Connection

OneshotÜbernatürlich / P18 Slash
Nana (Nr.7) Nyu/Lucy
21.11.2015
21.11.2015
1
3089
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Hallo Freunde dieses Fandoms und herzlich willkommen zu diesem Wunschpair.
Ein wenig ungewöhnlich, ich weiß schon. Auf absehbare Zeit übrigens auch das letzte Yuri-Pärchen, dass von mir kommt.
Auf die Storyidee bin ich durch ein Bild gekommen, dass - wieder einmal - meine kleine Schwester mir gezeigt hat^^ Hier das Bild: http://img3.wikia.nocookie.net/__cb20141103200001/creepypasta/de/images/5/50/Elfen-Lied-x-Mirai-Nikki-Crossover-Lucy-Nyu-Kaede-Yuno-horror-anime-manga-35862529-1920-1050.jpg
Und ja, mir ist bewusst, dass das Yuno aus Mirai Nikki ist und nicht Nana, aber so in der Art könnte ich mir das doch ganz gut vorstellen ^^
Übrigens: Dieses Mal sind die P18Slash nicht wegen einem etwaigen Lemon sondern deswegen, weil das hier ELFEN LIED ist - heißt, Gewalt. Obwohl ich mir dieses Mal ehrlich gesagt nicht so sicher bin, ob P18 tatsächlich gerechtfertigt ist. Grafisch war es zwar durchaus P18 aber dadurch, dass es hier nur schriftlich ist senkt es das ein wenig herab. Meinungen in die Reviews ;)
Kenne übrigens auch nur den Anime und nicht den Manga, heißt: Wenn der Anime nicht beendet ist oder so und / oder man im Manga noch mehr mitkriegt und ich das hier jetzt nicht rein bringe. Dann tut es mir Leid.
Darum gehts: Nana und Lucy, zwei Diclonii mit Charaktern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Oder? WARNING: Yuri (don't like? don't watch!), Gewalt, Pair: Nana x Lucy (semexuke)
Pair: Nana x Lucy (semexuke)
Viel Spaß beim Lesen :)




Connection


Nana streckt sich träge, die Zehen in Richtung Gras drückend. Der raue Stoff der Picknick Decke unter ihr kitzelt und sie kann jede Unebenheit der Wiese spüren, jede Falte in der Decke.
Manchmal wünscht sie sich zurück in die kleine Forschungsstation. Zu Papa. Es hatte irgendetwas beruhigendes, wenn alles immer gleich blieb. Hier draußen verändert sich immer alles so schnell. Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter, Menschen laufen hin und her und die vielen Geräusche.. Ein Seufzen entweicht ihr. Wieso ist sie hier?
Wieso tut sie das? Irgendetwas ist falsch daran. Allein deswegen, weil sie und Lucy Feinde sind. Weil sie sich gegenseitig umbringen können, jederzeit. Wann sie nur wollen.
Langsam wendet sie sich dem anderen Mädchen zu. Lucy liegt mit dem Rücken zu ihr und obwohl ihr Atem ruhig geht, spürt Nana, dass die andere wach ist. Dass sie auf ihre Bewegungen lauscht. Auf ihren Atem achtet.
Vorsichtig streckt sie die Finger aus und fährt durch das helle Haar, dass sich über die Decke kringelt.
Vielleicht sollten sie auch nicht einfach so da liegen, im Park. Wo die Leute sie sehen konnten.
Es war ihr egal.
Langsam lässt sie ihre Finger über Lucys hellen Rücken wandern, da, wo das großzügig geschnittene Shirt ihre Haut nicht verdeckte, streicht über die markanten Schulterblätter und ihre Wirbelsäule herab.
Sie hat gelernt, dass sie vorsichtig sein muss, sobald sie in die Nähe eines Diclonii kommt.
Aber es überrascht sie auch nicht, dass Lucy, obwohl sonst so unnahbar und gefühlslos, sich in ihrer Gegenwart verändert. Wie sie.. ruhiger wird. Wie sie viel mehr durchgehen lässt. Nicht mehr sofort jeden Menschen in Sichtweise angreift.
Jetzt dreht Lucy sich zu ihr um und Nana zieht ihre Hand wieder zurück. Sie legt den Kopf ein Stück schief und spürt, wie die Krawatte, die Papa ihr gegeben hat, rutscht. Schnell rückt sie sie wieder gerade.
