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Der Rhythmus liegt im Herzen

von CaroK
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16
Himuro Tatsuya Kagami Taiga Kise Ryōta OC (Own Character)
04.12.2015
10.08.2016
58
154.676
9
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63 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
04.12.2015 3.555
 
Hallo Du lieber Leser (^_^)/ Danke erstmal das du meine Gesichte weiter ließt x3 Ich dachte mir, da ich sie heute erst Veröffentlicht habe und das erste Kapitel, zum Schneppern, etwas kürzer war, stelle ich heute auch gleich das nächste Rein ~(^o^)~ Super ultra Mgea Special! xD  Ich hoffe es Gefällt Dir, kannst ja mir ne kurze Rückmeldung dalassen :3 Würde mich sehr darüber freuen x3
Ps:.: Nochmal danke an die, die mir schon geschrieben haben x3
Gglg Eure Caro <3
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Rikos Sicht
Die Sonne ging schon langsam unter und es wurde Zeit für unser Training. Etwas angespannt, eilte ich über den Schulhof und ging in Gedanken schon mal meine Wortwahl durch. Gerade eben hatte mich der Rektor bestellt gehabt. Nicht nur das, mir allein dadurch schon das Herz fast stehen geblieben war, nein jetzt musste ich auch noch den Jungs diese etwas komplizierte Anordnung erklären. Kleinlaut huschte ich in die Halle und legte meine Tasche nieder. Wie ich es schon vermutet hatte, waren bereits alle da und warfen ihre ersten Körbe. Als erstes bemerkte mich der Kaption und kam, etwas außer Atem auf mich zu gelaufen. „Coach, da bist du ja! Ist irgendwas passiert? Es ist unüblich das du so spät dran bist.“ Dies richtete auch die restlichen Blicke auf mich und es kam augenblicklich alles zum stehen. Allein das quietschen der Schuhe war zu hören. „A-Also...“, stammelte ich ratlos vor mich hin und schlug mir dann fassend gegen die Wangen. Jetzt musste ich ruhe bewahren! „Okay Leute, kommt mal alle her ich muss euch was sagen!“ Skeptisch, ließen ein paar Jungs ihre Bälle fallen und kamen, wie bestellt zu der Bank. Aufgeteilt setzten sich einige auf den Boden und schauten erwartungsvoll zu mir, während sie etwas tranken oder sich mit einem Handtuch abtupften. „Mh, also...der Rektor hat mich eben zu sich gerufen.“ Ergriffen schlug Koganai seine Hand vor den Mund und zog genauso wie Furihata, Kawahara und Fukuda, scharf die Luft ein. Teppei schien ebenso verwirrt und legte seinen Kopf etwas schief. „Aber Coach, hast du denn irgendwas verbrochen?“ Augen rollend, fasste ich mir durch die Haare und wollte gerade etwas entgegnen, als plötzlich die Eingangstür der Halle, aufschwang und ein vor freudestrahlendes Mädchen hinein trat. „Oh mein Gott, ist das cool!“ Konfus beobachteten wir sie, wie sie sich anscheinend versuchte zu beruhigen und sich begeistert umschaute. Abrupt drehte sie sich um und fing an wild mit den armen herumzufuchteln. „Kiyomi-chan! Ich könnte heulen! Ist das geil, sieh mal wie groß die Halle ist!“ Bis auf Kuroko, der monoton wie immer drein schaute, fielen einzeln die Kinnlade herunter. Doch musste ich mit Enttäuschung feststellen, dass dies aus unterschiedlichen Gründen herrührte, als Furihata, das aussprach, was wohl einigen von ihnen in der Kehle brannte. „Ist die süß!“ Zustimmend, nickte der Rest, bis auf Kuroko der neben mir stand „Sachiko-kun“, murmelte er kaum hörbar vor sich hin. Herrje...ich wusste, dass das im Chaos enden würde...Vorsichtig trat nun auch eine zweite Person in die Räumlichkeit und kratzte sich etwas nebulös am Kopf. Doch, als ich sie genauer musterte, geriet ich ins Stocken. Ihre Kleidung war etwas untypisch für diese Schule. Anstatt eines Rockes, trug sie eine kurze Hose. Ihr Pulli war ihr etwa eine Nummer zu groß und sie hatte eine dünne Sweatchat-Jacke, um ihre Taille gebunden, was ihr Outfit irgendwie doch passend machte. Sie hatte dunkelbraune Haare, die im Licht jedoch etwas lila schimmerten und locker mit einer Klammer hochgesteckt waren. Ihre Ausstrahlung war eigenartig und schon eher aus Reflex, begann ich damit sie zu analysieren. Doch was ist herausfand, war ziemlich unerwartet. Ich konnte es nicht! Immer und immer wieder versuchte ich neu anzusetzen, doch ich kam zu keinen Ergebnis. Wer war das?

