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Eisblumen

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Jack Frost Jamie North OC (Own Character)
18.11.2015
16.01.2021
30
37.236
29
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01.04.2019 961
 
Ich drehe mich um und starre in gelbe, furchteinflößende Augen. Sie fixieren mich und halten mich fest.
Eine Stimme in meinem Inneren, die ich vorher noch nie gehört hatte, schreit: „LAUF!” Verzweifelt versuche ich meine Beine zu kontrollieren und mich in Bewegung zu setzen. „Endlich… Hallo Beth... “, flüstert der Mann mit dem schwarzen Umhang mit einem verführerischen Ton, der mich erschauern lässt. „So lange schon haben wir uns nicht gesehen… Wie ich sehe, hast du es zurück in diese Welt geschafft.”, fährt er fort und umkreist mich.
Etwas in meinem Inneren zieht sich wütend zusammen und ich habe das Gefühl diesen Mann zu kennen. „Der Schwarze Mann…”, flüstere ich und starre ihm hinterher. Er steht wieder vor mir und lächelt. „Schade, ich dachte Jack würde noch ein bisschen schneller sein und ich könnte ihn hier antreffen. Aber leider… scheinst du ihm nicht so wichtig zu sein, Beth.”, erwidert er und zieht bekümmert die Lippen zusammen.
Beth… Wieso nennt er mich so…,schießt es mir durch den Kopf, als ich eine Stimme höre.
„Lauf! Du musst weglaufen! Schnell!”, ruft eine Stimme, die meiner so ähnlich ist. Ich schaue hinunter zu meinen Beinen und hole tief Luft. „Beth, du kannst mich hören, oder? Was sagst du dazu, dass dein geliebter Jack noch lebt…?”, fragt er und irgendwas in meinem Inneren reißt.
Tausend Bilder schießen mir in den Kopf. Jack mit braunen Augen und braunen Haaren. Meiner Hand in seiner, während die Musik unseren Tanz begleitet. Seine kleine Schwester Rosie. Wie er mir verspricht, immer da zu sein und mich zu heiraten. Seine Lippen auf meinen mit dem Wunsch mich nie zu verlassen. Sein letztes Lächeln, ehe er mit Rosie in den Wald geht.
Ich sehe mich selbst, mit langem Haar und Tränen in den Augen. „Du wirst ihn heiraten, Elizabeth! Jack ist tot! Und du kannst nicht ewig weiter trauern. Glaub mir, der Sohn des Bürgermeisters wird gut für dich sorgen. Er wird dich reich machen.”, sagt meine Mutter, während sie das weiße Kleid mit der blauen Schleife an meinen Schrank hängt. „Du wirst irgendwann glücklich sein.”, fügt sie hinzu und verschließt meine Tür. Ich höre das vertraute Klicken, während sie meine Tür verschließt.
Ich starre das Kleid an. Ich hasse es. Ich hasse sie. Ich hasse mich. Der Mond zieht auf und erstrahlt in seiner ganzen Schönheit. „Warum?”, flüstere ich und starre ihn an. Ich hasse ihn. Und dann ist da der Schwarze Mann, verspricht mir, dass ich meinen Geliebten wiedersehe, dass ich bei ihm sein kann.
Hoffnung umschlingt mein Herz und es ist mir gleich ob ich ihm vertrauen kann oder nicht. Er ist der Erste, der mir Hoffnung schenkt und ich werde mich an ihr festklammern und sie nie mehr loslassen.
Also nehme ich das Fläschchen mit der schwarzen Flüssigkeit und halte es mir an die aufgesprungenen Lippen. Schon beim ersten Schluck merke ich wie die Hoffnung erstickt wird und sich etwas anderes in meinem Herzen breit macht. Ich spüre wie sich Kälte und Angst in einen Eingeweiden breit macht.
Ich falle und falle in eine Dunkelheit. Ich spüre wie mein Körper bebt und ich versuche zu schreien, aber kein Ton kommt über meine Lippen. Dann… Spüre ich es. Ein Licht. Seine Wärme. Und ich stehe plötzlich an dem See. Der See, der mir meinen geliebten Menschen nahm.
Das Eis liegt dick und schwer auf seiner Oberfläche und der Mond strahlt hell. Der Schnee glitzert und funkelt. Ich schaue hinab auf meine Füße, doch sie berühren die Kälte nicht. Es ist als würde ich schweben. Ein Geräusch weckt meine Aufmerksamkeit. Das Eis… Es knackt und verzieht sich. Und plötzlich schwebt ein Körper impor. Ich brauche keinen zweiten Blick um zu sehen, wer es ist.
Auch mit weißem Haar und blauen Augen würde ich diesen Mann überall erkennen. „Jack… Er lebt!”, flüstere ich und atme erleichtert aus. Er schaut sich verwirrt um und greift nach einem langen Stock. Ich spüre wie der Wind an mir zerrt. „Nein… Bitte!”, denke ich und versuche mich dagegen zu stellen. „Du musst.”, flüstert mir einen unbekannte Stimme zu. Ich drehe mich um und sehe einen alten Mann mir gegenüber stehen. Seltsamerweise empfinde ich keine Angst…
„Beth...Du musst ihn gehen lassen… Er hat eine Aufgabe.”, flüstert er. Mir widerstrebt es ihm zu gehorchen, aber etwas in mir weiß, dass er recht hat. Dass ich Jack gehen lassen muss.  „Werde ich ihn wiedersehen?”, frage ich ängstlich. „Ja, dein Herz wird ihn wiederfinden.”, antwortet er mir und ich lächle. „Dann kann ich gehen!”, sage ich und falle.
Ich öffne die Augen und sehe Pitch vor mir stehen. „Ich bin… sie… Ich bin Beth…!”, flüstere ich atemlos. „Ah, deine Erinnerungen sind also zurück. Sehr gut. Und jetzt… Wirst du brav mit mir mitkommen. Wir haben noch einiges zu besprechen!”, sagt er und hält mir die Hand hin.
„Ich glaube daraus wird nichts!”, ruft eine mir vertraute Stimme, die alles in mir aufhorchen lässt. Ich schaue hoch und sehe ihn auf einem dicken Ast stehen. Er lässt sich fallen und steht plötzlich direkt vor mir. Ich kann seine Kälte spüren und seinen Geruch nach frisch gefallenen Schnee wahrnehmen.
„Jack…”, flüstert die Frau in mir. „Jack… “, sage ich und schaue ihn an.



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Hallo ihr lieben Freunde der Sonne,
ich melde zurück aus meinem tiefem Schlaf und bringe endlich wieder was für euch mit.
In den letzten Monaten war verdammt viel los und so wie es jeder kennt kommen andere Sachen plötzlich an erster Stelle.
Ich freue mich aber, dass ich endlich wieder Zeit und Lust finde zu schreiben und hoffe man merkt mir mein Eingerostet sein nicht allzu sehr an.
Ich wünsche euch auf jeden Fall ganz viel Spaß und an alle, die so lange gewartet haben. ES TUT MIR LEID!!!

Alles Liebe
der kleine Vogel <3
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