Und sie umlauert sie, Lucy, umlauert sie, wie auch sie selbst umlauert wird. Eine falsche Bewegung und sie drehen sich gegenseitig den Hals um.
Nana lächelt, etwas, dass Lucy nicht kann. Zumindest hat sie sie noch niemals lächeln gesehen.
Zaghaft küsst Nana die andere, ganz langsam nur. Nun liegen die purpurnen Augen auf ihr, schmal und abschätzend.
Aber sie küsst zurück, erwidert die Liebkosungen von Nanas Lippen. Nun verdeckt eine Handvoll Strähnen ihre Augen und Nana streicht sie weg. Sie muss Lucy, der Mörderin, weiter in die Augen sehen. Alles andere ist gefährlich.
Lucy ist gefährlich. Sie darf sie keine Sekunde aus den Augen lassen. Und es ist einfach: Lucys Augen beginnen zu leuchten, wenn sie kurz davor ist jemanden zu töten.
Ihre Lippen lösen sich voneinander und verharren nur Millimeter voneinander. Nana spürt den warmen Atem des anderen Mädchens auf den ihren und manchmal fragt sie sich, wie jemand, der so warm ist, so lebendig ist, jemand so grausames sein kann.
Lucy blickt sie an. Ihre Augen fragen. Warum? Warum jetzt? Warum ich? Warum hier? Immer wissbegierig. Aber niemals vertrauensvoll. Vertrauen ist ein Fehler.
Sie waren beide Diclonii.
Der Schrecken der Welt. Nana will nicht der Schrecken dieser Welt sein. Sie will niemanden töten.
Wieder verbinden sich ihre Lippen. Beide wissen es besser - und wieder lassen sie die wachsamen Mauern um sich herum sinken. Sie vergessen, dass der Körper lügt, dass ihre beiden Herzen genauso sehr ehrlich wie täuschend sein können.
Sie ist so blind. Sie sollte sich nicht von Lucy einlullen lassen. Sie hasst sich selbst dafür. Wieder küssen sie sich, Lucys Hände an ihren Wangen. 'Du warst schon einmal verloren.' wollte sie sagen. Und: 'Ich habe dich gefunden.' Sie tut es nicht.
Lucy wird es nich verstehen, würde sie für die dummen Worte nur verletzen. Und allein dadurch, dass ihre Lippen aufeinander gepresst sind, können ihr keine Worte entweichen - selbst wenn sie es wollen würde.
Wieder blickt sie Lucy in die Augen, sucht nach der Mordlust und findet keine. Vielleicht ist es ja auch umgekehrt. Dass sie selbst verloren war - und dass Lucy sie gefunden hat.
Sie lösen sich voneinander.
Lucy lächelt. Sie lächelt sonst nie. Nana erwidert das Lächeln. Vielleicht ist sie ja endlich zu ihr vorgedrungen, kann jetzt an ihre Gefühle appellieren und den Diclonius in ihr eindämmen.
Sie ist ganz zufrieden mit sich selbst. Nicht nur, dass auch sie selbst ihre Gefühle unter Kontrolle hat. Jetzt wird sie Papa nicht enttäuschen. Sie wird sich um Lucy kümmern.
Lucy wird niemanden mehr töten. Nur noch ein bisschen mehr, dann kommt Papa und nimmt sie beide mit.
Leise summt sie vor sich hin, während Lucy ihr in die Augen blickt, tief in sie hinein, als könne sie durch sie hindurchblicken.
Von wo das andere Mädchen die Picknick Decke her hat, auch das weiß Nana nicht. Aber sie muss jetzt ihre Pflicht tun. Sich nicht von ihren Gefühlen leiten lassen.
"Entschuldigung." murmelt Nana. "Du wusstest, dass ich komme, oder? Ich werde dich mit nach Hause nehmen."
Sie rutscht ein Stück weg, nicht aus der Reichweite von Lucys Vektoren, aber weit genug um sich rechtzeitig verteidigen zu können.
"Fliehen kannst du auch nicht. Ich habe die Position schon gemeldet.." Der Ausdruck in Lucys Gesicht ändert sich. Nicht mehr abschätzend, nur noch verärgert.
Sie steht auf und Nana tut es ihr gleich, wenn auch langsamer. Nicht bedrohlich, anders wie Lucy. "Willst du mich jetzt auch töten?" fragt sie, hofft, dass Lucy nein sagt. Sie bewegt die Zehen, schlüpft unauffällig in die zierlichen schwarzen Schuhe.