Kagamis Sicht
Irgendwie kam mir dieses Mädchen bekannt vor. Nicht der laute Flummi, sondern die Andere. Versunken, versuchte ich sie zuzuordnen, als mich Unerwarteterweise Izuki anstupste. „Hey, das dunkelhaarige Mädchen...Ist das nicht die von heute Morgen?“ Er hatte recht! Doch ehe ich etwas erwidern konnte, ergriff der Coach das Wort. „Wer seid ihr?“, rief sie zu den Beiden hinüber, woraufhin diese zu uns schauten. Der Blick, dieses aufgedrehten Mädchens, schweifte über unsere Gruppe und verharrte schließlich an einem Punkt. Fröhlich rannte sie auf uns zu und sprang neben mich, was mich etwas zurück weichen ließ. „Was zur Hö-?!“ Erst jetzt viel mir auf das Kuroko neben mir stand. Moment mal was? Sie hatte ihn bemerkt und ich nicht?! Baff standen wir restlichen da. Die anderen Jungs standen Spalier mäßig und forschten Kuroko synchron an. „Unmöglich! Kuroko du Arsch, wer zum Teufel bist du!“ Furihata, ließ frustriert seinen Kopf sinken und sank zu Boden. „Das kann doch nicht sein, für Jeden scheint er unsichtbar und für Frauen ist er ein Magnet? Ich bitte dich, was soll das!“ Langsam löste sich das Mädchen wieder von dem Blauschopf und drehte sich zu uns. „O-Oh, tut mir Leid!“ Gab sie Verbeugen von sich und schenkte daraufhin ein...sagen wir sehr einnehmendes Lächeln. „Ich war nur so überrascht, dass ich Kuroko-chan hier auffinden würde, da habe ich doch glatt vergessen mich vorzustellen. Mein Name ist Sachiko!“ Ehe ich genauer darüber nachdachte, ergänzte Kuroko sie und brachte dabei etwas Licht in die Sache. „Sie ist die kleine Schwester von Murasakibara-Kun.“, gab er mir nichts dir nichts, von sich. Ungläubig schauten wir zu dem Mädchen hinunter, die vielleicht gerade mal 1,55m groß war...wenn überhaupt... „Mo-Moment! Heißt das sie ist hier um Basketball zu spielen?!“, brach Koganai hervor. „Unmöglich, sie ist viel zu klein, du Idiot!“, gab Hiyuga von sich und gab dem Small Forward, eine satte Kopfnuss. Allerdings als ob, die Angesprochene uns etwas beweisen wollte, rannte sie auf einen der Bälle zu. Etwas überrascht schauten wir ihr hinterher und sahen zu, wie sie kraft geladen einen, einen Wurf machte. Kawahara, macht einen Schritt nach vorne und riss, wie die anderen weit die Augen auf. „D-Das ist doch jetzt nicht wahr!“ Den Odem anhaltend klebten unsere Augen an dem Ball welcher scheinbar in Zeitlupe Richtung Korb flog. Siegessicher, wandte sie sich uns wieder zu und streckte grinsend einen Daumen aus. „Keine Sorge ich-“ In diesen Moment prallte der Ball, volle Suppe an der Halterung ab und pfefferte gegen ihren Schädel. Erneut stand unsere Truppe gradlinig da. „Sie ist total unfähig!“ Kurz darauf spürte ich einen seichten Luftzug neben mir und erblickte im nächsten Moment, das andere Mädchen von heute Morgen. „Sachiko-san!“ Besorgt kniete sie zu dem anderen Mädchen und half ihr sich aufzusetzen. „Das war jetzt wirklich dumm von dir...Ballsportarten sind einfach nicht dein Ding...“ Gekrümmt rollte sie sich geradezu auf die Dunkelhaarige und drückte sie fest. „Kiyomi-chan mein Kopf tut weh!“ Alsbald verlor, die Genannte ihr Gleichgewicht und fiel samt des Flummis auf den Boden. „S-Sachiko-san...I-Ich bekomme keine Luft!“ Die Situation spitzte sich immer mehr zu und schien mehr und mehr verworrener zu werden. „Du bist also Kiyomi-san?“, hört ich unseren Coach, während sie vor uns Schritt.

