Newcomers

von Jacky-Lou
GeschichteRomanze / P18 Slash
Matt Mello
25.11.2015
27.01.2020
21
55182
25
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Dieses Kapitel
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Hallöle!
Mal wieder etwas Neues von mir. Yay, oder auch nicht. Je nachdem, wie ihr es findet. :D
Ich habe in dieser FF etwas mit dem Alter und der Größe gespielt, weshalb der liebe Matt älter und größer ist, als Mello. (Was für ein Satz xD) Naja, ich stelle ihn mir beim Schreiben sowieso auch immer etwas größer vor, also ist das jetzt nichts Neues, dass ich sowas mache. :D
Warnungen gibt es wie des Öfteren für sexuelle Inhalte und vor Allem auch wie immer für diverse Kraftausdrücke. Es sind schließlich Matt und Mello. :D

Neben Romanze, spielen auch die Genres Humor und in späteren Kapitel wohl auch ein wenig Drama eine Rolle.

Das war's dann auch erstmal mit dem sowieso meist langweiligem Vorwort.
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„Ich kenn' die doch nicht mal!“, brüllte der Sechzehnjährige seinen Vater aufgebracht an, während er sich von dem bequemen Stuhl vor dem hölzernen Esstisch erhob.

„Mihael, du beruhigst dich jetzt sofort!“, befahl eben dieser gereizt, ehe er fortfuhr:
„Du wirst Alice ja noch kennenlernen, außerdem hat sie einen Sohn in deinem Alter. Siebzehn, wenn ich mich recht entsinne. Ihr werdet euch sicher super verstehen.“
Müde strich John sich durch das schwarze Haar und hoffte, dass er den anderen mit der letzten Aussage etwas beruhigen konnte.

Dem war nicht so.

„Achso, irgendein Kerl soll hier also auch noch einziehen?! Das ist nicht dein Ernst! Schlimm genug, dass du Mum einfach so durch irgendeine dahergelaufene Schlampe ersetzt, aber jetzt soll ich echt noch mir nichts dir nichts 'nen Fremden ins Nebenzimmer bekommen oder was?! Du spinnst doch!“

Das Gesicht des Älteren nahm im Laufe Mellos Ausbruchs eine ungesunde, rote Farbe an und der Blondschopf war sich so langsam nicht mehr sicher, ob ihm das Blut bei dem Druck nicht gleich aus der Nase schießen würde.

„Mihael, es reicht! Du hörst jetzt sofort auf, hier so einen Terz zu veranstalten, räumst den Saustall bei dir oben auf, damit Alice und Mail keinen Herzinfarkt kriegen und dann begrüßt du sie gefälligst heute Abend mit den Manieren, die ich dir beigebracht habe!“

Mello nahm sich den Teller vom Tisch, auf dem noch das meiste seines kaum angerührten Essens lag und schleuderte ihn kommentarlos gegen die weiße Tapete.
Die nun frischen Rotkohlflecken an der Wand, vertrugen sich wirklich wundervoll mit dem vor Wut mittlerweile leicht lila angelaufenen Gesichts seines Vaters, dessen Temperament dem des Sechzehnjährigen in nichts nachstand.

„Das machst du nachher sauber!“, schrie der Schwarzhaarige, wurde von seinem Sohn aber nur ignoriert, der statt zu antworten lieber den Stuhl umtrat und mit lauten Schritten aus dem Raum stampfte.

„Und zieh gefälligst den Nuttenfummel aus!“, rief John dem Blondschopf noch hinterher, welcher aber schon auf dem Treppenabsatz verschwunden war.
Wirklich einfach, hatte er es mit dem Sechzehnjährigen nicht, aber er liebte ihn dennoch sehr. Der Blonde würde schon sehen, dass es gar nicht so schlecht wäre, wenn er wieder eine Mutter und noch dazu einen Bruder hatte.


Mello hingegen sah das gänzlich anders, als er mit so einer Wucht die Tür seines Zimmers zuschlug, dass das Bücherregal sich gleich (nun schon zum vierten Mal, seit sie dort wohnten) von seiner Wand verabschiedete.

„Fuck!“, fluchte er, ehe er eines von Shakespeares Werken in die andere Ecke seines Raumes trat und sich genervt auf den Boden sinken ließ.
Sein Vater konnte doch nicht im Ernst annehmen, dass er begeistert darüber wäre, wenn er ihm spontan mitteilte, dass seine Neue und ihr dämlicher, asozialer (er musste einfach asozial sein, da war Mello sich sicher) Sohn heute Abend hier einziehen würden.
Da er immerhin schon fast erwachsen war, hatte er ja wohl ein gewisses Anrecht darauf mitzuentscheiden, wer hier wohnen durfte und wer nicht.
Der Tod Mellos Mutter war außerdem gerade mal zwei Jahre her und es passte ihm gar nicht, dass sein Vater offenbar schon Ersatz gefunden hatte.