Lucy fletscht die Zähne. Weniger bedrohlich, nur wütend. "Du hast noch nie einen Menschen umgebracht! Was soll das werden?!" Lucy. Sie denkt, dass sie nicht töten kann. Weil sie so klein ist. Kein Selbstbewusstsein hat.
Aber das ist beides nicht wahr.
Lucy läuft los und Nana macht große Augen. "Warte mal." ruft sie ihr hinterher und die andere wendet sich um zu ihr, hebt eine Augenbraue. Vorbei die traute Zweisamkeit von eben. "Ich.. kann das nicht zulassen." flüstert Nana.
Ein Windhauch streicht über ihre Stirn und sie weiß sofort, was geschehen ist. Keinen Millimeter rührt sie sich. "Halt still!" herrscht nun auch Lucy sie an. "Wenn ich die Adern in deinem Hirn nur einen Tick verrücke, kann ich dich damit töten."
Das weiß sie. Und trotzdem wird ihr mulmig dabei, als Lucy es nun ausspricht. Sie spürt die Vektoren der anderen Diclonius in sich und am liebsten würde sie zittern, aber wenn sie dies tut - stirbt sie. Sie zwingt sich ruhig da zu stehen, sich tatsächlich keinen Tick zu bewegen.
"Hier auch.." erklingt Lucys Stimme und Nana fühlt ein Ziehen in der Brust.
"Und jetzt geh nach Hause." Lucy wendet sich von ihr ab. Die Vektoren verschwinden wieder. Aber sie kann sie nicht gehen lassen. Darf nicht, kann nicht. Jetzt zittert sie, jetzt wo sie wieder darf.
Sie hat recht gehabt. Lucy tut ihr nichts. "Aber.." wagt sie und sieht fast gar nicht, wie schnell Lucy sich zu ihr umwendet, da landet sie auch schon mit einem fürchterlichen Krachen in der steinernen Mauer hinter ihr. Die Luft entweicht ihren Lungen und sie will Husten, Schreien, doch für nichts davon hat sie Luft.
Tränen treten in ihre Augen und vermischen sich mit dem Blut, dass aus ihrer Nase läuft, ihrem Mund. "Ich hatte dich verschonen wollen. Weil du eine der wenigen unserer Art bist. Und-" Lucy bricht ab. "Aber jetzt reichts mir. Du nervst."
Sie nervt? Das lässt sie nicht auf sich sitzen. Nicht von Lucy. "Das hat kein bisschen weh getan!" schreit sie ihr entgegen und steht auf. Sieht sie einen Anflug von Überraschung in ihrem Gesicht? Nur ein ganz klein wenig?
Sie will Papa nicht enttäuschen. Und sie will Lucy zeigen, dass sie was drauf hat. Dass auch sie töten kann. Dass sie ein vollwertiger Diclonius ist.
Dass sie eigentlich stärker ist wie Lucy.
Die weicht aus, ohne mit der Wimper zu zucken. Aber Nana kann noch mehr, viel mehr. Ihre Reichweite ist viel besser als die von Lucy und als die nicht damit rechnet, wird sie selbst von Nanas Vektoren getroffen und weit zurückgeschleudert.
Ein Kampf der Giganten.
Nana hat noch nie gekämpft - nie so gekämpft.
Und natürlich ist Lucy stark. Aber nicht stärker wie sie. Sie wird ihr schon noch zeigen, was sie so drauf hat. Sie kommt ihr näher, ergreift sie mit einem ihrer Arme an der Kehle und drückt zu, drückt sie gegen den nächsten Baum und danach ihre Kehle zusammen.
Sie spürt sie, wie Lucys Vektoren nach ihr zu greifen versuchen. Es wird nicht klappen. Nicht dieses Mal. "Was soll das werden?" fragt Nana sanft. "Ich lasse keine Gnade walten."
Dann lächelt sie vorsichtig. "Keine Angst. Ich bringe dich nicht um. Aber ich werde dir für Papa eine Lektion erteilen."
Ob Lucy sieht, dass ihre Worte nur halbherzig sind? Dass sie ihr nichts tun wird? Doch auch Lucy kann mehr, als Nana gedacht hat.
