Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Adventskalender

von Vally1003
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Grace Van Pelt Kimball Cho Patrick Jane Teresa Lisbon Wayne Rigsby
01.12.2015
24.12.2015
25
51.079
6
Alle Kapitel
136 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
07.12.2015 1.879
 
Total erschöpft vom heutigen Tag schloss Jane die Tür auf. Das einzige, was ihn jetzt noch zum lächeln bringen konnte, waren seine Frau und seine Tochter Elisa, die ihm auch schon entgegenkam, sobald er die Tür geöffnet hatte. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, schloss ihre Augen und spitzte ihre kleinen Lippen. Patrick beugt sich hinunter und küsste seine Tochter, wie er es jeden Tag tat. Die sprang daraufhin aufgeregt herum und erwischte aufgeregt.
Belustigt zog Jane seine Schuhe aus und ging erstmal in die Küche, um sich einen Tee zu machen. Den  würde er jetzt dringend brauchen. Kurze Zeit später trat Teresa hinter ihn und küsste ihn auf die Wange.
"Na?", fragte sie, ebenfalls müde wirkend und ließ sich auf dem Stuhl neben ihm nieder.  
"Schöne Grüße von allen.", richtete Patrick aus und Teresa wünschte Grüße zurück. Sie würde so gerne wieder arbeiten, aber ihr Bauch war mittlerweile so dick, dass sie wahrscheinlich noch nicht mal an den Schreibtisch passen würde, ohne irgendwelche Verrenkungen anstellen zu müssen.
Eine Weile säßen sie einfach nur da und Teresa sah zu wie er seinen Tee trank während gurgelnde Geräusche und andere lustige Laute aus Elisas Kinderzimmer kamen. Ein ums andere Mal lächelte sie sich belustigt an.
"Habt ihr den Fall gelöst, von dem du mir erzählt hast?"
"Ja, aber erst nachdem wir ihm heute durch ganz Austin gefolgt sind und ihn dann noch 4 Stunden verhört haben."
"So wie ich dich kenne bist du ihm aber nicht hinterher gerannt."
"Oh doch. Du würdest staunen was ich für körperlich Hochleistungen vollbringen."
"Aw, du armer." , sagte sie zwar mit schmerzhaften Unterton aber ehrlichen Mitleid. Schließlich war Denksport der einzig Sport, den er ausführte… auch wenn sie sich manchmal wunderte woher seine Muskeln hatte.
"Und wie war dein Tag?", fragte er nach einem Seufzer und Blick auf ihren Bauch. "Die Kleine ist ja ganz schön aufgekratzt."
"Wir waren zuerst bei Arzt,  
"Was hast der Arzt gesagt?", unterbrach er sie sofort.
"Alles gut.", beruhigte sie ihn sofort.
"… dann haben wir uns in zwei Kindertagesstätten angeschaut und dann waren wir auf de Spielplatz."
"Aber das ist nicht der Grund dafür, das Elisa so hyperaktiv ist…"
"Richtig. Elisa!", rief sie nach ihrer Tochter die dann auch schon angelaufen kam und versuchte auf einen eigenen Stuhl zu klettern, was ihr erst durch Patricks Hilfe gelang.
"Möchtest du Daddy erzählen wer bald kommt?"
"Gwaace.", rief sie vergnügt mit ihrem kindlichen Sprachfehler.
"Schön.", sagte Patrick und konnte sich allerdings im Moment nicht so darüber freuen. Zwar würde es schön sein Grace mal wieder zu sehen, aber das würde heißen, dass er schon wieder keinen Abend in Ruhe mit seiner Frau verbringen können würde und wenn erstmal das zweite Baby da sein würde, würde das auch so schnell nicht wieder möglich sein.
Als er aus seinen Gedanken wieder auftauchte, war Elisa schon wieder vom Stuhl runtergeklettert und ins Wohnzimmer gerannt, wo sie sich mit einigen Spielsachen munter vergnügte. Die Monologe, die sie dabei führte waren herzallerliebst.
"Was ist los Patrick?", fragte Teresa, der seine Schweigsamkeit durchaus nicht entgangen war.
"Nichts, nichts, alles gut. Schön, dass Grace kommt.", er strich sich müde übers Gesicht.
"Patrick.", sagte sie mahnend, ihn darauf hinweisend, dass er in alte Verhaltensmuster verfiel.
Gerade wollte er ansetzten etwas zu sagen, als Elisa schon wieder angelaufen kam.
"Mommy.", rief sie und drückte ihr einige Bauklötze in die Hand.
"Spielen.", sagte sie und Teresa hob sie auf ihren Schoß.
"Ich gehe duschen. Komme gleich wieder."
"Neeein. Daddy spielen.", protestierte Elisa und schaute ihrem Vater enttäuscht in die Augen.
Daraufhin beugte sich Patrick hinunter und gab ihr einen Kuss auf ihr blondes Haar. Bevor er ins Bad verschwinden konnte, bekam Teresa ihn an seiner Anzugjacke zu fassen und zog ihn zu einem Kuss zu sich hinunter.
"Brauch nicht zu lange. Die eigentliche Überraschung habe ich dir noch gar nicht erzählt.", raunte sie in sein Ohr und er lächelte, denn im Gegensatz zu Teresa mochte er Überraschungen.