Kiyomis Sicht
Herr Gott, da ist sie nur 1,54m groß und wiegt trotzdem ne' gefühlte Tonne! Als ich jedoch von einer mir unbekannten Stimme, meinen Namen vernahm, wurde ich hellhörig. Mit einen Ruck schob ich, Sachiko von mir und schaute verwundert auf. Ein Mädchen mit kürzeren Haaren, hatte mich angesprochen und stellte sich vor mich. Geschwind, richtete ich mich ebenfalls auf und sah ihr in die Augen. „H-Hai! Verzeiht, wir wollten euch nicht bei eurem Training stören!“ Mein Gegenüber machte einen etwas unentschlossenen Eindruck und musterte uns immer wieder abwechselnd. „I-ist schon okay. Wir hatten noch nicht richtig angefangen. Ich...hab nur nicht damit gerechnet das ihr heute schon kommt.“ Ein großer Junge mit braunen Haaren und etwas breiteren Augenbrauen, meldete sich zu Wort und trat gleichfalls an uns heran. Groß... „Du kennst sie?“ Das Mädchen, knirschte etwas mit den Zähnen und überlegte anscheinend was sie sagen sollte. „N-Nein, nicht wirklich. Das ist das was ich euch eben versucht hab zu erklären.“  Ich verstand allmählich, was hier das Problem war und zog, ohne ein Wort Sachiko auf ihre Füße. „Tut mir leid. Wir hätten nicht einfach so herkommen sollen...“, hörte ich mich leise nuscheln. Lächelnd winkte der scheinbare Coach ab. „Ach nein Unsinn! Es ist ja die Anordnung des Schulleiters.“ Ahnungslos gesellten sich jetzt auch noch die restlichen Anwesenden, zu uns. Ein Junge mit schwarzen Haaren und einer Brille, verschränkte im nichts tappend, die Arme. „Was meinst du damit, Riko?“ Da sich das, mit vorher Coach, angesprochene Mädchen, zu ihm drehte, wusste ich das sie also Riko hieß. „Nun...Kiyomi-san übernimmt den Tanz-Klub der Schule und da die dafür vorhergesehene Anlage, noch nicht wieder in Takt ist...werden sie zunächst hier Trainieren müssen.“ Etwas unwohl schaute ich in die verblüfften Gesichter, der Jungs und schaute unsicher zu Boden. Ich spürte, wie sich zahlreiche Blicke in mich hinein bohrten. Es war mir sehr unangenehm und ich wusste nicht recht wie ich jetzt zu handeln hatte. „Es freut mich dich wieder zu sehen Kiyomi-Kun.“ Verwirrt schaute ich auf und blickte in eisblaue, mir vertraute Augen. „K-Kuroko-San...“ Fäuste knackend stampfte ein Junge mit grauen Augen und schwarzen Haaren, auf den Blauschopf zu und nahm ihn in die Mangel. „Okay Kuroko! Als nächstes machst du uns erst mal eine Liste, mit welchen Mädchen du noch vertraut bist!“ Ein rothaariger...R-Riese...verpasste ihm ebenfalls eine. „Verdammt, wieso hast du nicht schon heute Morgen gesagt das du sie kennst?“ Heute Morgen? Wovon sprach er? Bin ich an ihnen vorbei gelaufen? Ich war meinem Sprint so verfallen, dass ich alles um mich herum nur noch als Hürde ansah und diese umging. Ich räusperte mich leicht. „Ich kenne Kuruko-san seit der Mittelschule. Sachiko-san, ist ebenfalls auf die selbe gegangen.