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A Smarty Christmas Carol

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Danny Taylor Elena Delgado John Michael "Jack" Malone Martin Fitzgerald Samantha "Sam" Spade Vivian Johnson
25.11.2015
25.11.2015
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AN:

Moin zu später Stund' :)

Die Bitte von Balkanheart (liebe Grüße an dieser Stelle!)
und das nahende Fest haben mich zu diesem Weihnachtsspecial inspiriert.

Ich plane Prolog und voraussichtlich vier Teile
plus Epilog und hoffe, bis Heiligabend
damit fertig zu werden.

Ihr werdet allein am Titel erkennen, worum es geht,
aber ich finde, egal wie oft, man kann das Thema immer
wieder lesen- hoffe ich doch :D

Über jede Rückmeldung in Form eines Reviews, sei sie auch noch so kurz,
freue ich mich immer sehr, also tut Euch bitte keinen Zwang an!

Viel Vergnügen beim Lesen

Lg, Eure B




A Smarty Christmas Carol
by Sarahsassy


Song:
Who would imagine a king
by Whitney Houston
https://youtu.be/uYGu0dwl4Hk



-Prolog- vier Tage vor Heiligabend



An ihrem Fenster perlten die Regentropfen ab.

Regen statt Schnee.

Wenn Samantha Spade eines mehr hasste als Schnee, oder die winterliche Kälte, die damit einher ging, dann war es Regen
bei drei Grad.

Zum wiederholten Mal ärgerte Sam sich darüber,
nicht in Kalifornien oder Florida zu wohnen.
Wo es selbst zu dieser Jahreszeit schön warm war
und garantiert die Sonne schien...

Gedankenverloren zappte Samantha
mit der Fernbedienung durch die Programme.

Sie betrachtete wütend den tristen,
trostlos grauen und wolkenverhangenen New Yorker Winterhimmel.
Der gleichzeitig alle Schleusen zu öffnen schien,
während proportional dazu das Risiko einer Erkältung
durch Regen oder Schneematsch und eiskalten Wind,
-und damit ein Aufenthalt mit einem quengelnden,
kranken Kind in einer heillos überfüllten und unterbesetzten
New Yorker Notaufnahmepraxis-,
noch stieg.

Was Sam mittlerweile tolerierte,
wenn auch wahrlich nicht unbedingt liebte,
war die Weihnachtszeit.

Man könnte sie glatt als Weihnachstgrinch bezeichnen,
dachte Sam seufzend und machte sich auf den Weg ins Schlafzimmer,
um wenigstens dem noch eintönigeren Fernsehprogramm zu entkommen.

Während sie auf Socken mucksmäuschenstill die Tür zu Finns Zimmer öffnete,
breitete sich ein liebevolles Lächeln auf ihrem Gesicht aus:
Welches sich jedoch in eine Grimasse verwandelte, als sie,
leise fluchend, auf einen Legostein trat.

Finn war der einzige Grund, warum es in Samanthas Apartment Festdeko gab.
Trotz ihrer Abneigung gegen die Feiertage als Solche brachte Sam es nicht übers Herz,
ihm diesen Wunsch abzuschlagen.

Grummelnd, dass ihr Sohn morgen unbedingt sein Kinderzimmer würde aufräumen müssen,tapste sie zum Bett.
Strich die verirrten, dunkelblonden Haarsträhnen
auf seiner Stirn zurück und hauchte einen Kuss darauf.

Sie betrachtete ihn noch einen Moment länger,
fand, dass er aussah, wie ein kleiner Engel, wie er so friedlich schlief.
Und seufzte, als sie an seinen glücklichen Gesichtsausdruck dachte,
als er vor dem Dinner eifrig mit den pummeligen Fingern eines Dreieinhalbjährigen
seinen Wunschzettel mit, aus Katalogen ausgeschnittenen, Spielzeugen beklebt hatte.

In ihrem Schlafzimmer angekommen, zog Sam dem langen Wollmantel aus,
den sie über ihren Pyjama gezogen hatte und hob die Bettdecke.

Aufatmend schlüpfte sie unter den Berg aus dunkelgrüner Biberbettwäsche,
getoppt nur noch von einem Quilt, den ihre Schwester ihr zu Thanksgiving
geschenkt hatte.

