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Puella Magi Honoka Magica

GeschichteDrama, Übernatürlich / P16 Slash
Homura Akemi Kyouko Sakura Madoka Kaname Mami Tomoe OC (Own Character) Sayaka Miki
01.12.2015
22.01.2017
4
15.494
2
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
06.12.2015 1.941
 
So, hier ist das nächste Kapitel :)
Viel Spaß damit ^^
Reviews sind übrigens erwünscht :p


„Ein Abkommen? Was für ein Schwachsinn soll das bitte sein?!“ rief Rei aufbrausend. Ich sah immer noch zwischen Akira, Sayuri, Rei und dem Hund hin und her. Ich verstand die Welt nicht mehr. Espiors? Abkommen? Abnormalitäten?

„Schwachsinn ist das keiner. Ich erfülle euren Allergrößten Herzenswunsch und ihr kämpft im Gegenzug gegen Abnormalitäten und sorgt so dafür, dass Mitakihara wieder ein sicherer Ort wird. Es ist meiner Meinung nach ein guter Handel“ erzählte der schwarze Pudel bereitwillig. Rei schnaubte leicht verächtlich. „Wir sollen also unser Leben auf's Spiel setzten?“ „Nein. Ihr bekommt ja magische Kräfte durch unser Abkommen. Ihr werdet also unsterblich“ „Fukujin, ich weiß, dass es wichtig ist, das wir die Beiden als Mitstreiter bekommen, aber lass uns das doch auf nachdem Kampf verschieben, ja?“ sprach Sayuri und lächelte ihn leicht an. Ihr Blick machte aber klar, dass sie keine Widerrede duldete. Der Hund nickte und trat ein paar Schritte zurück. Rei und ich taten es ihm gleich.

Akira und Sayuri gingen ein paar Schritte auf die riesige Clownsfigur zu. Die Figur bewegte sich weiterhin kein Stück. Ich hatte aber trotzdem einen Heidenangst davor. Ich mochte Clowns nicht. Das lag daran, dass wir vier als Kinder heimlich 'Stephen Kings Es' gesehen hatte. Irgendwie hatte ich aber als Einzige ein Trauma davon getragen. Rei strich mir kaum merklich über meinen Arm, versuchte mich so zu beruhigen. Es half ein wenig.

Akira und Sayuri hielten ihre Hände in Richtung Clown. „Renaître!“ riefen die Beiden gleichzeitig und die Figur fing an sich zu bewegen. Beide beschwörten ihre Waffen. Sayuri hielt nun in jeder Hand ein Beil und Akira hielt ein Naginata in ihrer rechten Hand. Plötzlich schrie das riesige Monster auf und stürmte auf die Beiden los. Ich erschrak heftig und krallte mich noch mehr in Rei's Arm. Sie zuckte wegen dem Schmerz leicht zusammen und schnappte scharf nach Luft. „Tut mir Leid“ murmelte ich. Die Schwarzhaarige schüttelte nur mit dem Kopf.

Akira schlug auf den Boden, der daraufhin zu einer großen Eisfläche wurde. Die Abnormalität rutschte auf der glatten Fläche aus und schlug mit einem lauten Knall auf dem Boden auf. Sayuri warf eins ihrer Beile und traf den Clown am Kopf, direkt zwischen den Augen. Mir wurde schlecht. Das konnte doch einfach Alles nicht real sein. Es musste doch alles ein schlechter Traum sein! Ich bekam panische Angst und meine Knie fingen an mit zittern.

Akira stürmte auf das Monster los und stieß mit ihrem Naginata nochmals in den Schädel. Ich unterdrückte ein Würgen und wandte mein Gesicht ab. Ich hielt es jedoch aber nicht lange aus, die Neugier war stärker. Also wandte ich mein Gesicht langsam wieder in die Richtung des Kampfes. Der Clown war in einem großen Eisblock gefroren. Hatte Akira das etwa geschaffen? Sayuri ging langsam auf das Monster zu, tippte dann ganz leicht mit ihren Fingerspitzen dagegen. Der Eisblock vibrierte kurz und zerberstete dann in viele tausend Teile.

Das Zirkuszelt verschwand und es wurde wieder hell. Da wo das Monster gelegen hatte, hatte sich ein schwarzes Zeichen in den Boden gebrannt. Eine Blume. Eine Chrysantheme, wenn ich mich richtig erinnerte. Akira stieß mit ihrer Waffe in den Boden und fuhr die Umrisse nach. Das Zeichen begann wie ein Leuchtfeuer zu strahlen. Als das Licht verschwunden war, lag bei dem Zeichen eine echte Chrysantheme, jedoch war sie pechschwarz und vertrocknet. Fukujin, der Hund, ging zu der Blume und fraß sie.

