Geschichte: Fanfiction / TV-Serien / Heroes / Falling

Falling

von Neco117
KurzgeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16 Slash
Nathan Petrelli Peter Petrelli
29.11.2015
29.11.2015
1
836
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Heroes gehört nicht mir, ich verdiene hiermit kein Geld *verdammt*. Die Geschichte ist allerdings meins.
Da es kaum Petrellicest im deutschen Fandom gibt, erweitere ich hiermit mal die Sammlung.
Etwas fluffiges für zwischendurch ;)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Nathan küsste ihn auf die Stirn, wie er es schon etliche Male getan hatte. Peter genoss die seichte Berührung Nathans Lippen auf seiner Haut, lehnte sich hinein, sog die Nähe und Wärme von Nathans Körper auf. Er rief sich innerlich zur Ordnung. Er durfte sich nicht fallen lassen. Das wäre fatal gewesen, falsch. Mum hatte bestimmt schon eine Vermutung. Auch wenn es ihre Mutter war (oder gerade, weil es ihre Mutter war), wollte er dennoch nicht, dass jeder wusste, wie er fühlte.

Nathan zog sich zurück, schaute ihn an. Warme braun-grüne Augen trafen auf nervöse hellbraune.  „Alles in Ordnung, Pete?“, fragte Nathan leicht besorgt. „Was? Ja, klar.“ Mit skeptischem Blick wandte Nathan sich ab. Er wusste, wenn Peter nicht erzählen wollte, was los war, würde er es auch nicht aus ihm herausbekommen. Sein Bruder war schon immer stur gewesen. „Ich muss los, die Pflicht ruft.“ „Natürlich, du musst mal wieder die Welt retten.“

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Abends ließ sich Peter seufzend auf sein Bett fallen. Der Tag war lang gewesen. Nachdem er Nathan noch zum Wahlbüro gefahren hatte (und sich dabei zwingen musste, sich auf den Straßenverkehr zu konzentrieren),  war er schließlich noch lange bei Simone und dessen Vater geblieben und hatte sich um ihn gekümmert. Allerdings war er unkonzentriert und nicht mit dem Herzen dabei gewesen, wie auch Simone bemerkt hatte. Sie war aber so gnädig gewesen und hatte ihn nicht darauf angesprochen. Er hätte nicht gewusst, was er sagen sollte. (So was wie „Hey, ich bin in meinen eigenen Bruder verliebt und muss mich in seiner Nähe ständig zusammenreißen, um nicht über ihn herzufallen“ wäre wohl nicht so gut angekommen.)

Er konnte das nicht mehr, das Versteckspiel, die brüderlichen und – zumindest für Peter – ein wenig mehr bedeutenden Berührungen, Umarmungen, Küsse. Er war es leid, immer die Kontrolle über sich behalten zu müssen. Aber er durfte keinem zeigen, was in ihm vorging. Er wusste, was er fühlte war falsch, gegen die Norm, sogar strafbar. Auch wenn Peter nicht verstand, wie wirkliche, unschädliche Liebe strafbar sein konnte. Außerdem war er sich sicher, dass Nathan ihn nicht verstehen würde und schon gar nicht die Gefühle mit ihm teilte. Mit diesen schon oft in seinem Kopf herumgewirbelten Gedanken, sank er in einen unruhigen Schlaf.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Er bemühte sich in den nächsten Tagen Nathan aus dem Weg zu gehen, seinen Gefühlen aus dem Weg zu gehen. Das klappte soweit ganz gut, schließlich hatten sie beide viel zu tun.

Eine Woche später saß die Petrelli-Familie am Tisch und aß zu Abend. Es war der Abend vor der großen Wahl. Peter fühlte sich fast schmerzlich zu Nathan hingezogen. Er beobachtete mit sengendem Blick, wie Nathan aß. Die Gabel mit seinen Lippen umschloss, sie wieder hinauszog. Fuck. Hatte eigentlich noch niemand bemerkt, wie heiß das aussah? Peter bemühte sich krampfhaft um Kontrolle. Er flüchtete schon beinahe, als endlich alle fertig waren. Die klare und kühle Luft würde ihn schon ablenken. Er trat hinaus auf die Villa eigene Riesenterrasse und sog die frische Luft beinahe schon verzweifelt in seine Lungen. Es war ein schöner Abend, zwar nicht sternenklar, aber mit der richtigen Temperatur. Er bemerkte nicht, wie Nathan leise auf die Terrasse heraustrat. Er erschrak, als er eine warme Hand auf seiner Schulter spürte und zuckte zurück. Überrascht ließ Nathan seine Hand wieder sinken und versuchte Peters Blick aufzufangen. „Pete, sag mir doch bitte, was los ist! Du benimmst dich schon die ganze Zeit so seltsam.“ „Ich… Ich kann nicht.“, ausweichend schaute Peter auf das Geländer, das die Terrasse umgab. Plötzlich spürte er sanft, warme Finger an seinem Kinn. Er drehte seinen Kopf, schaute nun doch in Nathans amüsierte Augen. „Es ist okay“, Nathan trat noch näher an ihn heran. So nah, dass er die Wärme, die von Nathans Körper ausging, spürte. Gar nicht gut. Er würde die Kontrolle verlieren. Er würde fallen. Seltsamerweise schien ihn das diesmal nicht zu stören. Im Gegenteil, er bemerkte am Rande, wie er sich entspannte. Mit einem wissenden Lächeln beugte sich Nathan das kleine Stück zu ihm hinunter, verharrte kurz. So nah, dass Peters Gehirn aussetzte. Das einzige, was er denken konnte war, dass er jetzt endlich diese wunderbaren Lippen, diesen wunderbaren Körper spüren wollte. Nathan tat ihm den Gefallen, küsste ihn. Fuck. Nathan. Küsste. Ihn. Als Nathan seine Hand in besitzergreifend in Peters Haare schob, vertiefte er den Kuss, ließ seine Zunge über Peters Unterlippe streifen und presste ihn mit seinem Körper an die Wand. Und Peter fiel, endlich.
Review schreiben