Genervt blickte der Jugendliche an seinen vom Leder bedeckten Körper herab und zupfte die knappe Weste zurecht.
Der Kerl konnte aber mal sowas von vergessen, dass er seinen 'Nuttenfummel', wie er ihn genannt hatte, auszog. Wenn die beiden schon hier einziehen wollten, dürften sie gleich mit ihm und seinem Stil klarkommen, ob es ihnen passte, oder nicht.

~

Matt packte währenddessen gerade den letzten Rest seiner Klamotten in einen der braunen Kartons und verschloss diesen mit Klebeband, ehe er ein genervtes Seufzen ausstieß.
Seine Mum hatte ihn vor etwa einer Woche mitgeteilt, dass sie zu ihrem neuem Stecher und seinem Balg ziehen würden.
Wenn er das richtig verstanden hatte, hatte der Typ Kohle ohne Ende, was wenigstens etwas Gutes wäre. Allerdings hatte der Rotschopf wirklich nicht einmal im Ansatz Bock darauf, irgendeinen Fremden als Vaterersatz zu kriegen und erst recht nicht darauf, einen Bruder zu bekommen. Einfach mal eben so. Ging das überhaupt?
Der Siebzehnjährige wusste ja nicht mal, wie alt der andere war.
'Oh Gott, bitte kein Kleinkind', ging es ihm durch den Kopf, als er sich die Goggles auf die Stirn strich.
Damit wäre er nämlich gänzlich überfordert.
Matt hasste Kinder. Sie sabberten und stanken und popelten und überhaupt waren sie vollkommen widerlich.
Von der Lautstärke mal ganz abgesehen.
Außerdem wäre es mit so einem Balg im Haus, für den Siebzehnjährigen echt nicht leicht, sein Sexleben weiterhin so aktiv auszuleben.
Dass seine Mum nicht viel von den verschiedenen Kerlen und Weibern hielt, die der Rotschopf regelmäßig dazu brachte, seinen und Gottes Namen in einem Satz zu schreien (ja, er war so gut), war ihm ja klar, aber mit einem Kind im Haus, würde sie sicher eine richtige Szene daraus machen und mit dem Spaß, wäre es dann ganz schnell vorbei.

Der Umzug in die Großstadt wiederum, störte ihn nicht sonderlich, da er hier eh niemanden vermissen würde.
Es war nicht so, dass er an seiner Schule keine Freunde hatte, aber die waren eher ein Mittel zum Zweck und geistig auch noch gänzlich unter seinem Niveau.
Außerdem war das eine gute Ausrede, um Brian loszuwerden, der ihn immer noch nervte, da er seit einigen Wochen scheinbar der festen Überzeugung war, dass die Beiden wegen den paar Ficks eine Beziehung hatten. Vollkommen lächerlich, Matts Meinung nach.
Als würde der Siebzehnjährige auch nur im Traum daran denken, sich zu binden.
Nur weil die kleine Blondine (er stand wirklich sehr auf Blondinen) scheinbar einen totalen Narren an dem Gamer gefressen hatte, hatte er noch lange nichts für den anderen übrig.
Naja, bis auf seinen wirklich ziemlich großen-

„Matt, bist du endlich fertig?“, riss ihn seine Mutter aus den nicht ganz jugendfreien Gedanken, als sie mit einem Ruck die Tür seines (oder eher seines ehemaligen) Zimmers öffnete.
Die ebenfalls Rothaarige besah sich den, bis auf ein paar Kisten leeren Raum und nickte zufrieden.
„Gut. Der Umzugswagen kommt in einer Stunde“, teilte sie ihm mit und ließ ihn wieder mit seinen Kisten alleine.
So lange er nicht wie bei Pokémon Smaragd hinten in den Laderaum gesteckt wurde, sollte ihm das recht egal sein.

Noch einmal strich er sich mit einem Seufzen durch den roten Schopf und hoffte, dass sein neuer Mitbewohner wenigstens in einem angemessenen Alter war.

~

Mellos Vater hatte gerade mit Müh und Not versucht, die Flecken von der Tapete zu bekommen, wobei er natürlich gänzlich erfolglos geblieben war, als es an der Tür klingelte.

„Verdammte Scheiße!“, entfuhr es ihm, wobei er sich Bewusst wurde, dass er so ein Verhalten vor seiner neuen Freundin vielleicht eher lassen sollte. Wer wollte schon mit einem Mann zusammenleben, der genau so viel fluchte, wie dessen sechzehnjähriger Sohn?

„Mihael!“, brüllte er die Treppe hoch, was jedoch nicht sonderlich notwendig war, da eben dieser bereits mit einem mehr als angepissten Blick in der Tür des Esszimmers stand.

„Ja, ja, bin ja schon da“ murmelte er genervt und verdrehte die Augen. Der Blondschopf hatte sich natürlich nicht umgezogen, ignorierte aber den missbilligenden Ausdruck des Schwarzhaarigen gänzlich. Er hatte wirklich nicht vor, einen guten Eindruck bei den Neuankömmlingen zu hinterlassen, weil er insgeheim wirklich sehr darauf hoffte, dass sie schnell wieder abziehen würden.

