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Tochter des Wolverine

GeschichteAbenteuer, Mystery / P16 / Gen
Gambit / Remy LeBeau Psylocke / Elizabeth "Betsy" Braddock Shadowcat / Kathrin "Kitty" Pryde Wolverine X23 / Laura Kinney
03.12.2015
25.12.2019
21
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14.12.2015 1.029
 
Laura saß im einem der Klassenzimmer des Instituts, während ihre Lehrerin Jean Grey Hausaufgaben erklärte.  Sie trug kniehohe Stiefel, eine Lederhose, ein bauchfreies, schwarzes Oberteil und eine Lederjacke, die sie über ihren Stuhl gehängt hatte. Um den Hals trug sie ein Halsband, an dem ein silbernes Kreuz hing. Mit dem ganzen Schwarz um sich herum wirkte Laura wie ein Gothic-Girl. Allerdings hatte sie keine Ahnung, was genau ein Gothic war oder tat. Bei ihrem Kleidungsstil hatte sie sich an ihrer Cousine Magen orientiert. Diese war allerdings ein echter Gothic und außerdem mochte sie dunkle Farben. Die Schulglocke ertönte und die meisten Schüler begannen, ihre Sachen einzupacken und den Raum zu verlassen. Laura hatte sich gerade ihren Rucksack über die Schulter  geschmissen, als jemand ihren Namen rief: „Laura warten mal.“
Laura drehte sich um und sah Kitty auf sich zu kommen. Kitty Pryde – auch bekannt als Shadowcat – hatte lange, braune Haare, die sie mit einem Pferdeschwarz zusammengebunden hatte. Sie hatte die Fähigkeit, zu phesen, was ihr unter anderem ermöglicht, durch feste Materie, wie Wände, zu gehen. Dabei konnte sie auch andere Personen mitnehmen, wenn sie diese festhielt.
Und außerdem  war sie einer der offenherzigen Menschen, die Laura je getroffen hatte, und war ihre Teamführerin. Die älteren X-Men hatten die jüngeren unter ihrer Anleitung in verschieden Teams aufgeteilt, um sie zusammen zu trainieren. Lauras Team bestand aus dem japanischen Mädchen Hisako Ichiki, die den Codenamen Armor hatte, Lauras Freundin Jubilee,  Bobby Drake genannt Iceman, Kittys Freund Pitor, genannt Colossus, und Laura natürlich.
Und Kitty war wild entschlossen, eine gute Teamführerin zu sein und sich um jedes Mitglied ihres  Team zu kümmern, auch um Laura.  
Laura hob eine Augenbraue und fixierte Kitty mit ihren hellgrünen Augen. „Was gibt’s?“, fragte die Schwarzhaarige.
„Die anderen und ich wollen in der Stadt einen der neuen Clubs besuchen und wollten dich fragen, ob du Lust hast, mitzukommen.“
„Wir in einem Club voller Menschen? Das geht doch nie gut aus.“ Mal davon abgesehen, fühlte sich  Laura bei großen Menschenansammlungen auf engem Raum unwohl. Auch wenn sie zugeben musst, dass ihr das Tanzen sehr viel Spaß machte.
„Ach, komm schon, das wird lustig“, sagte Kitty leicht flehentlich.
Laura seufzte. „Also gut, ich überlege es mir.“    
Als sie die das Klassenzimmer verließen, entdecken sie eine junge, asiatische Frau, die an einer Wand lehnte. Sie hatte lange, violette Haare und ebenso violette Augen und obwohl sie zivile Kleidung aus Jeans und T-Shirt trug, konnte man sehen, dass ihr Köper trainierte war. Laura war schlank und klein, aber Betsy hatte ihre Körper bis an die menschliche Grenze trainiert und jedem Mann würde sie den Kopf verdrehen.
Allerdings war Elizabeth Braddock nicht nur schön. Wer sie besser kannte, wusste, dass sie tödlich gefährlich sein konnte. „Hallo Betsy“, begrüßte Laura die Asiatin und verbeugte sich respektvoll nach der japanischen Art.