Als er frisch geduscht aus dem Badezimmer kam, hatte Teresa Elisa schon Bett fertig gemacht und nun turnte sie im Bett ihrer Eltern herum.
"Du hattest etwas von einer Überraschung gesagt?",  fragte er und sah schon um einiges strahlender aus als zuvor.
"Lisa Raschung.", sagte Elisa und sprang dabei fast auf den Bauch ihrer Mutter.
"Vorsicht, vorsicht.", rief Jane und zog Elisa zurück.
"Nicht Mommy wehtun."
"Aua?", fragte sie schaute ihre Mutter erschrocken an.
"Alles okay. Kein Aua.", Teresa strich über ihren Bauch und Elisa machte es ihr nach.
"Kein Aua.", wiederholte sie und kicherte.
"Also?", fragte Jane erneut und setzte Elisa auf seinen Schoß, damit sie ruhig blieb.
"Grace hat mir erzählt, dass sie mit Wayne und den Kindern nächstes Wochenende nach Austin kommt zum Geburtstag ihrer Nichte und ich habe sie gefragt, ob sie nicht einen Abend auf Elisa aufpassen könnte, damit wir mal wieder etwas Zeit zusammen haben.", erklärte sie und ihr Herz wurde warm, als sie das Lächeln sah, dass sich auf Patricks Gesicht ausbreitete.
"Mrs. Jane. Wo hast du gelernt Gedanken zu lesen?", sagte er erstaunt, denn Zeit alleine mit ihr zu haben war ja genau das, was er sich gewünscht hatte.
"Ich hatte den besten Lehrmeister." sagte sie grinsend und er beugte sich zu ihr hinüber und küsste sie. Eine Hand glitt dabei über ihren Bauch und strich in Mustern darüber.
"Auch.", quietschte Elisa dazwischen und Teresa und Patrick brachten schmunzelnd den Kuss ab.
"Du willst auch einen Kuss?", fragte er und Elisa schaute ihn bejahend an und dann zog Patrick ihr T-shirt hoch, sodass ihr kugeliger Kinderbauch zu sehen war. Ohne Vorwarnung begann er sie plötzlich zu kitzeln und prustete dabei auf ihre weiche Haut. Elisa begann zu lachen und zu strampeln und griff ihrem Vater in die noch feuchten Haare.
´Ganz die Mama.´, dachte Teresa, denn durch seine Haare fuhr sie schließlich auch am liebsten.

Am nächsten Wochenende war es dann soweit. Grace kam vorbei und wurde von Elisa auch freudig begrüßt, war allerdings etwas enttäuscht, als Grace erklärte, dass ihre Kinder bei Wayne geblieben waren, damit sie und Elisa ganz viel Zeit zusammen haben konnten.
Als sich dann Teresa und Patrick ausgehfertig gemacht hatten und sich von Grace verabschiedeten, begann Elisa plötzlich zu weinen.
"Mommy.", schrie sie weinend und lief zur Tür, die sie gerade geöffnet hatte. Sie seufzte und wollte sich zu Boden knien, was sich mit ihrem äußerst runden Bauch als sehr schwierig erwies, weshalb Jane die kleine hochhob.
"Guck mal Schatz. Grace ist da und ihr könnt zusammen spielen und Süßigkeiten essen.", redete Teresa ihr gut zu, währen Patrick ihr die Tränchen aus dem Gesicht wischte. Dies schien bei ihr allerdings nicht anzuschlagen und so klammerte sie sich fest um Patricks Hals und weinte weiter.
Teresa seufzte erneut resigniert und schaute entschuldigend zu Grace.
"Guck mal Elisa. Ich habe dir was von Zuhause mitgebracht, aber das dürfen Mommy und Daddy nicht sehen. Das ist ganz geheim.", versuchte Grace sie zu locken und es schien zu funktionieren, denn Elisa hielt inne und schaute mit verweinten Augen zu Grace, die tatsächlich eine kleine Tüte in die Höhe hielt.
"Das ist unser Geheimnis."
"Heimnis.", wiederholte Elisa und schniefte noch einmal.
"Kommst du zu mir?", fragte Grace und streckte die Arme nach der Kleinen aus, in der Hoffnung sie würde sie nicht abweisen.
Nach kurzem Zögern ließ sich Elisa dann darauf ein und Patrick übergab Grace seine Tochter, die gespannt auf das Tütchen schaute.
"Tschüss.", verabschiedeten sich Teresa und Patrick und gaben der Kleinen je noch einen Kuss auf den Kopf und Elisa winkte ihnen noch mit einem Tränchen im Auge zu während sie das Haus verließen.
"Ich hasse Abschiede.", sagte Patrick und blickte nochmal auf die verschlossene Tür.
"Ich auch. Aber sie wird ruck zuck groß sein und uns dann keine Träne mehr nachweinen; also genieß es.", munterte Teresa ihn auf und sie gingen Arm in Arm zum Auto.

