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Eisblumen

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Jack Frost Jamie North OC (Own Character)
18.11.2015
16.01.2021
30
37.236
29
Alle Kapitel
49 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.07.2016 1.592
 
Hallo liebe Lesefreunde :D
als ich diese Geschichte vor über einem halben Jahr angefangen habe, hätte ich nie gedacht, dass sie so viele lesen werden. Aus einer kleinen Idee ist nun etwas gewachsen, was ich nicht mehr missen möchte. Das Schreiben befreit mich auf so viele Art und Weise und ich kann wirklich versichern, dass ich mir aller größte Mühe für meine FanFiktions gebe...
Ich hoffe mir ist keiner böse, wenn ich manchmal ein bisschen kreativer bin und mich nicht ganz an den Film halte. Ich gebe mir wirklich Mühe, aber manchmal passt es nicht ^^

Ganz herzlich möchte ich mich bei den Lesen bedanken, die mir wirklich zu jedem Kapitel ihre Meinung hinterlassen und mir auch ganz ehrlich sagen, was sie davon halten. Aber auch, dass sie sich freuen *endlich* wieder von mir zu lesen und schnell das nächste Kapitel wollen! Ich danke euch wirklich von Herzen!!
Ebenfalls will ich mich bei den
4796 Aufrufen
8 Empfehlungen
64 Favoriteneinträgen
und
25 Reviews
ganz herzlich bedanken!

Danke!