“ Der, der Kuroko, bis jetzt noch voll im Griff hatte, ließ ihn schließlich los und schaute mich verwundert an. „Ihr seid auch von der Teiko?“ Zustimmend nickte ich. „Ja, Sachiko und ich waren damals in der offiziellen Tanz Gruppe der Schule und da Murasakibara-San, ihr großer Bruder ist, hatten wir auch automatisch eine Verbindung zu dem Basketball Team. Es...es tut mir leid, dass wir uns als solch ungebetenen Mieter, einnisten, aber uns bleibt wohl keine andere Wahl.“, setzte ich erklärend an, wurde allerdings scharf in meinem Satz geschnitten. „Wieso?“ Leicht eingeschüchtert, beäugte ich dem Riesen, welcher mich mit einer kühlen Mimik entgegensah. Ich schluckte. Was war nur mit mir los? Normalerweise, setzte ich meinen Dickkopf doch auch durch. Aber ich spürte regelrecht auf meiner Haut, wie unwillkommen wir wahren. Vor allem strahlte das dieser Griesgram aus. „Hey, Kagami beherrsche dich mal. Es ist ja nicht so das sie darauf bestanden hat. Also achte mal auf deinen Ton!“ Pferchte ihn der Junge mit der Brille zusammen. Kleinlaut hob ich mein Hand. „N-Nein ist schon in Ordnung. Wir werden schon etwas anderes finden. Beim Basketball braucht man immerhin viel platz.“ Hallo?! Gab ich gerade etwas einfach so auf?! Schweigsam griff ich Sachiko und machte mich ohne auf irgendeine Rückmeldung zu warten, aus der Halle hinaus. Fazit des Tages: Ich wollte immer noch hier weg...

Kagamis Sicht
Wutentbrannt, drosch mir der Coach eine, sodass ich mir den Kopf haltend am Boden kniete. „Kagami du Idiot! Schalt mal dein Hirn ein wenn du mit einem Mädchen redest und Switch nicht immer auf Durchzug!“ Der selben Meinung waren wohl auch die anderen, da sie zustimmend nickten. „Du bist wirklich etwas Taktlos.“, entgegnete Teppei. „Naja, ob das noch etwas ist? Ich würde eher sagen, dass er gar unsensibel ist.“, gab Izuki zu bedenken. „Klarer Fall von Unfähigkeit.“, meinte Hiyuga. „Mach dir nichts draus, du bist immer noch ein gute Spieler!“, fügte Koganai ermutigend, hinzu. Gereizt, stemmte ich mich wieder auf und schaute Stirn runzelnd in die Runde. „Ist das euer ernst?! Sie hatte doch recht! Die Halle ist nicht groß genug für so was!“, „Kagami-Kun...ich respektiere Kiyomi-Kun und mag es nicht wenn du so mit ihr umgehst.“ Fassungslos schaute ich an mir links hinunter. „Du jetzt auch Kuroko?!“ abrupt, packte mich der Coach am Kragen und zog mich hinunter. „Du wirst ihr jetzt nachgehen und dich entschuldigen! Außerdem wirst du sagen, dass sie hier trainieren dürfen! Immerhin ist das die Entscheidung des Rektors und nicht deine!“ Das gesamte Team zuckte, mit Ausnahme von Kuroko, zusammen. Sie hatte wieder ihren diktatorischen Ton angeschlagen und das bedeutete nie etwas gutes. „Kagami, ich warne dich. Wenn wir wegen deiner Aktion in Schwierigkeiten geraten, gibt es für den Rest des Jahres das fünffache Training für dich!!