"Wie geht’s dir?", fragte Patrick, als sie im Restaurant an einem Ecktisch nah beieinander saßen.
"Mir oder dem Baby?"
"Euch.", sagte er lächelnd und nippte an seinem Glas Cola, dass er sich aus Solidarität zu Teresa bestellt hatte.
"Dem Baby geht’s super."
"Und dir?", fragte er erneut und Teresa hatte das Gefühl, dass er auf irgendwas hinaus wollte.
"Schwanger sein ist anstrengend… aber es sind ja nur noch ein paar Wochen.", antwortete sie ehrlich und er griff nach ihrer Hand.
"Ja.", er klang ein wenig geistesabwesend.
"Patrick, alles okay?"
Er richtete ihren Blick auf sie und begann mit ihren Fingern zu spielen.
"Ich habe Angst."
"Jane, dem Baby geht es super.", versicherte sie ihm.
"Ich meine Angst um dich. Ich will nicht, dass das selbe passiert wie letztes Mal."
´Daher wehte der Wind.´, dachte Teresa und wusste worauf er anspielte.
"Es wäre mir lieber, wenn ich in den letzten zwei Wochen Zuhause sein könnte."
"Hast du schon Urlaub beantragt?", fragte sie. Sie hatte wissen müssen, dass der Vorfall bei Elisas Geburt sich in sein Gedächnis brennen würde und sie hatte nichts gegen seinen Vorschlag, sie wollte nur nicht, dass er sich in irgendwelche unbegründeten Sorgen hineinsteigerte.
"Noch nicht, aber ich dachte ich könnte das an den Vaterschaftsurlaub dranhängen."
Vaterschaftsurlaub, daran hatte Teresa gar nicht mehr gedacht und sie hatten da auch nicht drüber gesprochen, aber ihr sollte es recht sein. Sich um zwei kleine Kinder zu kümmern würde sicherlich mehr Arbeit kosten und es würde seine Zeit dauern bis sie sich beide an die Umstellung gewöhnen würden.
"Gute Idee.", sie Lächelte ihm zu und Patrick beugte sich zu ihr und drückte ihr einen Kuss auf den Mund, wobei er wieder wie automatisch seine Hand auf ihren Bauch legte und darüber streichelte.

Gegen Mitternacht kamen sie wieder Zuhause an und Grace stand von der Couch auf, als sie die Tür aufschlossen. "Hat alles geklappt?", fragte Patrick.
"Ja. Sie schläft oben."
"Super. Danke Grace.", Teresa umarmte ihre Freundin und sie verabschiedeten sie.
"Und was machen wir zwei jetzt?", fragte Patrick mit gehobenen Augenbrauchen und legte seine Arme um ihre Taille.
"Ich weiß nicht, aber ich bin mir sicher, dass dir etwas einfällt."
Sie schaute ihn vielsagend an und schon zog Patrick sie sanft mit sich ins Schlafzimmer.



So. Ich glaubs nicht. 7 OS sind geschafft und das ist zum großen Teil euch zu verdanken. Eure Reviews sind super motivierend und danke, danke, danke für die Empfehlungen.
Motivation Boost. THÄÄÄÄNKS <3 <3 <3
Und natürlich werde ich euch noch in einem weiteren OS erzählen was da bei Elisas Geburt vorgefallen ist :)
#hugs
Vally
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast