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Der Rhythmus liegt im Herzen

von CaroK
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16
Himuro Tatsuya Kagami Taiga Kise Ryōta OC (Own Character)
04.12.2015
10.08.2016
58
154.676
9
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63 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
19.05.2016 2.120
 
Hallido meine Freunde! (ง •ૅ౪•᷄)ว
Puhu es ist wirklich erleichternd wieder so oft schreiben zu können! Oder zu schlafen (ノ*´▽)ノ Aber wie dem auch sei kommt wie versprochen, auch schon heut wieder ein Kapi frisch aus dem Ofen!
(ノ ゚Д゚)ノ ==== ┻━━┻ Ich bin wirklich erstaunt und auch Dankbar, dass so schnell weder Reviews von meinen treuen Lesern Jojocchi-sama und Aqua Queen-Sama kamen!! (๑ˊ͈ ॢꇴ ˋ͈)ᵃʳⁱᵍᵃᵗᵒ〜♡॰ॱ
Solaho genug geplaudert viel Spaß beim lesen! ლ(ಠ益ಠლ)
Gglg Eure Caro <3

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Kiyomis Sicht

Schweigend saß ich in meinem Zimmer und starrte in den Spiegel der vor meinem Bett platziert war. Die Tür öffnete sich und ein geflecktes Fellknäuel lief hinein. Sofort sprang Bacon auf die Matratze drehte ein, zwei Runden ehe er sich dann an meinen Oberschenkel kuschelte. Das machte er wie oft und auch schon seit ein kleiner Kater war. Gedankenversunken glitt meine Hand durch sein weiches Fell und er begann zu schnurren. „Willst du nicht runter kommen? Ich hab gekocht.“, hörte ich es hinter mir meinen Onkel sagen, aber ich hatte keinen Appetit. Nachdem ich nach einer Zeit nicht geantwortet hatte schloss er die Tür und ließ sich neben mir nieder. „Kiyomi...es tut mir leid ich hab versucht mit ihm zu reden aber...du kennst deinen Vater. Ich will auch nicht das die Jungs mit ihm gehen aber so wie es jetzt aussieht, wird Akuma nicht mehr  Basketball spielen können und mit der ärztlichen Behandlung hätte er eine Chance...Katsuro wird auch-“, setzte er erklärend an aber ich wollte ihn nicht hören. Unangekündigt stand ich einfach auf und verließ den Raum. Das knarzen der Stufen sowie eine heftige Diskussion die von meinem Zwilling ausging, erklang als ich die Stufen hinunter schritt.

Unser großer Bruder kauerte nur stumm auf dem Sofa und knebelte seine Hände. Eine Chance also? So was wie Hoffnung ja? Als ich ins Wohnzimmer trat, wurde auch das Gespräch zwischen Katsuro und Vater zunehmend ruhiger. Ich betrachtete sie, sah zu Akuma rüber und versuchte seinen Blick zu deuten.
„Geht...“, war das erste war über meine Lippen brach und Katsuro zu mir treten ließ. „Kiyomi-na halt dich daraus! Du bist ja nicht diejenige die von hier weg muss!“, knurrte er und ich schaute monoton zu ihm.
„Nein bin ich nicht...Im Gegenteil ich werde hier bleiben und dabei zusehen wie auch der Rest meiner Familie verschwinden wird und dennoch ist es der einzige Weg, den wir im Moment Akuma bereiten können.“, erklärte ich ruhig. Seine Hände packten meine Schultern und er rüttelte mich rabiat. Sein Blick war voller Zorn, doch war auch Trauer dabei.
„Ist das dein ernst?! Du sagst es selber und willst es dennoch! Du willst das wir verschwinden ja?! Ist es das was du willst?!“, schrie er schon fast und schubste mich etwas zurück. „Katsuro!“, mahnte Aisu der gerade die Treppe hinunter kam und ebenfalls zu uns trat.