Sie beugt sich vor, stemmt sich gegen Nanas Vektoren und der Baum hinter ihr gibt nach, kommt mitsamt all seinen Wurzeln zum Vorschein. Jetzt fühlt sie sich wieder durch die Luft gewirbelt, fühlt wie die Luft aus ihren Lungen weicht und spürt, wie der Baum viel zu nah neben ihr auf die Erde kracht, sie wackeln lässt.
Erneut läuft ein Zittern durch ihren Körper und noch während sie spürt, dass Lucy sie wieder angreift - verteidigt sie sich, greift zuerst an und schleudert das Mädchen durch die Luft.
"Ein Überraschungsangriff von hinten." Lucy wischt sich das Blut aus den Mundwinkeln und atmet tief durch. "Ich habe dich nicht für so.. hinterhältig gehalten. Und.. wenn ich mit voller Kraft kämpfen würde, hätte ich dich schon dreimal getötet. Wie gesagt. Nur eine Ader in deinem Hirn."
Nana weiß es. Doch das mindert ihre Entschlossenheit nicht.
"Wirst du jetzt mit mir zurück gehen?" 'Dann können wir gemeinsam bei Papa sein.' "Mit deinen kurzen Armen kannst du ja doch nichts gegen mich ausrichten."
Es stimmt. Lucy weiß es. Doch eines hat Nana übersehen. Dass sie zwar die längere Reichweite hat, an sich allerdings schwächer ist wie Lucy.
Jetzt fällt es ihr wieder ein. Jetzt, wo Steine auf sie zufliegen, riesige Brocken.
Sie schlägt sich die Arme vors Gesicht und wieder bebt die Erde, als links und rechts von ihr die Erzeugnisse von Lucys Kraft einschlagen.
Und wieder ist das Mädchen verschwunden. Eine Sekunde lang hat Nana sie aus den Augen gelassen und schon ist sie wieder weg.
Wo ist sie? Wo ist sie?
Ein Luftzug hinter ihr und schon macht Nana erneut einen Satz, nur Augenblicke bevor Lucys Vektoren an der Stelle einschlagen, wo sie nur Augenblicke zuvor gestanden hat.
"Verdammt. Gerade heute, wo ich mich so fein gemacht habe.." murmelt sie, spürt ein schmerzhaftes Ziehen in den aufgeschürften Knien und Tränen in den Augen. Doch sie hört nicht auf, greift Lucy wieder an.
Sie muss stärker sein, muss einfach. Für Papa. Und für Lucy. Lucy muss verstehen, dass das was sie tut falsch ist. "Du machst ja doch immer nur das Gleiche." ruft sie ihr entgegen, schickt ihr wieder die Vektoren entgegen.
Und wieder zeigt Lucy, dass sie mehr Kampferfahrung hat, dass sie stärker ist. Dass sie nichts von Nana hält. Ein harter Schlag ins Gesicht lässt sie zurücktaumeln.
Ihr ganzer Körper schmerzt, protestiert dagegen, dass sie wieder und wieder aufsteht und einfach nicht klein beigibt.
"Du.. hasst mich?" fragt sie leise und sieht in Lucys Gesicht, dass diese ebendies nicht tut. Dass sie schon weit entfernt ist von solch menschlichen Gefühlen wie Liebe oder Freude - oder Hass.
Töten, Töten, Töten.
Das steht in ihrem Gesicht geschrieben.
Und Nana sieht es ein. Dass sie mehr tun muss, um Lucy in ihre Kontrolle zu bekommen. Dass sie nicht einfach nur noch auf die Ankunft von Papa warten kann. Sie muss sie verletzen. Irgendetwas tun. Nur ein kleines bisschen. Damit sie nicht mehr herumrennen kann.
Die Nerven in ihrem Bein zerschneiden. Das ist schnell wieder gerichtet. Wenn auch nicht schnell genug, als dass Lucy ihr danach noch gefährlich werden würde.
Und dann passiert es. Wieso kommt auch dieses kleine Mädchen genau jetzt um die Ecke und schreit ihnen zu, dass sie damit aufhören sollen? Das sie nicht kämpfen dürfen?
Sie will ihr zuschreien. 'Bleib stehen. Das ist gefährlich. Du wirst sterben. Bleib stehen.'
Aber Lucy darf nicht weiter töten. Nicht noch einmal. Also rennt sie los, stellt sich zwischen das Mädchen und Lucy.
