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Der Rhythmus liegt im Herzen

von CaroK
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16
Himuro Tatsuya Kagami Taiga Kise Ryōta OC (Own Character)
04.12.2015
10.08.2016
58
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Dieses Kapitel
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29.03.2016 2.102
 
Gute Nacht meine Lieben ☆⌒(*^∇゜)v
Mal wieder stelle ich das neue Kapi zu einer etwas späteren Stunde hoch, doch kann ich Euch zu Beginn an schon etwas beruhigen: diesmal habe ich es nochmals durch lesen können. ヾ(_ _*)
Jaaa und dann legen wir auch gleich mal los würde ich sagen, oder? ᕕ( ᐛ )ᕗ
Viel Spaß beim lesen! (๑ ˃̵͈́∀˂̵͈̀ )ʊʊ
GglG Eure Caro <3

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Aisus Sicht

Gegenwart

Eine einvernehme Stille hatte sich zwischen dem Zeugen und mir ausgebreitet. Nachdem Taiga mir seine Sicht des Vorfalls von vor vier Jahren geschildert hatte, schaute er schon fast apathisch an eine unbestimmte Stelle am Boden. Es machte fast den Eindruck als wolle er so, die Erinnerungen wieder herunter spülen. Dieser Gedanke brachte in mir ein reumütiges Gefühl hervor. Immerhin hatte er sich allein wegen mir versucht, an den Unfall zu entsinnen. Hinzukam natürlich auch noch die Beziehung, die er zu Kiyomi hatte. Wieso musste auch ausgerechnet er es gewesen sein, der damals anwesend war? Im Gegensatz zu mir Beispielsweise...Ich wusste noch ganz genau, dass ich gerade mit einem Kollegen auf Patrouilliere war und wir uns gerade etwas zu Essen gekauft hatten.
Allmählich, konnte ich den Anblick des Jungen vor mir nicht mehr ertragen...Dank meiner Ausbildung war es mir möglich Gefühle sowie Gedankengänge, anhand der Mimik und Gestik der Person, zu erahnen. Allerdings wollte ich das in diesem Fall gar nicht...Sein Ausdruck, erinnerte mich an mich selbst.


Vier Jahre Zuvor


Aisus Sicht

Zufrieden Seufzte ich auf und ließ mich zurück in den Ledersitz fallen. „Puuh! Das war echt lecker! Wir sollten uns nachher nochmal was holen!“, riet ich lachend und wischte mir dann meinen Mund ab. „Meine Güte Onâ-kun, du steckst echt ne' Menge weg!“, erwiderte mein neuer Partner lächelnd und konzentrierte sich dabei auf den laufenden Verkehr.
Grinsend steckte ich meine Hände hinten den Kopf und schaute aus dem Fenster.
„In unseren Beruf muss man doch immer voll und ganz einsatzfähig sein! Wer weiß, wann die nächste durchsage kommt und wann wir dann das nächste mal etwas zu Futtern bekommen!“, scherzte ich und beobachte die Menschenmasse außerhalb des Wagens.
„Recht hast du! Nur...meine Frau bringt mich um, wenn ich Zuhause antanze und keinen Hunger mitbringe. Hast du kein Herzblatt?“, harkte er neugierig nach. Mein Kollege war schon etwas älter als ich. Nicht besonders viel. Vielleicht sechs oder sieben Jahre.
„Nein...es gab da mal ein Mädchen aber, wie das Leben dann eben so spielt. Ich wohne bei meinen Bruder und seiner Familie. Meine Schwägerin ist super und sie macht die besten Teriyaki, die du je probiert hast!“, prahlte ich fast schon und er lüpfte eine Braue.
„Ach ja? Klingt ja verlockend.“, meinte er nur provokant.
„Schon gut, schon gut. Das nächste Mal, lade ich dich ein. Dann lernst du auch meine Nichte und meine zwei Neffen kennen. Sie und ihr Zwillingsbruder sind elf und Akuma-tan ist letztens schon 16 geworden! Man ich weiß noch wie ich den kleinen das erste Mal auf dem Arm hatte...“, schwelgte ich verträumt in Erinnerungen und bemerkte er später, dass mich mein Gesprächspatern an einer roten Ampel, schmunzelnd ansah.  