“ Ich schluckte und wich etwas zurück. Oha...sie war auf Tod aus. Nachdem ich ihnen versichert hatte, dass ich mich entschuldigen würde und sie mich dennoch hinaus in die Kälte scheuchten, während sie anfingen zu Spielen, hielt ich Ausschau nach diesem Mädchen. Murrend umschloss ich meinen Oberkörper, mit meinen Armen. Es war Arschkalt. Der fröstelnde Wind peitschte einen regelrecht gegen die Haut und es fing typischerweise auch noch an zu regnen. Schon leicht durchnässt blickte ich immer noch um mich. Dummerweise war es inzwischen Dunkel und nur noch das blasse Licht der Leuchten, erhellten das Schulgelände. Die Tropfen wurden stärker und ich stellte mich kurzerhand unter einer Unterführung. Seufzend fuhr ich mir wieder durchs Haar und strich über meinen Nacken. Was machte ich hier eigentlich noch? Sie waren bestimmt schon nachhause. Bei dem Unwetter und der Kälte konnte ich mich nur schlecht vorstellen, dass die Beiden noch irgendwo in der Nähe umherirrten. Unentschlossen verschränkte ich meine Arme und schloss die Augen. Wenn ich zurückkehrte, ohne sie gefunden zu haben, würde Riko mir wahrscheinlich erneut eine Standpauke halten. Allerdings war das Wetter eine gute Begründung gewesen. Nachdem ich mich Entschloss, zurück zu kehren, hörte ich plötzlich ein plantschendes Geräusch, welches von einen schmerzenden Krächzen gefolgt wurde. Neugierig, lugte ich um die Ecke und erkannte eine Silhouette, welche nicht allzu fern, durch den Schauer bewegte.

Kiyomis Sicht
So ein verdammter Mist! Scharf zog ich den Odem ein, nachdem ich unsanft auf den rutschigen Asphalt aufgekommen war. Meine rechtes Knie brannte und pochte zugleich. Stirnrunzelnd schaute ich an mir hinunter und betrachtete, das rote Gerinnsel, welches sich auf meiner Haut bildete. Ich konnte jetzt nicht aufhören! Einige Bewegungen, die ich heute beobachten konnte, wollte ich noch ausprobieren. Außerdem wollte ich mich noch etwas abregen. Sachiko-san war nachhause gegangen, nachdem sie eine Nachricht von ihren Bruder erhalten hatte. Die Beiden waren wirklich unzertrennlich. Es war für mich ohnehin fraglich, wieso sie hier auf die Schule gekommen war. Summende Klänge, waberten in meinem Kopf herum und ich konnte nicht anders als diese in Rhythmen zu verwandeln. Tanz war für mich schon immer mehr gewesen, als nur eine Tätigkeit oder ein Hobby. Sofern ich begann eine Melodie zu vernehmen, konnte ich einfach nicht mehr still sitzen. Hinzukam, dass eigentlich immer eine solche in meinen Gedanken befand. Ruhig schloss ich meine Augen. So war es am Besten. Alles um mich herum verschwand und es schien nahe zu so, als ob alles Böse aus meiner Welt hinaus gedrängt wurde. Zu meinem Pech, knickte ich während einer Umdrehung um und landete erneut auf dem Boden. Keuchend versuchte ich mich wieder aufzustemmen und vernahm währenddessen eine Hand, die sich mir entgegen streckte. „Keine wirklich guten Bedienungen um eine Tanzeinlage hinzulegen oder nicht?“ Konfus starrte ich in die roten Augen meines Gegenübers. Sein bordeauxfarbenes Haar, klebte an seiner Stirn und auch seine Kleidung war ziemlich durchnässt. Trotzend stand ich ohne Hilfe auf, musste dann aber feststellen, dass es doch nicht so mühelos war, sich auf den Beinen zu halten. Sowohl mein Knie, als auch mein Knöchel, waren durchzogen von einem stechenden Schmerz. Doch sah ich es nicht im entferntesten ein, vor diesem Typen schwäche zu zeigen. „Keine Räumlichkeit zu haben, wird mich nie abhalten zu tanzen.“ Konzentriert klopfte ich mir meine Kleidung ab und war dankbar um die Tropfen, die vom Himmel hinab fielen und dabei meine einzelnen Tränen verbargen, welche langsam aus meinen Augen hervordringen. Meine Fußfessel begann zu pochen und ich verkrampfte mich etwas um den Schmerz dämmen zu können. Allem Anschein nach, machte ich dabei einen etwas zu verbissenen Eindruck, weswegen mich der Rotschopf eindringlich anschaute. „Ist alles in Ordnung, oder hast du dich bei dem Sturz eben verletzt?“, fragte er in einer unerwartet, sorgenvollen Tonlage. Etwas überfordert von seiner Reaktion, wisch ich automatisch ein Stück zurück. Mir war es nicht wirklich recht, wenn mir ein Mann zu nahe kam den ich kaum kannte. „Alles bestens!“, zischte ich regelrecht und wollte auch gleich darauf verschwinden, doch als ich den ersten Schritt machte, zog sich ein unangenehmer Schauer, durch meinen Körper. Schluckend versteinerte ich in meiner Position und kauerte etwas auf meiner Unterlippe herum. Gleich darauf, drang ein genervter Laut an mein Ohr und ich spürte, wie eine Hand meinen rechten Arm packte und sich ein weiterer starker Arm um meine Hüfte legte. „Reicht es wenn ich dich stütze, oder soll ich dich gleich tragen?“, meinte der Größere, unerwartet ehrlich. Meine Augen weiteten sich. Zu nah...Viel zu nah! Mit einen Ruck versuchte ich, den Riesen von mir wegzudrücken, doch keine Chance. Ich hatte letzten Endes wohl oder übel keine andere Möglichkeit, als, mich von diesen Typen mitschleifen zu lassen und darauf zu hoffen, dass dieser unangenehme Körperkontakt, bald ein Ende fand.

Rikos Sicht
Dieser Verdammte-! Wieso dauerte das so lange? Ob Kiyomi-san schon zu weit weg gewesen war? Das es Kagami, auch immer wieder die Leute um sich an ihre Grenzen treiben musste...Gereizt drückte ich immer wieder die Miene, meines Kulis heraus und wieder hinein und verfolgte dabei das Training der Jungs. Nach einer Gefühlten Ewigkeit, tat sich dann endlich die Tür zu Halle auf und ein völlig durchnässter Kagami, sowie eine scheinbar verletzte Kiyomi-san traten hinein. Augenblicklich unterbanden die Jungs ihr Spiel und ließen die Bälle fallen, ehe sie zu den beiden liefen. Zuerst ergriff Hiyuga das Wort und musterte vor allem das Mädchen, welches etwas schlaff, von dem Rotschopf gestützt wurde. „W- Kagami, was hast du getan!“ Wütend funkelte der Angesprochene den Kapitän entgegen und ging mit Kiyomi-san zu einer der Bänke. „Riko, kannst du dich bitte um sie kümmern? Sie ist eben Umgeknickt und-“ Forsch viel die Tänzerin, unseren Ass ins Wort und rutschte so weit wie Möglich, weg von ihm. „Ich kann für mich selbst sprechen danke! Ich brauche keine Hilfe von dir!“ Na Hoppla, da war aber jemand sauer auf den Rothaarigen. Ob da wirklich nichts zwischen ihnen passiert war?