„Mach jetzt endlich die beschissene Tür auf, ich muss den Eimer noch wegstellen!“, befahl sein Vater in seinem üblichen lauten Tonfall und erinnerte sich gleich wieder daran, dass er weniger Kraftausdrücke verwenden wollte. Wenn die beiden sich unterhielten, lief es irgendwie meistens darauf hinaus, dass irgendwer schrie, oder fluchte. In den häufigsten Fällen beides.

Genervt strich Mello sich durch die langen Haare und schlurfte in Richtung der Eingangstür des großen Hauses. Immer noch konnte er nicht fassen, dass er das alles hier jetzt einfach mit jemandem teilen sollte. Vor Allem verstand er nicht, wieso sein Vater ihm das nicht schon früher gesagt hatte! Wobei es vermutlich daran lag, dass er seiner Wut so lange wie möglich aus dem Weg gehen wollte. Typisch. Ein Wunder, dass er es nicht erst erfahren hatte, wenn die beiden schon beim Kartons auspacken wären, aber dann wäre die Situation wohl gänzlich eskaliert.

Unmotiviert griff er nach der Klinke, als auch schon der Ältere der Keehls im hinteren Teil des Ganges erschien und in Richtung Tür hechtete.
Während John noch dabei war, seinen Atem zu regulieren, drückte Mello das Stück Metall runter und öffnete seinen nicht wirklich willkommenen Gästen.

„John!“, hörte er die aufgeregte Stimme der rothaarigen und sehr jung aussehenden Frau, welche seinem Vater auch sogleich in die Arme fiel. Wie widerlich.
„Und du musst Mihael sein?“, richtete sie sich kurze Zeit später an ihn, jedoch bedachte er sie nur mit einem abschätzigen Blick und wandte sich wieder zur Tür hin.
Dass sein Vater seinen Namen leise in seine Richtung zischte, ignorierte er dabei völlig. Was hatte der alte Knacker auch erwartet?

Mellos Miene verfinsterte sich noch etwas mehr, als er seinen anderen neuen Mitbewohner entdeckte. Was für ein Freak sollte das denn sein? Dieses Streifenshirt und vor Allem die Brille... Das Schlimmste an der Sache war aber wohl, dass er die ganze Zeit auf seinem Handheld rumtippte und nicht einmal den Blick hob. Wobei man das durch die orangenen Gläser wohl eh nicht gesehen hätte.

„Mail, jetzt leg das Ding weg!“, motze die Tusse auch gleich drauf los und Mello war schon jetzt mehr als genervt von der ganzen Situation.


Matt hingegen, hatte mit einem Seufzen endlich von der Konsole abgelassen und den Blick erhoben. Wobei es nicht lange dauerte, bis er seine Meinung über den Umzug und seinen neuen 'Bruder' gänzlich änderte. Zumindest hoffte er, dass das wirklich Johns Sohn war, denn verdammt nochmal, der Kerl war mehr als attraktiv.
Das Leder schmiegte sich so eng an den Körper des Blonden, dass es unmöglich war, irgendeinen Teil dessen Konturen nicht zu sehen und der Gamer erwischte sich dabei, wie er insgeheim darauf hoffte, dass er dazu neigte, nackt durch das Haus zu laufen. Oder sie sich wenigstens das Badezimmer teilen würden. Oder bitte gleich das Bett. Ja, das Bett klang gut.
Und dann auch noch eine Blondine! Viel mehr Glück konnte man doch gar nicht haben.
Sein Gegenüber sah zwar nicht sehr zufrieden aus, aber das würde sich noch ändern, da war sich der Rotschopf sicher.

„Mihael, hilf doch schon mal Mail dabei, sich einzurichten“, schlug der Schwarzhaarige vor, in der Hoffnung, dass die beiden sich dann möglicherweise schon mal etwas anfreunden würden.

„Was für eine großartige Idee!“, bestätigte Alice nur mit einem Nicken.

Matt freute sich innerlich bereits sehr auf die Gelegenheit, mit dem anderen alleine zu sein und versuchte im Kopf schon eine Strategie zu entwickeln, wie er ihm näher kommen konnte.
Mellos Blick hingegen verfinsterte sich auf ein Level, welches sowohl er, als auch seine Mitmenschen eigentlich für unmöglich gehalten hätten. Und wieder stellte er sich die gleiche Frage, wie schon an die tausend Mal an diesem Tag:
Das konnte doch nicht sein verfickter Ernst sein?!  

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Wer schon einmal etwas von mir gelesen hat, wird wohl wissen, dass ich normalerweise in der Ich-Perspektive schreibe, weshalb ich um ehrlich zu sein etwas unsicher mit dem Ganzen bin. Ich hoffe mal, dass ich es nicht all zu sehr verhauen habe. :D
Wann das nächste Kapitel kommt, kann ich noch nicht sagen, aber ich versuche in nächster Zeit wieder etwas fleißiger zu schreiben. ^^
Über Rückmeldung würde ich mich wirklich sehr freuen!
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