„Das du so ein Familientyp bist, hätte ich dir gar nicht zugetraut Onâ-kun...“, kommentierte er vorwitzig und ich wand meinen Blick wieder nach draußen. „Aaach rutsch mir doch den Buckel runter, Katsche...“, schmollte ich gespielt beleidigt und verschränkte die Arme. Er lachte und fuhr nach einer Weile endlich wieder an.
Als es so aussah, dass er ein neues Thema anschneiden wollte, bekamen wir über Funk eine Meldung.
„Streifenwagen 170?“ Ich nahm das Mikro in die Hand und führte es an meine Lippen.
„Ja? Was können wir für euch tun?“, meldete ich mich freundlich und Katsche schüttelte über meinen Tonfall hin, nur amüsiert den Kopf.
„Ein Unfall in Sektor 7, Abschnitt 2-0. Fahrerflucht und eine Verletzte. Krankenwagen ist schon da. Dem Fluchtwagen sind schon 124 und 187 auf den Fersen. Klärt ihr also die Angelegenheit vor Ort ja?“, ordnete eine raunende Männerstimme an und brach den Kontakt damit ab.
Ich hing das Gerät wieder in seine Vorrichtung und atmete tief durch. „Was für ein feiges Schwein...“, zischte ich nur wütend und bekam ein zustimmendes Nicken meines Kollegen.

Die Fahrt dauerte nur ungefähr fünf Minuten doch, konnte man schon von weiten die Unfallstelle ausmachen. Eine riesige Menschenmenge, hatte sich um das Geschehen versammelt.
„Na wunderbar...“, äußerte sich Katsche genervt und wir stiegen aus.
Er ging voraus und wies die Massen zurück. „Okay bitte meine Herrschaften! Sie behindern unsere Arbeit! Gehen sie zur Seite und halten sie Abstand!“, orderte er plötzlich autoritär an und ließ mich stutzig werden. So schnell zwischen Spaß und Ernst hin und her zu schalten...So wollte ich auch irgendwann mal sein...Ich betrachtete meine Umgebung und erblickte die Blutspritzer auf dem Teer. Einige Meter hoch lag ein abgedecktes Bündel. „Das war es wohl, mit dem Verletzten...“, murmelte ich kritisch und ließ mein Augenmerkmal weiter wandern. Dann würden auch bald Verstärkung heranrücken...Umso besser. Katsche hatte wirklich mit den neugierigen Passanten zu kämpfen.
„Okay! Alle die Zeuge dieser tat wurden, melden sich bitte bei mir!“, äußerte er sich erneut lautstark und versuchte etwas Ordnung in die Angelegenheit zu bringen.

Einer der Sanitäter kam auf mich zu. „Sie sind die geschickte Streife? Die genannte Verletzte ist leider drei Minuten nach unserer Ankunft verstorben. Wiederbelebungsmaßnahmen waren zwecklos. Ein Mädchen war bei ihr schätzungsweise zehn Jahre. Wir vermuten es handelt sich dabei um ihre Tochter, doch sie steht noch unter Schock. Wollen sie, sie trotzdem sehen?“, fragte er mich abgeklärt, was mich zum Teil etwas anwiderte. Unfälle hatte ich jetzt schon oft unter Kontrolle bringen müssen, allerdings ging noch nie ein Todesopfer darauf hervor...Und das er von ihrer scheinbaren Tochter so nüchtern sprechen konnte..Sie war noch ein Kind! Was sie jetzt durchmachen musste, wollte ich gar nicht wissen! Ihr Alter erinnerte mich natürlich sofort an Kiyomi, weswegen ich ihn nur grimmig zunickte.

Wie Aufgefordert, brachte er mich zu dem Krankenwagen, der etwas Abseits stand. Eine weitere Sanitäterin, kam gerade heraus und streifte sich die Gummihandschuhe ab.
„Gesprochen hat sie noch nicht, aber soweit ich das beurteilen kann, hat sie keine all zu großen Verletzungen. Wir sollten aber dennoch zusehen, dass wir sie schnell hier weg bekommen und ins Krankenhaus bringen.“, erklärte sie die Sachlage.
„Kann ich vorher noch zu ihr?“, fragte ich höflich und die Frau schaute mich an.
„Da es kein Notfall ist, ja. Aber beeilen sie sich bitte dennoch.“, entgegnete sie nachdenklich und ich versicherte ihr, dem Folge zu leisten.

