Lehrling Triton und das rätselhafte Weihnachtsspiel

GeschichteHumor, Freundschaft / P12
Flora Reinhold Hershel Layton Luke Triton OC (Own Character)
01.12.2015
24.12.2015
24
19260
2
Alle Kapitel
31 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
So... Herzlich Willkommen zu meiner Adventskalender-Fanfiktion ^^ Das Prinzip dürfte wohl jeder kennen: Bis zum 24. Dezember lade ich ein Kapitel hoch. Die letzten beiden Jahre hab ich "nur" Adventsgeschichten geschrieben, aber diesmal dachte ich: Probieren wir doch mal etwas anderes aus.

So, und jetzt will ich euch auch nicht weiter vom Lesen abhalten. In dem Sinne: Viel Spaß mit meiner Fanfiktion
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Gelangweilt starrte Luke aus dem Fenster und seufzte. Der Schnee fiel. Zum ersten Mal in diesem Jahr. Das passte irgendwie,-  immerhin war heute der erste Dezember. In den vergangenen Jahren war er zu dieser Zeit schon draußen gewesen, um einen Schneemann zu bauen oder sich mit den Kindern aus der Nachbarschaft eine Schneeballschlacht zu liefern. Aber dieses Jahr… hatte er irgendwie nicht den Tatendrang, etwas Derartiges zu tun. Dieses Jahr würde er sich wohl damit zufrieden geben, den Kindern beim Spielen im Schnee zuzusehen. Ob diese sich wohl damit zufrieden geben würden, war eine andere Frage. Seit er hier am Fenster saß – das konnte kaum mehr als eine halbe Stunde sein – hatten seine Spielkameraden schon mindestens fünfmal an die Scheibe geklopft und ihn zu einer Schneeballschlacht eingeladen. Doch er hatte nur den Kopf geschüttelt und verneint.
Luke seufzte erneut. Wenn es wenigstens einen Fall oder ein Rätsel zu lösen gäbe, oder ein Verbrechen aufzuklären, dann wäre er voller Motivation bei der Sache. Nein, er musste sich korrigieren: Wenn der Professor ihn zum Fall mitgenommen hätte, würde er jetzt nicht so gelangweilt alleine in der Wohnung sitzen. Wie lange war er jetzt schon fort? Drei Tage? Vier? Und so lange war Luke nun schon alleine und langweilte sich. Die Besuche von Flora jeden Nachmittag waren auch nicht gerade das, was man als „Langweile vertreibend“ betiteln konnte. Nichts gegen Flora, aber die Tatsache, dass der Professor alleine irgendwo ein Abenteuer erlebte, ohne ihn, sorgte dafür, dass er sich, egal, was er machte, unglaublich langweilte.
Wieso hatte er ihn denn nicht einfach mitgenommen? Die Begründung, dass irgendjemand auf die Wohnung aufpassen musste, war lächerlich. Das hatte ihn früher doch auch nicht gestört. Dass der Fall zu gefährlich für Luke wäre, das glaubte er auch nicht. Er war schließlich kein kleines Kind mehr und durchaus in der Lage, dem Professor in gefährlichen Situationen zu assistieren.
Klopf, klopf.
Ein Klopfgeräusch riss Luke aus seinen Gedanken. Was denn, er hatte doch schon oft genug gesagt, dass er nicht mitspielen wollte. Ein Blick aus dem Fenster allerdings genügte, um zu wissen, dass das Klopfgeräusch nicht vom Fenster her rührte. Da stand nämlich niemand und keiner war nah genug, um in dieser kurzen Zeit zum Fenster zu laufen.
Automatisch drehte sich Luke zur Tür um, während sein Blick die Uhr streifte. War das etwa Flora? Das konnte nicht sein, sie wollte eigentlich frühestens in zwei Stunden kommen. Dann war das vielleicht… ein Klient mit einem Fall?!
In zwei Sätzen war er an der Tür und riss diese in freudiger Erwartung auf. Umso enttäuschter war er, als er sah, was dahinter war: Ein komplett leerer Gang.
„Hä? Aber es hat doch ganz sicher jemand geklopft…“ Er sah links und rechts in den Gang, doch auch dort war niemand. „Flora?“ Er glaubte zwar nicht daran, aber war es nicht möglich, dass sie ihm einen Streich spielen wollte? Aus welchem Grund auch immer? Das würde bedeuten, dass sie sich nach dem Klopfen in der Abstellkammer versteckt hätte. Ganz leise schlich er sich den Flur entlang und blieb vor der kleinen Kammer stehen. Ein paar Sekunden lauschte er, ob sie nicht möglicherweise verräterische Geräusche von sich gab… nichts.
Mit einem Ruck riss er die Tür auf. „Hab ich dich!“ Die Reaktion folgte sofort. Laut scheppernd fiel der Besen vor Schreck um und riss dabei den Eimer mit sich zu Boden. Keine Flora zu sehen.
Enttäuscht ging Luke zurück in die Wohnung. Hatte er sich das Klopfen nur eingebildet? War er schon so weit, dass er vor lauter Langeweile Dinge hörte, die gar nicht da waren? Als er jedoch die Tür schließen wollte, entdeckte er etwas, das ihn erneut glauben ließ, dass tatsächlich jemand an der Tür gewesen war.
Verwirrt hob er den Umschlag hoch. „Der lag doch vorhin noch nicht da, oder?“ Ein Absender stand nicht drauf und als Empfänger war „Luke Triton“ angegeben. Einen Poststempel gab es auch nicht. Wer würde sich die Mühe machen, einen Brief persönlich abzugeben und dann ganz schnell wieder zu verschwinden? War das etwa… „Der Auftakt zu einem neuen Fall?!“
Schnell und freudig erregt riss er den Brief auf. Zwei Briefbögen kamen zum Vorschein. Neugierig begann er zu lesen und abrupt verschwand sein Lächeln wieder, als er die Aussage des Briefes zu verstehen begann. Entsetzt weitete er seine Augen und seine Vorfreude wich der Panik. „Wa… WAAAS?!“, brachte er nur heraus und las den Brief gleich noch einmal:

Lass uns ein kleines Spiel spielen, Luke. Ich habe den Professor Layton in meiner Gewalt. Möchtest du ihn wiederhaben? Bis Heiligabend hast du Zeit, um alle meine Rätsel zu lösen. Schaffst du es, so kommt der Professor unversehrt zurück. Wenn nicht… nun, du bist ein schlauer Junge, deiner Fantasie sind sicher keine Grenzen gesetzt.
Gutes Gelingen und eine schöne Weihnachtszeit wünscht dir
Neverlay

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Reviews?
Review schreiben
 
'