sie dabei immer machte als wir noch klein waren. Ungefähr...
Mir wurde anders bei der Idee sie zu beruhigen. Früher hatte ich das mit Leichtigkeit hinbekommen, sie in den Arm genommen und so lange gewartet bis es sich wieder gelegt hatte. Aber jetzt war dort diese Barriere zwischen uns.
Sie fing an zu würgen.
Moment was?! All meine Zweifel verschwanden mit einem Male und ich manövrierte mich um die Ecke herum. Ruckartig wenn auch unüberlegt und zittrig, deckte ich sie etwas auf und zog sie an mich heran.
Mein Puls ging schneller und ich wusste nicht was ich tun sollte. Einen Arzt rufen? Ja das wäre wohl das beste! Kurz bevor ich meinen Mund öffnete, durchfuhr mich eine Gänsehaut, die sich binnen Sekunden über meinen gesamten Körper ausbreite.
Ihre Finger...Die Kuppen drückten gegen meinen Rücken!

„Scheiße....K-Kiyomi?!“, brachte ich nur unsicher hervor.
„Hai?“, hauchte es mir nur schwach entgegen doch das genügte.
Ich zitterte am ganzen Leib und bei Gott ich verfluchte diese beschissenen Tränen die meine Sicht verschwammen! Wieso flennte ich denn jetzt?! Oder besser gesagt überhaupt?!
„N-Nii-san...äm...du drückst mich etwas zu fest.“, merkte Kiyomi leise an woraufhin ich sie abrupt losließ.
„G-Gomen! Hab ich dir wehgetan?! Ah- Ich muss einen Doc Bescheid geben..und Aisu..Katsuro...und auch-!“, setze ich überfordert an bis mich eine erstickte Stimme bremste und etwas zu Boden fiel.
„K-Kiyomi...?“ Mit weit aufgerissenen Augen stand Katsuro im Türrahmen und taumelte schon beinahe zu uns hinüber. Das Essen bedeckte derweil den Boden.
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, nahm auch er sie in den Arm und verfolgte dabei scheinbar nicht die Absicht, sie je wieder loszulassen.
Die Sorge überkam mich, dass er wieder Kollabieren würde.  

„Oh? Äm Katsuro, du auch..ich...kann nicht so gut atmen wenn du-“, erklärte sie sich erneut, woraufhin auch Katsuro von ihr abließ.
„Nicht das ich es begrüßen würde mit euch zu kuscheln aber...warum bin ich in einem Krankenhaus und...wieso fühlt sich mein Schädel so immens schwer an?“, wollte sie wissen und fasste sich dabei an den Kopf.
„Du bist-“, wollte ich erklären doch unterband Katsuro dies schon wieder.
„Du musst aufstehen! Kannst du das?!“, stichelte er schon fast, was mich nahe einer Explusion brachte.
„Hast du sie noch alle! Sie hat zehn Tage im Koma gelegen und du scheuchst sie aus dem Bett gleich nachdem sie wach ist?!“, zischte ich verständnislos und packte ihm an seinem Shirt.
„B-Bitte was..ich hab was...?!“, schaltete sich die im Bett befindliche ein und schüttelte den Kopf.
„Fuck!“, platzte es im nächsten Moment aus ihr heraus und sie strampelte sich frei.
„Oi oi, was soll das? Du jetzt auch? Kiyomi bleib gefälligst liegen! Ich hohle einen Arzt verstanden?“, pferchte ich sie mahnend zusammen und stellte mich ihn entgegen.
„Ich hab es ihm versprechen!“, entgegnete sie nur enthusiastisch doch schlauer wurde ich daraus nicht.
„Was? Wem? Wovon redest du?“, verlangte ich zu wissen und wurde dann auch schon von Katsuro zur Seite geschoben.
„Das Spiel! Sie meint das Finale!“, erklärte er Augen rollend was mich jedoch leicht schockte.
„Ach komm das ist doch nicht euer ernst! Du setzt doch nicht deine Gesundheit auf eine Karte um ein Zuschauer von so einem beschissenen Spiel zu sein!“, zischte ich erbost und verschränkte die Arme.
„Ich hab ihm versprochen, dass ich ihn anfeuere! Wo sind meine Sachen? Schuhe? Hab ich die hier?! Ich muss dorthin!“
schon allein das Kiyomi in dem Zimmer auf und ab ging und sich bückte und streckte, als wäre nie etwas gewesen, war schlimm genug aber...
„KATSURO HÖR GEFÄLLIGST AUF IHR DABEI ZU HELFEN!“, orderte ich harsch an und hielt ihn fest.
„Akuma bitte! Du musst mich dorthin fahren!“ Bestand das Weib wirklich darauf?! Gerade eben und vor so kurzen...das...
„Das kann doch nicht euer ernst sein!“, merkte ich wiederholt an doch dieser verdammte Zwillingsblick würde mich immer wieder aufs neue verunsichern können.
Für einen Moment herrschte stille. Im Kreis betrachteten wir abwechselnd den Anderen.
Mir auf die Lippe beißend hob ich meine Finger an und deutete auf die Zwei.
„Ihr Beiden...Katsuro wenn Kiyomi irgendetwas passiert, dann Gnade dir Gott.“, säuselte ich gefährlich und zog meinen Schlüssel aus der Hosentasche.  
„Jetzt zieh du dich gefälligst an und du sparr' dir dein selbstgefälliges Grinsen Katsuro!“

In weniger als einer viertel Stunde, war Kiyomi aufgewacht, hatte sich angezogen, wir hatten sie illegal aus dem Krankenhaus geschmuggelt und sie in Aisus Wagen gebracht, den ich momentan benutzen durfte.
„Wenn Oji-san das erfährt sind wir alle dem Tode geweiht ich hoffe das wisst ihr.“ Mal ehrlich, diese Aktion hier war doch mehr als wankelmütig und absurd! Weder wussten wir ob Kiyomi das aushalten könnte, noch wusste sie was in der Zeit alles geschehen war!
„Ja ja, schon klar und jetzt gib Gas! So wie ich das gesehen habe war das dritte Viertel fast zu Ende als wir raus sind!“, drängte Katsuro hinter uns und wippte aufgeregt hin und her.
Meine Nägel bohrten sich in das Leder des Lenkrades, um zu verhindern das ich diesem aufgedrehten Lulatsch nicht gleich eine knallte...
Als ich den Motor startete, fühlte es sich so endgültig an, andererseits war Kiyomis Ausdruck...irgendwie war er unbeschreiblich und doch wusste man das sie an Kagami dachte.
Sie kümmerte sich tatsächlich einen feuchten Pfennig darum was überhaupt passiert war. Das einzige was für sie offenbar von interessierte war, war es noch rechtzeitig anzukommen.


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Und da bist Du auch schon unten angekommen! (๑•̆૩•̆)
Ich hoffe das Kapitel hat Euch gut gefallen! Ich wollte es unbedingt noch fertig stellen bevor ich mit ins Bett fallen lasse! ೕ(⁍̴̀◊⁍̴́ฅ) Um ehrlich zu sein, sollte das hier das letzte werden aber dü...kam mein Kopf wieder in die Quere und hat den Antrag niedergeschmettert. öwö Allerdings wäre ich für so einen bewegenden Moment jetzt wirklich zu x.x
Aber egal! (ฅ⁍̴̀◊⁍̴́)و ̑̑
So können wir uns alle nochmal auf ein nächstes Mal freuen! (*•̀ᴗ•́*)و ̑̑
Bis bald und gglG Eure Caro <3
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