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Schweigend stehen wir in ihrem Zimmern und halten uns aneinander fest. Ihr weiches Haar riecht nach Vanille und kitzelt mir etwas im Gesicht. Ich spüre wie sie seufzt und sich vorsichtig aus meiner Umarmung löst. Einen kurzen Moment bin ich unfähig etwas zu sagen, denn als ich in ihre Augen sehe, bin ich sprachlos. Es spiegeln sich tausend Gefühle in ihnen und viele kommen mir viel zu bekannt vor.
Ich schaue sie fragend an, aber sie schüttelt mit roten Wangen nur den Kopf, ehe sie sich ganz abwendet und zu ihrem Bett schlendert. Der kleine Vogel flattert auf das Kissen und schaut mich auffordernd an. Ich lehne meinen Stab neben das Fenster und gehe langsam auf das Bett zu. Ich lasse meinen Blick über den Boden wandern und sehe das Bild, das sie in der Hand gehalten hat. Ich bücke mich um es aufzuheben und halte es ihr hin. Sie schaut lange auf meine Hand und nimmt es schließlich.
„Danke.“, flüstert sie und ihre Wangen werden noch röter. „Ehm… Möchtest du dich nicht setzten?“, fragt sie etwas lauter und zeigt auf das Bett. Sie steht neben dem Schreibtisch und beobachtet jede meiner Bewegungen. Was ist bloß los mit uns? Ich setze mich auf ihre Tagesdecke und warte. Auch sie setzt sich und beginnt mit ihren Fingern an ihrer Shorts zu spielen.
Ich hole tief Luft und schaue zu Blue, der sich auf ihrem Kissen das Gefieder putzt.
„Und… Wie war dein Tag?“, frage ich dann und versuche dabei möglichst ruhig zu klingen, aber der Anblick ihrer nackten Beine und ihrer geröteten Wangen macht mich nervös. Sie schaut mich einen Moment lang irritiert an, ehe sie im schallenden Lachen ausbricht. Ihre Augen strahlen mich an und ich muss mir das Grinsen verkneifen, als sie fast vom Stuhl fällt.
„Ernsthaft? Du fragst mich nach meinem Tag? Dann hättest du auch gleich vom Wetter reden können…“, sagt sie und lächelt mich liebevoll an. „Ich musste ja irgendwas sagen, dieses Schweigen macht einen Mann ja ganz verrückt.“, sage ich, während ich mit den Schultern zucke und mich etwas entspanne.
„Also, wenn du es unbedingt wissen willst war mein Tag ziemlich unspannend. Ich war mit Jamie in der Stadt und habe einige Bücher gesucht, aber nicht wirklich gefunden und dann einen Kakao trinken. Und dabei musste ich mir die ganze Zeit anhören, wie nett und gut du bist. Und wie schade es ist, dass ich dich nicht sehen kann.“, erzählt sie, während sie die Beine an ihre Brust zieht und mich anschaut.
„Hast du Jamie noch nicht gesagt, dass du mich sehen kannst?“, frage ich überrascht. Sie schüttelt den Kopf. „Ich dachte, du bleibst erstmal mein kleines Geheimnis.“, sagt sie und verzieht ein bisschen das Gesicht. Ich muss mir erneut ein Grinsen verkneifen. „Hast du noch mehr Geheimnisse, die keiner weiß?“, frage ich herausfordernd und lehne mich nach hinten. „Klar!“, antwortet sie und lacht leise. „Okay, dann leg los! Ich will alles über dich wissen!“, sage ich und schaue sie grinsend an. Ihre Augen weiten sich und ihre Wangen färben sich erneut rosa, was mein Herz wieder zum Rasen bringt.
„Was willst du denn wissen?“, fragt sie leise und wendet den Blick ab. „Alles, sagte ich doch. Deine Lieblingsfarbe, dein Lieblingsessen, Jahreszeit und so weiter und sofort.“, antworte ich und beuge mich vor. Sie wendet mir langsam wieder den Blick zu und schaut mir tief in die Augen.
„Ich will aber auch alles über dich wissen, Jack… Du weißt viel mehr über mich, als ich über dich… Ich hab das Gefühl, ich müsste alles über dich wissen, aber eigentlich weiß ich gar nichts über dich…“, sagt sie leise und in ihren Augen kann ich plötzlich eine endlose Trauer sehen.
„Dann frag mich einfach!“, sage ich leise und lächele sie leicht an. „Was ist deine Lieblingsfarbe?“, fragt sie einen Augenblick später. Ich schaue sie überrascht an, ehe ich einen kurzen Moment überlege. „Blau.“, antworte ich dann. „Was für ein Blau? Wie der Himmel? Hellblau? Oder eher ein dunkleres?“, fragt sie und greift nach einem Stift auf ihrem Schreibtisch.
„Wie deine Augen.“, antworte ich ehrlich. Der Stift fällt auf den Boden, als sie mich überrascht anschaut, bevor sie schnell den Blick anwendet. „Und deine Lieblingsjahreszeit?“, fragt sie schnell. „Naja… Ich bin theoretisch der Winter… Und ich liebe den Schnee und den Spaß, denn man in ihm haben kann!“, ich überlege noch einen Moment. „Aber den Frühling mag ich auch gerne. Sag das aber bloß nie dem Osterhasen! Der ist eigentlich für den Frühling verantwortlich und ich werde mir was anhören müssen, wenn ich wieder den Winter verlängere!“, sage ich und fahre mir übers Gesicht. „Was sind die anderen Hüter so für Menschen…? Oder besser Tiere? Was sind sie überhaupt?“, fragt sie und wendet mir wieder den Blick zu. Ich schaue sie lange an und überlege, was ich nun tun soll.
Ich will ihr von uns erzählen, von dem Weihnachtsmann mit dem übertreibenden Akzent, von der Zahnfee und all ihren kleinen Helferfeen. Von dem Sandmann und dem Osterhasen, der den ganzen Tag mürrisch sein kann. Und ich will ihr von mir erzählen, alles woran ich mich erinnern kann. Ein weiterer langer Blick in ihre Augen und ich entscheide mich.
„Zieh dir was drüber. Dort ist es sehr kalt! Und dann hol Jamie!“, sage ich und gehe schnell zum Fenster. „Jack!“, sagt sie und hält mich am Ärmel zurück. „Was hast du vor?“, fragt sie. „Ich zeige dir meine Welt!“, sage ich und lächele sie an.
Ich nehme meinem Stab und lasse mich aus dem Fenster fallen. Ich fliege zum Haus gegenüber und warte.
Das Licht in ihrem Zimmer geht an und wieder aus, bevor ich ein kleines Licht in Jamies Zimmer sehen kann.
Kurz bevor die beiden in ihrem Zimmer zurück sind, springe ich auf das Fensterbrett und warte.
„Was ist denn, Bell? Ich bin müde…“, murmelt Jamie, als er mit Bell im Schlepptau ins Zimmer kommt.
Doch als er mich sieht, wird er plötzlich hell wach.
Bell trägt inzwischen eine dunkle Jeans, einen hellen Pullover und einen großen Umhängeschal um die Schultern. „Jack!“, sagt er laut, ehe er sich erschrocken den Mund zuhält. Er rennt auf mich zu und schlingt die Arme um meine Mitte. Ich lächle und tätschle seinen Kopf. „Was machst du hier?“, fragt er und wirft Bell einen Blick zu, den sie lächelt erwidert. „Du kannst ihn sehen?“, fragt er leise mit einem Blick auf mich und dann wieder auf sie. Sie nickt und schaut mich an. „Wie…?“, fragt der Kleine und geht einen Schritt zurück. Ich zucke mit den Schultern. „Ich hab keine Ahnung, aber das muss jetzt auch warten. Hör mal… Ich will Bell was zeigen, aber ich brauche deine Hilfe… Ich weiß nicht, wann wir zurück sein werden und deswegen musst du ihr ein Alibi geben, wenn wir es nicht schaffen sollten!“, erkläre ich schnell und schaue Bell an.
Ihre Augen wirken einen Moment lang ungläubig, ehe sie Jamie anschaut. „Geht klar! Aber dafür will ich richtig viel Schnee!“, sagt dieser lachend. Ich erwidere es mit einem schiefen Grinsen und nicke. „Komm, wir haben nicht viel Zeit!“, sage ich in Bells Richtung und halte ihr meine Hand hin. „Brauche ich noch was?“, fragt sie unruhig und schaut sie um. Sie schaut den kleinen Vogel an und streckt die Hand danach aus. Blue fliegt direkt drauf und sie steckt ihn sich in ihre Bauchtasche vom Pulli.
„Nein.“, antworte ich, während sie nach meiner Hand greift. Jamie schaut uns beide mit hochgezogener Augenbraue an und lächelt wissend.
„Bring sie heil wieder nach Hause.“, sagt er und winkt uns hinterher. Ich nicke und konzentriere mich auf den Wind. Als ich spüre wie er bereits an meiner Kleidung zerrt, schaue ich Bell tief in die Augen. Ich sehe Angst und Unbehagen.
„Vertrau mir!“, flüstere ich ihr zu und schlinge den Arm um ihre Taille, ehe ich einen Schritt aus dem Fenster mache und sie mit mir ziehe.
Ich spüre wie sie sich erst anspannt und sich dann völlig fallen lässt.
Der Wind trägt uns hinauf in den Nachthimmel. Immer weiter.
Sie krallt sich an mich und ich sehe, dass sie ihre Augen fest aufeinandergepresst hat.
„Bell… Mach die Augen auf!“, sage ich und versuche lauter zu sein, als der Wind, der uns um die Ohren fliegt.
Vorsichtig öffnet sie ihre blauen Augen und schaut erst mich und dann die Umgebung an. Ich sehe wie sie sich weiten und anfangen zu funkeln.
„Jack… Das ist wunderschön!“, flüstert sie gerade so laut, dass ich sie hören kann. Ihre Augen verfolgend die Lichter an denen wir vorbeifliegen, ehe wir meinen Wald erreichen.
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