Tochter des Wolverine

GeschichteAbenteuer, Mystery / P16
03.12.2015
02.12.2018
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An dieser Stelle möchte ich mich bei Elixier bedanken, der mir mit seinem Rat sehr geholfen hat, diese Geschichte zu schreiben.


Ort: Das Charles Xavier Institut für Hochbegabte, Westchester, New York

Laura Kinney stand im einem Gefahrenraum, der zunächst wie ein leerer Raum erschien.
„Okay, Laura, bist du bereit?“, kam die Stimme von Storm über Lautsprecher aus dem Kontrollraum über ihr geschallt.
„Immer“, sagte das schwarzhaarige Mädchen.
„Gut, dann fängt es jetzt an. Kampf beginnt in vier, drei, zwei, eins, Start. Zeit läuft.“
Einige Teile des Bodens wurden abgesenkt und als sie wieder nach oben kamen, stand Laura einem Dutzend Maschinen gegenüber.
Laura fuhr ihre vier Handklauen aus und wich den ersten Lasergeschossen zweier Roboter aus. Die Laser waren zwar nicht tödlich, aber Treffer würde sich negativ auf ihre Punktzahl bei diesem Test auswirken. Nachdem sie einige Male den Schüssen ausgewichen war, ging Laura zum Angriff über.
Sie rannte auf die erste der wild feuernden Waffen zu und durchtrennte mit ihren Klauen zunächst den einen Waffenarm, dann den anderen. Gleiches tat sie es mit der anderen Maschine.
Laura lief weiter, als sich vor ihr ein Abgrund auftat, in dem sich am Boden spitze Stacheln befanden. Aus dem Wänden links und rechts wurden zwei Flammenwerfer ausgefahren, die gemeinsam eine Wand aus Feuer erschufen.
Laura ließ sich davon nicht beeindrucken. Sie nahm Anlauf und sprang mit einem großen Salto über die Flammenwand auf die andere Seite des Grabens. Dann sah sie sich einer Maschine gegenüber, die einem Sentinel nachempfunden war, nur war diese nicht tödlich.
Die Maschine sprach: „Ziel identifiziert. Mutant. Gefangen nehmen.“ Aus der unteren Handfläche schoss ein Metalltentakel heraus und wickelte sich um Lauras linkes Bein. Sie wurde von dem falschen Sentinel nach oben gezogen. Laura reagierte schnell, fuhr ihre rechte Fußkralle aus und durchtrennte damit den Tentakel.
Der falsche Sentinel reagierte sofort. „Ziel leistet Widerstand. Ziel liquidieren.“ Er erhob seine rechte Hand und lies einen roten Laserstrahl aus dem Inneren seiner Handfläche schießen.
Laura wich dem Strahl aus und ging erneut zum Angriff über, begann an dem riesigen Roboter herauf zu klettern, indem sie ihre Klauen als Steigeisen benutzte. Als sie den Schädel des Roboters erreichte, stach Laura ihm ein Auge aus und kletterte dann auf die Schädeldecke. Sie schlitzte diese auf und legte das Steuerzentrum frei. Daraufhin rammte sie ihre Klauen ins Zentrum. Laura sprang erneut mit einem Salto herunter, während der falsche Sentinel von blauen Blitzen durchzuckt wurde und nach und nach auseinanderfiel, bis nur noch ein Haufen Schrott übrig war, aus dem hier und da noch blaue Funken sprühten.
Ein Signal erklang. „10,6 Minuten, das ist gut“, kam es aus dem Kontrollraum. „Geh jetzt duschen und mach Schluss für heute.“
Laura war dankbar, denn ihre grauschwarze X-Men-Uniform, die sie für das Training im Gefahrenraum angezogen hatte, klebte an ihrem Körper und ihre langen schwarzen Haare waren nass vom Schweiß.
Sie verließ den Gefahrenraum und fuhr mit dem Aufzug nach oben in das Haupthaus des Xavier Instituts für Hochbegabte. Sie ging eine der großen Treppen nach oben in das Wohnheim der Mädchen. Hier ging sie in das Gemeinschaftsbad, duschte und zog sich etwas Bequemeres an. Von dort ging sie wieder nach unten, direkt in die Küche. Einige ihrer Mitschüler begegneten ihr unterwegs, die sie mit einem kurzen Nicken begrüßte. Sie schlenderte in die große Küche und machte sich ein Sandwich, nahm eine Flasche Cola und setzte sich ins Wohnzimmer neben Wolverine.
„Und, wie war dein Training?“, fragte dieser.
„War ganz okay. Storm hat gemessen, wie lange ich brauche, einen Roboter zu zerlegen“, sagte sie. Zumindest wurde Laura bei den X-Men nicht brutal bestraft, wenn sie bei einer Trainingseinheit nicht gut abgeschnitten hatte, so wie es ihr bei der Facility ergangen war.
„Weißt du schon, dass Psylocke wieder da ist?“, fragte Logan.
„Nein“, erwiderte sie.
Logan nahm die Fernbedienung in die Hand und machte den Fernseher leiser. „Hör mal, Laura, ich wollte mal mit dir reden“, sagte er. „Wir sind ja im Grunde genommen miteinander verwandt.“
„Wir haben die gleiche DNS, ich bin dein Klon“, meinte Laura.
„Ja, aber nicht nur das, Kleines. Das weißt du. Was ich sagen will, ist … ich würde dich gerne adoptieren. Ich weiß, ich bin kein Muster-Dad, aber wir wären dann eine richtige Familie.“
Bevor Laura antworten konnte, begannen die Nachrichten und unterbrachen ihr Gespräch. Logan machte den Fernseher lauter.
„Heute Morgen wurde der beliebte Senator Mike Conley tot in seiner Wohnung in Washington aufgefunden. Der junge Senator war sowohl für seinen Einsatz für gleichgeschlechtliche Ehen als auch für Rechte von Mutanten bekannt, so war er einer der schärfsten Kritiker des Sentinel-Programms und gehörte zum Ausschuss des Senates, der die Vorgänge in den sogenannten Mutanten-KZ-Lagern untersuchte. Die Behörden halten sich zurzeit bedeckt. Man kennt weder die Todesursache noch weiß man, ob es sich um einen Mord handelt. Allerdings versprach man eine lückenlose Aufklärung. Und nun folgen weitere Nachrichten …“
„Für uns ist das mal wieder ein schwerer Schlag“, knurrte der Kanadier.
 
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