„Hörst du dich reden?! Denkst du es ist für deine Schwester einfach diese Entscheidung hin-“ Stockend hielt er inne und blickte verwundert zu der Hand die ich ihm auf seine Brust legte.
„Ich denke nicht an mich...ich weiß auch nicht ob ich das möchte oder nicht...Ich weiß nur das es die einzige Möglichkeit für Akuma ist seine Leidenschaft zu retten...Deine Krankheit wird ebenso immer schlimmer und wir wissen das es von der jetzigen Situation herrührt..Auch wenn wir uns diese Zeit sehen, es wird nie wieder so sein wie früher ob ihr jetzt hier seid oder in Amerika...Ob ihr jetzt die Initiative ergreift und euch beide behandeln lasst oder ob ihr hier bleib...Nichts wird das zurück holen was wir hatten. Was uns jetzt erwarten wird, kann niemand wissen und dennoch können wir nur daran arbeiten, dass es besser ist als bisher. Nenn mich egoistisch oder gefühlskalt wenn ich sage das ihr Vaters Angebot annehmen solltet und mit ihm nach Amerika geht, um euch behandeln zu lassen. Stell mich als den Feind dar wenn es dir damit besser geht, aber verwerfe keine Chance darauf das du oder Akuma geheilt werden könntet. Was sind Jahre? Was ist Zeit wert, wenn du sie nicht nutzt? Ich weiß das du Angst hast aber zu denken, dass wenn du hier bleibst, es einfacher für dich wird...Gott Katsuro mach verdammt noch mal deine Augen auf.“, antwortete ich ihm und zog daraufhin meine Jacke an.

Es war still. Ich verließ das Anwesen auf ein Stück raus und stampfte im Schnee umher. Eine weiße Wunderpracht und das im März...Seufzend beobachtete ich parallel die qualmenden Atemwolken, die in den dunkeln Himmel hinauf stiegen. Tränen füllten meine Augen und ich setzte mich kraftlos auf eine Bank am Straßenrand. Keine zwei tage hatte unser Vater auf sich warten lassen, nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, ehe er von der Klinik eines Bekannten in Amerika angefangen hatte zu sprechen. Er wäre ein renommierter Arzt, der sich auf Knochenrehabilitation spezialisiert hätte und somit die perfekte Hilfe für Akuma darstellte.

„Es ist kalt heut' Nacht. Willst du dich nicht wieder rein ins hitzige Gefecht stürzen?“, fragte mich Aisu müde lächelnd und setzte sich wieder zu mir. „Würde ich es nicht besser wissen, würde ich meinen sie verfolgen mich.“, erwiderte ich gespielt pikiert schenkte ihm jedoch, dabei keinen Blick. Er lachte und lehnte sich zurück. „Meintest du das ernst eben? Ich meine sie wären dann trüben...Nicht für ein-, zwei Monate sondern auf eine unbestimmte Zeit.“, erklärte er und zündete sich eine Zigarette an.
Prüfend lugte ich zu ihm nach hinten. „Stressraucher.“, entgegnete er nur plump auf meinen Blick, worauf ich mich in seinen Arm einharkte und mich an ihn schmiegte.
„Ich weiß nicht, ob es die richtige Entscheidung für mich ist...aber ich weiß, dass die beiden Vater mehr brauchen als ich ihn...Ich weiß das ihr euch gestritten habt im Krankenhaus...Schwestern haben darüber Nachts auf dem Gang getratscht...Es läuft in letzter Zeit so viel schief...Alles gleitet mir aus den Händen und ich bin mir nicht recht schlüssig darüber, ob ich das einfach so bewältigen werde oder es überhaupt kann...Alles was ich weiß ist, dass Akuma genesen will und ich werde ihm die Möglichkeit dafür geben. Katsuro war schon immer mehr von der Aufmerksamkeit unserer Eltern abhängig und da jetzt nur noch Vater übrig ist, bleibt wohl kein anderer Weg.“, meinte ich gelassen und sah gespannt zu Aisu wie er darauf reagieren würde. Wie anzunehmen schmunzelte er amüsiert darüber und stieß grinsend den Rauch aus.
„Du warst schon immer zu erwachsen...“, antwortete er nur nüchtern und lehnte sich auf seine Oberschenkel. „Wirst du mit dieser Entscheidung wieder Lächeln können?“, fragte er mich schließlich wieder etwas bedachter und spähte zu mir.
„Irgendwann wird sein das dann. Irgendwie scheint es jetzt noch wie nie. Wenn wir danach jagen, werden wir verzagen, heißt also endlich, wir müssen warten...“, kam es beschwingt von mir hervor und ich stand auf. „Wer hat das geschrieben?“, wollte mein Onkel noch wissen während er seinen Stummel zu Ende qualmte.
„Mama.“, seufzte ich benommen und kehrte ins Haus zurück.




Gegenwart


Kiyomis Sicht

„Der Tag an dem meine Brüder in das Flugzeug gestiegen waren, war der Tag an dem ich neu begonnen habe.“, beendete ich meine Erzählung erschöpft und schaute zu Frau Dr. Scharn auf. Diese hatte sich mittlerweile wieder von mir weg bewegt und schrieb etwas auf ihren Notizblock. „Das hast du damals auch schon gesagt...Was meintest du damit?“, erwiderte sie und spähte über ihren Brillenrand zu mir.
„Wie ich es sagte.“
„Das heißt, dass du deine Brüder als Last angesehen hast und du erst wieder zu dir finden konntest, als sie weg waren?“, schlussfolgerte sie trocken.
„Nein.“, meine ich knapp.
„Sondern?“
„Ich habe nicht mehr zu mir gefunden. Das Mädchen was eine Mutter hatte und von ihrem Vater unberührt war, gab es nicht mehr. Wo sollte ich also ansetzten? Wenn eine Figur hinunter fällt, kann man sie nur bis zu einem bedingten Maß an Scherben reparieren, sodass sie danach wie vorher wirkt.“, erklärte ich und stand auf.
„Darf ich rum gehen?“, fragte ich beiläufig.
„Ich bitte darum, wenn es dir so angenehmer ist.“, brachte sie nur daraufhin vor.

„Kiyomi...wie hat dich dein Vater angefasst?“
Da war sie, die Frage die ich mir noch nie reflektierend selbst gestellt hatte. Nie und mit keinem hatte ich jemals darüber gesprochen und jetzt ausgerechnet mit dieser Frau.
„Gespalten...mal liebevoll und mal hat er mich geschlagen. Er nannte mich die ganze Zeit bei dem Namen meiner Mutter und würgte mich wenn ich etwas sagte. Meine Stimme wollte er nicht hören, also verband er mir den Mund.“
Entsetzen lag in ihrer Mimik und es schien als müsse sie sich für einen Moment fassen.
„Du sagtest, dass du dich damals in dem Badezimmer umbringen wolltest weil es dir eine Stimme gesagt hat.“, stellte sie mit einem Blick auf ihre Unterlagen fest.
Ich lächelte und schaute sie mir leeren Augen an.
„Ja...er wollte es. Nachdem er sich an mir vergangen hatte zog er sich an, sah zu mir runter und lachte. Meinte ich sei nicht Kimiko.“
„Kiyomi du bist noch nicht volljährig...ich muss das deinem Onkel sagen.“, unterbrach sie mich und griff schon zum Hörer.
„Wenn sie das Telefon auch nur berühren werde ich durch diese Tür verschwinden und sie werden nie wieder etwas von mir sehen oder hören.“, drohte ich sie scharf und sie verharrte. Schluckend glitt sie wieder auf den Sessel und sah mich besorgt an.
„Das geht zu weit. Kiyomi das was dein Vater gemacht hat ist nicht nur abscheulich sondern auch eine Straftat. Ist dir das klar?!“ Ihr Tonfall wurde ruppiger. „Ich werde deinen Onkel nicht nur als dein Mündel sondern auch als Polizisten darüber verständigen.“, erklärte sie und hörte sich dabei eher so an als würde sie sich selber Mut zusprechen wollen.

Mein Blick fiel auf die Uhr und ich wand mich von ihr ab. Verwundert schaute sie zu mir hinauf. „Das ist doch lächerlich Kiyomi!“
Ruhig nahm ich den Augenkontakt auf und fixierte sie.
„Wenn sie meinen Onkel darüber informieren, werden sie nicht nur ihn sondern auch meine Brüder zerstören und das werde ich nicht zulassen. Also Finger weg von diesen beschissenen Hörer und lassen sie es darauf beruhen.“, knurrte ich düster und schnappte mir meine Jacke. Ohne auf ihre Reaktion zu warten, schwang ich die Tür auf und verließ diesen Raum.


Kagamis Sicht

Seit etwa einer Viertelstunde lag ich auf dem Fußboden meines Zimmers und beobachtete die Staubkörnchen, die von der hinein brechenden Sonne sichtbar wurden. Aius war etwa genauso lang weg. Nachdem er mir von dem Unfall und den Grund, weswegen Katsuro und Akuma nach Amerika sind, berichtet hatte wusste ich nicht genau, wie ich jetzt über diese ganze Situation denken sollte. Ich konnte mich noch genau an das Mädchen erinnern, dass auf der Straße standen hatte und in sich zusammen brauch. Der Gedanke daran, dass dies Kiyomi gewesen sein soll...nein...sie war es...Und das zerriss mich! Zähneknirschend sprang ich auf und zog mir etwas anderes an. Impulsiv wie ich war, überlegte ich nicht gerade lange darüber ob es genau jetzt eine gute Idee war, zu ihr zu gehen aber ich wollte es.  Also schnappte ich mir mein Handy, mein Schüssel und auch noch ne' dünnere Jacke und stolperte förmlich zu meiner Tür. Energisch öffnete ich diese auch sogleich und erschrak etwas als eine Person ängstlich zusammen zuckte und zurück sprang.

Mit geröteten und unsicheren Augen sah mir Kiyomi entgegen und war befangen darin etwas zu sagen. Eigentlich war so was ja nicht mein Ding allerdings musste sie nicht erklären. Ich ließ meine Sachen einfach fallen und zog sie in meine Arme, worauf ihr Schluchzen wieder ertönte und sie ihr Gesicht in meinen Pulli versteckte. Wir verweilten lange in dieser Position und ich wiegte sie etwas hin und her, bis sie sich wieder einiger Maßen beruhigt hatte. Durchatmend löste ich mich ein Stück weit von ihr und wischte ihr noch ein paar Tränen aus den Augenwinkeln. „Ich werde dich niemals alleine lassen okay? Von nun an pass' ich auf dich auf, verstanden?“, entgegnete ich ihr sanft und sie nickte nur heftig. Wie ein Kind, das an etwas klammerte. Ich zog sie in meine Wohnung und nahm sie wieder in den Arm. Komischerweise fühlte ich mich ihr in diesen Augenblick näher, als jemals zuvor.


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Sodaho also das war es auch mit der quicklebendigen Vergangenheit von Kiyomi und Co.  .+:。(ノ・ω・)ノ゙
Da wir uns jetzt den traditionellen ultra Deep gewidmet haben kann es also wieder mit mehr Romance und Hach-wie-schön-Momenten weiter gehen  (۶ꈨຶꎁꈨຶ )۶ʸᵉᵃʰᵎ  Aber keine Sorge, das Drama bleibt natürlich!
ᕕ( ᐛ )ᕗ
Bleibt also gespannt!  (ノ^∇^)
Bis Bald und gglg Eure Caro <3
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