Akira und Sayuri verwandelten sich zurück. Rei ging zielstrebig auf die Beiden zu. Ich hatte einen kurzen Blick auf ihr Gesicht erhaschen können. Sie sah sehr wütend aus. Ich ging ihr schnell hinterher, weil ich nicht wollte, dass sie sich jetzt mit einer von den Beiden stritt. „Was zum Teufel war das?!“ schrie sie los, als sie vor den Beiden stand. Akira hob abwehrend ihre Hände und trat ein paar Schritte von ihr weg. „Bleib ruhig! Du kriegst deine Erklärung schon noch! Nur lass uns erstmal von hier abhauen!“ Rei knirschte wütend mit den Zähnen, drehte sich dann aber doch um. „Dann los“

Wir setzten uns auf eine Bank in den Park. Fukujin setzte sich vor uns hin. „Was wollt ihr noch wissen?“ fragte er uns interessiert. „Ich will von dir nichts mehr wissen, sondern von unseren tollen Freundinnen hier drüben!“ erwiderte Rei und sah Sayuri und Akira abwartend an. Sayuri seufzte tief und begann dann zu sprechen. „Akira und ich haben vor einem halben Jahr mit diesem Wesen hier, Fukujin, ein Abkommen geschlossen. Wir bekämpfen diese unwirklichen Monster, die auf den Namen 'Abnormalität' hören. Wir haben dafür halt unseren Herzenswunsch erfüllt bekommen. Seitdem Abkommen sind wir unverwundbar und unsterblich. Die einzige Weise, auf die wir noch sterben könnten, wäre ein natürlicher Tod“ erklärte sie uns. Ich wurde hellhörig. Das würde ja heißen, dass ich mein krankes Herz damit heilen könnte!

„Was passiert bei dem Abkommen?“ fragte ich. Diesmal antwortete Akira. „Du bekommst auf einmal sowas wie Superkräfte. Wirst stärker, schneller und deine Reaktionsfähigkeit steigt stark. Außerdem bekommst du so ein Mal“ Akira zog die Bluse ihrer Schuluniform leicht hoch und deutete auf die kleine, rotblaue Schneeflocke, die sich kurz unter ihrem Bauchnabel befand. „Das Mal ist nur für Personen sichtbar, die über Abnormaltitäten und Espiors Bescheid wissen. Außerdem bekommt man bei seinem Abkommen, so ein Kampfkostüm, sag ich jetzt mal, eine Waffe und ein Element zugeschrieben, was man beherrschen kann. Bei mir ist es das Eis und bei Sayuri sind es Luft und Schallwellen“ erzählte sie weiter.

„Das weiße Armband wäre auch noch zu erwähnen“ sagte Sayuri und hielt ihren linken Arm hoch. Daran befand sich ein weißes Kunststoffarmband. „Das hilft uns bei der Suche nach den Abnormalitäten. Es wird kälter, je näher man einer Abnormalität ist. Außerdem wird es dunkel, falls man mehrere Tage auf keiner Jagd war“ Rei verschränkte ihre Arme vor der Brust und besah sich das Armband skeptisch. „Was passiert, wenn es vollkommen schwarz wird?“

„Dann wird Mitakihara in Chaos verfallen. Die Verfärbung steht für die ganzen negativen Emotionen, die sich in dieser Stadt befinden“ antwortete Fukujin. Rei nickte nach einer Weile des Überlegens. „Aber, wo ist der Haken?“ Ihre Stimme klang skeptisch. „Es gibt keinen. Ihr habt aber keine Freizeit mehr. In einer anderen Stadt wäre das vielleicht etwas anderes, aber Mitakihara ist echt eine sehr unsichere und missetatenlastige Stadt“ erwiderte der Hund.

„Deswegen macht ihr seit fast einem halben Jahr fast nichts mehr mit uns“ sprach ich in Gedanken. Akira streckte sich und stand auf. „Genau. Was habt ihr denn gedacht?“ Ich spürte, wie mir langsam die Röte ins Gesicht stieg, also wandte ich meinen Blick zu Boden. Sayuri begann zu lachen. „Dachtet ihr etwa, dass wir was miteinander haben? Oh Gott, niemals!“ rief sie amüsiert. Akira zog ihre skeptisch ihre Augenbrauen zusammen. „Was soll das denn jetzt heißen?“ fragte sie leicht verärgert. Sayuri kam jedoch nicht zum Antworten, da Rei sie unterbrach. „Wieso brauchst du mich und Honoka unbedingt als Espiors?“ Ihre bernsteinfarbenen Augen strahlten kalt und waren auf Fukujin gerichtet. „Jedes Mädchen hat ein bestimmtes Potenzial, um ein Abkommen mit mir einzugehen. Bei euch Vieren ist es halt besonders hoch. Erklären kann ich mir das auch nicht“

„Ich denke, wir brauchen erst einmal etwas Bedenkzeit“ sagte ich und Rei nickte zustimmend. Ich sah auf meine Armbanduhr und zuckte heftig zusammen. „Schön so spät?!“ quietschte ich und stand auf. „Soll ich dich nachhause schaffen?“ fragte Rei mich. Ich schüttelte mit dem Kopf. „Besser nicht, sonst gibt Homura wieder die Schuld an meinem Verspäten und sie ist ja auch so nicht wirklich gut auf dich zu sprechen“ Akira lachte kurz. „Sie ist auf Niemanden von uns gut zu sprechen!“ Ich seufzte tief. „Ich weiß. Ich muss jetzt aber echt los! Bis morgen!“ rief ich und winkte noch zum Abschied.