Sam zog den schweren Stoff anschließend bis zur Nasenspitze hoch.

In ihrer kleinen Wohnung war es nach dem Ausfall der Heizung noch immer frisch,
aber wenigstens hatte Martin Fitzgerald als einziger Arbeitskollege und Freund
nach der Arbeit Zeit gefunden, vorbei zu kommen und hatte es tatsächlich geschafft,
das störrische Ding zu reparieren.

Grinsend hatte er darauf bestanden, anschließend noch einen Eierpunsch für sich
und Sam und einen Kakao für Finn zu kochen.

„Eigentlich sollte ich dir ein Drei- Gänge Menü zaubern, oder zumindest bestellen,
um mich bei dir für die Hilfe zu bedanken, anstatt dass du uns bekochst!“

hatte Sam, leise verärgert,
vor sich hin gebrummt, während sie Kekse auf Tellern verteilt
und kopfschüttelnd ein paar Kerzen im Wohnzimmer angezündet hatte.

„Schon okay, Sam. Hab ich doch gerne gemacht.“

wiegelte ihr Ex Freund ab.

Er strich Finn,
der ausnahmsweise einmal artig mit Martins Werkzeugkoffer spielte,
durchs Haar und gesellte sich, bewaffnet mit Punsch und heißer Schokolade,
zu ihr an den Tisch.

„Wirst du über die Feiertage zu deinen Eltern fahren?“

hatte Sam leichthin gefragt, ganz offensichtlich darum bemüht,
nicht zu aufdringlich oder gar neugierig zu klingen.

Martin schüttelte den Kopf.

„Ich hab das große Los gezogen, alleine Notdienst im Büro schieben zu dürfen.“

erwiderte er
und zuckte mit den Schultern, als mache ihm das gar nichts aus.

„Du weißt ja, wie das ist.
Junggeselle mit keiner eigenen Familie...“

Sam streckte automatisch die Hand aus,
als er ihr einen Becher Punsch reichte
und zuckte ein wenig zusammen,
als ihre Finger seine dabei streiften.

Sie räusperte sich kurz, als sei nichts gewesen und nahm einen Schluck Punsch,
um sich möglichst schnell abzulenken. Es stand ihr nicht mehr zu,
sich wie ein Schulmädchen aufzuführen, falls Martin sie zufällig
einmal berührte.

„Gib's zu, du hast mit Danny getauscht.“

Peinlich berührt wandte ihr Besuch sich ab.

„Ich weiß zufällig, dass er dieses Jahr eigentlich dran gewesen wäre.“

verkündete Sam neckend.

„Du bist einfach zu gut für diese Welt, Marty.“

fügte sie leise hinzu
und obwohl sie ihn hatte aufziehen wollen,
meinte sie es eigentlich ernst.

„Es ist sein und Elenas erstes Weihnachtsfest nach der Hochzeit.
Was für ein Freund wäre ich denn, wenn ich einem kleinen Mädchen
seinen größten Weihnachstwunsch sehenden Auges zerstören würde?
Sophie hat sich so sehr darauf gefreut...“

verteidigte Martin sich posthum,
aber seine himmelblauen Augen funkelten verdächtig.
Sam wusste: Er liebte es, seinen Freunden etwas Gutes tun zu können.

„Ich habe an Heiligabend eh nichts weiter vor,
als später noch mit Chris in der Suppenküche auszuhelfen.“

meinte er und biss geräuschvoll in einen Keks.

„Hhm, die sind gut!“

Er musterte Sam, die daraufhin beschämt den Blick senkte.
Sie wusste genau, worauf er hinaus wollte.

„Nein, ich habe die nicht selbst gebacken, die sind von Viv.“

knurrte sie beleidigt, aber ehrlich
und versuchte, das Thema zu wechseln.

„Annica wird bestimmt erfreut gewesen sein.“

murmelte Sam in ihren Punsch.

Diesmal war es an Martin,
sich umständlich zu räuspern
und Sam starrte ihn stirnrunzelnd an,
nachdem sie für Finn einen Stuhl beiseite gezogen hatte,
damit dieser hinauf klettern konnte.

„Wir sind nicht mehr zusammen.
Schon seit... ich weiß nicht...
sechs Wochen sind es jetzt sicherlich.“

Martin beugte sich hinab, um Finn zu helfen,
und Sam konnte nicht anders:

In ihrem Inneren hörte es sich an,
als würde eine ganze Lawine von ihrem Herzen rutschen.

Nicht, dass sie wollte, dass jemand etwas davon mit bekäme-

Sie hatte nur gefunden, dass diese Jurastudentin Annica Swanson,
die alle während ihres Praktikums bei der Missing Persons Unit
kennen gelernt hatten, einfach ein paar Jahre zu jung
für jemand Gestanden wie Martin gewesen war.

Sicher, sie war ein liebes, gescheites Mädchen...
Gebildet, athletisch, Ruderin an der NYU, groß,
langes, brünettes Haar und riesige, glitzernde,
viel zu liebe braune Augen...

Dazu ein Lächeln, das an Intensität
dem Strahlen eines Sterns in nichts
nachgestanden hatte...

Die beiden hatten einfach nicht zusammen gepasst- in Sams Augen.

Auch, wenn sie wirklich froh gewesen war, Martin nach langer Zeit einmal wieder
glücklich zu sehen.

Das war das Einzige, dass Annica in Sams Achtung steigen ließ.

„Das ist... Tut mir echt leid für euch. Und dann noch so kurz vor Weihnachten!“

Sams Finger pressten sich um das Porzellan der Tasse.

Sie selbst hatte nach der Trennung von Jack ebenfalls kein Glück gehabt,
was Beziehungen betraf- doch sie hatte das für sich eigentlich auch schon längst aufgegeben.

Sam hatte viel zu lange Zeit damit verschwendet,
hinter Männern hinterher zu laufen, denen sie im Leben zweimal begegnete.
Nein, wenn überhaupt je wieder ein Mann für ihr Leben in Frage käme,
dann jemand für einen ganz neuen Start.

Martin zog eine Grimasse.

„Naja, besser jetzt als dass ich noch irgendwelche gruselig gestellten Weihnachtskarten
mit ihr hätte machen und verschicken müssen. Und das nur, um zwei Familien anzulügen,
um sie im Glauben zu lassen, alles wäre in bester Ordnung.“

erklärte er und ein alt bekannter Hauch von Sarkasmus troff aus seinen Worten.

Finn war inzwischen schon fertig mit seinem Getränk
und hatte sich nebenbei eine Handvoll Kekse in den Mund geschoben-
Gedankenverloren kaute der Junge darauf herum,
ohne sich um die Erwachsenen zu kümmern.

Dankbar nutzte diesmal Sam die Ablenkung durchs Kind, um sich zu erkundigen:

„Und- wer hat wen vor die Tür gesetzt?“

Wieder nur ein Achselzucken.

„Nennen wir es einvernehmlich.“

Die blauen Augen brannten plötzlich ungewohnt intensiv auf Sams Gesicht.

„Auch, wenn wir sicher keine Freunde bleiben werden.“

So, wie wir. vermeinte sie fast in ihrem Kopf zu hören.

Aber über die Gefühle dem anderen gegenüber
sprachen sie beide schließlich seit Jahren nicht mehr:

Sam kam es immer so vor, als sei zu viel in der Zwischenzeit passiert-
Martins Abhängigkeit, Sams ungeplante Schwangerschaft,
Martins Affäre mit einer Kriminellen, Sams „Was auch immer“
mit Jack...

Als wüsste Martin, worauf Sam hinaus wollte,
unterbrach er ihre Gedanken und meinte
nach einem Blick auf sein Telefon:

„Tut mir leid, aber ich muss los.
Chris hat sich gemeldet, wir haben
noch ein paar Dinge zu besprechen
wegen der Suppenküche.“

Dann war Martin gegangen.


Jetzt, hier unter ihrer Bettdecke, fragte Sam sich,
wieso sie immer noch so ein kompliziertes Leben führte.

Ja, sie hatte mehr, als früher,
aber nein, nicht das, was sie sich gewünscht hatte...

Da sie so müde war, fielen Sam dennoch langsam die Augen zu.
Noch kurz bevor sie einschlief, aktivierte Sam pflichtbewusst und mit
mütterlicher Sorgfalt das Babyphone, ehe sie in einen unruhigen Schlaf
hinüber glitt.




Tbc... :)
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