Ahnungslos nahm ich den Rand der, einen Spaltbreit offenen Tür, in die Hand und lugte ins Innere. „Oha-“, setzte ich vorsichtig an, um das Kind nicht zu verschrecken.
Als ich sie dann zusammengekauert auf der Liege sitzen sah, wurde mir ruckartig schlecht.
Ich schüttelte ungläubig den Kopf und bettete, dass dies nur eine Halluzination bedingt, durch meine unbewussten Ängste war. Doch als sie mich erkannte, sprang sie auf und rannt zu mir. Ihre dünnen Arme legten sich um meinen Hals und sie klammerte sich an mich. Sofort spürte ich ihre Tränen, auf meiner Haut und ich erstarrte wie ein Klotz.
Fassungslos stand ich einfach nur da und konnte die Situation gar nicht erfassen. „Awiswu..“, wimmerte sie leise. Ihre Stimme war leer und dennoch voller Trauer. Vom Weinen erstickt. Erst jetzt war ich in der Lage, meine Arme um sie zu legen und sie hochzuheben.

„Schschschsch...ich bin ja hier..“, hauchte ich ihr sanft entgegen und wiegte sie ein wenig.
Die Notfallärzte schauten uns nur perplex an, doch ahnte die Frau anscheinend schlimmes, da sie ergriffen ihre Hand vor den Mund legte.
„Ihr Name ist Kurashikku Kiyomi. Ich bin ihr Onkel. Mein Name ist Onâ Aisu.“, erklärte ich unaufgefordert.
„Onâ-kun! Wo bleibst du?! Wir müssen die Leiche identifizieren!“, rief Katsche von etwas weiter weg und ich bemerkte, dass noch weitere von uns eingetroffen waren.
Nur ein ganz feines, wenn auch elektrisierendes Zucken, ging durch Kiymois kleinen Körper und sie intensivierte den Griff in meine Uniformjacke.
Ich schloss für einen Moment die Augen legte eine Hand auf das Ohr meiner Nichte.

„Sagen sie meinen Kollegen, dass es sich um Kurashikku Kimiko handelt. Sie ist..war...nein ist... meine Schwägerin. Ich werde mit ihnen gehen und Kiyomi-tan ins Krankenhaus begleiten.“, flüsterte ich zittrig zu dem Typen.
„In Ordnung...Sollen wir noch irgendjemanden verständigen?“, erkundigte er sich noch kurz.
Ich schüttelte zögerlich den Kopf. „N-Nein...das werde ich erledigen...“, antworte ich etwas unsicher und er verstand.
Danach dauerte es auch nicht lange, ehe wir ins Krankenhaus fuhren. Kiyomi bewegte sich während der gesamten Fahrt, kein einziges Mal. Versuchte ich sie in eine, für sich bequemere Position zu heben, verkrampfte sie wieder und schluchzte, dass ich da bleiben solle.  
Ich streichelte dann ihren Kopf und versicherte ihr immer wieder, das ich nirgendwo hingehen würde.