Betsy tat es ihr gleich. „Ich wollte dich zum Mittagessen abholen. Hättest du Lust?“, fragte sie.
„Klar“, sagte Laura.
Sie gingen den Flur entlang, bis sie der Cafeteria waren, in der sich viele Schüler aufhielten. Sie holten sich an der Essensausgabe Bratkartoffeln, Hackbraten und Gemüse auf ihre Teller, dann setzten sie sich an einen freien Tisch.
„Was führt dich her?“, fragte Laura neugierig.
„Ach, ich bin nur auf der Durchreise“ erklärte Betsy. „Warren ist für seinem Dad auf Geschäftsreise und in England würde ich mich langweilen.“  
Der Asiatin fiel auf, dass einige der Schüler einen großen Bogen um ihren Tisch zu machen schienen. „Wir scheinen ja nicht gerade ein Anziehungspunkt zu sein“ bemerkte sie.
„Ja“, sagte Laura, „liegt an mir.“
Das war nun mal der Preis, den man bezahlen musste, wenn man von Geburt an zu einer Kampfmaschine gemacht worden war. Leute hatten Angst vor ihr, das war nun mal so. Bei einigen Lehrer war es umgekehrt, da spürte Laura regelrecht ihr Mitleid. Außerdem war Laura schon immer Einzelgängerin gewesen. In diesem Punkt war sie Logan sehr ähnlich,  auch wenn sie sich große Mühe gab, in ihrem Team mitzuarbeiten. Und trotzdem hatte sich Laura im Laufe der Zeit, die sie bei den X-Men lebte, einen inneren Kreis von Freunden aufgebaut, sogar unter den älteren X-Men neben Logan.
Da wäre Gambit, der so etwas wie ein großer Bruder geworden war. Er hatte wie Laura einige schlimme Dinge getan, auf die er nicht stolz war. Und er war neben Logan derjenige, der Laura am nächsten stand. Er hatte mal zu ihr gesagt, sie würde ihm helfen, sich an Dinge, die er getan hatte, zu erinnern. Das sei gut für ihn, denn er müsste lernen, sich selbst zu vergeben, damit Laura lernen konnte, sich selbst zu lieben. Zur Zeit war er allerdings nicht in der Schule. Er war jemand, der es an einem Ort nicht lange aushielt.
Dann war da noch Mercury, eine Mitschülerin, die vor einiger Zeit von der Facility, Lauras Schöpfern, entführt worden war. Laura hatte alles daran gesetzt, sie zu retten. Am Anfang waren sie nur Teamkameraden gewesen, jetzt nach der Entführung gute Freunde.
Und da war noch Sooraya, eine Mutantin aus Afghanistan, die Lauras Zimmermitbewohnerin war. Sie hatte Laura von Anfang an akzeptiert. Sie interessierte sich nicht für ihre Vergangenheit oder das, was sie getan hatte.
Und ja, auch Kitty und ihr Team würde sie zu ihren Freunden zählen.
Es gab allerdings einige Schüler, die Laura auf die Nerven gingen. Einer von ihnen war Hellion, einer der Lieblingsschülern von Emma Frost und Teamführer eines anderen Teams der X-Men,
und eine arroganter Angeber.
„Kitty hat mich gefragt, ob ich mit ihr in einen Club in der Stadt gehe“, sagte Laura, während sie mit ihrem Essen spielte.
„Und wirst du mitgehen?“, fragte Betsy.
„Das weiß ich noch nicht, aber ich werde wahrscheinlich mitgehen“, antwortete Laura.
Gerade, wo man von ihr sprach, kam Kitty in die Cafeteria und ging direkt auf ihren Tisch zu. „Laura, der Professor möchte dich sprechen“, sagte sie.
Verwundert schaute die Angesprochene Kitty an. Es kam nicht sehr oft vor, dass Laura in das Büro von Professor Xavier gerufen wurde.
„Ich komme“, sagte sie und stand auf.
„Laura“, sagte Betsy, „treffen wir uns nachher zu einem kleinen Übungskampf?“
Laura lächelte kurz. „Klar“, sagte sie, dann verließ sie mit Kitty zusammen die Kantine.
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