Ich schloss die Haustür auf und betrat das Haus leise. Zog schnell meine Schuhe aus und ging dann ins Wohnzimmer. Meine Mütter saßen schon am Esstisch und aßen zu Abend. „Ich bin wieder da“ sagte ich leise, stellte meine Tasche ab und setzte mich zu ihnen. „Du bist zu spät. Wo warst du so lange?“ fragte Homura, meine eine Mutter, mit strenger Stimme. Madoka, meine andere Mutter, seufzte tief und schenkte Homura wieder einen von ihren 'sei nicht immer so streng mit ihr' Blicken. „Wir waren noch im Park und haben uns verquatscht. Tut mir Leid, ich habe nicht auf die Zeit geachtet“ meinte ich entschuldigend. Homura nickte. „Na gut. Lass das aber nicht nochmal passieren, ja?“ Ich nickte und sah auf mein Essen. Irgendwie war mir der Hunger, nachdem, was ich alles heute erlebt hatte, vergangen. „Alles in Ordnung?“ fragte Madoka besorgt.

„Ich-... Habt ihr einen Wunsch für den ihr euer Leben aufgeben würdet?“ fragte ich und sah Beide an. Meinen Müttern wich sofort sämtliche Farbe aus dem Gesicht und sie sahen mich geschockt an, dann sich gegenseitig und dann wieder mich. Ich sah Beide verwundert an. Hatte ich irgendetwas Falsches gesagt? „Wie meinst du das?“ fragte Homura, schon fast aufbrausend. „Unsere Lehrerin hat uns das als Hausaufgabe gegeben. Wir sollen darüber einen Aufsatz schreiben“ log ich. Ich log doch nie! Aber irgendwas in meinem Inneren hinderte mich daran den Beiden davon zu erzählen. Madoka atmete erleichtert auf. „Ich dachte schon. Mir würde da Nichts einfallen. Ich habe doch schon alles, was ich immer haben wollte“ meinte sie lächelnd und sah mich und Homura liebevoll an. „Was dachtest du, Mama?“ fragte ich leicht skeptisch.

„Vergiss es. Das sind Dinge, die dich nichts angehen“ antwortete Homura gedankenverloren und sah mich kalt an. „Tut mir Leid“ meinte ich leise und begann zu essen. Wir sagten für den Rest des Essens nichts mehr.


Rei POV:

Ich ließ mich auf meinem Bett nieder und sah Akira an, die unschlüssig im Raum stand. „Du bist sauer auf mich, oder?“ fragte sie, ohne mich anzusehen. Ich schüttelte mit dem Kopf. „Nein. Aber warum habt ihr uns nicht eingeweiht?“ „Wir wollten euch nicht unnötig in Gefahr bingen“ Sie setzte sich neben mich. „Das hättet ihr euch auch nicht. Was musstest du dir so unbedingt wünschen, dass du dein ganzes Leben jetzt der Jagd nach Abnormalitäten richten wirst?“ Ich sah sie ernst. Ich hatte ehrlich gesagt schon eine Befürchtung. Hoffentlich bestätigte sie sich nicht.

„Ist das wirklich wichtig?“ antwortete sie und sah zu Boden. Ich verschränkte die Arme vor der Brust und lehnte mich gegen die Wand. „Du hast dir gewünscht, dass Kyoko die Verletzung erleidet, richtig? Damit sie dir nicht mehr mit ihrem Sport auf die Nerven geht. Aber anscheinend ist das genau nach hinten los gegangen“ Akira schnaubte und lachte dann kurz. „Du kennst mich zu gut. War echt eine beschissene Idee, oder? Sie ist schlimmer denn je. Ich hab langsam echt Angst, dass ich meine Familie mit dem Mist kaputt gemacht hab“ murmelte sie in Gedanken.

„Quatsch. Kyoko wird sich schon wieder einkriegen. Außerdem wird sie ohne Sayaka wohl kaum länger als zwei Tage überleben. Und was soll sie schon machen. Durchdrehen und euch umbringen?“ fragte ich und sah sie schief an.

Akira erwiderte meinen Blick wütend. „Über sowas macht man keine Witze!“ „Ja, ich weiß. Sorry“ Ich legte ihr meinen Arm um die Schulter. „Mach dir nicht so einen Kopf. Das wird schon alles wieder“ munterte ich sie auf. Akira nickte und stand auf. „Ich geh jetzt heim“ Sie griff nach ihrer Schultasche und öffnete die Zimmertür. Die Rothaarige blieb stehen und wandte ihren Kopf zu mir um. „Und machst du's?“ Ich verschränkte die Arme hinter meinem Kopf. „Ich muss mir wohl nur noch einen Wunsch überlegen. Also ja“ sagte ich grinsend.

Hätte ich es doch bloß gelassen.
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