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Im Namen des Herrn,...

von Access
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12
Access Time Chiaki Nagoya Fynn Fish Marron Kusakabe Miyako Toudaiji
24.11.2015
09.02.2017
12
18.602
1
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
24.11.2015 924
 
Die Idee zu der Geschichte, wie es nach der zweiten Staffel weitergehen könnte, ist mir während einer Partie Schach gekommen. Warum werdet ihr in den folgenden Kapitel merken ;-)
Ich hoffe, dass die Geschichte und Charaktere authentisch zur Serie rüberkommen ;-) Über Kritiken jegliche Art freue ich mich natürlich. Hier noch ein paar Satzzeichen zur Erklärung:

„….“ Wörtliche Rede
~…~  Gedanken
*…* geschriebene Wörter
============================

„Chiaki… geh doch schon mal vor, ich habe noch was zu erledigen“ sprach Marron als die Eingangstüren des Orléans hinter ihnen schlossen. Ihm war völlig unverständlich, warum sie jetzt wieder alleine sein will, zumal auch Fynn wieder im Himmel ist. Als er aber merkte wie sie auf ihren Briefkasten starrte, war ihm bewusst, dass er gegen die Sehnsucht ihrer Eltern nicht ankam und Marron in diesem Moment schweren Herzens allein lassen musste. Zu seiner stillen Enttäuschung fragte Chiaki nochmal nach, ob sie ihn wirklich jetzt nicht bei sich haben möchte.
Verlegend nickte sie flüchtig ohne ihn dabei in die Augen zu blicken. So muss sich also ein Stich ins Herz anfühlen dachte er sich und ging langsam zum Aufzug. Für ihn war es eindeutig. Das Vertrauen hatte er bei Marron selbst nach dem emotionalen Kampf gegen Fynn noch nicht vollständig zurückgewonnen. ~Nur was soll ich noch alles machen? ~ …dachte er sich.
Als er schon im Fahrstuhl stand, rief ihm Marron auf einmal hinterher: „Ach Chiaki…“ und wurde dabei leicht rot im Gesicht “…hab vielen Dank, dass du mir heute bis zum Ende geholfen und dein Leben dafür riskiert hast “
Chiaki wusste nicht so recht was er sagen sollte, schließlich hatte sie sich ja im Laufe des Kampfes gegen die zahlreichen Dämonen indirekt bedankt, erinnerte er sich wohlwollend und fasste sich automatisch an seine rechte Wange. Am liebsten hätte er sie in seine Arme geschlossen und nie wieder losgelassen. Doch als Antwort schenkte er ihr nur ein warmes, liebevolles Lächeln, während sich die Fahrstuhltüren langsam schlossen und ihre Blicke sich endgültig trennten.
~Ach Marron, ich will doch nur das du dich von deinem Schmerz löst und dir zeigen, wie sehr ich es bereue was ich dir damals angetan habe. ~


Aus dem verlegenden Blick spürte Marron in dem Moment wieder diese quälende Einsamkeit in ihr. Wie sie selber feststellte, wollte sie ihn überhaupt nicht wegschicken. ~Warum habe ich ihn jetzt nur gehen lassen? Er ist doch der einzige den ich in dieser Situation noch habe. Ohne Chiaki, gäbe es mich vielleicht jetzt nicht mehr. Gerne würde ich dir wieder vertrauen können, Chiaki Nagoya. Warum musstest du damals nur mein Vertrauen so rücksichtslos ausnutzen? ~  
Seufzend schritt sie langsam zu ihren Briefkasten. Zögernd stand sie mit gesenktem Kopf davor, als ob sie wusste was sie erwartete. Diese elende Leere, die eisige Dunkelheit … und nur das quietschen der Briefkastenscharniere. Als sie ihn vorsichtig öffnete, erschrak sie leicht und ihre braunen Augen weiteten sich. Sie nahm diesen einen Brief heraus und öffnete ihn:

* Liebste Marron,
ich hoffe es geht dir gut! Seit unserer offiziellen Scheidung habe ich zu deiner Mutter kaum noch Kontakt. Doch wir sind uns einig, dass wir dich gemeinsam bald besuchen wollen und dann entscheiden, wie es mit dir weitergehen soll. Bitte habe noch ein wenig Geduld. Ich rufe dich im Laufe des Monats an, um die Einzelheiten über unseren Besuch mit dir zu klären.
In Liebe, Dein Vater*


~Papa, Mama…endlich...~
Sie ertappte sich dabei, wie eine Träne sanft an ihrer Wange runter rollte. Ein wärmendes und erlösendes Gefühl machte sich in ihr breit. War das das Ende ihrer langen Einsamkeit? Konnte sie endlich wieder ihre Eltern umarmen?  


Nachdem Chiaki in seinem Apartment  zuhause war und sich jetzt auf seinem gemütlichen Sofa entspannte, riss ihn plötzlich sein klingelndes Telefon aus den Gedanken. ~Ob es Marron ist? ~
Hastig eilte er zum Telefon: „Hallo?“
„Hallo Chiaki, wie geht es dir?“ klang eine tiefe und ältere Stimme.
„Vater, was willst du den jetzt?“ reagierte er enttäuschend und zunehmend genervt, da es doch nicht Marron war.  Für Chiaki war es jetzt eindeutig der falsche Zeitpunkt um sich nach so einem Tag noch mit seinen Vater Kaiki zu unterhalten.  
„Chiaki, ich möchte dir was zeigen und auch geben. Es wird dich sehr interessieren, zumal es für dich und Marron ist.“  
~ Für Marron und mich ??? Was kann das nur wieder sein? ~
Er kannte es nur zu gut wenn sein Vater kurze Andeutungen machte um seine Neugier zu erwecken. Auf solch ein Spielchen wollte er sich nicht einlassen. Doch wenn es was mit Marron auf sich hatte, blieb ihm wie er merkte, keine Wahl und willigte ein, morgen nach der Schule seinen Vater auf Arbeit zu besuchen.
„Schön, ich freu mich auf dich mein Sohn.“ sprach Kaiki
Stirnrunzelnd lag Chiaki das Telefon auf und wollte nur noch schlafen, obwohl er jetzt grübelte was sein Vater ihm unbedingt zeigen vermochte.

Marron war nach dem ereignisreichen Tag sehr erschöpft in ihr Apartment angekommen. Die schweren Strapazen des finalen Kampfes waren ihr deutlich anzusehen. Ihr Körper war mit blauen Flecken gezeichnet und Schürfwunden mit Pflastern abgedeckt. Der Kopf hämmerte und die Beine waren schwer wie Blei. Der Kampf gegen Fynn und die Dämonen hatte ihr alles abverlangt. Doch die Vorfreude ihre Eltern bald zu erwarten, ließ sie nur schwer zur Ruhe kommen. Gleichzeitig musste sie aber an Miyako denken. ~Ob Miyako mir das wirklich verziehen hat, dass ich sie die ganze Zeit belogen habe? Wird sie mit mir überhaupt noch reden wollen? Ich hoffe es… Sie ist doch meine beste Freundin. ~
Bis jetzt war es auch noch so…
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