Kiyomis Sicht
Das war wohl etwas zu energisch...Ratlos zauderte ich mit mir selbst und schlug meinen Kopf, innerlich immer wieder gegen eine Wand. Konsternierte Blicke lagen auf mir und ich entschloss mich kurzerhand von hier zu verschwinden. Ehrfürchtig stand ich auf und lehnte meinen Oberkörper leicht nach vorn. „Verzeih meine Respektlosigkeit...Danke für deine Hilfe.“ Ohne auch nur auf eine Reaktion zu warten, ging ich gemächlich zum Ausgang und trat in den Flur. Was war nur los mit mir? Schön, das meine Gefühle das ein oder andere Mal mit mir durchgingen kannte ich ja, aber in diesem Ausmaße? Schließlich wollte mir der Rotschopf ja nichts böses...Seufzend zog ich meine Jacke an, die um meine Hüfte gebunden war und fixierte die Kapuze auf meinem Kopf. Scheinbar hatte der Regen zugenommen, aber das war jetzt nebensächlich. Meine Gedanken schweiften zu der Bedingung, welche mir der Rektor gestellt hatte. Der Winter würde bald komme, was bedeutete das ich nicht die ganze Zeit draußen trainieren konnte. Hinzukam das die Truppe, momentan sowieso nur aus Sachiko-san und mir bestand. Mürrisch schaute ich zu Boden und besah mir die Tropfen, bis ich auf unerwarteten widerstand traf.    

Kagamis Sicht
Immer noch reglos, starrte ich auf die eiserne Tür. Eigenartigerweise wusste ich nicht ob ich wütend, verwundert oder mächtig angepisst auf dieses Mädchen sein sollte. Mir gelang es nicht wirklich ihre Persönlichkeit einzuschätzen. In einem Moment war sie respektvoll und verhielt sich angemessen und im nächsten Augenblick mutierte sie zu einer verdammten Bi***! „Baka-gami! Was ist zwischen euch Vorgefallen?“, schrillte hinter mir der Coach und verpasste mir im nächsten Moment eine Kopfnuss. „Nichts! Sie ist draußen Umgeknickt und da hab ich ihr eben geholfen!“ Grübelnd steckte Teppai seine Hände hinter den Kopf und tippte immer wieder mit seine linken Fußspitze auf den Boden. „Kuroko, du sagtest du kennst Kiyomi-san nicht?“ Der Angesprochene hatte eine eigensinnige Mimik aufgesetzt. Klar, Kuroko, war jetzt keine Frohnatur aber sein Gesicht, sah eigenartig ernst aus und er strahlte gleichzeitig eine bedrückende Aura aus. „Kagami-kun, sei nicht böse aus Kiyomi-kun. Ich kann es euch nicht erzählen, jedoch hat sie ihre Gründe wieso sie eben so Reagiert hat.“ Mit dieser Aussage, lag nun die vollkommene Aufmerksamkeit auf den kleinen Blauschopf. Doch dann, richtete er sich zur Bank, und warf sein Handtuch über die Schulter. „Entschuldigt mich, ich hab genug für heute. Komm Nigou.“ Das flauschige Vieh, folgte seinen Herrchen aufs Wort und tapste mit ihm hinaus. Stumm blieben wir andere zurück und wunderten uns über das Verhalten, unseres eigentlich friedlichen Teamkollegen. „Was war das?“, meinte Furihata, schließlich zögerlich. Ich vernahm Schritte und schaute über meine Schulter nach hinten. „Wir machen Morgen weiter...“ Jetzt war auch der Coach noch so merkwürdig und verschwand ebenso aus der Halle. Es dauerte nicht lange bis sich die Truppe auflöste und nun jeder seiner eigenen Wege ging.
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