Nach circa einer Stunde war auch schon alles erledigt. Kiyomi lag in einem Zimmer im dritten Stock und schlief endlich, durch die verabreichten Beruhigungsmittel der Ärzte ein. Ich blieb während der ganzen Untersuchung bei ihr, kontaktierte jedoch natürlich auch meinen Bruder.
Dieser traf dann auch wenig später ein. Mit einem heftigen Stoß, knallte er die Türen, die zu der Station führten auf und trat schnellen Schrittes, dem Flur entlang.
„AISU!“, schrie er schon fast und schaute sich hilflos um. Ich sprang direkt von meinem Stuhl und ließ Kiyomis Hand vorsichtig los.
Als ich aus dem Zimmer trat, lief ich beinahe direkt in ihn hinein, konnte aber noch rechtzeitig stoppen.
„Wo ist sie?!“, wollte er hektisch wissen und drängte mich zur Seite.
Ruckartig hielt ich ihn fest und zog ihn von dem Zimmer weg. „Takeru! Beruhige dich! Kiyomi-tan ist gerade erst eingeschlafen! Die Ärzte gehen davon aus, dass sie eine posttraumatische Störung davon getragen hat. Sie braucht jetzt Ruhe!“, versuchte ich ihn zu besänftigen, doch gelang mir dies nicht wirklich.
„Sag mal, für wen hellst du dich?! Sie ist meine Tochter! Meine, nicht deine! Meine Frau ist Tod und du willst mich jetzt auch noch von ihr weghalten! Geh mir aus den Augen!“, knurrte er mich wütend an und stieß mich gegen die Wand, um an mir vorbei zu gelangen.

Während er in dem Raum verschwand, in dem sie untergebracht war, blieb ich zurück und fixierte einen x-beliebigen Punkt auf den sterilen Fließen unter mir.
Kimiko war tot...Kimiko war tot...Sie war...Ich hatte sie heute Morgen noch verabschiedet, als ich aus dem Haus ging. Sie hatte gelächelt und gesagt, dass ich auf mich aufpassen solle. Sie sagte, dass wir uns heute Abend wieder sehen würden. Sie erzählte mir, dass sie heute mir Kiyomi einkaufen gehen wollte. Wieso-? Sie..- Die drei brauchen sie doch...Wer kümmert sich jetzt um sie? Warum...wo war sie hin? Panisch griff ich mir ins Haar und rutschte an der Mauer herab. Eine Schwester reagierte sofort und kniete sich zu mir. Ihre Stimme drang nur matt an mein Ohr heran und sie rief etwas hinter sich. Ich war Polizist...Mich konnte man ersetzten. Wieso Kimiko? Ich merkte wie ich bewegt wurde. Spürte die Tränen, die meine Wangen hinunter rannen und wie mich eine Hand auf eine Trage drücken wollte. Ich wehrte mich.
Wo waren die Jungs?! Aufgewühlt wollte ich aufstehen. Zwei Pfleger versuchten mich zu beruhigen, doch ich drängte sie einfach weg.
Eilig richtete ich mich wieder auf und lief zu meinem Bruder.
„Takeru, wo sind Katsuro-tan und Akuma-tan?!“, wollte ich fieberhaft wissen, doch er antwortete nicht.
Früher dachte ich, ich hatte mich verguckt.
Vielleicht redete ich es mir auch nur ein, da ich wusste wie aufgelöst ich in diesen Moment war. Doch meinte ich zu glauben gesehen zu haben, wie meinen Bruder sein eigenes Kind würgte.
Nein...diese Vorstellung war absurd...

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Ja Hallöle Du wundervoller Mensch und willkommen zu dem allseits beliebten Nachwort
( ͡° ͜ʖ ͡°)
Jahaha ich bin schon ein kleines Plaudertächen ∠( ᐛ 」∠)_
Mhh ich denke ich muss das Genre der Geschichte nochmal überarbeiten ( ̄▽ ̄')
Gome, es ist doch etwas dramatagischer geworden, als ich ursprünglich gedacht habe
ԅ( ͒ ۝ ͒ )ᕤ
Ich hoffe aber dennoch, dass Euch dieses Kapi gefallen hat! ƪƪ’▿’)
Wie immer wären Reviews spitze! (((o(*゚▽゚*)o)))
Ich hab mich diesmal riesig darüber gefreut, dass ich noch ein weiteres Review bekommen habe *-*// Danke GarjeelRedfox-Sama! Und natürlich auch ein dickes Dankeschön, an meine liebe Aqua Queen-Sama und Jojocchi-Sama! Hier spürt diese Liebe! ლζ*♡ε♡*ζლ
Ich spring immer im Kreis, wenn mir jemand geschrieben hat  (‘∀’●)♡ Echt jetzt! <3
Joaa jetzt aber genug gesülzt und gute Nacht meine Lieben xD
Bis Bald und gglG Eure Caro <3
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