Sie fühlt es. Fühlt es in dem Moment, in dem sie losrennt. Fehler.
Dann reißt ihr etwas mit einem Ruck den Boden unter den Füßen weg und sie fällt hin. Erst ist da gar nichts und sie spürt die schmerzende Wange auf die sie gefallen hat und ihren Rücken.
Sie hat davon gehört. Von Phantomschmerzen. Von Schmerzen in einem Körperteil, den man nicht mehr hat.
Das hier sind keine Phantomschmerzen. Das ist schlimmer.
Und als sie an sich herabblickt sieht sie nur noch Blut. Ihr Bein ist weg. Mit großen Augen blickt sie an sich herab. Sieht, wie das ganze Blut ihr wunderschönes Kleid beschmutzt.
Lucy hat das getan. Wieso?
Sie wollte ihr doch helfen - will es immer noch. Es tut weh. So sehr weh.
Schritte neben ihr. Sie blickt hoch.
Lucy. Lucy, die mit einem irren Grinsen auf sie herab blickt. Zufrieden.
Und Nana setzt sich auf, auch wenn sie meint, jeden Augenblick ohnmächtig zu werden. Diclonii sind stärker als Menschen.
Wieder schreit sie dem anderen Mädchen entgegen: "Das hat gar nicht weh getan!"
Einfach deswegen, um die Überraschung in Lucys Gesicht zu sehen. Und auch deswegen, weil es tatsächlich nicht wehtut.
Nichts im Gegenzug dazu, dass sie Papa enttäuschen könnte. Nichts im Gegenzug dazu, dass ihre Seele schmerzt. Sie will ihr doch helfen.
Sie darf diese Seite in ihr, den Diclonius in ihr, nicht heraus lassen. Sie spürt die Rage in sich. Wie ihr eigener Diclonius sich gegen das Gefängnis in ihrer Seele stemmt. Ein wenig mehr, ein wenig mehr Zeit, mehr Wut, mehr von Lucys Anblick und sie wird ihm nicht mehr standhalten können.
Lucy lächelt. Beinahe menschlich. Beinahe mitfühlend. Und dann - reißt sie ihr den Arm ab. Den rechten. Den, den sie doch noch braucht.
Den, mit dem sie immer alles gemacht hat. Geschrieben und sich damit durch die Haare gefahren.
Sie schreit. Sitzt da und schreit, während Lucy sie anlächelt. Als wäre es ihr gleich, was mit ihr passiert. "Hat es dir weh getan?" fragt sie. Ihre Stimme sanft.
Nana weicht zurück, hebt sich den übrig gebliebenen Arm vors Gesicht und spürt, wie jetzt die Tränen über die Wangen rinnen.
Ihr innerer Diclonius hat sich zurück gezogen. Jetzt ist da nur noch bleierne Angst.
Zack.
Zack.
Sie ist nichts mehr. Nur noch ein Torso samt Kopf. Unbrauchbar. Auch für Papa.
"Papa.." murmelt sie. Es tut weh. So schrecklich weh. Sie will zu Papa.
Und Lucy - sie lacht. "Keine Angst. Gleich tut es nicht mehr weh."
Wieder verirrt sich dieser kranke Gesichtsausdruck auf ihr Gesicht.
Sie hebt den Arm über den Kopf, wendet den Körper, um ordentlich auszuholen.
Und dieses fürchterliche Gefühl überkommt sie. Dass sie versagt hat. Dass Papa nicht stolz auf sie ist. Dass sie nutzlos ist. Dass sie Lucy nicht von ihrem Weg abbringen konnte. Dass Lucy und sie nun Feinde sind und niemals etwas anderes.
Dann ist es vorbei.
Papa ist da - und Lucy nur wenig später weg.


Tja. Ich weiß schon, an sich ist die Story ab 12. Wäre es nicht Elfen Lied.
Tut mir Leid für alle die sich ein Happy End erhofft haben, aber das wollte ich nicht.
Übrigens: Wie die beiden auf der Wiese gelandet sind, das dürft ihr euch selbst dazu denken ;)
Nächste Woche kommt dann ein neues Kapitel in der Gedou: Rinnetensei no Jutsu-Story. Und ich weiß, das sage ich beinahe jedes Mal, aber sie neigt sich langsam dem Ende zu..
Eine schöne Woche euch :)
Review schreiben